Hallo! Hat hier schonmal jemand probiert die Position des Schrittmotors mit Hilfe von Höherfrequenten Signalen zu messen, die die eigentliche Steuerung überlagern? Die Impedanz der 2 Wicklungen hängt ab von der Lage des Motors. Ich habe das mal vor Ewigkeiten mit PMSM Motoren gemacht, wo man ca. 13% Unterschied der Induktivität sehen konnte - je nach Lage - was recht einfach und schnell zu messen war. Mir erscheint es momentan als perfekter Ansatz um einen Schrittmotor closed loop zu betreiben, d.h. während der Ansteuerung verlorene Schritte erkennt, wenn der Motor ganz blockiert oder wenn der Motor sich dreht ohne Ansteuerung. Ich habe ein paar Simulationen gemacht, die zuversichtlich aussehen und begonnen einen Testaufbau zu machen. Die BackEMF basierten Ansätze sind ja nicht unbedingt das, was man wirklich haben will. Entweder ist die BackEMF zu gering bei kleinen Drehzahlen, oder bei hohen Drehzahlen reicht die Messdauer nicht aus. Zusätzlich klappt BackEMF ja nur während der Drehbewegung. Viele Grüße, Kai
Hallo Kai, ich habe ein paar Veröffentlichungen zu dem Thema gelesen und meine auch, eine Dissertation dazu gesehen zu haben. Praktische Implementierungen sind mir aber nicht bekannt. Möglich, dass da jemand ein Patent drauf hat, was kommerzielle Anwendungen blockiert. Oder es gibt in der praktischen Umsetzung Probleme. Der Ansatz ist aber durchaus interessant. Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann
Hi Thorsten, das Verfahren sollte eigentlich state of the Art sein. Nichtsdestotrotz, ich arbeite jetzt ernsthaft dran :-) Etwas Sorgen bereiten mir noch potentielle Sättigungseffekte der Spulen. Das werd ich erst nach ein paar real-world Tests beurteilen können. Viele Grüße, Kai
Kai schrieb: > das Verfahren sollte eigentlich state of the Art sein. Es gibt schon seit Ewigkeiten Versuche in die Richtung "Auswertung der Induktivitätsschwankungen": http://www.elektroniknet.de/automation/sonstiges/artikel/56/0/ Allerdings ist das Beste, was letztlich kommerziell dabei herauskommt eine Blockadeerkennung...
Hallo Kai, ich wäre an einem weiteren Austausch zu dem Thema interessiert. Vielleicht kannst Du mich mal per Email kontaktieren? Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann
Hi Lothar! Das Verfahren ist ein anderes als das, was ich meinte. Das Verfahren im Link nutzt das Signal, mit dem der Motor sowieso schon angesteuert wird. Siehe z.B. im Resume am Ende, wo erwähnt wird, dass es nicht im Stillstand funktioniert. Zudem ist die Messung über den Nulldurchgang doch potentiell etwas grob bei den niedrigen Frequenzen. Ich meinte zusätzlich ein Signal zu überlagen - mit fester Frequenz - und dessen Phase & Amplitude relativ zum injizierten Signal auszuwerten um die Impedanz der 2 Spulen zu bestimmen. Grüße, Kai
"Zudem ist die Messung über den Nulldurchgang doch potentiell etwas grob bei den niedrigen Frequenzen." sollte heissen: bei hohen Frequenzen.
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