Hallo Ich würde gerne Digital Audio AES/EBU (besteht aus 2 adern +/-) auf 8 verschiedene pins schalten.(RJ45) Ich dachte daran je einen Dip-Schalter auf Plus und Minus zu hängen. Aber habe keine Erfahrung in wiefern das Signal leiden wird... Gibts hier jemand der sich mit dem Schalten von zwei-adrigen Signalen im Bereich von 40-200kHz auskennt und mir sagen kann was ich beachten sollte damit das Singal möglichst wenig leidet? Besten Dank Novski :-)
200kHz sind kein Problem für einen DIP. Und da es digital ist, kommt es an oder halt nicht..."leiden" kann es also nicht wirklich (außer du rechnest mit fehlerkorrekturen durch algo, aber auch da geht es entweder noch so gerade oder halt nicht - insofern dann nicht interpoliert wird). Klaus.
Klaus R. schrieb: > 200kHz sind kein Problem für einen DIP Digital Audio nach AES/EBU oder auch einfach nur S/PDIF verwendet aber geringfügig höhere Frequenzen - jenseits von 3 MHz.
War mir nicht bewusst... Hab das gerade hier nachgelesen. Du hast recht es ist natürlich nicht = Sampling Frequenz sondern: Sampling Frequenz mal 64. also von 2.8MHz bis 13MHz. Was meint denn Klaus dazu? :-) Mit freundlichen Grüßen, Novski
Boris Novski schrieb: > Sampling Frequenz mal 64. Das ist die Datenrate (bei 16 Bit), durch die Kodierung verdoppelt sich die Frequenz auf ~6 MHz.
Boris Novski schrieb: > Ich würde gerne Digital Audio AES/EBU (besteht aus 2 adern +/-) auf 8 > verschiedene pins schalten.(RJ45) Warum? Außerdem ist das ein Signal. Wenn man das über eine bestehende Netzwerkverkabelung übertragen will, dann braucht man dafür exakt ein Adernpaar. Such dir also einfach eins der 4 Paare aus, die an einer RJ45-Buchse üblicherweise aufgelegt sind. Im Vergleich zu den Frequenzen, die schon bei FastEthernet über die Leitung gehen, ist das zittriger Gleichstrom. Da passiert gar nix.
Ja das ist so. Und ist tausendfach erprobt. Meine Frage bezieht sich jedoch auf den DIP-Schalter.
Für Sowas nimmt man normalerweise Puffer IC's mit Analog oder Digitalschalter. Sprich du schaltest mit deinem DIP Schalter nicht das Signal direkt sondern ein elektronisches Bauteil das dir dann das Signal schaltet. Hier muss man etwas aufpassen dass man dem Signalhub und der Latenz nicht in Schwierigkeiten kommt. Direkt mit dem Schalter würde ich es (wenn es produktiv sein soll) nicht machen. Funktionieren wird es aber wohl...
Ich würde auch RS-485 Transmitter mit Enable-Eingang nehmen und nicht das Signal selbst über Schalter führen. Dass AES3 eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung ist und deshalb immer nur ein Empfänger an der Leitung hängen darf ist dir bewusst?
Danke für die beteiligung! Meine Anwendung würde ganz klar eine punkt zu punkt Anbindung aufbauen. Das Signal wird nicht im Betrieb geschalten sondern soll einmal eingestellt und soll solang wie nötig so laufen... Vorteil von dip ist dass es sich anpassen kann...
@ Boris Novski (novski) >Ja das ist so. Und ist tausendfach erprobt. Meine Frage bezieht sich >jedoch auf den DIP-Schalter. Ein lausiges 6 Mbit/s Digitalsignal schaltet man problemlos mit so einem DIP-Schalter. Man muss nicht aus jeder (HF) Mücke einen Elefanten machen.
Axel Schwenke schrieb: > Im Vergleich zu den Frequenzen, die schon bei FastEthernet über die > Leitung gehen, ist das zittriger Gleichstrom. Da passiert gar nix. Da passiert durchaus einiges. Erstmal braucht es für die digitale Audioübertragung einen sauberen Takt, der wird ja nicht mitgeliefert. Bei der Taktrekonstruktion im Empfänger setzt sich daher immer etwas Jitter durch, der von der analogen Qualität des Signals abhängt. Diesbezüglich entstehen bekanntlich Reflektionen, die zwar Sender- und Empfängerseitig idealerweise abgeschlossen werden, die Leitungsimpedanz muss aber passen. weswegen bei Digital Audio nicht umsonst u.a. Coax eingesetzt wird und dies auch noch gut abgeschirmt. Da sehe ich z.B. Probleme bei Leitungsunterbrechungen durch Kontakte! Die so analog sauber erzielbaren Bandbreiten sind nicht mit denen bei RJ45-Ethernet vergleichbar. Dort kommt das Signal als PAM - das ist gut zu decodieren zudem wird seitens der PHYs Echounterdrückung betrieben. Das S/PDIF oder AES/EBU kommt zwar als marked bi phase Signal, trotzdem wird ein gewisser Gleichanteil erzeugt und die Filterwirkung des Kabels wird relevant. Wenn da eine nennenswerte Dämpfung wirkt, wird aus dem einstigen idealen Rechteck eine leicht verschliffene Flanke, die jitteranfällig wird, was sofort die Taktqualität mindert. Das Signal hat ja bis zu 12 MHz digitale Bandbreite. Audiodatenströme überträgt man über ETH daher besser logisch übers Protokoll (UDP, etc).
Jürgen Schuhmacher schrieb: > Audiodatenströme überträgt man > über ETH daher besser logisch übers Protokoll (UDP, etc). Jagut, das ist dann aber gleich mal eine ganz andere Komplexität... Außerdem ist ein Cat5 in der Regel schon zigmal besser als das, was man so an AES/EBU-Mikrofonkabel verkauft bekommt, und günstiger ists obendrein. Die AES arbeitet aktuell auch an einem Standard, um 2x AES3 plus Fast Ethernet zusammen über ein Cat5 zu übertragen. So abwegig ist die Idee mit AES3 über Cat also nicht, sollte das die Intention von Boris sein.
Nun mein Gedanke dabei war dass es unsinnig ist einen AES auf Cat.x Wandler zu konstruieren der nur eine Belegung der Pins kennt. Da es Verschiedene Pinouts von verschiedenen Herstellern gibt dachte ich wäre es Klug flexibel zu bleiben... Jetzt denkt sich ein kliger Kopf "ja dann löte doch eine Brücke!" Aber da stellt sich wiederum das Problem dass das Gerät nach zusammenbau spezifisch auf ein Hersteller Pinout gebaut ist und nicht einfach (und nur mit risiko) umgebaut werden kann... Da dachte ich an dip-switches... Eine Programmierung und Digital-Lösung wäre wohl etwas übertrieben da ich die Signale nur selten Routen möchte... Gibt es auch noch eine andere Lösung? Besten Dank für die Teilnahme! Novski
Boris Novski schrieb: > Nun mein Gedanke dabei war dass es unsinnig ist einen AES auf Cat.x > Wandler zu konstruieren der nur eine Belegung der Pins kennt. Aha. Und warum konntest du das nicht gleich sagen? Soll das ein rein mechanischer Adapter sein (verschiedene Stecker / Buchsen) oder willst du da auch Elektronik rein-packen? Im letzteren Fall würde ich DIP-Schalter als vollkommen unproblematisch ansehen. Zu überlegen wäre dann, ob man auf der 8P8C-Seite wirklich eine freie Belegung will, oder ob man sich auf die 4 Paare gemäß EIA/TIA-568 beschränkt. Ich würde letzteres als deutlich unproblematischer ansehen (vor allem für den Anwender) und dann 4 doppelte [1] DIP-Schalter vorsehen. [1] oder wenn man es lieber so sehen will: einen 8-fach Schalter, bei dem immer zwei nebeneinander liegende Schalter mechanisch gekoppelt sind. So was gibt (gab?) es auch fertig zu kaufen. XL
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