Hallo, mal eine Frage an die Luftfahrtfachleute. In modernen Cockpits wurden herkömmliche, mechanische Instrumente nach und nach durch Bildschirme ersetzt. Am Anfang wurden die analogen Anzeigen der herkömmlichen Instrumente auf diesen Bildschirmen nachgebildet, mittlerweile hat sich aber auch die Darstellung der Flug-, Navigations- und Triebwerksdaten an die Möglichkeiten der Bildschirme angepasst. Ich habe vor Jahren mal technische Infos zu den ersten Systemen, die noch auf Bildröhren basierten, durchgelesen. Im Unterschied zur Fernsehtechnik wurde das Bild nicht gerastert und dann zeilenweise aufgebaut, sondern der Elektronenstrahl (bzw. 3 bei Farbe) malte die einzelnen Symbole nacheinander auf den Bildschirm. Dadurch war das Bild gestochen scharf und Kreisbögen sahen wir wirkliche Kreisbögen aus. Wenn man sich eine langsam drehende Kompassrose vorstellt mit Skalenstrichen alle 10 Grad, ergibt das bei einem Rasterbildschirm sehr unschöne Aliasing-Effekte. Mit der "Malmethode" war es wie gesagt gestochen scharf. Das Ausfüllen von Flächen mit einer Farbe wurde allerdings doch zeilenweise erledigt. Da die Bildwiederholrate von der Anzahl der darzustellenden Elemente abhing, wurde bei einem gut gefüllten Bildschirm teilweise auf das Füllen von Flächen verzichtet - der künstliche Horizont bestand dann nur noch aus Linien, die braune und blaue Fläche wurde nicht gezeichnet. Die Elektronik des sogenannten Symbolgenerators war zum großen Teil in einem kundenspezifischen LSI untergebracht. Jetzt zur eigentlichen Frage: Natürlich ist man jetzt auch in der Luftfahrt auf TFTs umgestiegen. Genau wie bei einer Farbröhre handelt es sich dabei prinzipbedinmgt um ein "gerastertes" Anzeigegerät. Allerdings ist das Malen mit einem Elektronenstrahl nicht möglich. Ich gehe also davon aus, dass das Bild wie am PC als Rastergrafik gerendert und dann zum TFT übertragen wird. Aber warum sehen dann die PDFs / MFDs in modernen Airlinern so gestochen scharf aus, Größenordnungen besser als auch hochwertige Computerdisplays? Gibt es da einen Trick?
Horst schrieb: > Aber warum sehen dann die PDFs / MFDs in > modernen Airlinern so gestochen scharf aus, Siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Retina-Display
Wie waren denn mit der "Malmethode" Farben möglich? Für Farben braucht es doch verschiedene Leuchtstoffe und deren Anordnung auf dem Schirm bedingt doch immer eine Art Rasterung, die als Stufen in Linien zu erkennen sein sollte.
Hallo, "dpi" ist hier wohl das Zauberwort. http://www.avionicslcd.com/ Mit freundlichen Grüßen Selbsternannter Weltverbesserer
Sabine W. schrieb: > eine Art Rasterung Diese ist aber viel feiner als der riesengroße Bildpunkt eines Elektronenstrahls.
Aber ist das, was auf den Webseiten der Hersteller so angepriesen wird, tatsächlich schon in den neueren Airbussen und Boings verbaut? Da vergehen doch meist etliche Jahre von der Projektierung zum zur Inbetriebnahme.
@sabine_w Vektorbildschirme mit begrenzter Farbdarstellung kann man mit dem sogenannten Penetron-Prinzip bauen, oder mit einem separaten Farbverschluss wie bei diesem Oszilloskop: http://w140.com/tekwiki/wiki/5116 Beitrag "Tektronix 5116" Vergiss auch nicht dass durchschnittliche Computermonitore oft NICHT die beste Displaytechnik (IPS) verwenden (ist Dir mal aufgefallen wie gut teure EIZO-LCDs von vor 10 Jahren in Blickwinkel und Schärfe sind - das sind IPS-Displays.)
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