Hallo Jungs, mit Mikroelektronik habe ich eigentlich nichts am Hut (auch wenn ich viele Ideen habe, die man wohl nur damit vernünftig umsetzen könnte, weswegen ich schon immer einen Einstieg finden wollte), ich bin nur hier, weil ich denke, dass ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt. Mein Hobby ist das Experimentieren mit visuellen Effekten, und für eine Idee möchte ich Erschütterungen sichtbar machen. Mein erster Gedanke war, einen Laserpointer zu verwenden und den Punkt abzufilmen. Das Problem ist nur, dass die zeitliche Auflösung des Films für viele Dinge nicht ausreicht. Deswegen habe ich mir nun überlegt, stattdessen den Leuchtpunkt wandern zu lassen und in einer Fotografie zu bannen. Dafür müsste ich aber den Leuchtpunkt präzise linear bewegen, und ich hab keine Ahnung, wie ich das machen soll. Wenn mich meine Erinnerung an den Schulunterricht nicht täuscht (so lang ist es ja noch nicht her) sollte ich doch ein Oszilloskop genau dafür missbrauchen können, oder? Wie stelle ich denn das am besten an? Wahrscheinlich reicht für mich irgendein günstiges gebrauchtes Gerät, gibt es da etwas, auf was ich achten sollte/muss? Gut wäre, wenn man die Bewegungsgeschwindigkeit präzise einstellen könnte, ich brauche dabei auf jeden Fall einen Bereich von 1ms bis 1s, mehr nach oben und unten wäre natürlich Klasse. Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen, denn ich wüsste sonst nicht, wen ich fragen sollte. Ich habe mir auch schon den Artikel zum Thema Oszilloskop hier auf der Seite durchgelesen, nur ist der bei meinem Problem wenig hilfreich. Lieben Gruß Sarah
Moin Sarah, trotz deines langen Textes verstehe ich nicht so ganz was du da machen willst. Erschütterungen kannst mit handelsüblichen Smartphones einfach anzeigen lassen. Da gibt es Apps wie z.B. Sensor Kinetics. Mehr Info wäre aber vonnöten.
ein Oszi kann ja nur Spannungen messen, daher benötigt man noch "etwas", was die Bewegung / Erschütterung eben in diese umwandelt. Ein Gyro oder oder im einfachsten Fall ein Poti (wobei ich nicht glaube dass ein Poti entsprechend auflösen kann...) sind da noch von Nöten...
Hmm, ich weiß nicht so recht, wie ich das leicht verständlich beschreiben kann ;-) Vielleicht so: Ich dunkel einen Raum komplett ab und leuchte mit einem besonders stabil befestigten Laser an die Wand. Wenn ich nun mit einer ebenso stabil befestigten Kamera diese Wand fotografiere, beispielsweise mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde, dann erhalte ich eine dunkle Aufnahme mit einem scharfen Lichtpunkt. Befestige ich die Kamera auf einem nicht so stabilen Stativ, das die Erschütterungen der Umgebung gut überträgt, und laufe dann während der Aufnahme daran vorbei, so übertragen sich die Erschütterungen auf die Kamera und ich erhalte eine Aufnahme, die nicht mehr einen Lichtpunkt zeigt, sondern einen Lichtstreifen (weil die Aufnahme durch die Erschütterungen verwackelt ist). Je nachdem was für Schuhe ich trage oder wer an der Kamera vorbei läuft zeigen sich andere Muster und es entstehen interessante Aufnahmen (um die geht es mir :-) ). Das Problem ist, dass ich bei einer einzigen Aufnahme den zeitlichen Ablauf nicht steuern kann, alle Verwacklungen überlagern sich einfach. Aus dem Grund kam mir die Idee, wenn ich den Leuchtpunkt kontrolliert bewegen könnte, dann hätte ich eine stabile Zeitliche Komponente im Bild. Und dann könnte ich ganz andere Arten von Erschütterungen sichtbar machen. Mein Problem ist, den Leuchtpunkt kontrolliert (also gleichmäßig und wiederholbar) zu bewegen, und das mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten für unterschiedliche Erschütterungen. Und da kam mir eben der Gedanke, dass das mit einem Oszilloskop klappen könnte (ich muss ja das Bild nicht von der Wand aufnahmen, ich kann ja auch den Bildschirm des Oszilloskops abfotografieren). Ich will also nicht irgendetwas Messen, und es muss auch nicht die Bewegung auf dem Oszilloskop angezeigt werden, ich möchte einfach nur einen linear wandernden Leuchtpunkt, dessen Geschwindigkeit ich fein regeln kann, um diesen dann abzufotografieren. Der besondere Charme für mich wäre, wenn das mit einem analogen Gerät zu machen ist, weil ich auch die Fotos analog erstelle. Das es digital einfacher gehen könnte interessiert mich da nur wenig, das ist mir zu steril ;-) Vielen Dank auf jeden Fall schon mal für eure Unterstützung! Sarah PS: Jetzt ist der Text sogar noch länger geworden, ich hoffe aber, ich konnte mein Vorhaben verständlich machen. :-)
du könntest mit einem Drehspiegel oder Prisma den Laserpunkt wandern lassen. Oder den ganzen Laser drehen, dann bräuchtest du aber wohl mehrere Laser, weil der Punkt sonst die meiste Zeit außerhalb des Bildes ist.
Eine Lösung wäre vielleicht, den Laserpointer auf ein gewöhnliches Servo zu montieren, wie es im RC-Modellbau verwendet wird, da gibt es sehr stabile und kräftige Ausführungen. Das Servo kann simpel mit einem Mikrocontroller angesteuert werden. Die Schwenkzeit ließe sich damit ebenfalls programmieren bzw. einstellen.
Wenns ohne saubere Messtechnik sein soll, dann vielleicht einfach einen kleinen Spiegel mit einem Motor/ Servo vor dem Laserpointer drehen? Yeah 3x gleiche Antwort :)
Sarah S. schrieb: > Deswegen habe ich mir nun überlegt, stattdessen den > Leuchtpunkt wandern zu lassen und in einer Fotografie zu bannen Du bist 50 Jahre zu spät. Natürlich kann man auf einem Oszilloskopbildschirm einen Leuchtpunkt langsam oder schnell wandern lassen. Allerdings sind alte Röhren nicht besonders geometrisch linear, da kann es sinnvoller sein, das auf einem PC-Bildschirm zu simulieren, höher auflösen tut er sowieso.
Hallo Sarah, wenn es die Kamera ist, die durch die Erschütterungen bewegt wird, dann muss es ja eigentlich kein Laser sein, oder? (Ich dachte zunächst, der Laser wird „erschüttert“ und soll die Bewegung auf die Wand projizieren, was eine gewiss „Verstärkung“ bewirken würde.) Ein einfacher (möglicherweise leuchtender) Punkt an der Wand sollte genügen. Wenn es Dir gelingt, diesen Punkt zu bewegen wäre das Problem gelöst. Dazu gibt es sicher eine ganze Reihe von Möglichkeiten: Ein Punkt auf einem Schirm, der sich bewegt, eine Leuchtdiode auf einem Treibriemen (der vielleicht auch auf Erschütterungen reagiert), ein Beamer, ein Computerbildschirm, ein durch Spiegel abgelenkter Laser und so weiter. Ein Oszilloskop geht natürlich auch, dürfte wohl vom Bildschirm her aber zu klein sein.
Noch eine Frage: geht es dir um das Ergebnis (Analoges Foto einer mechenischen Schwingung) oder um einen etwas umständlichen Weg soetwas zu realisieren?
ich dachte, ich hab verstanden was du meinst, aber Sarah S. schrieb: > Das Problem ist, dass ich bei einer einzigen Aufnahme den zeitlichen > Ablauf nicht steuern kann, alle Verwacklungen überlagern sich einfach. Ich dachte gerade das willst du, ein interessantes Bild, was sich aus der Langzeitbelichtung des wackelnden Laserpunktes (ich würd die Kamera fest aufstellen und den Laser schwingend lagern) ergibt. Wenn du doch den zeitlichen Verlauf willst, kannst du doch irgend einen empfindlichen Sensor nehmen, die Messwerte aufzeichnen und hinterher irgendwie Visualisieren. Entweder als 2d-Bild, 3d-Bild, oder als Video oder ganz nüchtern als Plot der einzelnen Sensorenwerte.
Du kannst auch einen Film von dem wackelnden Laserpunkt machen (bzw der wackelnden Kamera) und dann die Einzelbilder auswerten/überlagern und das weglassen, was du nicht möchtest.
Daniel V. schrieb: > Du kannst auch einen Film von dem wackelnden Laserpunkt machen (bzw der > wackelnden Kamera) und dann die Einzelbilder auswerten/überlagern und > das weglassen, was du nicht möchtest. ich bezweifel, dass die Bildaufnahmerate da passt.
Vielleicht hilft es Dir schon, wenn Du an Dein analog-Oszi einen Piezo (bei Wikipedia: piezoelektrischer Sensor) anschließt, oder ein zweckentfremdetes Mikrofon.. Und dann mußt Du Deinen Fotoapparat noch irgendwie triggern, damit Du abdrückst, wenn der Punkt ganz links ist.. schwer bei ein paar ms Auflösung :-)
Ich würde umgekehrt triggern, des Oszi fängt dann links an, wenn der Fotoapparat auslöst, vielleicht geht das ja über den Blitzschuh.
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