Ich habe gerade folgendes per Mail erhalten:
>Guten Tag,>Falls Sie auf der Suche nach neuen Email-Adressen aus Deutschland sind>dann sind Sie bei mir genau richtig.>Preis pro eine Million Email-Adressen 800 Euro>Ich kann Ihnen folgendes anbieten:>5,5 Millionen @gmx.de Emails.>5,8 Millionen @t-online.de Emails.>3,4 Millionen @web.de Emails.>1,2 Millionen @freenet.de Emails.>3,8 Millionen @yahoo.de Emails.>3,2 Millionen @hotmail.com Emails.>3,6 Millionen @googlemail.de / gmail.com Emails.>6,8 Millionen @.de Emails (verschiedene)>Die Emails sind alle geprüft und zu 100% gültig (Keine Bounces)>Preis für alle Email-Adressen 8000 Euro>Falls Sie Interesse haben können Sie mich kontaktieren.>ICQ: xxxxxxxxxx>Jabber: xxxxxxxxxx>E-Mail: xxxxxxxxxxxxxxx
Wo kann man so was melden?
>da muss doch irgendwer dagegen sein, oder?
Ja. ich bin dagegen. Das interessiert allerdings niemand.
Vergiss es. Allenfalls so einen Adresshaendler mit emails
ueberfluten....
Simon L. schrieb:> kein Plan ob das was bringt, aber es gibt ja schließlich so was wie> Spam, Phishing und Co. - da muss doch irgendwer dagegen sein, oder?
Gut, also du bist dagegen. Ich auch. Und jetzt? Adresshandel ist legal.
Die Adressen zu nutzen nicht unbedingt.
Es ist auch nicht so, dass da nichts passieren würde. Da unaufgeforderte
Mails illegal sind, wird man in der Firma jetzt ersatzweise mit Anrufen
bombardiert. Ob sie uns eine Mail schicken dürfen, mit einem Link auf
den neuesten Webcast blablabla...
Bilanz: Weniger Mails, dafür mehr Anrufe.
Scheiss Tausch. Mails nerven weniger.
Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb:> Allenfalls so einen Adresshaendler mit emails ueberfluten....
Der verklagt dich dann wegen unaufgeforderter Mail. Kann teuer werden.
A. K. schrieb:> Da unaufgeforderte Mails illegal sind, wird man in der> Firma jetzt ersatzweise mit Anrufen bombardiert.
Unaufgeforderte Werbeanrufe sind nicht minder illegal, auch wenn der
Angerufene keine Privatperson ist:
> Wann ist Telefonwerbung an Gewerbetreibende zulässig?>> Werbeanrufe an Geschäftsbetriebe sind nur dann zulässig,> wenn der Gegenstand der Werbung in einem sachlichen> Zusammenhang mit dem Kernbereich der vom Adressaten> ausgeübten Geschäftstätigkeit steht,> und wenn ein konkreter Anlass dafür besteht, dass der> Adressat mit dem Werbeanruf vermutlich oder tatsächlich> einverstanden ist.
(http://www.antispam-ev.de/wiki/Werbeanrufe_an_Gewerbebetriebe)
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Werbeanrufe an Geschäftsbetriebe sind nur dann zulässig,> wenn der Gegenstand der Werbung in einem sachlichen> Zusammenhang mit dem Kernbereich der vom Adressaten> ausgeübten Geschäftstätigkeit steht,
Eben. Das ist regelmässig der Fall. Und genau der Punkt. Anrufen dürfen
sie, Mailen nicht.
Die Betonung liegt auf und> und wenn ein konkreter Anlass dafür besteht, dass der> Adressat mit dem Werbeanruf vermutlich oder tatsächlich> einverstanden ist.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> und wenn ein konkreter Anlass dafür besteht, dass der> Adressat mit dem Werbeanruf vermutlich oder tatsächlich> einverstanden ist.
Und jetzt rate mal, was aus dem "vermutlich" wird. Konkreter Anlass? Ja,
sie haben ganz neu was anzubieten, was doch garantiert viele Kunden
interessieren würde. Oder die News ziehen grad den neuesten Snowden
durch - da wird doch sicherlich jeder Angerufene an Sicherheit
interessiert sein, etc.
Das heisst faktisch doch nur, dass sie es nach dem ersten "don't call
us, we call you" nicht nochmal im gleichen Jahr mit dem gleichen Produkt
machen sollten. Und dass unsereins, wenn er was dagegen tun wollte,
zusätzlich zum Abwimmeln auch noch ein entsprechendes Verzeichnis aller
abgewimmelten Anbieter führen müsste.
A. K. schrieb:> Bilanz: Weniger Mails, dafür mehr Anrufe.> Scheiss Tausch. Mails nerven weniger.
Mein Tipp bei solchen Anrufern: Sag ihnen, Du hast gleich für sie Zeit
und leg den Hörer einfach weg. (Nicht auflegen!) Damit tust Du ein gutes
Werk, denn solange sie auf Dich warten können sie keinen andern nerven.
Bei entsprechenden technischen Möglichkeiten kannst Du auch eine eigenen
Warteschleife einrichten: „Ihre Werbung ist uns sehr wichtig, bitte
haben sie einen Augenblick Geduld. Your spam is very important to us,
please hold the line. Ihre Werbung ist uns sehr wichtig ...“
A. K. schrieb:> Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb:>> Allenfalls so einen Adresshaendler mit emails ueberfluten....>> Der verklagt dich dann wegen unaufgeforderter Mail. Kann teuer werden.
Na ja, das glaube ich nun nicht. Ich habe diese Mail auch erhalten und
zwar unaufgefordert. Ich hätte jetzt nicht wirklich Angst, vom Absender
wegen unaufgeforderter Mails verklagt zu werden. Selbst wenn er so
dreist sein sollte haben ich und alle anderen ihm doch nur geantwortet.
A. H. schrieb:> Na ja, das glaube ich nun nicht. Ich habe diese Mail auch erhalten und> zwar unaufgefordert. Ich hätte jetzt nicht wirklich Angst, vom Absender> wegen unaufgeforderter Mails verklagt zu werden.
Es sei denn sie hat einen gefälschtem Absender und das einzig Echte drin
ist der Link auf eine Webseite. Wenn du den unschuldigen Absender dann
zustopfst, dann kann der viel grantiger werden als du.
Nun bei so einem Adresshaendler muss man etwas praeziser vorgehen. zB
beim Domainregistrar nachschauen, auf wen die Adresshaendler domain
laeuft. Dort ist dann auch der administrative und der technische
Kontakt.
Das ganze ist eh unkritisch, da der Adresshaendler eh im Ausland sitzt.
Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb:> Dort ist dann auch der administrative und der technische Kontakt.
Und dann? Den zuspammen? Selbstjustiz ist auch dann nicht zulässig, wenn
das Motiv verständlich ist. Ausserdem musst du ggf. nachweisen, dass er
auch tatsächlich der Spammer ist. Das wirtschaftliche Interesse allein
reicht dafür nicht.
Was will man nur mit E-Mail Adressen?
magic smoke schrieb:> Millionen eMail-Adressen? Kein Problem.>> [addis]=[duden]+"@gmx.de"
Interessanter wird es bei E-Mail-Adressen mit zugehörigen Zusatzinfos.
Wohnt in XY, wahrscheinlich Single, weiblich, hochpreisige Wohnlage, ...
99% der Spam-Mails wandern eh automatisch in den SPAM-Ordner oder sind
schon an der Betreffzeile, bzw. am Absender zu erkennen.
fvksebg@toprx-online.ru
In meinem Post-Briefkasten landet auch Werbezettel, trotz Aufkleber,
manches muss man dann halt selber entsorgen.
Hallo A. K.,
> Es ist auch nicht so, dass da nichts passieren würde. Da unaufgeforderte> Mails illegal sind, wird man in der Firma jetzt ersatzweise mit Anrufen> bombardiert. Ob sie uns eine Mail schicken dürfen, mit einem Link auf> den neuesten Webcast blablabla...
Das "witzige" ist ja, dass die einem die Mail auch schicken, wenn sie
garnicht mit einem gesprochen haben. Ist mir schon mehrfach passiert,
dass in Werbemails auf ein angeblich geführtes Telefongespräch bezug
genommen wurde. Solche Mails kopiere ich dann meistens incl. Header nach
Spamcop [1], bei den normalen Spams lohnt sich der Aufwand nicht. Da
wäre ich den ganzen Tag beschäftigt...
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermtann
[1] http://www.spamcop.net/
magic smoke schrieb:> Millionen eMail-Adressen? Kein Problem.> [addis]=[duden]+"@gmx.de"
Passt nicht zu:
Simon L. schrieb:> Die Emails sind alle geprüft und zu 100% gültig (Keine Bounces)
Simon L. schrieb:> Wo kann man so was melden?
Der Typ hat eine ukrainische Mailadresse und benutzt zum Versenden
Server in der Ukraine und in Belarus. Meinst du, dort wirst du
irgendwas mit Gegenmaßnahmen was erreichen?
magic smoke schrieb:>>> Die Emails sind alle geprüft und zu 100% gültig (Keine Bounces)> Glaubst Du das? Bei etlichen Millionen Mailadressen? Ich nicht!
Es gibt Adresshändler, die verifizierte Adressen verkaufen. Sind
natürlich teurer. Aber die Preise kenne ich nicht - und ob Ukraine da
die erste Wahl ist...
Jörg Wunsch schrieb:> Der Typ hat eine ukrainische Mailadresse und benutzt zum Versenden> Server in der Ukraine und in Belarus. Meinst du, dort wirst du> irgendwas mit Gegenmaßnahmen was erreichen?
Ich glaube er "sendet" von der Ukraine, aber der Mailserver den er
verwendet, steht in Italien. Ich habe am Sonntag auch die Mail bekommen.
Im Header steht:
1
Received: from fintel.bz ([77.123.206.136]) by ....
address: 07100, Ukraine, Slavutich, Tallinn block 3/12
15
phone: +380457928876
16
nic-hdl: ANS51-RIPE
17
abuse-mailbox: alexander.n.sham@gmail.com
18
source: RIPE # Filtered
19
mnt-by: MNT-SHAM
Das scheint ein ukrainischer ISP zu sein. Wenn man etwas googelt findet
man noch mindestens eine weitere IP aus der Ukraine, von der die Mail
gesendet wurde. Ob der Spammer aber aus der Ukraine kommt, lässt sich
damit nicht sagen, die Rechner dort könnten auch missbraucht worden sein
und der Spammer kommt von ganz wo anders.
Der eigentlich Mailserver scheint aber 'fintel.bz' zu sein und gehört
einer italienische Firma (einfach mal mit whois schauen). fintel.bz
zeigt auf 62.149.242.246 und dort läuft auch wirklich ein SMTP server.
Man könnte also zumindest 'fintel.bz' kontaktieren und melden, dass
deren Server für Spam missbraucht wird und wahrscheinlich als Open Relay
konfiguriert ist.
Kommt drauf an was verifiziert bedeutet. Es gibt Mailserver, die Mails
an ungültige Adressen einfach verwerfen anstatt sie zurückzuschicken.
Oder wenn die Mail sowieso im Spam landet - nennst Du sowas dann
"verifiziert"? Man kann schon sehr lange nicht mehr einfach so prüfen,
ob ein Empfänger eine Mail auch tatsächlich erhalten hat. Dazu muß er
mindestens einen mitgeschickten Link klicken und den Empfang dadurch
aktiv quittieren.
Und geschätzte 20 Millionen gültiger eMail-Adressen? Das kriegst Du ja
schon in Mailinglisten nicht hin, wo jeder Empfänger wirklich am Empfang
der Mail interessiert ist!
magic smoke schrieb:> Kommt drauf an was verifiziert bedeutet. Es gibt Mailserver, die Mails> an ungültige Adressen einfach verwerfen anstatt sie zurückzuschicken.
Ist mir noch nicht untergekommen. Allerdings oft welche, die sie nicht
zurückschicken, sondern überhaupt nicht annehmen.
> Oder wenn die Mail sowieso im Spam landet - nennst Du sowas dann> "verifiziert"?
Eine verifizierte Mailadresse dürfte eine sein, die existiert.
"Die Emails sind alle geprüft und zu 100% gültig (Keine Bounces)" D.H.
wenn der Betreiber keine Fehlermeldung verschickt ist das auch eine
"gültige" Adresse. Es kam übrigens an meine private Email-Adresse bei
gmx. Wahrscheinlich findet man auch seine eigene Adresse wenn man den
ganzen Batzen kauft.
A. K. schrieb:> Es gibt Adresshändler, die verifizierte Adressen verkaufen. Sind> natürlich teurer. Aber die Preise kenne ich nicht - und ob Ukraine da> die erste Wahl ist...
auf shop.schober.com gibt es einen Onlineshop. Ein Nutzungsrecht
(Anschrift und Anrede) für ein Jahr gibt es für 24Ct das Stück für meine
fiktive Zielgruppe.
Georg W. schrieb:> Es kam übrigens an meine private Email-Adresse bei> gmx. Wahrscheinlich findet man auch seine eigene Adresse wenn man den> ganzen Batzen kauft.
Wenn man Adressen auf Bounces verifiziert, dann ist es ziemlich egal,
was darin steht. Also kann auch so ein Angebot drin stehen.
magic smoke schrieb:> Kommt drauf an was verifiziert bedeutet. Es gibt Mailserver, die Mails> an ungültige Adressen einfach verwerfen anstatt sie zurückzuschicken.> Oder wenn die Mail sowieso im Spam landet - nennst Du sowas dann> "verifiziert"? Man kann schon sehr lange nicht mehr einfach so prüfen,> ob ein Empfänger eine Mail auch tatsächlich erhalten hat. Dazu muß er> mindestens einen mitgeschickten Link klicken und den Empfang dadurch> aktiv quittieren.
Leider nein. Man muss nichts klicken, Stichwort Pixel-Cookies. So lange
Web-Mailer und Mailclients auf dem Desktop weiterhin per default alle
Bilder aus dem Netz laden, und es genug gibt, die (aus welchen Gründen
auch immer) einen Blick in die Spam-Mail werfen, bzw. wenn diese
automatisch als Vorschau angezeigt wird, ist der Empfänger immer zu
verifizieren.
;-)
Michael L. schrieb:> So lange> Web-Mailer und Mailclients auf dem Desktop weiterhin per default alle> Bilder aus dem Netz laden,
Das ist bei aktuellen Mailclients nicht mehr die Regel.