Hallo, mal eine kurze Frage: Ein Teilnehmer im Kommunikationsnetz benötigt zwei Adern, um z.B. darüber telefonieren zu können. Die Information sei in den Frequenzen codiert. Wenn man nun einfach ein weiteres Paar Adern verlegt, können leicht einsehbar die doppelten Mengen an Informationen weitergegeben werden, schlichtweg, weil die beiden Aderpaare sich in diesem Beispiel aufgrund räumlicher Trennung nicht gegenseitig stören. Wie aber verhält es sich nun, wenn anstelle dem weiteren Kabel schlichtweg der Aderquerschnitt verdoppelt wird? Können dann auf derselben Leitung auch plötzlich doppelt so viele Daten übermittelt werden, respektive können dann entsprechend mehr höhere Frequenzbänder genutzt werden, wodurch die Datenrate des Systems verdoppelt würde?
Fragender schrieb: > Können dann auf > derselben Leitung auch plötzlich doppelt so viele Daten übermittelt > werden, respektive können dann entsprechend mehr höhere Frequenzbänder > genutzt werden, wodurch die Datenrate des Systems verdoppelt würde? Nein.
Ok, sein Gedankengang ist schräg. Aber doppelter Querschnitt bedeutet geringere Dämpfung bei langem Kabel, was bei DSL bekanntlich zu höheren Datenraten führen kann. http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Subscriber_Line#D.C3.A4mpfung
Für eine Verdoppelung wird es aber trotzdem nicht reichen.
Bei der "Übertragungsrate" geht es in den Hauptsache um Frequenz und nicht um das klassische, Ohm’sche Gesetz. Natürlich sollte dabei der Widerstand der Leitung im Rahmen bleiben. Ob eine bestehende Verbindung auch eine höhere Übertragungsrate zulässt ist eine andere Sache (siehe POT). Aber zwei unabhängige, gleiche Verbindungen reichen meist auch für eine doppelte Übertragungsrate - wie auch immer der Faktor "Eins" definiert wurde.
Also das Gelächter ist ja mal wieder kennzeichnend für dieses Forum^^ Der Link von A.K. zeigt doch, dass der Sprung von 0,6² auf 0,8² schonmal ~2dB weniger Dämpfung aufweist. Daraus folgt doch unmittelbar, dass höhere Frequenzen nun besser (oder überhaupt erst) nutzbar werden und somit Kommunikationskapazitäten frei werden, die bisher unerschlossen waren. Faktor 2 ist dies nicht, aber immerhin...
Fragender schrieb: > Faktor 2 ist dies nicht, aber immerhin... Im Übrigen wird man auch mit einem zweiten Adernpaar nicht zwingend einen Faktor 2 erreichen. Da gibt es Dinge wie Übersprechen. Das lässt sich auch durch Schirmung und Verseilung nicht vollständig eliminieren.
Fragender schrieb: > Also das Gelächter ist ja mal wieder kennzeichnend für dieses Forum^^ Und die Herumreiterei auf blanken Vermutungen (hier DSL, das im OP nicht erwaehnt wurde) auch. Der OP laesst maximal die Vermutung zu, dass es um das "Telefonieren" geht. Und da gilt ganz klar: nein. Fuer weitergehende Aussagen fehlen alle Randbedingungen. wendelsberg
wendelsberg schrieb: > Der OP laesst maximal die Vermutung zu, dass es um das "Telefonieren" > geht. Wobei sich da die Frage nicht stellt, denn die Menge an Information, die dabei übertragen wird, hängt eher vom Gespräch als vom Kabel ab. ;-) > Fuer weitergehende Aussagen fehlen alle Randbedingungen. Klar.
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