Hallo zusammen, Ich bin gerade dabei, einen mpu6050 zu kalibrieren. Das Problem bei einer "Schwellwertkalibrierung" ist, dass die Messung aufgrund von Wärme usw nach einer Zeit trotzdem driftet. Sowie ich das sehe ist das Problem, dass die Achsen im Sensor nicht 100%- tig orthogonal zueinander stehen. Jetzt ist meine Frage: Wie bekomme ich herraus, wie die Achsen zueinander stehen? Hat da jemand eine Idee? Ich danke schon mal im vorraus :) Gruß David
David M. schrieb: > Sowie ich das sehe ist das Problem, dass die Achsen im Sensor nicht > 100%- tig orthogonal zueinander stehen. Woran siehst du das? Kannst du diese Erkenntnis mit dem Datenblatt in übereinstimmung bringen?
Hallo David M. Also ich denke nicht, dass die Achsen nicht Orthogonal sind. Mich würde auch wundernehmen, wie du darauf kommst. Grundsätzlich gibt es zu IMU's zu sagen, dass diese extrem Temperaturabhängig sind und der Drift ist dabei das grösste Problem. Die Daten sinnvoll zu verarbeiten um sie dann gebrauchen zu können ist nicht ganz Trivial. Ich habe damals eine fertige Library verwendet genau mit deinem Bauteil, welche meiner Meinung nach eine akzeptable Verwertung der liefert. http://www.i2cdevlib.com/devices/mpu6050#source Was willst du denn damit machen? Grüsse
Hallo, Ich möchte mit Hilfe der der IMU meinen Roboter lokalisieren. Ich bin auch gerade dabei, einen EKF für dieses Problem zu implementieren. Der nützt aber auch nicht viel, wenn die Rohdaten aus der IMU driften. Das die Achsen nicht orthogonal zureinander sind, kann ich nicht beweisen. Es ist einfach nur eine Vermutung, da ich nicht wüsste, woran es sonst liegen könnte. Mir scheint es auch recht plausibel zu sein, dass die Achsen durch den Fertigungsprozess nicht 100%- zig orthogonal zueinander stehen. Woran könnte es sonst liegen? David
Lothar Miller schrieb: > Woran siehst du das? > Kannst du diese Erkenntnis mit dem Datenblatt in übereinstimmung > bringen? Zumindest steht im Datenblatt etwas von +/-2% Übersprechen (Cross-Axis Sensitivity).
Die internen Achsen werden schon stimmen, schließlich werden die Dinger in einem Prozess aus einem gemeinsamen Siliziumblock hergestellt. Was nicht unbedingt stimmen muss ist die Ausrichtung des Sensorelements im Gehäuse. Und was bestimmt nicht 100% exakt ist , das ist die Ausrichtung des Gehäuses auf der Platine und der Platine auf dem was auch immer. Ein Gyrp driftet immer, das lässt sich nicht vermeiden. Die einzige Option bei der Bauteilauswahl ist das wie viel das Teil driftet. Es gibt auch welche die haben eine Drift von nahezu Null. Aber die willst du nicht bezahlen. Wegen dieser Drift geben die Sensoren in der Regel aber auch die interne Temperatur mit aus. Mit dieser Temperatur lässt sich die Drift weitgehend raus rechnen. David M. schrieb: > Ich möchte mit Hilfe der der IMU meinen Roboter lokalisieren Soll das eine Trägheitsnavigation werden , oder willst du nur wissen in welchem Winkel die Arme,... zueinander stehen ? Trägheitsnavigation? Vergiss es, dafür sind die bezahlbaren Sensoren zu ungenau. Das ganze ist dann eine doppelte Integration auf 3 Achsen mit Rotationen um diese 3 Achsen. Das geht besser über Wegstreckenmessung der Antriebsräder.
Die internen Achsen sind nie 100% orthogonal! Ua dafür benutzt man ja die Kalibrierung... Es ist in erster Näherung a_real=A*a_mess+b Wobei A eine vollbesetzte Matrix ist. Aus den nebendiagonalen stehen deine crosssensitivities. Mit einigen (glaube mindestens 12,besser mehr) Messungen kannst dusche Parameter über eine Optimierung bestimmen. Schöne grüße, Jan
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