Hallo,
ich möchte meine Frage an Hand eines Beispiels erläutern:
ADC-Wertebereich x : 0-1023
Resultierende Ausgangsgröße y mit Wertebereich: 100-227
=> y = x / 8 + 100
x | y
------------
0-7 | 100
8-15 | 101
Wenn jetzt mein gemessener Wert dauernd von 0-7 bzw. 8-15 schwankt,
erhalte ich als Ergebnis stabil 100 bzw. 101. Wenn der Wert jetzt
allerdings von 5-12 schwankt, wechselt mein Ergebnis ständig zwischen
100 und 101 hin und her.
Welche Methoden verwendet ihr um so ein Schwanken der Messwerte zu
vermeiden (Bitte mit kurzem Beispiel)?
Meiner Meinung nach hilft hier eine Mittelwertbildung nicht viel. Der
Ausgangswert wird nur langsamer schwanken...
Mittelwert über 8 Werte:
x : 7, 10, 8, 9, 10, 9, 7, 7 => Mittelwert: 8 => Y = 101
Jetzt kommt als neuert Wert nochmal eine 7:
x : 10, 8, 9, 10, 9, 7, 7 => Mittelwert: 7 => Y = 100
Ups bei meinem 2. Beispiel fehlt die letzte 7. Dann ist der Mittelwert
immer noch 8. Aber egal. Noch zwei 7 dann wechselt der Wert...
Meine einzige Idee war auch die Hysterese. Aber die Hysterese muss immer
abhängig von der Berechnungsformel erstellt werden und das finde ich
nicht so einfach, vor allem wenn die Berechnungsformel abhängig von
anderen Parametern noch variiert...
Du gibts eine Änderung erst weiter, wenn sie lange genuf bestätig wurde
oder grösser, als 1 ist. Damit hast Du einen etwas grösseren
Anzeigefehler, aber sonst Ruhe.
Thomas schrieb:> Was wäre denn die Erwartung im Falle x= 5-12?> Wann darf sich denn der Wert y ändern?
Das der Wert erhalten bleibt, der als erstes berechnet wurde. Erst ab
einer bestimmten Schwelle auf den nächsten Wert springen...
Vielen Dank für die bisherigen Posts.
Wie ich oben schon beschrieben habe, nutze ich dafür bisher eine
Hysterese. Ich blicke nur gerne über den Tellerrand, welche Alternativen
es gibt...
Das Problem ist doch einfach, dass du die ADU-Auflösung von 10 bit
(0..1023) durch ein Teilen durch 8 auf effektiv 7 bit reduzierst.
Geringere Auflösung -> "eckigere" Signale.
Hast du eine Auflösung, die groß genug ist, dann ist dir ein Schwanken
irgendwann egal. Dann kann man das Schwanken sogar als weißes Rauschen
annähern, das wird meistens bei der Charakterisierung von Messsytemen
gemacht, die analog -> digital wandeln.
Irgendwann musst aber von einem angezeigten Wert zum Nächsten
"umschalten".
Die einen verwenden: (-0,4) ... 0,4 ... 1,4 ... 2,4
Die anderen stehen auf: 0 ... 0,9 ... 1,9 ... 2,9
Mit gewissen Abstrichen lässt sich die Zappelei nicht vermeiden.
Natürlich kannst Du mit irgendwelchen cleveren Algorithmen die Anzeige
so verfälschen, dass sie steht.
Solche Effekte ergeben sich vor allem dann, wenn sich die Realität in
die Theorie einmischt.