Hallo,
ich habe mich nun etwas in Mikrocontroller eingelesen und habe auch
schon einen fertigen Warenkorb ;)
Nun bleibt mir nur noch eine Entscheidung übrig. Welchen Lötkolben
sollte ich kaufen.
Geplant ist jetzt erst mal folgendes:
Ich möchte mir eine Übungsplatine aufbauen. Also mit konstanter
Stromversorgung zum µC, Temperatur messen und auswerten, LCD ansteuern
und Daten über UART an PC senden.
Ich bin Student und muss deshalb schon auf mein Budget achten. Ich weiß
aber auch nicht wie oft ich die Station in Zukunft noch brauche. Denn
wenn es mir keinen Spaß macht, dann verstaubt das gute Ding nur.
Jetzt meine Frage: Reicht ein einfacher Baumarktkolben aus um mein
geplantes zu verwirklichen oder sollte ich gleich eine Station kaufen.
Ich habe auch gelesen , dass die XYTronic ganz gut sein sollen. Aber
wenn ich mir die 70€ für die LP 1600 sparen kann ist auch nicht
schlecht.
Hoffe ihr habt ein paar Tips für mich.
Danke
Für den Einstieg in das Thema würde ich am Anfang eher zu einem
Breadboard greifen. Dein Projekt finde ich als erste Gehversuche so wie
ich das hier lese sehr sportlich.
Hmm wie meinst du das? Bzw. wie soll ein Breadboard da abhilfe schaffen?
Die Bauteile sind doch die selben. Macht es so einen großen Unterschied,
ob ich auch einer Lochrasterplatine arbeite oder auf einem Breadboard?
Danke
Für den Einstieg wäre wohl eine günstige Lötstation sinnvoll, diese
Billigst-Kolben machen einem als Anfänger das Leben nicht gerade leicht.
Für ~50€ sollte sich da was annehmbares finden lassen.
Wenn du die Möglichkeit hast, kauf dir lieber etwas Gutes. Es macht
keinen Spaß mit den Billigdingern zu löten / herumzubraten.
Ich stand vor kurzem vor der gleichen Frage und habe mich für eine
Weller WS80 entschieden, tat bei mir im Budget weh und ich wusste auch
nicht, ob die was "für immer" ist, jedoch haben die Markengeräte einen
hohen Wiederverkaufswert, so dass du nicht so viel verlierst, wenn du
kein Interesse mehr dran hast.
Ansonsten kann ich mich einem meiner Vorredner nur anschließen, probier
erst mal 'ne Weile mit Breadboards und wenn du feststellts ja das ist
es, dann hol dir eine gute Station.
Preistechnisch sind die Stationen von ERSA auch sehr interessant. Und
dauert auch nicht mehr lange, dann kommt einer ums Eck und empfiehlt dir
eine JBC.
Auch gibt das Forum zu diesem Thema sehr viel her, nimm dir einen halben
Tag Zeit und lies dich ein, das ist ein kurzweiliger Zeitvertreib und
macht klug.
Es gibt doch nichts schöneres und zu gleich frustrierenderes als sich
über neues Werkzeug einzulesen.
Andi schrieb:> Hmm wie meinst du das? Bzw. wie soll ein Breadboard da abhilfe schaffen?> Die Bauteile sind doch die selben. Macht es so einen großen Unterschied,> ob ich auch einer Lochrasterplatine arbeite oder auf einem Breadboard?
Du musst beim Breadboard aber nicht löten, sondern nur stecken.
Für die ersten Lötübungen ist es eigentlich egal, was du für einen
Kolben nimmst. Ich hatte auch so ein 5,- € Pollin-Teil und habe damit
Lötübungen gemacht und die ersten kleinen Schaltungen auf Lochraster
gebracht. Nachdem ich sicher war, dass ich diesem Hobby weiter frönen
werde, wurde dann eine Lötstation angeschafft. Dazwischen lagen aber gut
zwei Jahre. ;-)
Hallo Andi,
ich habe hier noch eine ältere Analog Lötstation von Ersa stehen. Ich
muss nachsehen welche (MS 60 oder so). Für THT sollte die Lötspitze noch
gehen, SMD musst Du neue besorgen.
Gegen Porto und Verpackung kannst Du sie haben (Versand aus der
Schweiz).
Gruss,
René
Ich habe seit 15 Jahren die Weller WHS-40, und bin damit sehr zufrieden.
Ich mag an diesem Gerät, dass das Kabel leicht und flexibel ist und dass
der Lötkolben schön kurz ist.
Tom Weeting schrieb:> Und> dauert auch nicht mehr lange, dann kommt einer ums Eck und empfiehlt dir> eine JBC.
Dann komm ich mal ums Eck.
Kauf Dir die billigste JBC:
http://www.weidinger.eu/shop/loettechnik/jbc/jbc_loet-_und_entloetgeraete/jbc_loetstationen/wl26830
Warum? Mit ner richtig guten Lötstation ist es viel viel einfacher zu
löten, das ganze macht Spaß und Du hast sofort gute Ergebnisse. Mit
schlechtem Werkzeug zu arbeiten erfordert viel mehr Können, Erfahrung
und Zeit. Auch hast Du schneller mal schlechte Ergebnisse, wie z.B.
kalte Lötstellen die dann viel Frust bei der Fehlersuche erzeugen.
Bei JBC hast Du mit eine der größten Auswahlen an Lötspitzen. Zu den
beiden Spitzen die beim Weidinger-Angebot dabei sind, würde ich Dir noch
eine Hohlkehl-Spitze dazu empfehlen, z.B. die C245-931 oder C245-067.
Die musst Du nicht bei Weidinger kaufen, kriegst Du auch für so
vielleicht 10 EUR rum auf ebay.
JBC ist eine der besten Marken im Lötbereich. Das bedeutet die Stationen
verlieren nur wenig an Wert. Solltest Du an Elektronik keinen Spaß mehr
haben, kannst Du die Station mit nur geringem Wertverlust hier oder auf
ebay wieder verkaufen.
Dazu unbedingt noch Flussmittelgel kaufen, z.B. dieses hier:
http://www.reichelt.de/Flussmittel-Loetpasten/EDSYN-FL-22/3/index.html?&ARTICLE=32673
Beim Löten immer schön Flussmittelgel zugeben, gerade Anfängern hilft
das enorm.
Gerd E. schrieb:> Kauf Dir die billigste JBC:
Das kann ich nur unterschreiben. Meine JBC-Station (gebraucht hier im
Forum) ist das beste, was ich bisher (im Hobbybereich) in den Fingern
hatte. Der Kolben liegt sehr gut in der Hand und die Auswahl an Spitzen
ist wirklich spitze.
Was ich an den JBC-Lötkolben besonders gut finde, ist der dünne Schafte
(fast wie ein Füllhalter) und die kurze Spitze. Man kann sehr gut mit
aufgelegtem Handballen arbeiten. Das ist vor allem bei fortgeschrittenem
Alter und SMD sehr hilfreich - auch wenn man unter einer Lupe arbeitet.
Mit dem JBC-Lötkolben löte ich auch schon mal extrem kleine SMD-Bauteile
auf flexiblen Display-Leiterbahnen. Mit den anderen Kolben hätte ich das
nicht hinbekommen.
Daher ebenfalls JBC als Empfehlung.
Hallo Andi,
Andi schrieb:> Jetzt meine Frage: Reicht ein einfacher Baumarktkolben aus um mein> geplantes zu verwirklichen oder sollte ich gleich eine Station kaufen.> Ich habe auch gelesen , dass die XYTronic ganz gut sein sollen. Aber> wenn ich mir die 70€ für die LP 1600 sparen kann ist auch nicht> schlecht.
ich würde den Baumarktkolben nicht empfehlen, der wird schnell zu heiss
und räuchert das ganze Flussmittel im nu weg.
Ich habe mir vor einem Jahr auch die LP-1600 zugelegt und bin recht
zufrieden. Lötspitzenwechsel geht nur nach abkühlen, ist aber nicht so
wild. Ich löte damit Prototypen mit 0402 (siehe Foto) mit der
0,4mm-Spitze, mit einer 6-diop-Brille für 40 Euro Sonderangebot vom
Optiker und Kontrolle unter dem Mikroskop.
LG, Sebastian
Ach Du lieber Gott, wie sieht DAS denn aus?!?! Lässt Du das etwa so?
Andi schrieb:> Ich bin Student und muss deshalb schon auf mein Budget achten. Ich weiß> aber auch nicht wie oft ich die Station in Zukunft noch brauche. Denn> wenn es mir keinen Spaß macht, dann verstaubt das gute Ding nur.>> Jetzt meine Frage: Reicht ein einfacher Baumarktkolben aus
Locker!
Viele wohlgemeinte Tipps hier, keine Frage, aber sei versichert: die
ersten Gehversuche funktionieren wunderbarst mit einem 5 Euro-Kolben,
mit dem möglicherweise ein Großteil der hier Anwesenden auch selber
angefangen haben dürfte. Nimm dazu für einen guten Wärmeübergang eine
eher meisselförmige Klinge ("Schraubenzieherform") statt dieser
spitzkegeligen Modelle, und schon geht es los!
Diese Einschätzung gibt Dir übrigens einer, der seit über 35 Jahren
lötet und dabei alle möglichen Gerätschaften in Gebrauch hatte oder hat.
Aktuell besitze ich 2 ungeregelte Einfachkolben, 2 Lötstionen (Marke und
China) und 2 Heissluftstationen für Rework (Marke und China), das Ganze
zu ein- bis vierstelligen Preisen. Und was benutze ich am liebsten?
Ungelogen: den guten alten Dildo für DM4,95, den ich seit 15 Jahren habe
und für den ich erst vor 2 Wochen wieder Mal ein paar Spitzen im
örtlichen Fachhandel nachgekauft habe. Stückpreis 1 Euro.
Wenn Du nach einiger Zeit mit der ganzen Löterei im wahrsten Sinne des
Wortes "warm" geworden bist, dann kannst Du Dir immer noch eine Station
zulegen und den 5 Euro-Kolben als Reserve oder für mobile Einsätze aller
Art ins Sturmgepäck legen.
Und so einen Kolben in Reserve zu haben ergibt den allerhöchsten Sinn,
denn auch die teuerste Station der Welt hat ein ganz realistisches
Ausfallrisiko, und dann bist Du froh und glücklich, wenn Du wieder mit
Dankbarkeit und Wehmut auf Deine alte Jugendliebe, den 5 Euro-Kolben
zurückgreifen kannst, der Dich einst das Löten lehrte und der dann all
die Jahre treu im Kästchen auf Dich gewartet hat. :-D
Deshalb spar Dir um Himmels Willen vorerst die Kohle und lass die Finger
ganz besonders von BILLIGEN Stationen, auch wenn die vielleicht
irgendwie sexy aussehen, denn diesen ist praktisch ausnahmslos eines
gemein: sie sind nicht in der Lage, bei Wärmeverlust in ausreichend
kurzer Zeit mit richtig Power nachzuheizen, so daß spätestens bei
größeren Masseflächen, Multilayer-Platinen, Steckern, Abschirmgeflechten
von Kabeln etc. pp. immer dasselbe ekelhafte Phänomen droht: der Kolben
bleibt im zu kalt gewordenen Lot geradezu "stecken" und Du musst dann in
diesem störrischen Quark irgendwie herumrühren und warten, bis die
widerspenstige Pampe wieder flüssig geworden ist. Als Mittel, um diesem
Zustand abzuhelfen, wird dann von fröhlichen Betreibern derartiger
Billig-Stationen stets das gleiche Heilmittel empfohlen, nämlich einfach
die Ausgangs- (also Leerlauf-) temperatur höher zu drehen. Von 350 bis
400 Grad ist dann gern die Rede, und damit oft sogar mehr als bei vielen
der ungeregelten 5 Euro-Kolben! Zur Erinnerung: bleihaltiges Standardlot
Sn60Pb40 ist bereits bei 192 Grad Celsius volständig aufgeschmolzen...
Mit diesem Höherdrehen der Temperatur mangels ausreichender Heizleistung
ist der eigentliche Zweck einer temperaturgeregelten Lötstation aber
total konterkariert, nämlich mit einer niedrigeren Maximaltemperatur
auszukommen als beim ungeregelten Kolben! Die Heizleistung dieser Gurken
reicht eben einfach nicht aus, um, von einem vergleichsweise niedrigen
Temperaturwert zu Lötbeginn kommend, während des Lötvorgangs durch
kraftvolles Nachheizen diese Temperatur dann gefälligst auch unter
thermischer Last halten zu können. Die Wärmekapazität und
Leistungselastizität sind zu mickrig. Und das Höherdrehen der
Ausgangstemperatur ahmt dann letztlich nur das Verhalten eines
ungeregelten Kolbens nach, der immer mit gleichbleibender Full-Power
drauflosheizt und dann unter Last ebenfalls etwas einbricht, aber meist
nicht sehr stark. Im erkalteten Sumpf einer Lötstelle steckenzubleiben
wirst Du jedenfalls selbst mit nur 30W eines ungeregelten 230V-Kolbens
schwerlich erleben.
Bei wirklich höherpreisigen Stationen wie z.B. den genannten JBCs (und
ähnlichen Produkten anderer Hersteller) sieht das freilich anders aus -
die haben wirklich Dampf unter der Haube und dazu eine sehr
leistungsfähige Regelung dieser Kraftentfaltung.
Der viel wichtigere Tipp aber wurde hier noch nicht genannt und deshalb
kommt er jetzt besonders deutlich:
mache Deine ersten Lötversuche mit bleiHALTIGEM Lot (z.B. Sn60Pb40 mit
Flußmittelseele), denn das hat ein viel, viel besseres und gutmütigeres
Schmelz-, Fließ- und Erstarrungsverhalten als bleifreies Lot, und der
bleihaltigen Lötstelle siehst Du auch auf den ersten Blick an, ob sie
gelungen ist oder nicht: ihre Oberfläche ist glatt und glänzend. Wenn
sie dagegen irgendwie mürbe oder brüchig aussieht, ist sie untauglich.
Bei bleifreiem Lot ist der Unterschied leider oft nicht so klar zu
erkennen, denn da sehen auch gute Lötungen zuweilen ziemlich besch...
aus, je nach Lot.
Außerdem ist der Schmelzpunkt von Bleiloten niedriger, was gerade
Anfängern sehr entgegen kommt, weil die Dauer eines Lötvorganges kürzer
ist (1-2s Gesamtdauer) und damit die Gefahr sinkt, irgendetwas auf der
Platine durch unnötig langes Gebrate zu überhitzen.
Und drittens sind bleihaltige Lote auch deutlich billiger.
Zusätzlich zum Lötkolben auch noch ein paar Steckbretter zu besitzen,
ist übrigens auch nicht verkehrt...
Rene H. schrieb:> Hallo Andi,>> ich habe hier noch eine ältere Analog Lötstation von Ersa stehen. Ich> muss nachsehen welche (MS 60 oder so). Für THT sollte die Lötspitze noch> gehen, SMD musst Du neue besorgen.> Gegen Porto und Verpackung kannst Du sie haben (Versand aus der> Schweiz).>> Gruss,> René
Das finde ich toll!
Gerd E. schrieb:> Tom Weeting schrieb:> Und dauert auch nicht mehr lange, dann kommt einer ums Eck und empfiehlt> dir eine JBC.>> Dann komm ich mal ums Eck.>> Kauf Dir die billigste JBC:>> http://www.weidinger.eu/shop/loettechnik/jbc/jbc_l...>> Warum? Mit ner richtig guten Lötstation ist es viel viel einfacher zu> löten, das ganze macht Spaß und Du hast sofort gute Ergebnisse. Mit> schlechtem Werkzeug zu arbeiten erfordert viel mehr Können, Erfahrung> und Zeit. Auch hast Du schneller mal schlechte Ergebnisse, wie z.B.> kalte Lötstellen die dann viel Frust bei der Fehlersuche erzeugen.
Ich habe hin und wieder das Problem das unser altes Schätzchen im Büro
es nicht schafft genug Wärme zum Löten von großen Steckverbindern zu
liefern. Schafft das die kleine JBC oder sollte ich da zur 75W Version
greifen?
exakt79 schrieb:> Ich habe hin und wieder das Problem das unser altes Schätzchen im Büro> es nicht schafft genug Wärme zum Löten von großen Steckverbindern zu> liefern. Schafft das die kleine JBC oder sollte ich da zur 75W Version> greifen?
Die oben verlinkte "kleine" JBC hat auch 75W. Die größeren Stationen
haben halt nur noch Displays, man kann damit die Sleep-Timer einstellen
etc. Aber vom Löten selber und der Regelung her steht die den größeren
nichts nach.
Bei den Stationen aus der Modular- und Professinal-Line ist der Halter
und die Station getrennt. Das nimmt nicht so viel Platz auf dem Tisch in
der bequemen Griffzone weg. Ach so, man kann bei den kleinen auch keine
Lötpinzetten (PA120 etc.) anschließen.
Aber das ist alles für einen Anfänger oder nicht so häufiges Löten nicht
wirklich nötig.
Ich habe ueber viele Jahre - auch noch als Student - mit einem Ersatip
Kolben meine Schaltungen (alle bedrahtet) geloetet. Hat auch fuer EPROM
Adapter fuer den C64 u.ae. voellig ausgereicht.
Als die Schaltungen aufwaendiger wurden, habe ich, so um 1990, eine
Weller WECP gekauft, die mich bis heute begleitet.
Also: Mit kleinem Geld aber brauchbarem Equipment anfangen, dann aber,
wenn Du siehst es macht Spass und Du bleibst dabei, einmal ein gutes
Werkzeug kaufen.
Und auf jeden Fall, gerade fuer Dich als Einsteiger: BLEIHALTIGES LOT!
Ich habe mir 2007 diese gekauft:
http://m.ebay.de/itm/400594216144?nav=SEARCH
Bin damit zufrieden und löte mit ihr beinnahe täglich, kann man nicht
mit einer jbl vergleichen aber für mich reicht das aus, mit passenden
spitzen ist TQFP auch kein Thema.
Im schnitt habe ich aber alle 2 jahre ein neues handstück gebraucht da
das heizelement durchgebrannt ist. Das wär ein negativpunkt für mich,
ich muss aber sagen ich löte sehr viel daher verbuch ich es unter
normalem verschleiß und ein neuer kolben kostet grade mal 13-15€
Dennis R. schrieb:> Ich habe mir 2007 diese gekauft:> http://m.ebay.de/itm/400594216144?nav=SEARCH>> Bin damit zufrieden und löte mit ihr beinnahe täglich, kann man nicht> mit einer jbl vergleichen aber für mich reicht das aus, mit passenden> spitzen ist TQFP auch kein Thema.> Im schnitt habe ich aber alle 2 jahre ein neues handstück gebraucht da> das heizelement durchgebrannt ist. Das wär ein negativpunkt für mich,> ich muss aber sagen ich löte sehr viel daher verbuch ich es unter> normalem verschleiß und ein neuer kolben kostet grade mal 13-15€
Das ist die ZD931 alias TP5 alias LS450 alias ...
Das ist jetzt genau eine der oben von mir angesprochenen
Billig-Stationen, die auch EXAKT das dort skizzierte Verhalten zeigt:
sexy Optik, aber sobald es an Masseflächen, Multilayer-Platinen,
Stecker, Abschirmgeflechte von Kabeln etc. pp. geht, geht ihr schnell
die Puste aus. Und um damit irgendwie zurechtzukommen, musst Du die
Temperatur hochdrehen. DAS kann der ungeregelte 5 Euro-Kolben aber auch
:-D
Außerdem hat die Station eine extrem unschöne Eigenheit:
aufgrund ihres Schaltungsdesigns neigt sie dazu, regelmäßig ihren
eigenen Lötkolben zu zerstören. Der ist als Ersatz zwar nicht teuer,
aber wenn das am Wochende passiert, dann ist es trotzdem ärgerlich.
Ist alles hier beschrieben: www.mikrocontroller.net/topic/42652
Die Punktverschweissung des Heizelements war im Forum ebenfalls schon
eimal Thema, weil ihre Qualität und Dauerbelastbarkeit offenbar sehr von
der Tagesform des zuständigen Chinesen abhängt. Den Link finde ich
gerade nicht.
Letzter Kritikpunkt:
für die Station gibt es nur 4 verschiedene Lötspitzen, die obendrein
fast identisch aussehen, und zwar mehr oder weniger
kegelförmig-bleistiftspitz.
Diese faktische Nicht-Auswahl ist in der Praxis sehr schlecht.
Rene H. schrieb:> ich habe hier noch eine ältere Analog Lötstation von Ersa stehen. Ich> muss nachsehen welche (MS 60 oder so). Für THT sollte die Lötspitze noch> gehen, SMD musst Du neue besorgen.> Gegen Porto und Verpackung kannst Du sie haben (Versand aus der> Schweiz).
Wenn das klappt, dann wäre das schon wirklich fein - besonders von Rene
;-)
Ich hatte mal die MS80 und habe sie einst ebenfalls verschenkt, weil ich
glaubte, eine Station mit Display haben zu müssen. Heute würde ich
sagen, muß man überhaupt nicht ;-)
Für meine Anwendungen reicht dieser Chinakracher zur zeit noch aus,
Kleinere Masseflächen klappen, größere nicht, aber dazu hab ich noch das
80W Brateisen in der Schublade.
Ich löte damit viel THT , für SMD nutze ich meistens eine
heißluftstation.
Ich muss sagen ich habe aber immer ein Reservelötkolben parat falls
einer mal wieder stirbt.
Einer ist beim ersten anheizen kaputt gegangen, dieser ist aber
kostenlos ersetzt worden.