Hey,
bin mir nicht sicher ob ich hier im richtigen Subforum bin, also
verzeihts mir bitte falls nicht.
In meinem Kopf geistert aktuell die Idee, ob es nicht möglich wäre, für
relativ wenig Geld (Ziel: <50€) ein simples Gerät zum Geocachen zu
bauen.
Die Idee wäre: Box, der man irgendwie nen Punkt auf der Erde
einspeichern kann (Eingabe direkt übers Gerät wär denk ich zu aufwenig),
mit einem Pfeil, der immer in die Richtung dieses Punktes zeigt.
Eines der zu lösenden Probleme wäre dann, wie man den Pfeil betreibt.
Schrittmotoren sind ja meistens recht klobig und auch eher teuer. Aus
meiner Zeit als Modellbauer kenn ich halt noch die schicken kleinen
Servos, die es inzwischen ja auch in digital ansteuerbar gibt und die
unter 10€ kosten.
Haltet ihr das für eine gescheite Lösung? Ich bin mir nicht sicher, wie
viel Leistung die ziehen, soll ja über Akku/Batterien funktionieren.
Und gibt es vielleicht noch weitere Alternativen?
Vielen Dank schonmal!
Ganz ohne Mechanik per Grafik-LCD. Machen ja selbst die Autohersteller
heutzutage so.
Ein kleines Modellbauservo geht aber auch, so viel Strom brauchen die
Dinger im Leerlauf nun auch nicht. Du musst da halt einen
modellbauähnlichen Akku vorsehen, mit einer Knopfzelle wird das
natürlich nix.
Oliver
Lucas Treffenstädt schrieb:> Und gibt es vielleicht noch weitere Alternativen?
Ein Smartphone mit passender App. So ein Display braucht keinen Motor um
einen Zeiger zu drehen :)
Kleiner Servo der 360° Schafft, ggf einfach ein 1:2 Getriebe auf den
Servo.
und was auch noch ins Gerät muss ist natürlich der GPS Empfänger, ggf
ein Kompassmodul.
Jedes mobile GPS kann das.
Jedes neuere Smartphone mit ner passenden App wohl auch.
Lucas Treffenstädt schrieb:> (Eingabe direkt übers Gerät wär denk ich zu aufwenig)
Wenn du deiner Box eine Koordinate fest (daheim) einprogrammieren
willst, was machst du dann bei einem mehrstufigen Cache, wo du von einem
Punkt zum nächsten musst und ggf. weitere Koordinaten erst auf dem Weg
erfährst?
Oliver schrieb:> Ganz ohne Mechanik per Grafik-LCD. Machen ja selbst die Autohersteller> heutzutage so.
Ich fände es ästhetisch ganz nett mit nem richtigen Zeiger dran
Dennis R. schrieb:> und was auch noch ins Gerät muss ist natürlich der GPS Empfänger, ggf> ein Kompassmodul.
ja, da hab ich mich schon nach umgeguckt :-)
GPS:
http://www.gtop-tech.com/en/product/SL3C-GPS-Module/MT3339_GPS_Module_02.html
Kompass:
http://www.amazon.de/Triaxial-Beschleunigung-Schwerkraft-Übertragung-3-Achsen/dp/B00DI23APEUdo Schmitt schrieb:> Jedes mobile GPS kann das.> Jedes neuere Smartphone mit ner passenden App wohl auch.
Aber da muss ich ja gar nicht basteln ;-)
> Wenn du deiner Box eine Koordinate fest (daheim) einprogrammieren> willst, was machst du dann bei einem mehrstufigen Cache, wo du von einem> Punkt zum nächsten musst und ggf. weitere Koordinaten erst auf dem Weg> erfährst?
Das ist tatsächlich ein Problem, über das ich mir noch keine größeren
Gedanken gemacht habe. Vielleicht nen externen "Programmierer", den man
dann nicht unbedingt mitnehmen muss?
Hallo Lucas,
> Eines der zu lösenden Probleme wäre dann, wie man den Pfeil betreibt.> Schrittmotoren sind ja meistens recht klobig und auch eher teuer. Aus> meiner Zeit als Modellbauer kenn ich halt noch die schicken kleinen> Servos, die es inzwischen ja auch in digital ansteuerbar gibt und die> unter 10€ kosten.
Was meinst du wie die Zeiger im Tacho deines Autos angesteuert werden?
Das sind auch Schrittmotoren [1], aber eben in speziellen Bauformen. Für
unter 10 EUR bekommt man die aber höchstens mit viel Glück als
Restposten bei ebay. Ggf. lohnt es sich, ein altes Kombiinstrument
("Tacho") zu ersteigern, dann hat man gleich mehrere Motoren, die man
ausschlachten kann.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
[1] http://www.schrittmotor-blog.de/die-sache-mit-der-spannung/
Lucas Treffenstädt schrieb:> Das ist tatsächlich ein Problem, über das ich mir noch keine größeren> Gedanken gemacht habe. Vielleicht nen externen "Programmierer", den man> dann nicht unbedingt mitnehmen muss?
Garmin macht das ins einen GPS mit 3 Tasten und nem kleinen Display.
Display brauchst du eh um den horizontalen Winkel und den Abstand des
Punktes von dem augenblicklichen Standort zu wissen.
Der Zeiger muss ja kein Vollkreis darstellen können. Es gibt da einfache
analoge Drehspulmesswerke mit Mittelstellung. Damit kann man dann ja die
Abweichung nach Links oder Rechts anzeigen. Steht der Zeiger auf Null
geht man in die richtige Richtung, oder der Akku ist leer :)
Hier hat einer ein Voltmeter mit einem Modellbau-Servo + Zeiger
realisiert: http://hackaday.io/project/932-Jewel-Box-Servo-Meter
ist natürlich vollkommen sinnbefreit, geht aber wohl in die Richtung, in
die Du willst.
MaWin schrieb:> Wenn's dir nicht mal 2.95 wert ist, lass das Projekt doch ganz sein.
Okay, da habe ich wohl nur zu früh das Suchen aufgegeben :-) Danke für
den Hinweis.
Max H. schrieb:> Das ist ein Beschleunigungssensor und kein Kompass
Hoppla, falscher Link. Der hier wars:
http://www.tinydeal.com/de/GY-271-HMC5883L-Triple-Axis-Magnetometer-Digital-Compass-Sensor-EDC-262590-p-115215.html?currency=EUR&gclid=CJaMk8OEq74CFa-WtAodvGIApQUdo Schmitt schrieb:> Display brauchst du eh um den horizontalen Winkel und den Abstand des> Punktes von dem augenblicklichen Standort zu wissen.
Abstand seh ich ein (wobei man das ja auch ohne Display lösen kann),
aber den horizontalen Winkel versteh ich grad nicht so ganz. Meinst du
damit aus der Ebene raus? GPS-Koordinaten sind doch nur 2D, dachte ich?
Jürgen D. schrieb:> Es gibt da einfache> analoge Drehspulmesswerke mit Mittelstellung.
Das ist ne coole Alternative. Werd mal gucken, ob ich sowas als
Voltmeter irgendwo auftreiben kann (das wird vermutlich das einfachste
zum Umbauen sein)
photon schrieb:> Diese Stepper sind genau für so was gemacht:
Wie kommst du darauf, daß die 360 Grad rundrum drehen können und nicht
nach 270 Grad einen Anschlag haben wie es für einen Kompass notwendig
ist ?
>Wie kommst du darauf, daß die 360 Grad rundrum drehen können
Hab ich doch gar nicht gesagt.
Der kann 315 Grad.
Kannst auch einen X11 nehmen, die drehen rund. Die sind aber viel
schwieriger zu bekommen. Wenn Du ein Gerät in der Hand hast, stört es
nicht, wenn es in Richtung Deines Baunabels einen toten Winkel von 45
Grad gibt. Wenn es dennoch dort hin zeigt, bist Du wieder auf dem
Heimweg und hast den Cache längst.
Lucas Treffenstädt schrieb:> Abstand seh ich ein (wobei man das ja auch ohne Display lösen kann),> aber den horizontalen Winkel versteh ich grad nicht so ganz. Meinst du> damit aus der Ebene raus? GPS-Koordinaten sind doch nur 2D, dachte ich?
Schon.
Aber woher weißt du, in welche Richtung dein Gerät zeigt?
Du willst ja schliesslich vom Zeiger haben, dass er dir genau die
Richtung anzeigt, in die du gehen musst. D.h. du drehst dich so lange,
bis der Zeiger genau von dir wegzeigt und dann gehst du los.
Wenn dir dein Zeiger nur die absolute Himmelsrichtung anzeigt, in die du
gehen sollst ("Gehen sie Kompasskurs 268°") dann hilft dir das ja wieder
nichts. Da wärst du dann mit einer Zahlenanzeige besser bedient.
Man könnte natürlich aus den letzten paar GPS Messungen versuchen die
Richtung zu errechnen, in die man sich in den letzten paar Sekunden
bewegt hat. Aber jeder, der schon mal GPS Koordinaten live und
ungeschminkt gesehen hat, weiß wo da die Probleme liegen. Laut den
Koordinaten hüpft das GPS, das eigentlich friedlich auf dem Campingtisch
liegt, im Umkreis von ein paar Metern frisch fröhlich herum. Daraus eine
Richtung abzuleiten ist etwas gewagt.
Lucas Treffenstädt schrieb:> GPS-Koordinaten sind doch nur 2D, dachte ich?
2D ist vielleicht etwas bescheiden formuliert. Im Vergleich zum
Erddurchmesser ist es schon sehr dicht an 2D, aber fast die gesamte
Luftfahrt lebt davon, das GPS nicht nur 2D funktioniert. Die meisten
GPS-Empfänger arbeiten bis zu einer Höhe von rund 18288m und liefern
3D-Daten als NMEA Datensätze. Die Maximalhöhe bei zivilen GPS-Empfängern
ist allerdings nicht technisch bedingt - viele Satelliten verwenden
inzwischen GPS für die Orbitbestimmung - sondern beruht auf
Exportbeschränkungen.
http://en.wikipedia.org/wiki/CoCom#Legacy
Karl Heinz schrieb:> Schon.> Aber woher weißt du, in welche Richtung dein Gerät zeigt?
Dafür ja der Kompass-Chipsatz. Dann weiß ich, wie mein Gerät orientiert
ist.
Mr. GPS schrieb:> Im Vergleich zum> Erddurchmesser ist es schon sehr dicht an 2D, aber fast die gesamte> Luftfahrt lebt davon, das GPS nicht nur 2D funktioniert.
wieder was gelernt :-)
Also so langsam komm ich zu dem Schluss, dass ein Servo wohl die beste
Wahl ist. Erstens sind die mehr oder weniger Standard, was Bauform und
Anschlüsse angeht (--> Man kann es besser nachbauen oder Teile
austauschen) sie sind auch etwas kompakter gebaut. Das Preisargument hat
sich ja als hinfällig erwiesen. Die Drehspulgeräte wären zwar auch ganz
schick, aber die sind, nach dem was ich gelesen habe, meistens nur für
horizontale oder vertikale Lagerung gedacht, das Problem hab ich mit nem
Servo nicht.
Allerdings werde ich mir jetzt erstmal überlegen, wie ich das mit dem
Einstellen der Zielkoordinaten am besten regeln kann.
Vielen Dank für den Input.
Hat evtl. einer von euch eine funktionierende Formel/Funktion mit der
die Richtung in Grad zwischen zwei geografischen Koordinaten berechnet
werden kann ? Ich habe da schon zig Programmversuche gemacht und nie hat
das wirklich gepaßt :o( DANKE