Ltspice Halbbrücke

OP #3665704
Hallo,

Ich habe soeben versucht meine Halbbrückenschaltung mit LTspice zu 
simulieren. Leider will die nicht so wie ich das gerne hätte.

Wenn ich z.B die Spannung an V3 messe, dann zeigt er mir nicht das 
eingestellte Rechtecksignal sondern konstante 0V.

Grüße
Angehängte Dateien:
Gast
Kann LTSpice etwas mit der Bezeichnung 470µC anfangen? Meine 
Kondensatoren haben als Einheit µF.

Max Krach schrieb:
> Wenn ich z.B die Spannung an V3 messe, dann zeigt er mir nicht das
> eingestellte Rechtecksignal sondern konstante 0V.

Das könnte daran liegen, dass du die Simulation nur bis 3000ns 
durchführst, die Spannungsquelle V3 aber erst nach 10µs den ersten Puls 
abgeben soll.

Max Krach schrieb:
> und außerdem dauert die Simulation nun sehr lange.

vielleicht hilft es der Simulation, wenn du auch der Brücke eine 
Versorgungsspannung gibst (d.h. dem  Drainanschluss von U3)
Gast
>Vcc habe ich eigentlich direkt nach Datenblatt angeschlossen?

War wohl die super hyper Energiesparschaltung.

Lass' Dir mal, von LTSpice die Stromaufnahme ausgeben.
1. Vcc korrekt anschließen
2. D1 ein Model zuweisen
3. Versorgung an die Halbbrücke anschließen
4. Last anschließen, du hast einen Kurzschluss gebaut
5. Datenblatt nochmal durchlesen, damit du den IR2184 auch wirklich 
korrekt beschaltest. Da sind noch ein Haufen Fehler drin, mal abgesehen 
von Vcc, z.B. zähle ich nur zwei Kondensatoren in deiner Schaltung, 
obwohl im Datenblatt drei am IC sitzen.

Gruß Christian

EDIT: Okay, selber falsch gelesen, hab auf den IR21844 geguckt :P
Gast
Max Krach schrieb:
> Habe jetzt Vcc über den Kondensator an GND angeschlossen, falls es das
> ist was ihr meintet.

Vor allem hast du VCC jetzt an die Versorgungsspannung angeschlossen 
statt an GND - das ist eine deutliche Verbesserung. Der 100nF (äh - 
100nC) Kondensator ist auch an der richtigen Stelle, die Versorgung der 
Brücke stimmt, die Simulationszeit passt jetzt zur Pulsfolge.

Und: passt jetzt auch das Simulationsergebnis?
OP
hab ichs mir doch gedacht ;)

so verkucken konnt ich mich gar net.

EDIT:
konnte die Simulation noch nicht komplett durchlaufen lassen, da die 
Fehlermeldung:

Analysis: Time step too small; time = 1.97402e-005, timestep = 
1.25e-019:trouble with node "u1:1:d"

erscheint.
Irgendwelche Vorschläge, wie man das lösen kann?
Gast
Für so wenige Bauteile ist die Anzahl an Verguckern aber 
rekordverdächtig.
Wenn man jetzt noch die Anzahl an Hinweisen hinzurechnet, so würde ich 
sagen: Lass das hübsche Mädchen aus deinem Blickfeld verschwinden und 
schau Dir nochmal die Beispiele an.
Alternativ: Lass die Beispiele beiseite und widme dem angenehmen Teil.
Gast
Max Krach schrieb:
> erscheint.
> Irgendwelche Vorschläge, wie man das lösen kann?

Vielleicht hilft es der Simulation, wenn der Ausgang der Halbbrücke 
(d.h. das Drain von U1) halbwegs vernünftig belastet wird (z.B. mit 
einem Widerstand gegen GND). In deiner aktuellen Simulation gibt es 
immer mal Zeitbereiche, wo beide MOSFETs gleichzeitig sperren und dieser 
Knoten floatet. Sowas mögen Simulatoren manchmal nicht.

Ansonsten bitte noch den Beitrag von Christian berücksichtigen und für 
die Diode eine reales Diodenmodell aussuchen.
Hallo Max,
ich hatte in dem angehängten Beispiel erfolglos versucht eines dieser 
"unglücklichen" Infineon-Modelle zu verwenden die aus lauter Gleichungen 
anstatt aus SPICE Mosfet-Modellen bestehen.
Achtung mein angehängtes Beispiel rennt "nur" mit dem Alternate Solver.
Control Panel -> SPICE -> Solver Alternate

Deshalb mein Tipp: Such dir einen ähnlichen Mosfet aus der 
LTspice-Bibliothek oder ein Modell eines anderen Herstellers. Wichtig 
ist dabei, dass diese Modelle nicht aus lauter Gleichungen wie die 
Infineon-Modelle bestehen.

Gruß
Helmut
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