Gast
#3658559
Hi, bin mir nicht sicher ob dies ein generelles Problem ist, oder ob das nur ein lokales Problem unserer Bauteilhersteller ist. Wir in unserer Firma haben nun 3 unterschiedliche AOI-Systeme getestet, und bei keinem der Geräte könnte ich behaupten, dass mir die Schrifterkennung (OCR/OCV sowie Bildvergleich) bei SOT-23 Bauteilen besonders gut gelingt. Der Aufdruck des Textes ist teilweise so grottig, dass man dran verzweifeln kann. Entweder man stellt die prozentuale Erkennungsrate so hoch ein, dass man sich tonnenweise Pseudofehler einhandelt, oder so niedrig, dass Schlupf möglich wird (K3B wird dann auch bei K1R durchgewunken). Gibt es Hersteller von besagten Bauteilen, die eine gute, lesbare (und vor allem qualitativ gleichwertige) Bauteilbeschriftung abliefern, oder hat jemand eine spezielle Lösung für dieses Problem? Je nach Charge kann es passieren, dass der Text mal "zu gut" ist, und die feinen Einstellungen der Beleuchtung dann nur noch Bildrauschen erzeugen. Passt man dann die Filter wieder an und es kommen schlechte Aufdrucke, kann man auch als Mensch kaum noch etwas lesen nach der Bildfilterung. Vorweg: Ja, in unserer Testphase möchten wir alle Bauteile auf unseren Nutzen mit allen Prüfschritten (Bauteilkörper, Polung, Text, Pin-/Lötprüfung, Farbe) prüfen, bis man sicher sein kann, dass spätere Stichproben nicht doch zu Schlupf führen können. Bei Chipwiderständen, ICs und dergleichen kenne ich nicht so extreme Unterschiede, da kriegt man in 99% der Fälle mit einmal eingestellten Filtern ein solides Prüfergebnis, und auch erzwungene Fehler werden zuverlässig erkannt (Beispiel: Prüfschritte absichtlich auf falsche Bauteile gesetzt oder verpolt platziert).