Asynchronmaschine: Frage an die Profis

Gast #3657280
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Hallo, ich habe einen kleinen ASM mir zusammegbeaut und als Rotor 
einfach eine Alu-Scheibe.

Jetzt habe ich aber das Problem, dass diese Alu-Scheibe ziemlich warm 
wird.

Gibt es denn Möglichkeiten, diese wärme zu reduzieren?

Also im Grunde kommt die Wärme von den induzierten Strömen. Jedoch wird 
die Platte sehr heiß, fast 90Grad und mehr. Kaum anfassbar.

Habt ihr Ideen wie ich die Wärme reduzieren kann ohne an Leistung zu 
verlieren?
Gast #3657329
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Thomas schrieb:
> Johannes M. schrieb:
>> Als Rotor ein Blechpaket aus dünnen Eisenblechen aufbauen, die
>> untereinander isoliert sind. Je nachdem wieviel Aufwand du betreiben
>> willst, schau dir mal den Aufbau von Kupferläufern an.
>
> Was nehme ich als Isolierung?

Gibt es noch andere Lösungen?
Gast #3657361
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Mein bescheidener Senf:
falls nur die Scheibe zu warm wird-versuche eine dickere Scheibe, die 
mehr Volumen hat.

Grund: die Scheibe wird wegen Wirbelstrom heiß. Der wird aber benötigt, 
um das Drehmoment aufzubauen und soll als Folge möglichst groß sein, 
wenn Wirkungsgrad groß sein soll.

Abhilfe: Reduktion des Ankerwiderstandes durch größeres Volumen. 
Gleichzeitig vergrößerst du die Fläche, über die die Wärme abfließt.
Gast #3657401
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Eddy Wirbelstrom steht auf Nicht-Eisen und Leitfähig.
Also kein Plastik und kein Eisen.

Da der Antrieb, im Prinzip, durch die Abstoßung von Magnetfeldern 
besteht, die Ihrerseits durch die Kurzschlussströme (Wirbelströme) 
entstehen, sollte man diese Primär nicht unterdrücken. Kein Trafo.

Kupfer sollte aber Heinz den Heizer etwas dämpfen da der Ohm’sche 
Widerstand geringer ist.

Ein modifizierter Aufbau, der Drehzahlabhängig etwas Wind macht, könnt 
auch nicht schaden. Ein paar größere Löcher, an richtiger Stelle, 
ebenfalls.
Gast #3657589
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Günter Lenz schrieb:
> Eine Kombination aus Eisenblech und Kurzschlußwicklungen,
> so wie es bei richtigen Drehstrommotoren auch gemacht wird.
> Wie hast du dein Experiment aufgebaut, vielleicht so wie
> beim Elektroenergiezähler die Aluscheibe die sich dreht?
> Wie erzeugst du das Drehfeld?

6 Eisenkerne mit einem runden Rückschluss.

In den Sechs 6 Eisenkernen die Spulen, wobei je zwei gegenüber und in 
Reihe sind.

Die Schaltung in Stern geschaltet.

An das Drehstromnetz angeschloßen und schon läuft der Motor.

Im Grunde richtig erkannt:

Wie ein Elektroenergiez#hler.


Also ich will lediglich die gleiche Power haben, jedoch weniger Wärme.

Vielleicht ein anderer Aufbau?
Gast #3657592
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@ Thomas

Das haut so nicht hin mit gleicher Leistung und weniger Wärme denke ich.

Der Satz: "Ich will mehr Power weniger Wärme" macht MEINER MEINUNG nach 
kein Sinn.

Vielleicht schickst du uns mal ein Bild von deinem Aufbau?
Gast #3657604
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Sascha schrieb:
> berliner schrieb:
>> Scheibe aus Kupfer wäre auch möglich.
>
> Die wird aber bei gleichen Nennbedingungen noch heißer ...

...weil [..]?

Kupfer ist doch niederohmiger als Alu. Also müßte doch der 
Spannungsabfall durch die Wirbelströme auch kleiner sein, oder?
Gast #3657636
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vcd schrieb:
> Sascha schrieb:
>> berliner schrieb:
>>> Scheibe aus Kupfer wäre auch möglich.
>>
>> Die wird aber bei gleichen Nennbedingungen noch heißer ...
>
> ...weil [..]?
>
> Kupfer ist doch niederohmiger als Alu. Also müßte doch der
> Spannungsabfall durch die Wirbelströme auch kleiner sein, oder?


Das Drehfeld induziert in der Platte eine Spannung die wiederum Ströme 
zur Folge hat.

D.h. wenn ich die durch das Drehfeld induzierte Spannung betrachte, so 
bleibt die für Kuper und Alu gleich.

Da aber jetzt Kuper niederohmiger als Alu ist wird ein größerer Strom 
induziert was folglich zu höheren Strömen und damit verbunden zu 
wärmerer Platte führt.
Gast #3657638
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0815 schrieb:
> DrTech entlarvt schrieb:
>> Käfigläufer
>
> Das ist das Stichwort. Nur ne Scheibe aus welchem Metall auch immer kann
> nur heiß werden. Die erzeugt praktisch auch kaum ein magn. Gegenfeld.


Natürlich erzeugt Sie ein Gegenfeld, sonst würde die sich doch nciht 
drehen.
(Firma: L-E-A) #3658352
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Takao K. schrieb:
> Schlitze in der Aluscheibe

Guter Vorschlag! Aber so schlitzen, dass sich die Wirbelströme schließen 
können -- und zwar in der Mitte der Scheibe und außerhalb des 
Drehfeldes.

Vielleicht könnte der TO mal ein Bild seines Aufbaus posten -- meine 
hellseherischen Fähigkeiten sind leider etwas limitiert...

Wie sieht der magnetische Rückschluss des Ankerkreises aus?

Grüßle,
Volker.
Gast #3659019
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Volker Bosch schrieb:
> Guter Vorschlag! Aber so schlitzen, dass sich die Wirbelströme schließen
> können -- und zwar in der Mitte der Scheibe und außerhalb des
> Drehfeldes.

Bild wird folgen.


Aber wie schlitzen?

Ja eig. ist das doch ein Widerspruch oder nicht ?

Ich möchte die Wirbelströme reduzieren, jedoch benötige ich die 
wiederrum.

Eig. möcht ich nicht die Ströme reduzieren, sondenr die Wärme.
(Firma: L-E-A) #3659097
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Thomas schrieb:

> Bild wird folgen.

Gut!

> Aber wie schlitzen?

Wie ein Speichenrad. In der Mitte, um die Welle einen Ring stehen lassen 
und außen ebenfalls. Idealerweise befinden sich diese Endringe nicht im 
Magnetfeld. Deshalb würde ich ja so gerne mal ein Bild des Aufbaus 
sehen...

> Ja eig. ist das doch ein Widerspruch oder nicht ?
>
> Ich möchte die Wirbelströme reduzieren, jedoch benötige ich die
> wiederrum.
> Eig. möcht ich nicht die Ströme reduzieren, sondenr die Wärme.

Nein! Du möchtest, dass Deine Wirbelstöme das maximale Drehmoment 
erzeugen und deshalb sollten sie nicht in vielen kleinen Schleifen 
fließen, sondern in wenigen großen.

Hast Du Dir schon mal die Leiterstäbe eines Käfigläufers angesehen? Wenn 
Du dessen Prinzip verstanden hast, dann sollte es Dir auch möglich sein, 
das auf eine Scheibe anzuwenden.

Grüßle,
Volker.

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