Amateur schrieb:
> In der Praxis nimmt man Mikrofone mit guter Richtcharakteristik,
Eher nicht, da die "gute Richtcharakteristik" durch Hypernieren erzeugt
wird, die die oberen Frequenzen noch überbetonen. Das verstärkt
Schmatzgeräusche und erhöht eher das Problem. Besser sind lineare Kugeln
in einer reflexionsarmen Umgebung. Richtig ist, die Mikros nicht in den
Atemweg zu stellen, dies aber wegen des Ausatmens:
Die hier oben angedeuteten Methoden (Schaumstoff, Überzug) dienen eher
der Verhinderung des Plopp-Effektes bei Explosivlauten, denn das
Einatmen erzeugt in dem Sinn keinen Wind, der irgendwelche Luftwirbel am
Mikro macht, es sei senn, es wäre wirklich unmittelbar in der Nähe des
Mundes platziert.
>wegschneiden
Das Atmen gehört zur Sprache und ist je nach Distanz zum Mikro mehr oder
weniger stark mit drin. Selbst bei Choraufnahmen aus 5m Distanz ist es
deutlich zu höhren und wenn man es wegschnneidet, wird der Klang
unnatürlich. Ausserdem wird beim kontinuierlichen Reden und Singen in
jeder Zeile mehrfach geatmet. Normalerweise wird da nichts
weggeschnitten.
Wenn es zu sehr stört, ist das Mikro ungünstig platizert oder der
Sprecher atmet zu unruhig und daher unnötig laut ein. Das kann man
durchaus gezielt leise und/oder zur Seite tun.