Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Doppelter Querschnitt -> doppelte Datenrate?


von Fragender (Gast)


Lesenswert?

Hallo,

mal eine kurze Frage:

Ein Teilnehmer im Kommunikationsnetz benötigt zwei Adern, um z.B. 
darüber telefonieren zu können. Die Information sei in den Frequenzen 
codiert.

Wenn man nun einfach ein weiteres Paar Adern verlegt, können leicht 
einsehbar die doppelten Mengen an Informationen weitergegeben werden, 
schlichtweg, weil die beiden Aderpaare sich in diesem Beispiel aufgrund 
räumlicher Trennung nicht gegenseitig stören.


Wie aber verhält es sich nun, wenn anstelle dem weiteren Kabel 
schlichtweg der Aderquerschnitt verdoppelt wird? Können dann auf 
derselben Leitung auch plötzlich doppelt so viele Daten übermittelt 
werden, respektive können dann entsprechend mehr höhere Frequenzbänder 
genutzt werden, wodurch die Datenrate des Systems verdoppelt würde?

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


Lesenswert?

Fragender schrieb:
> Können dann auf
> derselben Leitung auch plötzlich doppelt so viele Daten übermittelt
> werden, respektive können dann entsprechend mehr höhere Frequenzbänder
> genutzt werden, wodurch die Datenrate des Systems verdoppelt würde?

Nein.

von antwortender (Gast)


Lesenswert?

rofel
nein!

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Ok, sein Gedankengang ist schräg. Aber doppelter Querschnitt bedeutet 
geringere Dämpfung bei langem Kabel, was bei DSL bekanntlich zu höheren 
Datenraten führen kann.

http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Subscriber_Line#D.C3.A4mpfung

von Max D. (max_d)


Lesenswert?

Für eine Verdoppelung wird es aber trotzdem nicht reichen.

von Amateur (Gast)


Lesenswert?

Bei der "Übertragungsrate" geht es in den Hauptsache um Frequenz und 
nicht um das klassische, Ohm’sche Gesetz.
Natürlich sollte dabei der Widerstand der Leitung im Rahmen bleiben.
Ob eine bestehende Verbindung auch eine höhere Übertragungsrate zulässt 
ist eine andere Sache (siehe POT).
Aber zwei unabhängige, gleiche Verbindungen reichen meist auch für eine 
doppelte Übertragungsrate - wie auch immer der Faktor "Eins" definiert 
wurde.

von Fragender (Gast)


Lesenswert?

Also das Gelächter ist ja mal wieder kennzeichnend für dieses Forum^^

Der Link von A.K. zeigt doch, dass der Sprung von 0,6² auf 0,8² schonmal 
~2dB weniger Dämpfung aufweist.
Daraus folgt doch unmittelbar, dass höhere Frequenzen nun besser (oder 
überhaupt erst) nutzbar werden und somit Kommunikationskapazitäten frei 
werden, die bisher unerschlossen waren.
Faktor 2 ist dies nicht, aber immerhin...

von Stefan (Gast)


Lesenswert?

Fragender schrieb:
> Faktor 2 ist dies nicht, aber immerhin...

Im Übrigen wird man auch mit einem zweiten Adernpaar nicht zwingend 
einen Faktor 2 erreichen. Da gibt es Dinge wie Übersprechen. Das lässt 
sich auch durch Schirmung und Verseilung nicht vollständig eliminieren.

von wendelsberg (Gast)


Lesenswert?

Fragender schrieb:
> Also das Gelächter ist ja mal wieder kennzeichnend für dieses Forum^^

Und die Herumreiterei auf blanken Vermutungen (hier DSL, das im OP nicht 
erwaehnt wurde) auch.

Der OP laesst maximal die Vermutung zu, dass es um das "Telefonieren" 
geht.
Und da gilt ganz klar: nein.

Fuer weitergehende Aussagen fehlen alle Randbedingungen.

wendelsberg

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

wendelsberg schrieb:
> Der OP laesst maximal die Vermutung zu, dass es um das "Telefonieren"
> geht.

Wobei sich da die Frage nicht stellt, denn die Menge an Information, die 
dabei übertragen wird, hängt eher vom Gespräch als vom Kabel ab. ;-)

> Fuer weitergehende Aussagen fehlen alle Randbedingungen.

Klar.

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.