Fotoblitz mal zerpflücken und lernen

OP #3657237
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Hallo zusammen,

ich stehe hier vor einem kleinen größeren Rätsel.
Ich habe hier einen Fotoblitz (Cullmann 36 AF-NV/C falls es 
interessiert), nur leider benötigt der zum nachladen um die 30 Sekunden 
mit neuen Batterien. Wenn diese gegen 1,35V sinken, kann man auch mal 3 
Minuten warten. Unbrauchbar für mich. Daher möchte ich den Blitz 
"pimpen".
Nun bei Google gibts ja zig Schaltungen, die alle im Prinzip gleich 
aufgebaut sind. Eine "Hoch"spannungsquelle und eine Zündung.
Ich habe nun gehofft, das selbe in dem Blitz hier wieder vorzufinden, 
aber leider ist da eine riesen Menge Klimbim drin. Ich kann nur in den 
aller gröbsten Zügen erkennen was ich erwartet habe. Wie der Signalpfad 
sich durch all die wilden Widerstände, Kondensatoren und Transistoren 
zieht kann ich im Moment noch nicht nachvollziehen. Ich versuche schon 
einige Zeit einen Schaltplan zu rekonstruieren, aber der Erfolg hält 
sich in Grenzen.

Was ich mich nun eigentlich frage ist: Ist so viel Klimbim nötig? Der 
Blitz kann nur AN, AUS und wenn er an ist kann er auch Blitzen 
(***surprise***)... Er hat zwar ein TTL-Hilfslicht aber das bräuchte ich 
nichtmal. Kann ich also eine Schaltung wie sie bei Google zu finden ist 
(beispeil im Anhang; S1 dauerhaft geschlossen, S2 durch Thyristor 
ersetzt) aufbauen und an die Blitzröhre anschließen oder wird da etwas 
vorhersehbar in Rauch aufgehen?
Ich bin mir relativ sicher, dass es funktionieren sollte, allerdings 
gehts ja hier doch um höhere Spannungen, da frag ich lieber nochmal nach 
ob ich was übersehe?

Danke und liebe Grüße, Leo.
Angehängte Dateien:
OP #3657341
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Leo B. schrieb:
>> nur leider benötigt der zum nachladen um die 30 Sekunden
>> mit neuen Batterien.
>
> Hast Du mal stattdessen Akkus ausprobiert? Die liefern einen höheren
> Kurzschlusstrom als Primärzellen.

Hab ihn am Netzteil betrieben. Bei 6V und 1,5A (peak) haben ca. 15s 
Ladezeit ergeben. Ne höhere Spannung senkt zwar die Ladezeit, überlädt 
aber auch den Elko.
Gast #3657344
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Du solltest den grossen Lade-C deines Blitzes mal überprüfen bzw. 
erneuern. Diese Elkos haben über die Jahre oftmals zunehmende 
Leckströme.
Im übrigen müsste die gesuchte "neue" Schaltung bzgl. ihrer 
Maximalspannung und Ladeleistung dem Blitzelko angepasst sein. Gezeigte 
Schaltung des Blitzes einer Wegwerfkamera ist sicher nicht geeignet für 
eine Blitzröhre mit LZ36.
Gruss
OP #3657372
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Oh ja, das hätte ich erwähnen sollen. Die Bauteile und damit ihre 
Dimensionierungen würde ich aus dem existierenden Blitz übernehmen. Ich 
würde quasi nur die Ladeschaltung durch einen meiner Meinung nach etwas 
zeitgemäßeren Flyback-Regler ersetzten, der den Elko schnellst möglich 
wieder auf seine 320V (gemessene Ladeschlussspannung bei 5,5V 
Betreibsspannung) auflädt. Naja und halt die Anordnung so, dass ich auch 
verstehe was abgeht, dass ichs "debuggen" kann.

Zum Testen werde ich wohl einfach mal die gute alte Netzspannung 
gleichrichten und über einen 10k-Widerstand auf meinen Elko loslassen. 
Schön vorsichtig und mit FI sollte ich mir dabei nicht zu sehr weh tun.

Dann kann ich immerhin schon mal den 2. Teil der Schaltung testen.
Wenn das klappt und nix kaputt ist wende ich mich an dem Laderegler zu. 
Mein Traum wäre ein Regler, der 5-20V auf die 320V hochspannt und 
einregelt. Aber da sollte sich dann schon was auftreiben lassen.
Gast #3657377
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Leo B. schrieb:
> Unbrauchbar für mich. Daher möchte ich den Blitz
> "pimpen".

Obwohl recht teuer ist es aber ein Billiggerät.
"pimpen" kannst du es nicht, eher die Stromversorgung.
Also bessere Batterien verwenden. In den Beschreibungen wird immer 
wieder die lange Ladezeit bemängelt.
Kauf was besseres!
Gast #3657403
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> Er hat zwar ein TTL-Hilfslicht aber das bräuchte ich nichtmal.

Das ist zwar leicht off topic aber das ist ein AF-Hilfslicht und der 
Plitz unterstützt TTL-Messung - das sind zwei grundverschiedene und 
komplett unabhängige Sachen.
OP #3657461
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magic smoke schrieb:
> Hast Du denn Platz für eine größere Ladeschaltung? Und welche
> Stromversorgung peilst Du an? Mit einer einzelnen 1,5V Zelle kommt man
> eben nicht so weit.

Oh ja, Platz ist da. Die vorhandene Platine wird wohl rausfliegen.
Im Gehäuse währe aber auch so noch ne menge Platz gewesen.
Und das Akkufach werd ich auch nicht mehr benötigen. Ich mag diese 
AA-Zellen nicht. Lieber extern einen schönen LiPo oder sonstige 
Stromversorgung ran.
Ich benötige den Blitz ja nicht auf der Kamera, sondern möchte sie per 
Funk auslösen. Für Akzente und Effekte...
Persönliche Seite #3657527
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Den Rat mit den Akkus gab ich, weil mein Blitzgerät (ein Metz 58) keine 
Probleme hat, seine größere Bitzenergie (LW 58 statt LW 36) aus vier 
NiMh-Zellen zu beziehen - und das in erheblich kürzerer Zeit.

> Ich benötige den Blitz ja nicht auf der Kamera, sondern möchte sie per
> Funk auslösen.

Da kann ich übrigens eine Kaufempfehlung aussprechen - der chinesische 
Hersteller Yongnuo bietet hier recht günstige und sehr zuverlässig 
funktionierende Fernauslöser an - das Pärchen kostet zwischen 20 und 30 
EUR. Diese Auslöser arbeiten bidirektional, man kann mit ihnen nicht nur 
einen Blitz, sondern auch die Kamera auslösen (sofern die einen 
Anschluss dafür hat, die Geräte werden wahlweise mit 2.5mm-Stereoklinke 
oder irgendwas mehrpoligem runden schrecklicken für Nikon geliefert) - 
und im Gegenzug durch die Kamera einen Blitz. Das geht soweit, daß man 
die Kamera mit einem Auslöser ausgestattet auf ein Stativ stellen kann 
und mit dem Blitz in der Hand durch die Gegend geht, betätigt man den 
Knopf am Funkauslöser (auf dem der Blitz steckt), wird die Kamera 
ausgelöst und die wiederum löst den Blitz aus ... was für bestimmte 
Aufnahmesituationen sehr reizvoll sein kann.

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