Hallo, ich als Außenstehender kann es einfach nicht begreifen: Was verdammt nochmal bietet München, dass dort Preise von 100.000 Euro für einen Karnickelstall bezahlt werden? 1-Zimmer, 26m², Plattenbau, alte Küchenzeilen, alte Bäder... Preis: jenseits 100.000€
Großes Fragezeichen schrieb: > Was verdammt nochmal bietet München, -viel Lärm -stundenlange Parkplatzsuche -wenig Platz -Feinstaub -viel Stau -mehr Verbote als sonstwo -die Garantie das mehr an Bezahlung auch ohne Mehrleistung loswerden zu können -das grösste Drogenevent der Welt -mitsamt Garantie dass dier regelmässig jemand in den Hausgang kotzt -gleich 2 Fussballclubs, wo man als gut ausgebildete Fachkraft mal so richtig das Gehirn abschalten kann(auch gern mit Vollsuff kombiniert) Also alles in allem ein richtig schöner Ort zum Leben ;)
Chr. Messener schrieb: > -viel Lärm > -stundenlange Parkplatzsuche > -wenig Platz > -Feinstaub > -viel Stau > -mehr Verbote als sonstwo > -die Garantie das mehr an Bezahlung auch ohne Mehrleistung loswerden zu > können > -das grösste Drogenevent der Welt > -mitsamt Garantie dass dier regelmässig jemand in den Hausgang kotzt Das trifft ja wohl auf jede Großstadt zu.
K. Laus schrieb: > Das trifft ja wohl auf jede Großstadt zu. Der vorletzte Punkt spielt ja wohl auf das Oktoberfest an. ;-)
> Oktoberfest http://www.der-postillon.com/2011/09/nerviger-trend-jetzt-hat-auch-munchen.html http://www.der-postillon.com/2014/04/60-aller-bayern-fans-plotzlich-anhanger.html
Großes Fragezeichen schrieb: > Was verdammt nochmal bietet München, dass dort Preise von 100.000 Euro > für einen Karnickelstall bezahlt werden? Wahrscheinlich weniger Bayern als irgendwo sonst im bayrischen Bayern. Das ist schon was wert. ;-)
Ich dreh den Spieß mal um: 1. Du bist in eine guten Stunde in den Alpen. Sensationelle Aussicht, gute Luft, Perspektive! 2. Du bist schnell am Gardasee zum Surfen. 3. Kulturangebot ist Spitze, wenn auch nicht billig. 4. Es gibt ne Menge Unternehmertreffen, Gründungsszene, Fördermittel und VC-Kapitalfirmen etc. Wer also jung und dynamisch ist findet eine gute Infrastruktur sich ein Kontaktnetzwerk aufzubauen. Das dürfte in Kamp-Lintfort und Clausthaler-Zellenfeld etwas schwieriger sein.
Chr. Messener schrieb: > Großes Fragezeichen schrieb: >> Was verdammt nochmal bietet München, > > -die Garantie das mehr an Bezahlung auch ohne Mehrleistung loswerden zu > können Genau deswegen gibt's hier auch gleich zwei Conrad Filialen.
J. Ad. schrieb: > Kulturangebot ist Spitze Den Eindruck hatte ich bei meinem letzten, schon etwas länger zurückliegenden Oktoberfestbesuch allerdings nicht. Nachdem wir zum Saufschluß gegen 23.00 Uhr sehr nachdrücklich aus dem Festzelt geekelt wurden, durchstreiften wir die Innenstadt auf der Suche nach ein wenig Nightlife. Pustekuchen, zu Mitternacht werden offensichtlich die Bürgersteige hochgeklappt, von Party keine Spur. Nicht mal was zu Essen gabs mehr. Mit Berlin verglichen ist München kulturell ein langweiliges Kuhkaff...
J. Ad. schrieb: > Ich dreh den Spieß mal um: > > 1. Du bist in eine guten Stunde in den Alpen. Sensationelle Aussicht, > gute Luft, Perspektive! Neuperlach. http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Neuperlach_0629.jpg Super Aussicht bestimmt rundum, besonders auf die Alpen. ;-)
J. Ad. schrieb: > 1. Du bist in eine guten Stunde in den Alpen. Sensationelle Aussicht, > gute Luft, Perspektive! > 2. Du bist schnell am Gardasee zum Surfen. Super Argument, nach München ziehen weil man da schnell weg kommt?!?
Das Schönste an München ist die Straße Richtung Salzburg.... Aua Au *Nicht so dolle hauen!* ;-) MfG Paul
Ja, ich will wirklich mal was positives schreiben: Im Gegensatz zu Frankfurt keine besonders hohen Hochhäuser, das lange Grün des englischen Gartens was auch nutzbar ist, das Deutsche Museum. Ansonsten all das negative was hier aufgeführt wurde. Woanders kann man sich 10 Häuser von seinem dortigen Einkommen leisten, während man in München vom münchner EInkommen nur eines bekommt: http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article122733868/Mittleres-Einkommen-reicht-um-ein-Haus-zu-kaufen.html
Icke ®. schrieb: > J. Ad. schrieb: >> Kulturangebot ist Spitze > > Den Eindruck hatte ich bei meinem letzten, schon etwas länger > zurückliegenden Oktoberfestbesuch allerdings nicht. > Nachdem wir zum > Saufschluß gegen 23.00 Uhr sehr nachdrücklich aus dem Festzelt geekelt > wurden, durchstreiften wir die Innenstadt auf der Suche nach ein wenig > Nightlife. Pustekuchen, zu Mitternacht werden offensichtlich die > Bürgersteige hochgeklappt, von Party keine Spur. Nicht mal was zu Essen > gabs mehr. Das Oktoberfest ist natürlich DIE Zeit, wo alle die Klappen dicht machen, denn dann sind in der Regel nur Suffköppe unterwegs, die einem die Polster vollkotzen. Viele Münchner bleiben dann ohnehin zu Hause. > Mit Berlin verglichen ist München kulturell ein langweiliges Kuhkaff... Ja, ich würde in Berlin kulturell auch mehr erwarten, weil Berlin zum einen viel größer ist und zum anderen hier auch noch mehr zusammenkommt. Andererseit: Wenn es so ist, dass man nach der Sichtung der Veranstaltungsprogramme den Eindruck hat, nicht alles mitmachen zu können, was einen eigentlich interessieren würde - ist es dann nicht auch genug? Ein Käseladen wird da auch nicht dadurch besser, wenn er statt 500 Käsesorten 2000 Käsesorten zu bieten hat. "Kultur" ist natürlich auch ein sehr weiter Begriff. Ich sags mal so: Wenn man NUR zum Arbeiten nach München kommt und der Stadt und der Lebensweise (nördliche Stadt Italiens etc.) nichts abgewinnen kann - dann ist man in München falsch am Platz.
Zitat aus dem Verlinkten Welt-Artikel: _____________________________________ Immobilienpreise ziehen 2014 an So kostet eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 70 Quadratmetern und mittlerem Wohnwert derzeit in München bei einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 3150 Euro das 4,5-Fache des Jahresnettoeinkommens. Am günstigsten ist der Erwerb in Bremen, wo nur das 1,9-Fache des Einkommens veranschlagt werden müssen, weil der Quadratmeterpreis mit 975 Euro weniger als ein Drittel des Münchner Niveaus erreicht. _____________________________________ Also das sind ja mal wieder schöne Phantasiezahlen. 70 Quadratmeter in Bremen kosten demnach knapp 70k Euro. Und das soll das 1,9-fache des Jahres-Nettolohns betragen? Selten so gelacht. Brutto kommt es vielleicht noch hin, aber netto ganz sicher nicht.
Hi, Mac Gyver schrieb: >> Oktoberfest > > http://www.der-postillon.com/2011/09/nerviger-trend-jetzt-hat-auch-munchen.html Der Witz ist: Wenn in 20Jahren (oder vielleicht auch schon früher) die dann in den Mittelstufen sitzende Generation diesen Artikel lesen würde, so würden die den wahrscheinlich wirklich für bahre Münze nehmen ;-) Von irgendwelchen Archäologen in 500Jahren ganz zu schweigen... Großes Fragezeichen schrieb: > Also das sind ja mal wieder schöne Phantasiezahlen. > 70 Quadratmeter in Bremen kosten demnach knapp 70k Euro. > Und das soll das 1,9-fache des Jahres-Nettolohns betragen? > > Selten so gelacht. Brutto kommt es vielleicht noch hin, aber netto ganz > sicher nicht. Die Frage ist ob das der "Nettolohn" eines einzelnen Arbeitnehmers, gar noch Stkl. 1, oder aber einer Familie mit zwei Erwerbstätigen und einem unterhaltberechtigten Kind (70m2 und drei Zimmer passt ja auch dazu) sein soll. Auch ist wichtig von welcher "Menge" man bei der Berechnung ausgeht. Soll das der deutschlandweite Durchschnittslohn sein, der Münchener Durchschnittslohn oder aber der Bremer Durchschnittslohn. All dies macht unter Umständen gewaltige Unterschiede aus. Und dann darf man ja nicht vergessen dass "Durchschnittswerte" nicht zwangsläufig etwas mit den realen Verhältnissen zu tun haben müssen. Wenn du das Durchscnittsnettogehalt von einem gerade (netto) Einkommensmillionär und einem H4 Empfänger berechnest, dann kommst du auch zu dem Schluss das beide jeweils etwa 42 000 Euro im Monat zur freien Verfügung hätten... Ansonsten ist zu deiner Ursprungsfrage wohl nur zu sagen das es vermutlich zwei Gründe für die hohen Wohnkosten gibt: 1. In München gibt es wohl die Deutschlandsweit stärkste Konzentration von Konzernzentralen bzw. Konzernarbeitsstellen allgemein mit relativ hohen Bedarf an höherer Qualifikation und für diese Qualifikation auch noch im Vergleich zum Bundesdurchschnitt eher höherem Gehalt. Hoher Zustrom von einigermaßen Zahlungskräftigen Arbeitnehmern in den Wohnungsmarkt. Dazu die Landesverwaltungen mit hoher Zahl an A11 Aufwärts oder gar B besoldeten Stellen. Und nicht zu vergessen die Universitäten sonstigen Hochschulen mit ihren Studenten. 2. München zählt zu "In Städten" der Schickeria so das viele aus dem zahlungskräftigen Jetset der Meinung sind dort oder in dessen Umfeld zumindest einen X-Wohnsitz haben zu müssen, selbst wenn der nur 10Tage im Jahr bewohnt wird. Dies wirkt sich zwar nur auf das Marktsegment der Luxuswohnungen und vielleicht begrenzt auch noch auf das obere Ende der gehobenen Mittelklasse aus, aber wenn dann für einzelne Luxuswohnungen von irgendwelchen russischen Oligarchen oder Araischen Ölprinzen dann mehrstellige Millionenbeträge im Bieterwettstreit geboten werden verzerrt das natürlich die Durchschnittswerte auch noch mal. (Ok, das ist jetzt schon ein Extremsfall und einige wenige noch so hohe Millionenzahlungen alleine hätten keinen nennenswerten Einfluss, aber das Prinzip sollte klar sein und gilt auch öfter für Wohnungen der gehobene Mittelklasse...) Grundsätzlich ist es aber schon richtig das man in München mehr fürs Wohnen zahlt als in den meisten anderen Regionen Deutschlands. Ich hatte an anderer Stelle mal ausgerechnet das jemand ohne abgezahltes Wohneigentum in München fast 70 000 Euro/anno verdienen müsste um den selben Lebensstandard zu haben wie beispielsweise im nördlichen Münsterland (Meine Heimatregion) mit 40 000 Euro/anno Das relativiert dann viele hohe Gehälter natürlich beträchtlich! Wobei die Ingenieure und vergleichbare Berufsgruppen dabei ja noch recht gut wegkommen da für diese (zum Leidwesen vieler dortigen Kleinfirmen) die Chance besteht im München diese Gehälter auch tatsächlich zu bekommen. Aber für die normalen Verdienstgruppen wie Einzelhandelsverkäufern, einfachen Arbeitern (Die nicht bei BMW oder einem IGM Betrieb festangestellt sind), aber auch Beamte im mittleren Dienst wird das zunehmend ein erhebliches Problem. Ohne geerbtes Wohneigentum ist da für junge Familien nur mit sehr sehr weitem pendeln ein Leben abseits des Plattenbaus möglich! Gruß Carsten
Carsten Sch. schrieb: > Grundsätzlich ist es aber schon richtig das man in München mehr fürs > Wohnen zahlt als in den meisten anderen Regionen Deutschlands. ...eine sehr vorsichtige Formulierung, wo man Studenten locker 700 Euro fürs Apparment pro Monat aus dem Kreuz leiert... Zum Glück haben wir 2006 zugegriffen als sich die Gelegenheit bot und der starke Preisanstieg nicht zu erahnen war. Dennoch: Die Mehrzahl der Mondpreise sind doch durch kreditfinanzierte Käufe getätigt worden. Weil ja auch die Zinsen derzeit sehr niedrig sind. Doch was passiert, wenn die Zinsen auch mal wieder steigen werden? Dann dürften so einige auf-Kante-genähte Finanzierungen platzen und vielleicht sogar eine Abwärtsspirale in Gang setzen.
Großes Fragezeichen schrieb: > Was verdammt nochmal bietet München, dass dort Preise von 100.000 Euro > für einen Karnickelstall bezahlt werden? Hohe Provisionen für Immobilienmakler ;-) ... ansonsten: nichts! Nur meine Meinung als Land-Ei, dass zu lange in Großstätten gewohnt hat ;-)
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