Hat jemand Erfahrung mit 230V Tastern an 5V?

#3650010
Lesenswert?

Hallo,

bei 230V Tastern die mit niedriger Spannung betrieben werden soll es ja 
nach kurzer Zeit zu Kontaktschwierigkeiten kommen. Hat damit schonmal 
jemand Erfahrungen gesammelt. Würde da gerne gleich etwas dagegen 
machen. Leider ist mir die Ursache völlig unbekannt.
Gast #3650829
Lesenswert?

Thomas O. schrieb:
> bei 230V Tastern die mit niedriger Spannung betrieben werden soll es ja
> nach kurzer Zeit zu Kontaktschwierigkeiten kommen. Hat damit schonmal
> jemand Erfahrungen gesammelt. Würde da gerne gleich etwas dagegen
> machen. Leider ist mir die Ursache völlig unbekannt.

Was machst du dir einen Kopf über ungelegte Eier?
Werde doch konkret. Bei einem Neubau nimm doch gleich 
Niederspannungsschalter.
Wenn genug Strom fließt, gibt es keinerlei Probleme.
Ich hab gerade ein Schaltpult aus einem Traktor repariert.
Die Kippschalter hatten 250V und 6-25A.
Die Spannung ist da nebensächlich, nur der Strom zählt.
Wenn du Signalleitungen im NF oder HF schalten willst, gibt es Probleme. 
Da muß man nur geeignete Kontakte auswählen.
Die Ursachen dafür sind gut bekannt.
Wo ist dein Problem?
#3650886
Lesenswert?

Ich habe damals einfach normale 230V Markentaster genommen, da mir die 
Problematik nicht bekannt war. Ich dachte einfach wenig Strom geringe 
Kontaktbelastung, geringer Abbrand und dadurch auch geringe 
Ablagerungen.

Nun wollte einfach mal wissen ob jemand damit schon Probleme hatte und 
welche Lösungsvorschläge es dazu gibt, damit ich evtl. gleich 
Gegenmaßnahmen mit verbauen kann und nicht nach ein paar Wochen die Frau 
plötzlich auf der Arbeit anruft und sagt "Schatz das Licht im 
Schlafzimmer geht nicht mehr"
#3652085
Lesenswert?

es existiert ja noch keine Schaltung, deswegen habe ich auf 
Erfahrungswerte gehofft, also das einer sagt es müssen schon 10mA über 
den Schalter fließen.

Irgendwie ein Henne Ei Problem. Ich frage auf was geachten werden muss 
und alle fragen mich wie meine Schaltung aussieht, die ich erst aufbauen 
werden wenn ich die Anforderungen dafür kenne.

Wieviele Möglichkeiten gibts denn für die Schaltung? Im normal Fall 
nimmt man die internen Pullups und wenn der Strom zu gering ist externe 
die man niedriger auslegen kann. Ansonsten 
5V---Schalter----Pulldown----µC
Die Schaltung sollte in der Regel so aussehen:        |

Aber wie gesagt die Schaltung wird sie nach den Anforderungen richten.
#3652123
Lesenswert?

Hallo,

ich kann dir keien Erfahrung mit 5V an 230V Tastern mit wenigen mA 
Stromfluss liefern. Allerdings haben wir zu Hause für die Türklingel 
einen normalen 230V Taster verbaut. Da gingen ursprünglich 1A Stromfluss 
drüber bei 8 V AC. Wenn der nur selten betätigt wurde z.B. über 2 Wochen 
Urlaub praktisch garnicht, dann hat er teils nicht mehr funktioniert. 
Hat man ihn dann 20-30 Mal kräfig gedrückt ging er wieder. Seit wir noch 
eine zweite Klingel installiert haben und nen entsprechend größeren 
Trafo eingebaut haben fließen jetzt 2A drüber und wir haben keine 
Probleme mehr.
In wiefern sich das auf deine geplante Anwendung übertragen lässt kann 
ich allerdings nicht abschätzten, da der Stromfluss in ner ganz anderen 
Größenordnung liegt und auch die Spannungsart eine andere ist.

Gruß Kai
Gast #3652712
Lesenswert?

Michael_ schrieb im Beitrag #3652480

> Bei solchen brauchst du dir keine Sorgen machen:
> http://www.reichelt.de/index.html?ACTION=3;ARTICLE=105707;SEARCH=AV%2006-11%20A2

Eben doch! Denn das 'A' in der Typbezeichnung des Schalters weist 
nämlich auf den Kontaktwerkstoff Silber (Argentum) hin. Besser wären 
vergoldete Kontakte.

Btw   Michael_ empfiehlt einen vandalismussicheren Taster.
Spricht hier etwa ein Grobmotoriker (Spastiker o.a.) aus Erfahrung?
Gast #3652742
Lesenswert?

Ich hab bei meiner Lichtanlage 2x12V AC genommen. (mit 180 Grad 
Phasenverschiebung, also 24V Steuertrafo mit Mittelabgriff)

Über 2 Signaldrähte können insgesamt 9 Zustände übertragen werden, und 
das ohne Controller an den Schaltern. An den Schaltern sind nur simple 
Dioden angebracht.
0/0, 0/-12, 0/+12, +12/0, -12/0, -12/-12 , +12/+12, +12/-12, -12/+12

Ausgewertet wird über Optokoppler, die entsprechend verschaltet sind und 
auf 5V Logikspannung umsetzen.
Gast #3653360
Lesenswert?

TN schrieb:
> Btw   Michael_ empfiehlt einen vandalismussicheren Taster.
> Spricht hier etwa ein Grobmotoriker (Spastiker o.a.) aus Erfahrung?

Ja! Im öffentlichen Raum muß man auf alles gefasst sein. Z.Bsp. in einem 
Treppenhaus. Kann ja sein, es spuckt da jemand drauf.
Früher, kennst du noch Telefonzellen?

Uwe schrieb:
> Taster Busch Jäger Duro 2000
> Elko 22uF nach Masse , Pullup 10k nach +5V, jeweils ein Gatter vom 4093
> als Flankenaufhübscher.

Also, wer bei 5V einen PullUp extern von 10K verwendet, dem ist nicht zu 
helfen.
Bei 470 Ohm sind das 10mA. Natürlich muß da die Spannungsquelle 
mitmachen. Man kann auch noch weiter runtergehen.
Einen Taster, der 10m abgesetzt ist, kann man sowieso nicht 
direkt/galvanisch mit dem MC verbinden.
Bei einem Optokoppler werden etwa 10mA fließen. Da geht auch der 
billigste Klingeltaster.
#3653527
Lesenswert?

@Michael: Du hast den Sinn nicht verstanden!
Der Pullup lädt nur den 22uF-Elko wieder auf, mehr nicht.
22uF und 10k bilden eine Zeitkonstante, welche alle normalen Störspitzen 
auf den Tasterleitungen unterdrückt.
Den Strom zum "Freibrennen" des Tasters liefert der 22uF-C!

Es war nie so gedacht, dass der Pullup signifikanten Strom für den 
Taster liefert.

Uwe
#3653627
Lesenswert?

Elko sitzt auf der Platine in ELT-Verteilerraum. Also 5-20m Kabel 
dazwischen. Aber eine kurze Stromspitze im Ampere-Bereich sollte 
zustande kommen. (sicherlich nur im us/ms-Bereich)

Der 4093-Nand-Trigger macht die vermatschten Flanken wieder heil. Den 
habe ich gesockelt, falls im Hausnetz irgendwas böses mit den Eingängen 
passiert. Ist allerdings noch nie was gewesen.
#3653664
Lesenswert?

Ich habe vor ca. 35 Jahren meiner Mutter eine Melodieklingel mit 
TTL-Grab an die Wohnungstür gebaut. Das Teil hat einen normalen TTL 
Eingang, der im Neubaublock von einem ganz normalen Taster, wie er für 
Licht und Klingel verwendet wird, geschaltet wird. Eingangsschaltung 
habe ich gerade nachgeschlagen. 5V, 2,7k Vorwiderstand und 2,2µ parallel 
zum Taster. Es ist mehr als unwarscheinlich, das in der Sozialistischen 
Planwirtschaft irgendwelche edelmetallhaltigen Kontakte für so profane 
Sachen, wie Klingeltaster benutzt wurden ;-)
Jedenfalls läufts seit damals fehlerfrei.

Gruß Gerald
#3653692
Lesenswert?

"Ansonsten einen per step up auf über 100V ausgeladenen kleinen
Kondensator (100nF reichen) parallel an den offenen Taster zu schalten,
damit bei Annäherung der Funke durchs Oxid schlägt geht auch. Da darf
deer Taster halt nicht an einen uC-Eingang."


Es gibt Leute die behaupten sogar die klassische Entprellschaltung, bei 
der der Taster einen Elko kurzschliesst, sei auf Dauer keineswegs gut 
für die Kontakte.
#3653696
Lesenswert?

Das scheint ja wirklich unproblematisch zu sein. Irgendwo im Forum hatte 
ich mal aufgeschnappt das jemand schon nach kurzer Zeit schon 
Kontaktprobleme mit den Tastern hatte und habe mit dem schlimmsten 
gerechnet. Muss mir das mit dem Oszi mal ansehen wenn 10kO und 22µF zu 
weich ist, werde ich den Elko noch etwas kleiner da ich nicht noch einen 
Triggerbaustein verwenden möchte.
#3653759
Lesenswert?

Habe mir gerade das Prellen mal mit nen LA angesehen, gut ist kein Oszi 
aber mal so ganz grob kann ich den von B&J genannten 500mSek Prellzeit 
widersprechen, hat mich damals schon verwundert als solche Prellzeiten 
genannt wurden. Habe gerade in einem alten Beitrag von mir, die B&J 
Aussage wiedergefunden: 10mA als Mindestwert über die Kontakte würde die 
Lebensdauer nicht verringern.

Versuchsbedingungen:
5V, 10 kOhm Pullup, Taster gegen Masse

Prellzeiten liegen bei knapp 2 mSek, beim loslassen des Tasters ist 
hingegen gar kein Prellen mit dem LA festzustellen.
Angehängte Dateien:

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren