Leiterfarben DC verdrahtung

Gast #3647402
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würde mich auch interessieren. Vorallem wenn man nicht gleich die Norm 
kaufen will sondern nur so als Richtangabe.
Wie ist es wenn man meherer Versorgungspegel hat (z.b. +12VDC und 
+24VDC)?
Wie ist es wenn man in einem Schrank/Kaster/... 230V und Niederspannung 
kombiniert hat?

lg
Gast #3647431
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ich halte das immer so

(keine Ahnung ob es einer Norm entspricht)

GND Schwarz
Versorgungsspannung allgemein Rot
niedrigste Versorgungsspannung Grün
und Orange / Braun für dazwischen
Beispiel:
24V   -> Rot
12V   -> Braun
5V    -> Orange
3,3V  -> Grün

(beachte Braun sollte so gewählt sein das es nicht mit schwarz zu 
verwechseln ist, hatte das problem mal dass das braun sehr dunkel war)

Allgemein Signale Gelb
hochfrequente Signale die etwas stören könnten oder empfindlich sind 
Blau
Steuersignale die sehr langsam sind Weiß

ggf. Signalleitungen Weiß/Schwarz gestrichelt wenn man sie 
auseinanderhalten will
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #3647439
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Im Schaltschrankbau (Automatisierungstechnik) habe ich auch schon die 
unterschiedlichsten Vorgaben gesehen, insbesondere durch "Werksnormen".

Erstaunlich gebräuchlich ist z.B. dunkelblau für +24V, grau für 
DC-Masse, violett für Signale von Sicherheitsbaugruppen.

Aber dann gibt es auch Kunden, die das ganze genau umgekehrt haben 
wollen, d.h. z.B. blau für DC-Masse, vergleichbar hellblau für den 
Neutralleiter auf Netzspannungsseite.

Recht skurril wird das ganze, wenn man blaue Reihenklemmen für Masse und 
graue für sämtliche von Masse abweichenden Potentiale und Signale 
verwendet (zzgl. grün/gelb für den Schutzleiter): dann verdrahtet man 
Masse mit grauen Leitungen und blauen Klemmen. Bei 24V ist es umgekehrt: 
blauer Draht an graue Klemme.

Folglich gibt es einen ungeheuren Wildwuchs an Leitungsfarben. Wirklich 
einig ist man sich da nur beim Schutzleiter.
#3647484
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Ich habe in der Industrie fast immer folgende Kabelfarben, egal 
welcher Anlagenbauer und welcher Kunde:

gelb oder orange: Fremdspannung und Leitungen vor dem Hauptschalter
schwarz (früher gelb, grün, violett): Außenleiter Leistung
hellblau oder blau: Nulleiter
grüngelb: Schutzerde
rot: Steuerspannung ab 42V AC/DC
dunkelblau oder (neuer, besser) dunkelblau-weiß: Null DC-Steuerkreise
dunkelblau: DC-Steuerkreise
weiß, violett, seltener gelb, grün: andere Signale / Spannungen
#3647754
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Theo schrieb:
> Ok ich sehe, es gibt keine Richtlinie dafür.

Es gibt keine verbindliche Norm für alle Kabelfarben im 
Schaltschrankbau, außer grüngelb = Erde und Signalfarbe = Fremdspannung 
(lose formuliert).

Alles andere ist eine Empfehlung der ISO IEC60204, die sich gelegentlich 
in nationalen Normen wiederfindet. Beispiel Önorm/DIN EN 60204. Diese 
Empfehlung setzt sich immer mehr durch.

toralf schrieb:
> Farben sind was für Weicheier ;-)

Ich glaub, dein Haus besuch ich besser nit ;)
Gast #3647956
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Theo schrieb:

> weil manche behaupten, dass die Farben eigentlich frei wählbar sind

Ich behaupte es mal nicht, erlebte es aber selbst schon, daß zumindest 
Signalleitungsfarben anscheinend frei wählbar waren. In der Ausbildung 
zum Fernmeldehandwerker gab es einen Ausbildungsabschnitt "Schalt- und 
Montage", komischer Begriff. Dort machte man Verdrahtungen und Anlegung 
an verschiedene Arten von Lötösenstreifen und Schraubstreifen. Der 
selbst erstellte Kabelbaum hatte gut 50 verschiedene Schaltdrähte, die 
aber auf Grund der Farben alle einzeln voneinander unterscheidbar waren. 
Nach ca. 10 Grundfarben einfarbig gehen ja die Farben aus. Also waren 
die meisten Drähte in einem dickeren Baum zweifarbig. Es gab bestimmt um 
die 100 verschiedene Schaltdrahtrollen dafür. Im Kabelbaumplan vermerkte 
man die Farben aber neben jeder einzelnen Leitung.

Die Verkabelung wurde hinterher durchgeklingelt. Aber nicht am Kabel 
selbst, sondern zwischen den Geräteanschlußleisten am fertig erstellten 
Kabelbaum. Dafür brauchte man immer zwei Personen: Einer, der einen 
Draht kurz schloß, und einer, der mit der Klingel von Draht zu Draht 
weiter geht. Die Klingel war eine kleine mechanische Gleichstromklingel 
für ein paar Volt, und eine handelsübliche Batterie drin, z.B. ein 
4,5V-Block. Das zuckte auch ab und zu mal ein klein wenig, weil man mit 
blanken Klemmen direkt mit den Fingern dran hantierte.

Es gab auch ca. 50-adrige Apparateanschlußleitungen an Reihenanlagen. 
Dort war die Verwendung von vielen Farbkombinationen auch genau so 
üblich. Also nicht wie sonst in Fernmeldekabeln. Diese Kabel auch für 
interne Anlagenverkabelung in Vermittlungsstellen hießen "Schaltkabel". 
Was anderes als in der Linientechnik. In der Literatur, alte Bücher aus 
der Ausbildung, fand ich nichts über eine besondere Logik der 
Farbenvergabe.

In den Beikästen der Reihenanlage standen die Signalnamen noch mal alle 
auf der Grundplatte, zu je einem Pin am Lötstreifen zugeordnet. Das 
reichte.
Gast #3648940
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Ja, Problem dass complett zu definieren, insbes. wenn mehr. Spannungen 
verwendet.

>Wirklich einig ist man sich da nur beim Schutzleiter.
Jedoch wird bei 220/380V zumindest immer blau für Null genommen. (ist 
auch bei 5 adr. Kabeln (betr gr/ge u blau) so definiert, und auch fast 
in jedem Zählerkasten so.)

das Probl ist ua bei schwarz: bei (nur) DC ist es fast immer schw/rot 
für GND/VCC (so haben fast alle NT-Klemmen diese Farbe) (wohl weil sich 
diese 2 Farben sehr gut voneinander trennen lassen).
Jedoch liegt el. gesehen Null (bei 220V, meist blau) ja viel näher an 
GND (bei DC, meist schwarz! / zudem noch braun im KFZ!), weshalb da 
eigentlich 'ähnliche' Farben genommen werden sollten.
Statt dessen (!) wird Schwarz oft (bspw in Kabeln, Schaltschränken) mit 
dem Gegenteil näml. 380V-Phase belegt.
Pech, wenn man da mal "sicherheitshalber" die Hand an "Masse" legt.

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