Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik DVD-Player spinnnt rum


von Toby (Gast)


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Moinsen!
Eine Freundin von mir hat mir ihren DVD-Player in die Hand gedrückt. Er 
soll wohl im Menü und beim abspielen von DVDs rumspinnen. Soll heißen er 
öffnet das Laufwerk ohne zutun, springt im Menü rum ohne zutun und 
ähnliches.

Dies soll seit folgender Aktion passieren: den Laptop auf den DVD Player 
gestellt. Für nen halben Tag, natürlich in Betrieb.

Mein Verdacht ist, dass wie es Laptops so an sich haben er unten recht 
heiß geworden ist. Und zwar so warm, dass er die Platinen erhitzt hat 
und da irgendwas geschrottet hat. Ich hab schon an der vorderen 
Steuerungsplatine schon etwas entdeckt. Direkt auf der Platine sind 
solche ... hart gewordenen (?)Flecken. Sieht aus wie Flussmittel vom 
Löten (gelblich). Allgemein sind auf der Platine etwas dunkelgrünere 
Flecken zu erkennen die sich leicht vom Rest abheben.

Frage: hat noch jemand ne Idee was man machen könnte? Oder ist nach 
Einschätzung der Profis ein Totalschaden?

greeetz und danke schon mal,
Toby Tobsen

von Michl (Gast)


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Consumer-Elektronik reparieren lohnt sich nicht.

Wenn du nicht zufällig sehr viel Erfahrung hast und den Fehler nach 
Aufschrauben des Gerätes in 5min lokalisieren und beheben kannst, lass 
es.
Sobald du komplexere Messungen machen oder in Foren nach Hilfe fragen 
musst, lass es.

Was kostet ein DVD Player heute? Vor 10 Jahren hat meiner beim MM 30€ 
gekostet, die werden kaum teurer geworden sein.

von Paul B. (paul_baumann)


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Du schreibst nicht, wie die Bedienelemente (Taster?) beschaffen sind.
Eventuell ist da nur Dreck eingedrungen (Hautcreme etc.) und schließt
sporadisch die Kontakte. Das Ding denkt: "Oh, der hat gedrückt, ich soll
ihm ein Liedchen spielen!"

Michel stellte fest:
>Consumer-Elektronik reparieren lohnt sich nicht.

Zumindest kann man mal den Fehler suchen, schließlich hat das Ding ja
mal Geld gekostet. "Nichts verloren geben" lautet mein Motto.

MfG Paul

von tex (Gast)


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Vermutlich handelt es sich mehr um einen Zufall.
Die Hersteller wissen heute, dass es auf sie zurück fällt, wenn die 
Geräte kaputt gehen, darum bauen sie heute keine "Sollbruchstellen" mehr 
ein, weil auch die Ings, die diese früher berechnet haben, heute viel zu 
teuer wären, sondern sie lassen Funktionsstörungen einprogrammieren die 
nach x Betriebsstunden das Gerät unzuverlässig oder nicht mehr zeitgemäß 
erscheinen lassen. Verschleiß wird subjektiv anders empfunden als 
Defekt.
Vermutlich ist also nur der Livetime-Counter des DVD-Spielers 
abgelaufen.

von mhh (Gast)


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Toby schrieb:
> den Laptop auf den DVD Player
> gestellt

Toby schrieb:
> dass wie es Laptops so an sich haben er unten recht
> heiß geworden ist

Toby schrieb:
> Direkt auf der Platine sind
> solche ... hart gewordenen (?)Flecken.

DVD Player ist schwanger!

von mhh (Gast)


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Wie Paul schon andeutete: die tasten kontrollieren und außerdem das 
Netzteil auf zu hohe Ripplespannung/ defekte Elkos testen.

von unangemeldeter Rumspammer (Gast)


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Toby schrieb:
> Eine Freundin von mir hat mir ihren DVD-Player in die Hand gedrückt. Er
> soll wohl im Menü und beim abspielen von DVDs rumspinnen. Soll heißen er
> öffnet das Laufwerk ohne zutun, springt im Menü rum ohne zutun und
> ähnliches.

mhh hat völlig Recht.

EXAKT dieses von Dir beschriebene Verhalten eines DVD-Players hatte ich 
vor einigen Monaten auch mal auf dem Tisch: unerklärliches Herumspringen 
zwischen den Titeln (wenn die DVD überhaupt erkannt wurde), 
Nichtreagieren auf Tastendrucke, und eigenmächtiges Herumfahren der 
Laufwerks-Schublade.

Ursache waren fehlerhafte Ausgangsspannungen des internen 
Schaltnetzteils, die den Logikteil zu sehr unlogischem Verhalten 
zwangen.

Der Grund für die fehlerhaft gewordenen Spannungen wiederum waren defekt 
gewordene Elkos im Wert von etwa 3 Euro.

Michl schrieb:
> Consumer-Elektronik reparieren lohnt sich nicht.

Bei solchen 3 Euro-Fehlern eher doch - zumindest dann, wenn es sich bei 
der Freundin oder ihrem DVD-Player um ein Qualitätsgerät handelt ;-)

von unangemeldeter Rumspammer (Gast)


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Toby schrieb:
> Direkt auf der Platine sind solche ... hart gewordenen (?)Flecken. Sieht
> aus wie Flussmittel vom Löten (gelblich). Allgemein sind auf der Platine
> etwas dunkelgrünere Flecken zu erkennen die sich leicht vom Rest
> abheben.

Kannst ja mal Bilder von dem Zustand und auch von der Netzteilplatine 
hochladen.

von Michl (Gast)


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unangemeldeter Rumspammer schrieb:
> Michl schrieb:
>> Consumer-Elektronik reparieren lohnt sich nicht.
>
> Bei solchen 3 Euro-Fehlern eher doch - zumindest dann, wenn es sich bei
> der Freundin oder ihrem DVD-Player um ein Qualitätsgerät handelt ;-)

Zitier mich bitte komplett.
Wenn der TE elektronisch sehr versiert ist, das Netzteil auf der Platine 
auf anhieb identifizieren kann und weiß wie ein Netzteil arbeitet, wo 
Fehler begründet liegen usw, ja, dann kann man das Gerät reparieren.

Wenn ich mich aber erst einarbeiten muss und "Aufbau Netzteil" googeln 
muss lass ichs gleich bleiben.

von Paul R. (atmega9)


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Naja, auch nicht immer. Bei Geräten die heute nicht mehr hergestellt 
werden ( HAMEG-Oszis usw. ) ist es für mich kein Problem, mal Tage 
dranzusessen. Außerdem kann man auch komplizierte Elektronik tauschen. 
Das Paradebeispiel: Ein defektes IC in einer Fassung. Kann natürlich 
auch gelötet sein. Es ist schließlich jedem seine eigene Entscheidung ob 
Reparieren oder Bauteil-Lager

von zufaulzumlogin (Gast)


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unangemeldeter Rumspammer schrieb:
> Bei solchen 3 Euro-Fehlern eher doch - zumindest dann, wenn es sich bei
> der Freundin oder ihrem DVD-Player um ein Qualitätsgerät handelt ;-)

unangemeldeter Rumspammer schrieb:
> Kannst ja mal Bilder von dem Zustand und auch von der Netzteilplatine
> hochladen.

Kannst ja auch mal Bilder vom Zustand der Freundin hochladen :-)

von Carsten R. (kaffeetante)


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Ein HAMEG-OSZI würde aber auch kaum jemand als Consumer-Elektronik 
bezeichnen.

Wenn man nicht grade aus Prinzip reapariert, betrachtet man doch 
meistens die Aufwand/Kosten-Nutzen-Relation.

Folglich lohnt sich eine Reperatur bei 30 € Consumerware meist nur wenn 
der Fehler schnell gefunden werden kann und die Ersatzteile billig 
sind. Es ist doch offensichtich daß Michl genau das meint. Selbst für 
einen einfachen Standardfehler wie defekte Elkos im Netzteil fehlt den 
Meisten hier das Werkzeug und Know-How um dies noch in der Schaltung zu 
messen. Selbst für ausgebaute Elkos fehlt vielen das geeignete Meßgerät, 
so daß oft einfach auf Verdacht getauscht wird.

Das Zerlegen, Ersetzen und Zusammenbauen mit unterstellten 3-5 € 
Materialkosten und zweifelhaften Erfolgschancen bei einem gebrauchten 
und defekten Consumergerät der 30-€-Klasse kann finanziell gesehen nur 
als Hobby und wohl kaum als lohnend betrachtet werden. Betrachtet man 
aber beispielsweise Lernfaktor und Umweltbelastung, so kann es natürlich 
wieder anders aussehen. Man riskiert einen Satz Elkos, den man bei 
Mißerfolg oft wieder Ausbauen könnte und erspart der Umwelt bei Erfolg 
ein weiteres Gerät. Das macht dann natürich keinen Sinn, wenn man nur 
für die Ersatzelkos extra 200 KM fährt.

Bei teureren Geräten oder Geräten die nicht so leicht oder gar nicht 
mehr Ersetzt werden können ist die Grenze des sinnvollen Aufwandes 
natürlich höher.

von unangemeldeter Rumspammer (Gast)


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@Michl und Carsten:

Ihr habt ja nicht unrecht, wenn es wirklich ein Billiggerät der 
<30-Euro-Klasse ist. Aber das wissen wir ja gar nicht. Vielleicht ist es 
ein Edelgerät aus einer Highend-Consumer-Schmiede für 130 Euro. Oder ein 
Weihnachtsgeschenk von Tante Else, also nahezu unbezahlbar.

Außerdem wissen wir auch nicht, was dem Toby diese Freundin an sich wert 
ist, was für seine Aufwandserwägungen aber möglicherweise viel 
entscheidender sein könnte als der Gerätewert ;-)

zufaulzumlogin schrieb:
> unangemeldeter Rumspammer schrieb:
>> Kannst ja mal Bilder von dem Zustand und auch von der Netzteilplatine
>> hochladen.
>
> Kannst ja auch mal Bilder vom Zustand der Freundin hochladen :-)

Vollkommen richtig. Nur SO kann das alles seriös beurteilt werden :-D

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