Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik minimale Betriebsspannung - Transistor ?


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von hawk84 (Gast)


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Hallo,

mit 5V funktioniert eigentlich jeder Transistor normal z.B BC846,

mit 4V vielleicht auch noch...

doch wie tief darf ich mit der Betriebsspannung herab - bzw. unter 
welchem Begriff findet man diesen Parameter im Datenblatt ?

Mein Problem: Ich habe gerade in einer Batteriebetriebenen 
(3VDC)Steuerung  zwei vermutlich defekte NPN SMD Transistoren mit einem 
BC846 getauscht...

Doch funktioniert dieser BC846 überhaupt noch mit 3V Betriebsspannung ?
Der Transistor sollte ein 3V bistabiles Relais schalten.

Danke

von hawk84 (Gast)


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die Transistor SMD Code Bezeichnung lautet "EAY" - und für mich daher 
nicht eindeutig identifizierbar

von Cyblord -. (cyblord)


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Man sollte es den Leute an die Stirn tackern:
Bipolare Transistoren werden mit einem BasisSTROM gesteuert. Die 
Spannung ist sekundär. Somit ist deine Frage sinnlos.

von MaWin (Gast)


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> unter welchem Begriff findet man diesen Parameter im Datenblatt ?

bipolare Silizium-Transistoren funktionren bis runter auf 0.7V + 
Reserve.

UBE(sat)

Ob aber deine Schaltung funktioniert, kann keiner wissen.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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hawk84 schrieb:
> doch wie tief darf ich mit der Betriebsspannung herab - bzw. unter
> welchem Begriff findet man diesen Parameter im Datenblatt ?
Du kannst mit der CE-Spannung höchtens herunter bis zur Ucesat. Denn 
weniger kann an einer CE-Strecke nicht abfallen...
Blöderweise kann es passieren, dass du vorher schon wegen der zu 
geringen Spannung nicht mehr genügend Strom in die Basis hineinfließen 
lassen kannst, um die gewünschte niedrige Uce zu errreichen. Zudem ist 
die Ucesat von einigen Randbedingungen abhängig.

> Doch funktioniert dieser BC846 überhaupt noch mit 3V Betriebsspannung ?
Ja.

> Der Transistor sollte ein 3V bistabiles Relais schalten.
Welches? Wieviel Strom braucht das Relais?

von hawk84 (Gast)


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Danke.

also ein Impuls von 100mA und 2-3VDC reicht um das Relais zu schalten,

bei einem angenommenen hFE von 100, müsste 1mA also ausreichen.

die Schaltung hat ein 2200 Ohm Widerstand in Serie zur Basis... 
vielleicht ist der knapp zu hoch.

von Harald W. (wilhelms)


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hawk84 schrieb:

> also ein Impuls von 100mA und 2-3VDC reicht um das Relais zu schalten,
>
> bei einem angenommenen hFE von 100, müsste 1mA also ausreichen.

Unter obigen Bedingungen sollte man besser mit hfe 30 rechnen und
sich vielleicht auch einen Transistor mit niedriger Uce sat aussuchen.

von Kein Name (Gast)


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Lässt sich ja recht einfach herausfinden. Uce messen und mit Ucesat aus 
dem Datenblatt vergleichen.

von Karl H. (kbuchegg)


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hawk84 schrieb:

> die Schaltung hat ein 2200 Ohm Widerstand in Serie zur Basis...
> vielleicht ist der knapp zu hoch.

Was heisst 'vielleicht'?
Durchrechnen!

An der Basis hast du einen Widerstand. Durch den Widerstand fliesst ein 
Strom in den Transistor in die Basis heinein und kommt am Emitter wieder 
raus.

Zwischen Basis und Emitter hast du ca. 0.7V Spannungsgefälle. D.h. dort 
bleiben 0.7V 'auf der Strecke'. Damit hast du auf der rechten Seite vom 
Widertand ca. 0.7V und auf der linken Seite vom Widerstand deine 
unbekannte Spannung x (3.3V?). Damit fallen über dem Widerstand x - 0.7V 
ab. Da du den Widerstandswert kennst, kannst du mit dem Ohmschen Gesetz 
ausrechnen, wieviel Strom in diesem Fall von deinem Potential x auf das 
Potential 0.7V rinnt. Und genau so viel Strom rinnt dann auch durch die 
Basis vom Transistor zum Emitter.

Diesen Strom mulitplizierst du mit dem Verstärkungsfaktor (wobei du den 
für dich ungünstigsten annimmst) und erhälst somit den Strom der durch 
dein Relais und die Collector-Emitter Strecke maximal fliessen kann.
Aber wiederrum: zweites Limit ist - wieviel Strom rinnt eigentlich laut 
Ohmschen Gesetz?
Auf der C-E Strecke bleibt die UCEsat Spannung am Tranistsor hängen. DIe 
geht dir also von der Spannung ab, die du oberhalb des Relais anhängst. 
Das  'untere' Ende des Relais liegt nicht auf 0 sondern eben auf dem 
Potential UCEsat. Und da das Relais selbst auch einen Widerstand hat, 
kann man damit mit der Spannung, die sich aus der DIfferenz 'oben' minus 
'unten' der Relaisanschlüsse und dem Widerstand wider ausrechnen, 
wieviel Strom da durch das Relais fliessen würde. Der kleiner der beiden 
WErte gilt dann: denn entweder die Relaisspule begrenzt den Strom oder 
der Transistor steuert nicht weit genug auf, so dass dieser Strom auch 
tatsächlich rinnen kann.

von Kris M. (kristijan_m)


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Kein Name schrieb:
> Lässt sich ja recht einfach herausfinden. Uce messen und mit Ucesat aus
> dem Datenblatt vergleichen.

Das was er gesagt hat!

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