Ich will weniger eine Frage stellen, als auf eine interessante Eigenschaft des aktuellen Amoklaufs an einer US-Uni hinzuweisen: http://en.wikipedia.org/wiki/2014_Isla_Vista_killings Der Täter hat nämlich ein Video mit seiner "Rechtfertigung" in Netz gestellt. Und ich glaube, das ist sehr aufschlussreich: http://www.liveleak.com/view?i=a44_1400927090 Nicht, dass es sich lohnen würde, sich den miserabel geschauspielerten, dahingeseierten Mist vollständig anzuhören, aber hier kommt man als Medienkosnument dem typischen Grund für (Schul)amokläufe mal sehr nahe: Narzissmus! Liest man sich die Unterlagen der Polizei und Studien zum Thema durch, wird man schnell auf dieses Muster bei einem großen Teil der Täter stoßen (wohlgemerkt nicht alle!). Insbesondere die, die sich am Ende (geplant) selbst töten. Komischerweise ist das bisher aber nie wirklich in die öffentliche Wahrnehmung und Debatte eingeflossen. Da wird dann über Videospiele und Gewaltvideos schwadroniert, oder, wie hier jetzt geschehen, sogar behauptet, homosexuelle Impulse wären verantwortlich. Dabei wird immer wieder vergessen, was tödlich - bei gleichzeitiger einfacher Verfügbarkeit von Schusswaffen - ist: narzisstische Persönlichkeiten. In der Presse steht: "Irrer erschießt Studenten, weil er keinen Sex bekam" statt zu schreiben: "Irrer erschießt Studenten aufgrund narzisstischer Persönlichkeit". Auch von seiner Facebookseite wird das klar: fast ausnahmslos Fotos von ihm selbst, wahlweise garniert mit Statussymbolen nichtweiblicher Art. Irgendwann ist sein narzisstisches Weltbild dann nicht mehr zu halten gewesen, und statt sich einzugestehen, dass er sich seine Überlegenheit nur eingebildet hat, sind die anderen daran Schuld, dass die Welt nicht so ist, wie er es erhofft hätte.
Tja, als Westler glaubst du jeglicher Propaganda, anstelle sie als das zu erkennen. Dabei gibt es ueberall Propaganda. Auch wenn sie an verschiedenen Orten verschiedene Ziele verfolgt. Dazu kommt die Newsbranche, deren Ziel ist, die Auflage zu erhoehen.
Menschen mit einer narzisstischer Persönlichkeitsstörung werden im allgemeinen als Führungsperson eingestellt da andere diese Person einfach dahingehend einordnen.
Das mag zum Teil stimmen. Und zwar die Narzissten, die eloquent sind. Die weniger gesegneten, eventuell sogar ein Bisschen autistisch veranlagten, die Loner wie Steinhäuser, die Columbine-Attentäter oder der Typ aus BaWü, bei denen reicht es eben nicht zur Führungspersönlichkeit. Und weil das nicht mit dem inneren Selbstbild von Großartigkeit vereinbar ist, können sie nicht weiterleben. Und da natürlich "die Anderen(TM)" schuld sind, nimmt man die eben mit in den Tod. "yet you throw yourselves at all these obnoxious men instead of me — the supreme gentleman" Der Widerspruch zwischen surpreme gentleman und Massenmörder fällt dem narzissten dabei gar nicht auf.
Aus dem Wikipedia-Eintrag: > The killing spree started at Rodger's apartment [...] > Three men were stabbed to death at Rodger's apartment. The victims were > identified as Cheng Yuan "James" Hong, 20; George Chen, 19; and > Weihan "David" Wang, 20.[42][43] Hong and Chen were confirmed to be > Rodger's roommates Des weitern gibt es dort ja einige Auszüge aus seinem verfassten Gedankengut: > Full Asian men are disgustingly ugly and white girls would never go for > you. [...] I suggest you jump off a Bridge > How could an inferior, ugly black boy be able to get a white girl and not > me? > Girls gave their affection, and sex and love to other men but never to me. Narzissmus? Klingt für mich nach chronischem Versager, der dieses Versagen auf alles und jeden projiziert außer auf sich selbst (Frauen und andersrassige Menschen).
geh bitte: schuld sind immer die anderen, selber ist man sowieso der beste (z.B. im analysieren von Amokläufern..) und eine (Schuss)Waffe findet sich schon wenn man eine braucht.. (auch bei uns) nur laufen wir jetzt alle rum, und ballern wie wild in der gegen herum?? da gibts auf jeden Fall mehrere (viele) Punkte die zusammentreffen müssen.. zu schlussfolgern, dass er ein etwas ausgeprägterer ego sein wird, ist jetzt nicht wirklich schwer, deshalb (weil so offensichtlich) wird das wohl auch kaum von den Medien oder wem auch immer kommuniziert deshalb ist mir jetzt auch grad nicht klar, was und das Ausgangsposting hier neues vermittelt hat?
Ein Argument dafür, dass eben nicht ein durch Mobbing oder Bullying zerstörtes Ego mit diesen Taten einhergeht, sondern ein bereits vorher krankhaft gesteigertes! Liest man viele Artikel zum Amoklauf, bekommt man den Eindruck, Zurückweisung seiner Person wäre das Problem gewesen. Mir geht es aber darum, darauf aufmerksam zu machen, dass vielmehr das selbstverständliche Erwarten von Annahme und Bewunderung ursächlich sind. Der Typ hat zudem nichtmal Ballerspiele gespielt, sondern WoW... >sowieso der beste (z.B. im analysieren von Amokläufern Nö, Bin ja kein Psychiater. Aber ich fand es interessant, dass in so vielen Artikeln Ursache und Wirkung verdreht werden, und sein völlig überstigertes Ego viel viel weniger Erwähnung findet. Bei Google: "rodger elliot" rejection: 50.000.000 results "rodger elliot" narciss*: 100.000 results Interessanter Artikel über ihn: http://www.commdiginews.com/health-science/health/narcissistic-entitlement-what-made-elliot-rodger-kill-18232/
Karl Otto schrieb: > aber hier kommt man als > Medienkosnument dem typischen Grund für (Schul)amokläufe mal sehr nahe: > Narzissmus! magst Du Deine Diagnose anhand des Videos vielleicht mit ein paar Belegen untermauern und begründen? vlg Timm
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