Motor wickeln

Gast #3657247
Ich würde gerne versuchen einen Motor für ein brushless Gimbal selbst zu 
bauen. Ein schöner großer Stator mit 18N ist vorhanden. Ich habe 
herausgefunden daß 18N24P wohl eine geeignete Kombination wäre.
Nun stellt sich die Frage nach dem Wickelsinn? Wie wird das gemacht?
#3657311
Funflyer schrieb:
> Nun stellt sich die Frage nach dem Wickelsinn? Wie wird das gemacht?

Wenn es bei dir in der Nähe eine Ankerwickelei gibt, dann ist da 
sicherlich jemand, der das 3,5 Jahre gelernt hat und dir gegen einen 
gewissen Obelix weiterhelfen könnte.

Andernfalls bleibt es dir selbstverständlich überlassen, dir geeignete 
Literatur zu beschaffen und dir im Selbststudium diese Kenntnisse 
anzueignen.
#3657448
Ich würde ja sagen vergiss es. Ich hab das vor 20 Jahren mal mit dem 
Anker eines Slotcar-Motors probiert. Unwucht? Hmm, alle drei Drähte auf 
gleiche Länge geschnitten, wird schon passen. Hat leider doch nicht 
gepasst, also scheiß auf Unwucht, Drähte nach Windungen geschnitten. 
Ergebnis war, daß das Ding an einem 30A Netzteil zwar anlief, das 
Netzteil aber wegen Überlast abschaltete. Toll. Ich hab den Motor dann 
mit Genugtuung und dem festen Vorsatz, sowas nie wieder zu probieren, an 
einem Netzteil mit mehr als 30A - auch Autobatterie genannt - unter 
großer Rauchentwicklung mit würzigen Duft nach Ampere und einem wütenden 
Pfeifen abdampfen lassen. Und anschließend weggeschmissen. :D
#3657475
Da musst du aber was kräftig falsch gemacht haben.
Wenn mein Vater, gelernter Werkzeugmacher, mit seinen 70 Jahren und 0 
Kenntnissen von Elektrotechnik (dafür ist er mit Drehbank und Feile ein 
Meister) es hin kriegt Motoren zu wickeln, dann kriegt das jeder hin.
Sorgfältiges arbeiten natürlich vorausgesetzt. Und das ist etwas das er 
kann.

Lohnt es Motoren selber wickeln?
Nein. Aber es macht ihm Spass, die Motoren für die Flieger selbst zu 
bauen.
Gast #3657548
Hallo

Es gibt tausende von Modellbauer die ihre Brushlessmotoren wickeln. So 
ein paar Grundlagen sollte man schon kennen. Schwierig ist es nicht. 
Schwierig wird es erst wenn man das letzte Prozent an Wirkungsgrad 
rausholen will

Gruss

Motzer
#3657572
Wirkungsgrad optimieren und die Anpassung an die Spezifikationen, falls 
vorher vorhanden....

Das Wickelschema kann man nachlesen. Das Prinzip ist auch klar:

Mehr dünne Windungen = hohe Induktivität, weniger Strom und höhere 
Spannung für Nennleistung.
wenige Windungen = ...

Aber wo man genau bei x Windungen herauskommt oder wie viele Windungen 
man benötigt damit der Motor beispielsweise seine Nennleistung bei 12 
Volt erreicht, ist schon etwas interessanter und man müßte für die 
Berechnung mehr Details wissen. Das erfordert schon etwas mehr Know-how 
für die Berechnung. Nutzahl und "schön groß" ist noch etwas zu ungenau 
beschrieben dafür.

Wenn es sich einfach nur drehen soll, kann man sich an ähnlich großen 
Motoren orientieren und abgucken. Wir wollen damit ja keine Mondreise 
machen.
Gast #3658057
Wenn bei dir nicht der Weg des selber Machens das Ziel ist, dann schau 
bei Hobbyking.com vorbei. In deren FPV Rubrik haben die extra Gimbal 
Motoren.

Ansonsten, kann ich ebenfalls von Hobbyking die Bell Type Motoren zum 
umwickeln empfehlen. Allerdings, um auf so geringe KV zu kommen, wie es 
bei Gimbalmotoren üblich ist, wirst du bei einem 0,1mm oder noch 
dünnerem Draht und etlichen hundert Windungen landen.
Ich habe einen solchen Bell Type Motor mit 0,5er Draht in die Region 280 
bis 300 KV gebracht. Schöne Drehzahl um Schlepperschiffschrauben von 4,5 
bis 5 cm Durchmesser direkt anzutreiben.
#3659640
> Da musst du aber was kräftig falsch gemacht haben.
Offensichtlich. :) Gelaufen ist er ja. An welchem Parameter es nun genau 
lag hat mich aber nicht weiter interessiert.

>> großer Rauchentwicklung mit würzigen Duft nach Ampere und einem
>> wütenden Pfeifen abdampfen lassen.
> Und das war dann die Idee fuer Deinen Nick?
Nö, nicht direkt jedenfalls. Aber schon erstaunlich wieviel davon 
entwichen ist. Hatte ich gar nicht eingebaut, komisch!

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