Hallo,
folgenden Sicherungskasten habe ich in einer zu renovierenden Wohnung
gefunden -> Siehe Anhang.
Wenn ich das richtig sehe, scheint dort bereits ein TN-C-S Netz
installiert zu sein, so dass dieses eigentlich schonmal auf dem
aktuellen Stand zu sein scheint... ist das richtig?
Auch ein FI scheint vorhanden zu sein, auf dem blauen Ding steht etwas
von 30mA drauf.
Ist es richtig, dass damit erstmal kein unmittelbarer
MOdernisierungsstau ansteht?
Sollten die Drehsicherungen ersetzt werden?
mfg
Fuselig schrieb:> Ist es richtig, dass damit erstmal kein unmittelbarer> MOdernisierungsstau ansteht?
naja, stand der aktuellen Technik ist er auf jeden Fall nicht.
FI ist scheinbar nur für ein Teil der Anlage zuständig (Bad?), aktuell
müssen alle Steckdose über den FI laufen.
keine Berührungsschutz der Anschlüsse bei den Automaten -> auch nicht
mehr zulässig.
Es sollte hier also der Bestandsschutz noch zählen, wenn du aber etwas
neu machst, dann muss die komplette Verteilung erneuert werden.
Ein TNC/S-Netz installiert das EVU und nicht der Elektriker im
Subverteiler.
Aber ja, es PE- und N-Leiter sind hier getrennt. Das ist schon mal viel
wert.
Den FI hat man wohl nur an einem Stromkreis (vermutlich Badezimmer),
nicht unbedingt aktueller Standard, aber für sowas wird wohl auch keiner
weggesperrt (Vermutung, die aktuelle Rechtslage kenne ich nicht).
Also soweit man das dem Bild nach beurteilen kann würde ich zumindest
mal annehmen, dass hier keine Gefahr in Verzug ist wenn man da Spannung
drauf gibt. Wenn es meine Wohnung wäre würde ich das aber trotzdem neu
machen. Also FI für alle Stromkreise und Sicherungsautomaten.
>Wenn ich das richtig sehe, scheint dort bereits ein TN-C-S Netz>installiert zu sein, so dass dieses eigentlich schonmal auf dem>aktuellen Stand zu sein scheint... ist das richtig?
S stimmt, von dem C ist nix zu sehen da das nur eine Unterverteilung
ist.
>Auch ein FI scheint vorhanden zu sein, auf dem blauen Ding steht etwas>von 30mA drauf.
Vorhanden schon, Wohl aber nur fürs bad.... Das reicht nicht.
>Ist es richtig, dass damit erstmal kein unmittelbarer>MOdernisierungsstau ansteht?
Nö, der FI fehlt vermutlich für die meisten leihen bedienbaren
Steckdosen, Herd,....
>Sollten die Drehsicherungen ersetzt werden?
Das wird dir dein Elektriker sagen.
Peter II schrieb:> FI ist scheinbar nur für ein Teil der Anlage zuständig (Bad?), aktuell> müssen alle Steckdose über den FI laufen.>> keine Berührungsschutz der Anschlüsse bei den Automaten -> auch nicht> mehr zulässig.
Wie hat die Menschheit es nur geschafft, bis zum heutigen Tag zu
überleben?
SCNR
Eine Welt für Dummies ...
Vom Stand der Technuk würde ich nicht sprechen. Ein Gemisch an
verschiedene Sicherungen. Könnte Haupschalter sein. Die Verbindung der
Sicherungen untereinander erfolgt durch Drahtstücke, keine Kammschiene,
ergibt Brandgefahr da Schrauben lose seine können. Durch verwendung
unterschiedlicher Sicherungen keine vernünftige Kontakte.
Fingersicherheit nicht hergestellt. Kontakte Si primär frei zugänglich.
Keine übersichtsichtlichkeit, 1 oder 3 Phasen? Anschluss
Drehstromverbraucher?
Separater N für FI?
Fazit
Verteiler wurde von Laien gebaut mit Material aus Baumarkt, keine
Sicherheit gewährleistet, keine Abnahme durch Elektrofachbetrieb.
Abreissen neu machen, Errichter der Anlage auf die Finger hauen
Wolfgang schrieb:> Wie hat die Menschheit es nur geschafft, bis zum heutigen Tag zu> überleben?
Naja, früher hat man Sachen, mit denen man sich nicht auskannte,
den Fachleuten überlassen. Heute macht man Herzoperationen nach
kurzer Beratung im INet. :-(
Tim schrieb:> Nö, der FI fehlt vermutlich für die meisten leihen bedienbaren> Steckdosen, Herd,....
Herd muss keine FI haben (kann schon, aber kein muss)
- keine vernünftige Kabelführung - Trennung nach Farbe
- Kabelverlegung kreuz und quer und oberhalb und unterhalb der
Sicherungen
- verschiedene Kabelquerrschnitte
- scheinbar Schmorschäden ( überlastung an den Kabeln
- scheinbar kabelfarben willkürlich verwendet
- keine Rückwand erkennbar - Brandgefahr
- Hohlwandkasten - keine Brandschottung
- keine Zugentlastung
- Biegeradius nicht eingehalten
- Baumarktware - keine VDE Zulassung (keine sichtbaren Aufkleber)
- Lebensgefahr - keine Gewährleitung und Sicherheit
Das dürfte als Grund reichen. Sofort abschalten und den Errichter der
Anlage auf Schadensersatz verklagen. VDE Test durch Fachmann z.B. Iso
und FI Test
Falls jemand Probleme mit meinen Antworten hat, habe die entsprechenen
VDE und NIF da, kann gerne auch die Seiten angeben und Ihm eine
entsprechendes Prüfdokument zum Ausfüllen schicken
Bei Strom verstehe ich keinen Spass, sorry
OK, Danke schonmal.
Wenn nur der Badbereich mit dem FI abgesichert ist, wie kommt es dann,
dass scheinbar alle Leitungen in N und PE auf den beiden Schienen
aufgesplittet sind? Müssten dann nicht nur ganz bestimmte Leitungen
diese Trennung erfahren haben, nämlich jene, für die am Ende auch der FI
gilt?
Angenommen der FI Schutz ist wirklich nur separat für einen Teil der
Wohnung.
Wenn der FI-Schutz auf die ganze Wohnung abgeändert werden sollte,
müssen dann Leitungen neu gezogen werden, oder können die bestehenden
Leitungen weiter verwendet werden, bzw. müssen Schlitze gezogen werden,
oder können die Arbeiten auf den Sicherungskasten eingeschränkt werden?
Mag mir mal einer eine Hausnummer nennen für die Kosten von:
a)
Änderung des Sicherungskastens auf den heutigen Stand
b)
Änderung des Sicherungskastens bei gleichzeiter Neuverkabelung der
Wohnung?
(3 Zimmer)
Danke
Achim Seeger schrieb:> keine vernünftige Kabelführung - Trennung nach Farbe
recht Schwarz und Link blau oder was meinst du damit? Ist zumindest im
Wohnungsbau nicht üblich, und es gibt auch keine Vorschrift dafür.
> - Kabelverlegung kreuz und quer und oberhalb und unterhalb der> Sicherungen
wie willst du das sonst machen? Außerdem sagt die VDE dazu nicht aus.
> - verschiedene Kabelquerrschnitte
muss auch so sein, oder willst du Steckdosen mit 10² verkabeln, nur weil
10² aus dem Keller kommt.
> - scheinbar Schmorschäden ( überlastung an den Kabeln
sehen ich nicht, das sollte auf jeden Fall nicht sein.
> - scheinbar kabelfarben willkürlich verwendet
blau ist N und Grüngelb ist PE. Schwarz und Braun kann man frei wählen.
> - keine Rückwand erkennbar - Brandgefahr
ich würde sagen, es ist eine schwarze Rückwand
> - Hohlwandkasten - keine Brandschottung
wie meinst du das, habe noch die eine Brandschottung bei Hohlwandkasten
gesehen, oder meinst du die Plasteabdeckungen?
> - keine Zugentlastung
ok, kann ich verdeckt sein. Kann man auf dem Foto nicht beurteilen.
> - Biegeradius nicht eingehalten
bei Einzelandern?
> Das dürfte als Grund reichen.
also ein echten Grund konnte ich nicht rauslesen.
> Sofort abschalten und den Errichter der> Anlage auf Schadensersatz verklagen. VDE Test durch Fachmann z.B. Iso> und FI Test
FI und ISO Test, wird so eine Anlange ohne Probleme bestehen
> Bei Strom verstehe ich keinen Spass, sorry
ja, aber du unterscheidest nicht was "schön wäre" und was Plicht zum
Zeitpunkt der Erstellung der Anlage war.
Fuselig schrieb:> Wenn nur der Badbereich mit dem FI abgesichert ist, wie kommt es dann,> dass scheinbar alle Leitungen in N und PE auf den beiden Schienen> aufgesplittet sind? Müssten dann nicht nur ganz bestimmte Leitungen> diese Trennung erfahren haben, nämlich jene, für die am Ende auch der FI> gilt?
ja, das Bad wird direkt auf dem FI gehen, die Blaue klemme oben wird der
N ohne FI sein.
Es müsste ein 3poliger FI verbaut sein, anders kann man nicht 3 Phasen
mit FI absichern.
Fuselig schrieb:> Mag mir mal einer eine Hausnummer nennen für die Kosten von:>> a)> Änderung des Sicherungskastens auf den heutigen Stand
nein, denn die Preise in München werden sich doch recht stark von Halle
unterscheiden.
aber unter 150€ wird es wohl nichts
> b)> Änderung des Sicherungskastens bei gleichzeiter Neuverkabelung der> Wohnung?> (3 Zimmer)
auch nicht zu sagen, denn
Unterputz?
Kabellänge?
Anzahl Steckdose/Schalter?
Moin,
schon schlimmeres gesehn, aber den könnte man schon neu machen
(lassen).
Der sieht rect stark nach "gewachsenem" System aus, also hier mal was,
da mal was. Die Verteilung ist ja recht klein, max 10 Stromkreise,
scheinbar dreiphasig mit einmal Hauptschalter und Herd über die drei
Schienen verteilt, also eine Phase pro Reihe.
Ob der Kasten an sich noch den aktuellen Bestimmungen entspricht, kann
man aus dem Bild schlecht erahnen. Ist das Hohlwand? oder sind das
Gips/Gasbetonziegel?
Kann vermutlich mit einmal FI und 8-10 B-Automaten neu gemacht werden.
Wenn der Kasten noch normgerecht ist, braucht ein Elektriker da nur ein
paar Stunden.
Grüße
> - keine vernünftige Kabelführung - Trennung nach Farbe
wo soll das bitte mit der Frabe in der VDE stehen?
> - Kabelverlegung kreuz und quer und oberhalb und unterhalb der Sicherungen
allgemeine Ausführungspraktik im soz. WoBau
> - verschiedene Kabelquerrschnitte
warum das wohl ?
> - scheinbar Schmorschäden ( überlastung an den Kabeln
wo denn das bitte?
> - scheinbar kabelfarben willkürlich verwendet
anders ausgedrückt wie oben in 1., und 2. weil du die Farben nicht
kennst?
> - keine Rückwand erkennbar - Brandgefahr
Brille putzen oder Monitor erneuern! in UP-VT in massiven Wänden ist das
ja wohl nicht nötig!
Zu sehen ist eine schwarze Bitumenabdeckung im Hintergrund
> - Hohlwandkasten - keine Brandschottung
Nix hohle Wand , guckst du unten da sind Krünmel = Mauerwerk
> - keine Zugentlastung
Witz komm raus du bist umzingelt - eingeputzte Kabel brauchen eine
Zugentlastung, wo denn bitte, am VT-Eingang?
> - Biegeradius nicht eingehalten
wo das denn ? das sind massive Leiter und die meisten schön geformt!
> - Baumarktware - keine VDE Zulassung (keine sichtbaren Aufkleber)
!!!
> - Lebensgefahr - keine Gewährleitung und Sicherheit
deine ganzen Sprüche hier kann mal als Korintenka--erei einstufen,
selten so gelacht!
Nimm deine VDE- und NIF-Bücher und setz dich ins Glashaus, aber nimm
keinen Stein in die Hand!
Fuselig schrieb:> a)> Änderung des Sicherungskastens auf den heutigen Stand
Ich würde etwa mit 150€ Materialkosten rechnen:
- 1x Hauptschalter
- 2x RCD 4polig, 40A, 30mA
- 2x LSS 3polig, B16
- 6x LSS 1polig, B16
- Verdrahtungsmaterial
Fuselig schrieb:> b)> Änderung des Sicherungskastens bei gleichzeiter Neuverkabelung der> Wohnung?> (3 Zimmer)
Eine Neuverkabelung der Wohnung erscheint mir auf den ersten Blick als
unnötig. Für 3 Zimmer sind ausreichend Stromkreise vorhanden.
Franz schrieb:>> - Baumarktware - keine VDE Zulassung (keine sichtbaren Aufkleber)> !!!
Bei Hauptschalter, RCD und den LSS kann man ein VDE-Symbol erkennen. Und
bei den Schmelzsicherungen wäre das Symbol auf dem Sockel und nicht auf
der Abdeckung, also nicht ohne weiteres zu erkennen.
Wenn du Fakten brauchst, kein Problem
- der Kasten an an der linken und rechten seite im Gehäuse jeweils 2
Schrauben. Diese sind für Klammern zum festziehen in Hohlwände. Ein
Mauerkasten hat dort keine Schrauben.
- Jeder Kasten hat vom Hersteller aus eine Rückwand, damit sein
Brandschutz vollflächig gewährleistet ist. Bitumen als Wandanstrich ???
- Mittlere Reihe, 2 Si von rechts, Kabelanschluss ist überhitzt worden,
Kabel hat sich verfärbt
- Verkabelung an den unterseiten der Sicherung, kurze Stücken, falsch
geschnitten, kan zu einer Verformung der Enden, Brücken zu kurz
geschnitten dadurch hat sich die Isolierung verzogen
- Fi Schalter, unterseite rechts, scheinbar blaues und schwarzes Kabel
untergelegt(angeschlossen)
- Doppelter Anschluss (Kabel) auf den Sicherungen
- VDE Zeichen auf dem Verteiler fehlt
- Wenn das der Stand einer VDE Gerechten Wohnungsverteilung ist solltest
du mal einen Elektriker deines Vertrauen dazu befragen
- Spass verstehen - jedes Jahr kommt es zu Schäden an Mensch, Tier und
Material, vieles aus Alterung, vieles aus Unkenntnis und vieles aus
Selbstüberschätzung.
Vielleicht kennst du das Bild, 20 Kühe liegen im Stall, haben ihre
Ketten noch um den Hals sind aber alle Tot. Grund durch eine nicht
richtig ausgeführten Potentialausgleich, einen überlasteten Stromkreis,
ein paar verschmorte Kabel und ein bischen Bastelei stand die ganze
Metallkonstruktion unter Strom.
Brauchst du noch mehr Beispiele, vielleicht aus technischer Sicht?
Sorry, die Tränen in den Augen der Frau vergesse ich mein Leben nicht
Warum versteckst du dich im Netz und provozierst mit deinen Antworten
und Fragen. Vom Gesetz gibt es eindeitige Regeln, Vorschriften und
Gesetze. Wenn du meinst das du über dem Gesetzt stehts, gibt es den
Staatsanwalt und entsprechende Strafen.
achim
Achim vermutete:
>- Fi Schalter, unterseite rechts, scheinbar blaues und schwarzes Kabel>untergelegt(angeschlossen)
Sicher nicht, sonst würden ja dadurch hinter dem FI Phase und Null
verbunden sein -> Wumm (mit doppel "m")
MfG Paul
> Dann möchte ich gar nicht wissen, wie du diesen Hausverteiler beurteilst
Ist das in USA? Sieht irgendwie so aus das Material. Und was macht da
der Regenbogen von Drähten, der unten Links reinkommt (gün, gelb,
orange, ...)?!
Aber die haben ja ohnehin interessante Ideen wenns ums Stromnetz geht.
@achim:
Das "verschmorte Kabel" könnte auch einfach nur abgeschattet sein.
Die Rückwand ist ziemlich sicher vorhanden, siehe die runden
Spritzgussartefakte unten links sowie Reflexionen zwischen den oberen
beiden reihen, links.
Was mich eher stutzig macht ist der braune Draht, der da unten so ins
leere steht.
Vom aussehen her bleibe ich bei meiner Aussage, dass man das mal neu
machen lassen könnte. Und was deine Kühe angeht, Potenzialausgleich im
Kuhstall und Schrittspannung bekommen manchmal sogar Fachkräfte falsch
hin. Genau deswegen gibts ja eigene Kapitel zu dieser speziellen Art der
Installation.
Das VDE-Symbol auf dem Kasten kann sonstwo sein, grad bei altem
Material.
Und der Aufbau sieht in erster Linie alt und irgendwann mal den FI
nachgefummel aus.
Mehrere Kabel pro Sicherung hab ich öfters mal in professionell
angeschlossenen Verteilern gesehen, gerade dann wenn wenige Kreise auf
mehr abgänge verteilt wurden. Da der Automat dem Leitungsschutz dient
und das Kabel sich ja auch irgendwo später in der Wand verzweigen kann,
ist das normalerweise auch kein riesen Problem, unterschiedliche
Querschnitte in einer Klemme ist natürlich doof.
Den Baumarkt, der unzulässiges Material verkauft, den zeig mir mal. Was
oft auf Baumarkt und Selbstfummeln hindeutet ist ein wilder Mix aus
verschiedenen Herstellern und Bauformen. Die Bauteile hier passen
zusammen,
rechts hats pro Reihe zwei Patronensicherungen, vermutlich für einen
Herd plus einen Boiler. Die Automaten sind vermutlich die normalen
Stromkreise für die WOhnung (Steckdosen) und die dritte Patrone oben
beim (offensichtlich nachgerüsteten) FI für das Bad (Vermutung) könnte
ein IR-Heizstrahler oder die Dose für die Waschmaschien sein.
Du wirst übrigens kaum glauben, was Elektriker so alles verbocken, wenn
der Tag lang wird. Ich habe Bilder aus Verteilern öffentlicher Gebäude,
die bei dir vermutlich einen Herzinfarkt auslösen dürften. Mir wurde
damals auch anders als ichs gesehen habe.
Die Elektrofirma hat das dann so "überarbeitet", dass die einen neuen
Deckel auf den alten Verteiler gesetzt haben, und meinten damit genüge
es nun der Norm - Ha Ha Ha, veraschen kann ich mich alleine...
Grüße
Sorry, hab mich so aufgeregt. Hab zu viel gesehen. Diese Typen von
Elektrikern gibs, geb ich dir Recht, warum auch immer. Wenn der Chef da
für unterschreibt, ist er auch nicht besser. In einenigen Länder gibt es
kontrolleure, die überprüfen alles noch mal. Find ich richtig gut. Hab
die mal 2 Bilder von mir reingestellt.
Ohne Kommentar dazu
Die andere Kiste ist dringend was zu machen.
Achim Seeger schrieb:> Find ich richtig gut. Hab> die mal 2 Bilder von mir reingestellt.
Woher sind die denn? Ist bekannt wie alt die Installation ist? Ich sehe
sowas zum ersten mal und finde beeindruckend wie sorgfältig das gemacht
wurde.
Uäääh!
Da kräuseln sich ja die Zehennägel.
Was den Verteiler aus dem ersten Post angeht, sieht für mich nach
80er-Jahre aus, irgendwann wird wohl der FI eingezogen sein und unten
wurde vermutlich eine Sicherung wegoptimiert.
Sollte man bei Gelegenheit mal machen lassen, halte das Ganze aber jetzt
nicht für akut brandgefährlich.
Achim Seeger schrieb:> Wenn du Fakten brauchst, kein Problem> - der Kasten an an der linken und rechten seite im Gehäuse jeweils 2> Schrauben. Diese sind für Klammern zum festziehen in Hohlwände. Ein> Mauerkasten hat dort keine Schrauben.
Mit den Schrauben wird das (graue) Vorderteil der UV an der (schwarzen)
Rückseite befestigt.
Damit kann man dann die Dicke des Putzes ausgleichen.
Achim Seeger schrieb:> Sind ca> 10 Jahre alt
Hmm, die Installation sieht alt, und ehrlich gesagt optisch extrem
ansprechend aus. Ich hätte fast vermutet dass sie aus grauer Vorzeit ist
und irgendwann für 100-130V Gleichspannung gedacht war. Schade dass wohl
niemand die Motivation hatte sie auf 12 oder 24V umzurüsten.
Achim schrob:
>Die ersten Bilder stammen aus einem Land ganz in der nähe zu DE. Sind ca>10 Jahre alt
..und? Leben die Bewohner des Hauses noch? Na, siehste.
.......................................................................
Das waren bestimmt wieder die Stümper von Elektrikern. Elektriker sind
nämlich grundsätzlich doof, das ist sozusagen eine Grundvoraussetzng,
diesen Beruf zu erlernen. Ach was sag ich -Beruf?! Das kann ja ein
Schulkind besser als ein Elektriker.
.......................................................................
Ich hoffe, daß selbst Volltrunkene im Letzten Absatz noch Ironie
entdecken.
(Hier ist es besser, das noch einmal separat zu erwähnen)
SCNR Paul
Andreas Lang schrieb:> Ist das in USA?
Vielleicht USA Standard der 50er Jahre, aufgegabelt in Habanna. Sehr
aufgeräumt (und halt noch ein bisschen was hinterher "nachinstalliert"
;-)
Zum Preis einer kompletten Neuverlegung (habs gerade hinter mir)
- 3 Zimmer plus bad plus kueche
- Altbau, d.h. 3 m hohe Waende
- Unterputz, d.h. Fraese und stemmen
- Cat Verkabelung
- Hochpreisige Gegend in D
Macht dann 6k Euro incl Mwst (von den Arbeitskosten kann man ja 20% in
der naechsten Steuererkl absetzen) d.h -800 oder so
Ps: wenn Du auch in einer 'boomregion' lebst ist es schwierig zeitnah
was zu finden.
Pps: unterputz willst Du nur vor und nich nach dem Einzug machen. Eine
Riesensauerei mit dem Staub ist das.
Sorry, versteh wieder was nicht.
Ein Mauerkasten wird in der Wand eingemauert. Die Dicke des Putzes wird
durch die vordere Blende ausgeglichen. Der Kasten ist eingemauert und
kann nicht mehr verändert werden. Seit wasnn verwendet man Bitumen als
Brandschutz oder Wandfarbe?
Die Inst. auf dem Bild ist bestimmt noch viel älter. In der Zeit so ca
1900 bis 1920 verwendet man isoliert Freileitung auch innerhalb von
Gebäuden. In Inst. erfolgte auf Stützisolatoren. dies wurden mit
Schrauben auf metallischen Schalgbolzen befestigt (massiv ca 5x5x30 mit
Loch und innengewinde)Die Spannung betrug damals je nach Besitzer ca 60
bis 100 V DC.
Man beachte die Durchführung durch den Balken auf dem einen Bild.
Es ist klar, das diese Verteilung (siehe oben) "gewachsen" ist. Das
befeit aber keinen Elektriker vor der Verantwortung, seine Arbeit
korrekt zu machen.
Hallo Paul,
meinst du den selben "Fachman" in der Autowerkstatt, der die Bremsen
schmiert, damit sie nicht so laut beim bremsen quitschen?
Meines wiisens leben sie noch alle, und die Inst. ist ein glatter
hingucker
Nochwas, auch in DE waren 127/230V Netze sehr weit verdrahtet. Wer was
rechnen möcte, hab da was zum Denken. Wie bekomme ich in einem 3 Phasen
Netz mit 127V einen modernen TV Gerät zum laufen?
Achim Seeger schrieb:> Sorry, versteh wieder was nicht.> Ein Mauerkasten wird in der Wand eingemauert. Die Dicke des Putzes wird> durch die vordere Blende ausgeglichen. Der Kasten ist eingemauert und> kann nicht mehr verändert werden. Seit wasnn verwendet man Bitumen als> Brandschutz oder Wandfarbe?
Du bist halt nicht der Einzige, der Unsinn erzählt. Das Schwarze im
Hintergrund ist kein Bitumen sondern der eingemauerte "Mauerkasten".
Achim Seeger schrieb:> In der Zeit so ca> 1900 bis 1920 verwendet man isoliert Freileitung auch innerhalb von> Gebäuden. In Inst. erfolgte auf Stützisolatoren. dies wurden mit> Schrauben auf metallischen Schalgbolzen befestigt (massiv ca 5x5x30 mit> Loch und innengewinde)Die Spannung betrug damals je nach Besitzer ca 60> bis 100 V DC.
Danke, da war mein erster Gedanke "100 Jahre" nicht so daneben.
Achim Seeger schrieb:> Wer was> rechnen möcte, hab da was zum Denken. Wie bekomme ich in einem 3 Phasen> Netz mit 127V einen modernen TV Gerät zum laufen
Zwischen 2 Aussenleitern, wie alle 220/230V Verbraucher, oder? Aber
einem aktuellen TV Gerät wären vermutlich auch die 127V recht.
Da hast du fast richtig gelegen mit deinen 100 Jahren. Die Teile könnte
noch der alte Siemens selber gebaut haben, fast ..
Auch deine Denke ist richtig
Erklärung
In einem 3 Phasen Netz mit 127/220V (!!) hat jede Phase zur Erde eine
Spannung von 127V. Phase gegen Phase gemessen hat damit 220V (nicht
230V)
Das Bedeutet, an jeder Steckdose liegen 2 Phasen an und kein
(Nullleiter). Damit kannst du keine Steckdose mit klassischer Nullung
verwenden. Damals gab es meistens nur 2 Drähte im Kabel, also auch keine
Schutzmassnahme.
Wie war das mit dem Bestandschutz? Steht diese Wort eigentlich in der
VDE?
Sache klar?
Achim Seeger schrieb:> Wie bekomme ich in einem 3 Phasen> Netz mit 127V einen modernen TV Gerät zum laufen?
Einfach an eine Phase und N anschließen. Moderne Geräte haben
Universalnetzteile von 100 bis 240V.
Hey!
Wenn wir schon mal beim Thema sind - was sagt ihr denn zu diesem
Sicherungskasten. Baujahr 1994.
Muss ich mir da Sorgen machen bei dem 100mA FI & zahlt es sich auf der
Stromrechnung evtl. aus, einen neuen Klingeltrafo zu installieren?
lG,
Stefan
Zu dem Zeitpunkt, wo es noch 127V gab, gab es noch keine Tv geräte mit
Netzteile von 100 bis 240, Dann gibt es aber noch den Kühlschrank,
Kaffeemaschine und andere kleine helferlein
Nun, bei mir sind halt super wenige Steckdosen in den Räumen vorhanden,
so dass ich in jedem Fall ein paar weitere verlegen möchte. Ich würde
mal so schätzen, in der gesamten Wohnung sind vielleicht 8 Stück
vorhanden und das an unmöglichen Positionen.
@leiderleider
Hast du die Wand selber aufgestemmt und die Schlitze gezogen oder alles
machen lassen? Sind in deinen 6k€ bereits Eigenleistungen enthalten?
@alle:
Darf man von einer Steckdose ausgehend einfach einen Schlitz ziehen und
eben ein paar weitere Steckdosen davon abzweigen, bzw. die Steckdosen
und Leitungen freilegen und eben dahin verlängern/verlegen, wo man sie
besser positionieren könnte?
Und die nächste Frage:
Kann das mit dem jetzigen Leitungssystem erfüllt werden, wo ja die
normalen Räume scheinbar nicht FI-gesichert sind, oder müssen dann
wirklich alle Phasen über einen FI laufen, wenn man die POsition der
Steckdosen neu festlegen möchte...
Und vielen Dank für die regen Antworten!
Stefan schrieb:> Wenn wir schon mal beim Thema sind - was sagt ihr denn zu diesem> Sicherungskasten. Baujahr 1994.
Österreich? Da weiß ich nicht, wie dort die Normen aussehen.
Aber das ein oder andere kann auch dort nicht richtig sein:
- Defekte Klemmen an mehreren LSS
- Querschnittsverjüngung ohne vorgeschaltete Sicherung:
Die abgehenden Adern am FI sind maximal 2,5mm². Besonders
gefährlich ist dies durch das Durchschleifen der Adern - sehr
gut in der ersten Reihe zu erkennen. Dadurch können Adern
auch im normalen Betrieb überlastet werden.
Fuselig schrieb:
Deutschland ?
> Darf man von einer Steckdose ausgehend einfach einen Schlitz ziehen und> eben ein paar weitere Steckdosen davon abzweigen, bzw. die Steckdosen> und Leitungen freilegen und eben dahin verlängern/verlegen, wo man sie> besser positionieren könnte?
Ja. Aber es gilt für die neue Dose kein Bestandsschutz mehr, sie muss
also nach dem aktuellen Stand angebracht werden, d.h. mit FI.
> Kann das mit dem jetzigen Leitungssystem erfüllt werden, wo ja die> normalen Räume scheinbar nicht FI-gesichert sind, oder müssen dann> wirklich alle Phasen über einen FI laufen, wenn man die POsition der> Steckdosen neu festlegen möchte...
Offenbar kann es nicht erfüllt werden, die neue Steckdose muss also
einen FI bekommen. Es gibt Steckdosen mit eingebautem FI. Ich würde eher
im Sicherungskasten einen nachrüsten, PE + N ist ja getrennt.
Fuselig schrieb:> Darf man von einer Steckdose ausgehend einfach einen Schlitz ziehen und> eben ein paar weitere Steckdosen davon abzweigen, bzw. die Steckdosen> und Leitungen freilegen und eben dahin verlängern/verlegen, wo man sie> besser positionieren könnte?
Prinzipiell ja. Man muss nur darauf achten, dass der Spannungsfall nicht
zu groß wird, d.h. die Leitungslänge darf nicht zu lang werden.
Fuselig schrieb:> Kann das mit dem jetzigen Leitungssystem erfüllt werden, wo ja die> normalen Räume scheinbar nicht FI-gesichert sind, oder müssen dann> wirklich alle Phasen über einen FI laufen, wenn man die POsition der> Steckdosen neu festlegen möchte...
Alle Steckdosen, die du versetzt oder neu installierst, müssen mit einem
RCD (<= 30mA) geschützt werden. Im Einzelfall kann es billiger sein, nur
einen FI direkt in die betreffende Steckdose zu setzen, aber bei dir
wird es auf eine komplette Erneuerung der Unterverteilung hinauslaufen.
Zumindest die Leitungen, die in der Unterverteilung ankommen, sind
geeignet, um einen RCD zu installieren, da ein separater Schutzleiter
vorhanden ist.
@leiderleider:
Und die Installation im Verteilungskasten und das Material?
Das hast du nun nicht aufgeführt, war das auch schon in den 6k mit drin?
Ich könnte mir vorstellen, dass das Aufstemmen mit am längsten dauert
und somit vermutlich auch am teuersten zu Buche schlägt. Kannst du die
Einzelposten aus dem Kopf erinnern?
mfg
Bei einer Änderung an der Bestands"Anlage" oder Nutzungsänderung der
Räume / Wohnung ist die gesamte Anlage auf den aktuellen techn. u.
normativen Stand zu bringen.
Noch etwas, es gibt weder das Wort noch den Sachverhalt > Bestandsschutz
in den Normen und Vorgaben zur E-Installation!
@ Achim,
bzgl. Brandschutz: wenn da so viel Spielraum zwischen Hinterwand und
Vorderbau besteht, um gewisse Mauerdicken o. EinbauTiefen auszugleichen,
was soll das dann bitte sein oder werden?
Aber ganz sicher kein Brandschutzaspekt!
> - VDE Zeichen auf dem Verteiler fehlt
bitte nicht immer das selbe Dilemma wiederholen, davon wird es auch kein
Gesetz!
> - Wenn das der Stand einer VDE Gerechten Wohnungsverteilung ist
hat ja niemand behauptet, sonst würde er nicht fragen,
die paar Mängel sind offensichtlich,
> Warum versteckst du dich im Netz und provozierst mit deinen Antworten> und Fragen.
wen meinst du damit, mich etwa?
> Vom Gesetz gibt es eindeitige Regeln, Vorschriften und Gesetze.
Na dann zähl die mal alle auf, denn deine Weisheiten bis hierher
gehörten nicht dazu!
> Wenn du meinst das du über dem Gesetzt stehts, gibt es den> Staatsanwalt und entsprechende Strafen.
ja erzähl weiter deine Geschichten, interessiert hier aber nicht zum
Thema!
@ Fuselig (Gast)
bzgl. Kosten und der 6k , frag den zuständigen Elektriker, hier wird das
nur Kaffeesatzlesen.
Ist das dein Eigentum oder Miete, für dich selbst oder Bekannte?
Also:
Da ich definitv die Steckdosen verlegen und neue dazu installieren
möchte, komme ich um eine fachgerechte Installation mit FI ja wohl nicht
herum.
Nun stellen sich mir einige Fragen:
Wie sieht der FI-Schutz für Steckdosen aus?
Wie sieht der FI-Schutz für Lampenanschlüsse aus?
Grundsätzlich ist doch im gegenwärtigen Zustand bereits (mindestens)
eine Phase und N an die Steckdosen herangeführt. Ob PE ebenfalls mit
geführt ist, kann ich leider bei den Steckdosen nicht sagen, zumindest
bei den Decknanschlüssen weiß ich aber, dass sie dreiadrig ausgeführt
sind.
Unter diesen Gesichtspunkten sollte es doch möglich sein, die Baustelle
theoretisch auf den Sicherungskasten zu beschränken und jede beteiligte
Phase einmal über einen FI zu sichern... oder irre mich da?
Ja Stefan, du solltest dir Sorgen machen.
Der Querschnitt nach dem FI (zur Verbindung mit den LSS) muss den
gleichen Querschnitt wie die Zuleitung haben oder zumindest passend zur
Vorsicherung. Der verbaute 2,5mm² (geschätzt) Draht reicht nicht.
Wenn man schon die Drähte tauscht, dann auch gleich den FI auf einen
30mA Typen tauschen.
Die schiefen Klemmen von den LSS kontrollieren.
Die Klingelleitungen sind Schutzkleinspannung, die müssen mindestens 4mm
Abstand oder doppelte Isolierung zu den Netzleitungen haben.
Der Rest ist nicht schön aber eher ungefährlich.
Christian_RX7
Und es hat tatsächlich noch keiner angesprochen, dass im ersten
Sicherungskasten Leitungsschutzschalter mit H-Kennlinie verbaut sind?
Das ist veraltet und hat zwei Nachteile:
- der magnetische Schnellauslöser hat eine recht niedrige Schwelle.
Manchmal reicht der Einschaltstrom eines Staubsaugers oder auch nur
eines PCs aus, um die Sicherung auszulösen.
- der thermische Überlastauslöser erlaubt recht hohe Überlast. Die
Verkabelung kann sich stärker erhitzen im Überlastfall.
Heute ist die B-Kennlinie die Allzweckwaffe im Wohnbereich.
Fuselig schrieb:> Es könnte mein Eigenheim werden.
Dann krame mal in deinem Gedächtnis, ob es in deinem
Bekanntenkreis/Nachbarschaft einen Elektriker o.ä. gibt.
Der macht dir das dann in Nachbarschaftshilfe. Da brauchst du dann nur
die Abnahme durch den Meister bezahlen.
Wände aufhacken und Dosen setzen kann man doch selbst. Elektriker machen
das ungern.
Moin,
um Michael_(Gast) noch zu ergänzen,
frag mal ein paar Elektriker an, was die dafür wollen und sag denen,
dass
du zB die Schlitze gerne selber ziehen würdest, eventuell kannst du auch
schon neue Leerrohre und Unterputzdosen eingipsen.
Wenn der Elektriker "nur noch" das Installationsmaterial verbauen und
abnehmen muss, ist der meist dankbar dafür.
Das ist zwar ne sch... Arbeit aber wenn du die machst, kostet dichs nur
Zeit, sonst halt Geld für den Handwerker.
Kann auch helfen, wenn man den passenden Elektriker mit nem Angebot hat,
den mal herzubitten, wenn die Anfahrt nicht zu krass sit und die nötigen
Arbeiten zu besprechen. Der kann dann eventuell sehr genau sagen, was er
sehen will, so dass du nach einer Baumarkttour für UP-Dosen, Gips und Co
loslegen kannst.
Für die Wohnungsgröße 3 Zimmer und vermutlich 50m Leerrohre kannste mit
etwas Erfahrung so ungefähr 2-3 Tage für Schlitzen und nochmal so viel
fürs Gipsen rechnen. Nachteil: Der Strom ist dann quasi komplett aus.
Eventuell kann man das während des Umbaus beschaltet lassen oder eine
Dose nahe dem Verteiler.
Ich habe oben mal orakelt, dass es einen Elektrischen Boiler oder
Durchlauferhitzer gibt, stimmt das?
Hmm...
ja Dosen setzen und Schlitze ziehen schätze ich zum einen teuer ein und
zum anderen als durchaus machbar, nur eben dreckig und durchaus
arbeitsaufwendig.
Die Zimmer haben fast alle eine Kappe im oberen Bereich nahe der Tür,
hinter der sich vermutlich die in diesem Raum endenden Kabel verbergen.
Ich hatte ja bereits angedeutet, dass die Dosen einfach zu wenige sind.
Wenn ich nun beispielsweise die Anzahl der Dosen von 3 auf 8 erhöhe,
kann ich diese problemlos an dieser Zuleitungsstelle zusammengeführen,
oder kann ich einfach mehrere Dosen in Reihe hintereinander schalten?
Für den Fall, dass alle Dosen an der Verbindungsstelle zusammenführen,
also parallel, ist vermutlich die Dicke des Zuleitungskabels relevant?
Die Frage, ob eine Reihenschaltung erlaubt ist, wird wahrscheinlich über
die Länge der Kabel und die Anzahl der Dosen entschieden...?
Wieviele Dosen dürfen maximal hintereinander in Reihe liegen? Annahme
1,5mm² Kabelquerschnitt.
Vermutlich wird nur eine einzige Phase an jedem Raum enden...
Mach dir mal keinen Kopp!
Das sagt dir dein "Bekannter" oder der Elektriker. Was du brauchst und
was es kostet, die haben auch sehr preiswerte Teile im Angebot.
> Naja, früher hat man Sachen, mit denen man sich nicht auskannte,> den Fachleuten überlassen. Heute macht man Herzoperationen nach> kurzer Beratung im INet.
Hast du ne Ahnung.
In den 60er und 70er Jahren wurden die meisten Einfamilienhäuser in
Nachbarschaftshilfge (schwarz) ohne Elektriker verkabelt und die
Elektroinstallationen wurden bis heute nicht erneuert, aber oft selbst
erweitert. Da hat selten ein Elektriker jemals die Installationen
gesehen. Trotzdem sind die Bewohner nicht daran gestorben. Nur jetzt im
Internetzeitalter melden sich überall die Berufsbedenkenträger und
fürchten um ihre Pfründe.
Eine Erweiterung einer Elektroinstallation ist keine Herzoperation, das
kann jeder mit etwas technischem Verständnis.
Fuselig schrieb:> Da ich definitv die Steckdosen verlegen und neue dazu installieren> möchte, komme ich um eine fachgerechte Installation mit FI ja wohl nicht> herum.
Das sagen gern die Elektriker um Geld zu machen. Mir konnte aber noch
keiner die Rechtsvorschrift nennen, die einen FI bei einer neuen
zusätzlichen Steckdose zwingend vorschreibt. Auch nicht hier im Forum.
Fuselig schrieb:> Wenn ich nun beispielsweise die Anzahl der Dosen von 3 auf 8 erhöhe,> kann ich diese problemlos an dieser Zuleitungsstelle zusammengeführen,> oder kann ich einfach mehrere Dosen in Reihe hintereinander schalten?
Eher doof weil nicht so viele Leitungen in eine Dosenklemme passen.
> Wieviele Dosen dürfen maximal hintereinander in Reihe liegen? Annahme> 1,5mm² Kabelquerschnitt.
So viele, bis der Spannungsabfall bei Belastung der letzten mehr als 3%
beträgt, das misst der Elektriker. Man baut es halt, wie es sich
räumlich ergibt. Die meisten Steckdoseneinsätze erlauben nur 2 Adern pro
Kontakt. Man will wenig UP Dosen haben. Also geht man von einer
Verteilerdose die 4 Steckdosen in Reihe nach links, die 3 Dosen nach
rechts, Dose und Schalter nach unten und Licht nach oben. Oder so.
Die Verteilerdose fahre ich gern mit 2.5mm2 an, die Steckdosen nur mit
1.5 weil 2.5 so schlecht reinpasst.
Ordentliches Installationsmaterial gibt es eh nicht, nur billigst und
arbeitsaufwändig. Verteilerdosen mit 5 schon eingebauten 5 poligen
WagoKlemmen am Boden wären schick.
Paul M. schrieb:> Fuselig schrieb:>> Da ich definitv die Steckdosen verlegen und neue dazu installieren>> möchte, komme ich um eine fachgerechte Installation mit FI ja wohl nicht>> herum.>> Das sagen gern die Elektriker um Geld zu machen. Mir konnte aber noch> keiner die Rechtsvorschrift nennen, die einen FI bei einer neuen> zusätzlichen Steckdose zwingend vorschreibt. Auch nicht hier im Forum.
Es gibt in der VDE 0100 eine Geschmeidigen Satz, der besagt, dass bei
Änderungen oder Erweiterungen an der Anlage - also auch der Einbau einer
einzelnen weiteren Steckdose - das Anpassen der Installation an die
gültigen Vorschriften erforderlich macht, da danach wieder die gesamte
Anlage überprüft werden muss. Soviel zu den Vorschriften.
Aber allgemein empfinde ich den 1. Sicherungskasten als nicht so toll.
Was da allein passieren kann wenn man in der Dunkelheit die Sicherung
wieder einschalten muss und wegen fehlender Abdeckungen an die blanke
Phase kommt )-:
Und ein fehlender oder zu hoch dimensionierter FI bzw. RCD ist auch
nicht gut - z.B. wenn man beim Heckenschneiden oder Rasenmähen das Kabel
erwischt sollte dann der Strom auch abschalten.
Ich würde jetzt aus meiner Sicht wirklich empfehlen bei
Renovierungsarbeiten dann den Sicherungskasten auf den aktuellen Stand
zu bringen (bzw. bringen zu lassen).
Die Nötigen Arbeiten kann man ja wie meine Vorredner schon sagten gut
mit dem Fachmann vorher abklären und soviel man sich zutraut dann selber
machen - Schlitze klopfen, Dosen setzen und die Kabel eingipsen dauert
alles lange und das kann man gut selber machen.
Aber es sollte danach unbedingt von einem Experten überprüft werden,
denn falls es zu einem Versicherungsfall kommen und die Versicherung
auch nur den kleinsten ungeprüften Pfusch finden, zahlen die natürlich
wie üblich nicht, bzw. sollte tatsächlich jemand verletzt oder sogar
getötet werden sind wir in ganz anderen Dimensionen.
In diesem Sinne noch einen schönen Sonntagmorgen!
Material war mit drin. Putz fraesen und Leitungen legn hat am laengsten
gedauert. Eins noch: heutige Unterputzdose sind tiefer (da keine
Verteilerdosen mehr gesetzt werden und die Verteilung in der Dose
erfolgt.) Fuer einige extrem duenne Zwischenwaende auch zu tief.
Wenn Du viel Zeit hast kannst Du die Schlitze selber machen (lass Dir
zeigen wo, damit die Vorschriftsgemaeß werden). Vielleicht sparst Du da
1k€. Wenn Du dann noch die Steckdoaen setzt und Strippen ziehst nochmal
1k€. ( gut beschriften, alles in Ruecksprache)
Aber das ist gut angelegtes Geld. Diese Arbeit ist nicht witzig. Der
Rest der Renovierung wird anstrengend genug.
Stefan schrieb:> Wenn wir schon mal beim Thema sind - was sagt ihr denn zu diesem> Sicherungskasten. Baujahr 1994.
Ja, genau, ist in Österreich.
Das mit der Klingelleitung hab ich mir auch schon gedacht.
& ja, die vom FI abgehenden Drähte haben 2,5mm². Wäre da eine
Phasenschiene wohl besser geeignet? Aber wie verbindet man dann das
ganze mit der Reihe darüber wär da nur die Frage? Bzw. sind ja die
abgehenden Drähte ohnehin dünner (1,5mm²), machts das wirklich etwas
aus? Btw. sind diese 12A Sicherungen "normal" oder etwas Spezielles?
Für den bunten Mix an verschiedenen Automaten, wirst du keine Schiene
finden. Ich würde 6mm² verwenden, denn dein 40A FI ist mit Sicherheit
mit 25A (normale Nachzählerhauptsicherungsgröße) vorgesichert. Du musst
immer rechnen, was im schlimmsten Fall über einen Draht laufen kann und
für das muss er ausgelegt sein (es gibt ein paar sehr spezielle
Ausnahmen). Das sind in der obersten Reihe je Phase zwischen 3x und 4x
12A welche mit vermutlich 25A Vorgesichert sind und das ist zu viel für
die 2,5mm².
Wegen der 12A LSS brauchst du dir keine Gedanken machen, das ist ein
alter Standard, bevor die B/C/D Automaten mit 13A und 16A einzug
hielten. Die Alten haben eine etwas andere Auslösekarakteristik (ähnlich
Schmelzsicherungen) und daher darf man die Leitungen nicht ganz so hoch
sichern als mit heutigen Automaten.
Christian_RX7
Oh, ich glaub da muss ich mir wohl doch Sorgen machen, denn die
Diazed-Schraubsicherungen beim Hausanschlusskasten, mit denen man den
Verteiler freischalten kann, haben 63A. Wie es vor dem Zähler ausschaut,
weiß ich nicht, da hab ich keinen Schlüssel dafür, sind vermutlich
NH-Sicherungen drinnen?
Auf welchen Querschnitt könnte man die Drähte, die in den FI führen
schätzen, 16mm², ich trau mich da nicht irgendetwas anzugreifen und
nachzumessen. Never ever touch a running System... :)
Okay, danke für die Info zu den Automaten. Ist ja eh besser je wenige,
Probleme mit Überlasten und abschaltenden LSS hatte ich bis jetzt noch
nie.
Achim Seeger schrieb:> - Mittlere Reihe, 2 Si von rechts, Kabelanschluss ist überhitzt worden,> Kabel hat sich verfärbt
Ich finde es immer wieder bemerkenswert was hier alles so geschrieben
wird, auch offensichtlich von Elektrikern.
Als ich mein Haus baute, da habe ich die Elektrik von einem Fachbetrieb
machen lassen. Der junge Mann der die Führung inne hielt, er war etwas
über 20 Jahre alt und wollte demnächst zur Techniker Schule gehen,
kannte nicht mal einen Stromstoßschalter.
Zu dem oberen Satz kann ich nur sagen, Achim Seeger hat sicher noch nie
ein angeschmortes Kabel gesehen. Von Fotografie hat er leider auch keine
Ahnung.
@TO
Wenn du jetzt etwas machst, dann musst du alles machen und ich
persönlich würde dieses Wirrwar entzerren wollen und auch die
Schraubsicherungen gegen Automaten tauschen.
Markus H. schrieb:> . Was da allein passieren kann wenn man in der Dunkelheit die Sicherung> wieder einschalten muss und wegen fehlender Abdeckungen an die blanke> Phase kommt )-:
Quatschkopp, er hat sicher den Deckel abgemacht um reingucken zu können.
Mitdenken scheint hier nicht Standard zu sein.
Bedenklich finde ich bei Fuselig die beiden blanken Drähte die in der
unteren Reihe die Phasenschiene bilden, und ob das alte
Installationsmaterial (H-Automat) in dem offenbar neueren Kasten als
Bestandsschutz übernommen werden durften.
Bei Stefan gilt wohl andere Länder, andere Sitten, man darf dünnere
Drähte verwenden wenn in weniger als 3m der Summenstrom durch LSS auf
den für den Draht zulässigen begrent wird, vom FI mehrere 2.5mm
wegzuführen ist also erlaubt, alllerdings gehen oben sehr viele
Sicherungen von einem so dünnen Draht ab. Die Kabelfarben sind manchmal
unnötigerweise (unten erst 2 bkaue, dann 2 graue als Zuleitung zu
offenbar nachträglich neben dem Klingeltrafo montierten Sicherungen)
durcheinander, obwohl es auch in Deutschland nicht verboten wäre.
Stefan schrieb:> Oh, ich glaub da muss ich mir wohl doch Sorgen machen, denn die> Diazed-Schraubsicherungen beim Hausanschlusskasten, mit denen man den> Verteiler freischalten kann, haben 63A.
40A FI nach 63A Sicherung war auch in Deutschland beliebter Betrug am
Kunden, denn 63A FI waren VIEL teurer als 40A und das hat sich der
Elektriker mit falsch verstandenem Gleichzeitigkeitsfaktor versucht
schönzureden, sogar in der Innungszeitschrift stand so ein
Verblödungsartikel. Natürlich muss dort 63A hin wenn die
nachgeschalteten Sicherungen pro Phase in der Summe nicht auf 63A
begrenzen.
Klingelleitungen (mit dünner Isolierung, nicht für 230V~) neben blanken
Klemmen ist auch Murks, die sollten in einen Isolierschlauch.
@Stefan
Die Brücken für die Automaten sind zu klein
Oben die 4 einzelnen Automaten sind nicht mehr zulässig zu geringes
Kurzschlussschaltvermögen
Es sieht so aus als ob sie grüngelbe Adern zur Stromführung missbraucht
haben auf dem Photo sehne sie wie gelbe und grün e Kabel aus
Möchte mir hier nicht anmaßen Einzelheiten zu beurteilen, denn dazu sehe
ich das zu ungenau, aber das ist alles so ein Wirrwar. Zuerst kommt doch
mal die Hauptsicherung und der FI sollte in jedem Fall die ganze Anlage
absichern, beides gehört dann unten auf die Schiene. Daneben kann man
dann noch einen Klingeltrafo setzen, wenn man will. Erst dann sollte man
auf den anderen Schienen den Rest der Anlage aufbauen. Aber auch da
sollte man der Logik folgen. Das heißt, die Sicherungen der einzelnen
Räume möglichst beieinander.
Bei Etagen, dann für jede Etage eine Schiene und da gilt dann auch,
unten ist unten (Keller oder Erdgeschoss) und dann jeweils die weiteren
Etagen.
So erkennt jeder sofort ein System und muss nicht wie doof suchen.
Fuselig schrieb:> Es könnte mein Eigenheim werden.
Wenn es das wird, dann lohnt der Aufwand doch erst recht und sicher
willst du hier oder da sowieso noch Strom haben. Dann kommst du sowieso
nicht um einen 4-poligen FI drum rum.
Kannst den Preis jetzt nochmal drücken.
63A für einen 40A FI ist sportlich. Die alten 40A FIs durfte man nur mit
25A Schmelzsicherungen vorsichern (Faktor 1,6) erst bei den Neueren (ich
kenne es ab der Möller X-Serie) durften mit 35A gesichert werden.
Christian_RX7
leiderleider schrieb:> Die Anlage sollte mit mind 2FIs abgesichert sein damit man im> Fehlerfalle wenigstens noch etwas Strom fuer Beleuchtung.
Hatte ich so bei mir machen lassen und über die Etagen getrennt.
Was ich noch empfehlen kann, wenn man für Ober- und Untergeschoss
verschiedene Verteilungen hat, die Beleuchtung des Treppenhauses mit
zwei Lampen auszustatten und mit entsprechenden Schaltern auszustatten,
sodass man im Falle eines ausgefallenen FI's immer noch eine Lampe zum
Leuchten bekommt.
So muss man nicht im Dunkeln die Treppe runter, um den Strom wieder
einzuschalten.
leiderleider schrieb:> Die Anlage sollte mit mind 2FIs abgesichert sein damit man im> Fehlerfalle wenigstens noch etwas Strom fuer Beleuchtung.
Dafür hat man doch einen separaten, akkugepufferten Notstromkreis für
Notbeleuchtung. Oder du etwa nicht?
Früher (tm) hat man eine Kerze und ein paar Streichhölzer griffbereit in
der Schublade liegen ...
F. Fo schrieb:> leiderleider schrieb:>> Die Anlage sollte mit mind 2FIs abgesichert sein damit man im>> Fehlerfalle wenigstens noch etwas Strom fuer Beleuchtung.>> Hatte ich so bei mir machen lassen und über die Etagen getrennt.> Was ich noch empfehlen kann, wenn man für Ober- und Untergeschoss> verschiedene Verteilungen hat, die Beleuchtung des Treppenhauses mit> zwei Lampen auszustatten und mit entsprechenden Schaltern auszustatten,> sodass man im Falle eines ausgefallenen FI's immer noch eine Lampe zum> Leuchten bekommt.> So muss man nicht im Dunkeln die Treppe runter, um den Strom wieder> einzuschalten.
Wenn Du das empfehlen kannst, wie oft ist der Fall bei Dir schon
eingetreten ?
Ich habe das gesamte Haus über einen FI abgesichert, der hat erst ein
Mal in der Nacht ausgelöst, als mein Sohn an der Steckdose gespielt hat.
Ansonsten ist der üblicherweise ausgegangen, weil ich an der Elektrik
war oder weil ein elektrisches Gerät defekt war. Aber alles tagsüber.
Dafür hatten wir schon zwei Mal Nachts/Abends Stromausfall, da hätte der
doppelte FI auch nichts genützt.
Gruss
Axel
Markus H. schrieb:> Paul M. schrieb:>> Fuselig schrieb:>>> Da ich definitv die Steckdosen verlegen und neue dazu installieren>>> möchte, komme ich um eine fachgerechte Installation mit FI ja wohl nicht>>> herum.>>>> Das sagen gern die Elektriker um Geld zu machen. Mir konnte aber noch>> keiner die Rechtsvorschrift nennen, die einen FI bei einer neuen>> zusätzlichen Steckdose zwingend vorschreibt. Auch nicht hier im Forum.>> Es gibt in der VDE 0100 eine Geschmeidigen Satz, der besagt, dass bei> Änderungen oder Erweiterungen an der Anlage - also auch der Einbau einer> einzelnen weiteren Steckdose - das Anpassen der Installation an die> gültigen Vorschriften erforderlich macht, da danach wieder die gesamte> Anlage überprüft werden muss. Soviel zu den Vorschriften.
VDE hat keine Gesetzeskraft. Was da steht, sind lediglich Empfehlungen.
Was nicht heißen soll, dass da nur Quatsch drin steht.
Gruss
Axel
Also in Österreich ist eine Umrüstung, der gesamten Anlage, auf den
aktuellen Stand der Technik nur bei einer gravierenden Änderung
durchzuführen.
Gravierende Änderungen sind:
* Erhöhung der Anschlussleistung der Anlage
* elektrifizierung eines zuvor noch nicht elektrifizierten Raumes
* Änderung der Schutzmaßnahme
* ...
Christian_RX7
Axel Laufenberg schrieb:> VDE hat keine Gesetzeskraft. Was da steht, sind lediglich Empfehlungen.> Was nicht heißen soll, dass da nur Quatsch drin steht.
Das ist zwar richtig. Wenn Du dich jedoch nicht an die VDE-Vorschriften
hälst, musst Du im Ernstfall dem Staatsanwalt und Richter beweisen
können, dass Deine Anlage mindestens genauso gut oder besser ist als die
anerkannten Regeln der Technik. Und das sind die VDE-Vorschriften nun
mal.
Elektrotechniker schrieb:> Axel Laufenberg schrieb:>> VDE hat keine Gesetzeskraft. Was da steht, sind lediglich Empfehlungen.>> Was nicht heißen soll, dass da nur Quatsch drin steht.>> Das ist zwar richtig. Wenn Du dich jedoch nicht an die VDE-Vorschriften> hälst, musst Du im Ernstfall dem Staatsanwalt und Richter beweisen> können, dass Deine Anlage mindestens genauso gut oder besser ist als die> anerkannten Regeln der Technik. Und das sind die VDE-Vorschriften nun> mal.
Dem Richter und dem Staatsanwalt musst du garnichts beweisen, denn die
werden mit großer Wahrscheinlichkeit keine Ahnung von Elektrik haben.
Wenn überhaupt darfst du mit dem Gutachter auf Ursachenforschung gehen.
Und spätestens da wirst du sehen, wie schwachsinnig das planlose
Ausrollen von VDE-Richtlinien ist. Denn mit Bestandsschutz gewinnst du
dann auch keinen Blumentopf mehr, selbst wenn du garnichts an der Anlage
nachgerüstet hast.
Wenn du offenkundlich weißt, dass die Anlage Murks ist, dann mach sie
neu. Guck halt nach, was die Leitungen und das Material hergeben.
Modernisierung nach VDE heißt ja nicht, dass du erstmal alles rausreißen
musst. Wenn die Leitungen vernünftig verlegt und in Ordnung sind, lass
sie halt liegen und mach erstmal nur den Verteiler neu.
Die Regelung mit dem Bestandsschutz ist doch hirnrissig. Du hast da
jetzt eine faule Anlage. Ist doch allemal besser, jetzt wenigstens den
Verteiler auf Vordermann zu bringen als garnichts zu machen und es unter
Bestandsschutz laufen zu lassen. Den Rest kannst duch nach und nach
modernisieren, aber wenigstens eine Gefahrenquelle ist damit schonmal
beseitigt.
Naja, meistens ist es aber das Einfachste, alles raus zu reißen und neu
zu machen.
Ich hatte vor ein paar Jahren meine Kellerwohnung saniert, da war es
mit der Elektrik aus den 70ern genau das Gleiche. Es lief genau eine
Leitung durch alle Räume, an denen sowohl die Beleuchtung als auch alle
Steckdosen für mehrere Räume hingen. Zusätzlich wurde noch mit
UP-Verteilerdosen gearbeitet und nicht in den Schalterdosen verdrahtet.
Ergo, alles totgelegt, für den Keller eine eigene Verteilung gesetzt und
einmal neu verkabelt.
Jetzt hat jeder Raum seinen eigenen Steckdosenkreis über FI und es gibt
drei Lichtkreise ohne FI, die voneinander unabhängig sind. Zusätzlich
wurden alle Steckdosen in einem Raum (mindestens zwei Stück pro Ecke,
plus geplante Steckdosen) als Ring mit 5 Adern verdrahtet und die
Leitung endet bei den Schaltern. Damit können jetzt nach Bedarf auch
einzelne Dosen nachträglich schaltbar gemacht werden. Der Herd und das
Arbeitszimmer wurden mit 5x2.5 a 16A (oder 20A ?) eingespeist und
letzterer hat seine eigene Unterverteilung.
Jetzt gibt es kein Problem mehr mit der besseren Hälfte, wenn ich im
Arbeitszimmer beim Schrauben und Löten mal einen Kurzschluss bauen. ;)
Insgesamt sicherlich eine Menge Arbeit, aber dabei wurden dann auch
gleich in jeden Raum 2x CAT7 mit verlegt und die Rauchmelder auf einer
zentralen Steuerung aufgeschaltet.
Aber wenn ich mir dann den Mist im Erd- und Obergeschoss anschaue, wo
dann gerne mal eine Sicherung das halbe Geschoss lahmlegt und hier und
da nur geflickt wird ...
Vielen Dank für die vielen Antworten, nur eine Frage konntet ihr mir
noch nicht beantworten (1) und eine weitere Frage (2) ist mir noch
eingefallen:
1)
In meinem Sicherungskasten sind ja offensichtlich alle N- und alle
PE-Leiter auf jeweils einer Schiene zusammengeführt, d.h. prinzipiell
wäre es doch wohl möglich, die beiden noch nicht über FI-gesicherten
Phasen durch zwei weitere Schalter nachzurüsten und damit wäre
eigentlich die gesamte Wohnung nach dem Umklemmen kommplett gesichert?
Günstigstenfalls käme ich dann mit zwei weiternen nachgerüsteten und
irgendwie zwischengequetschten FI-Schaltern aus?
2)
In meinem FI Schalter sieht es so aus, dass unten links ein N Leiter
abgeht. Unten rechts scheint aber ein N-Leiter und ein schwarzer Leiter
zusammengeschaltet zu liegen...
Wenn ich das mit den Schaltbeispielen auf der folgenden Seite
vergleiche, sind da ja irgendwie schonmal eine Menge Abweichungen...
Link:
http://www.wiemachtman.de/home/elektro/46-schaltungen/198-fi-schalter-anschliessen-schaltplan.html
mfg
@Fuselig:
Eine Renovierung ist der ideale Zeitpunkt, um diese Verteilung
aufzuräumen. Du hast 11 oder 12 Abgangsleitungen mit 1,5² und 2,5², die
an 10-16A hängen und teilweise zusammengeführt sind. Gönne dir dafür 12
Automaten B13A (eine Reihe) und einen 3~-FI. Die Absicherung für den
Hochlastverbraucher paßt auf die Reihe, die auch den FI für die Licht-
und Steckdosenkreise enthält. Damit sieht die Verteilung aufgeräumt aus.
Auch der Hauptschalter mit offenen Kontakten ist nit mehr zeitgemäß und
darf gern neu.
@Malefiz:
> Es sieht so aus als ob sie grüngelbe Adern zur Stromführung missbraucht> haben auf dem Photo sehne sie wie gelbe und grüne Kabel aus
Früher™ waren die Aderfarben grün, gelb, violett für die Phasen, grau
für Null, und rot für Erde üblich. Das führte zu einzelnen Protesten,
als die "neuen" Kabel mit grau als einem der Außenleiter eingeführt
wurden. Setzt jetzt jemand eine neue Leitung, kann das zu Verwirrungen
führen. Es ist aber übertrieben, nur wegen der Aderfarben eine Leitung
auszutauschen.
@Stefan:
Der Klingeltrafo stellt 2 Spannungen bereit, Gleichspannung
wahrscheinlich für eine Türsprechanlage? Ich würde den weiter verwenden,
falls der im Ruhezustand nit heiß wird. Bedenklich sind nach meiner
Ansicht:
1. Die Klingeldrähte sind zu nah an offenen 230V-Kontakten.
2. L für die beiden unteren Automaten wird erst mit blau, dann mit grau
geführt.
3. Zuleitungen in die Automaten hinein gehören stärker ausgeführt
4. Offene Kontakte für 230V sind nit mehr zulässig.
5. 4500A Schaltleistung (oben rechts) sind wohl nur noch in Südtirol
erlaubt aufgrund der laxeren italienischen Regeln.
6. 0,1A-FI war eignet sich nur als Installationsschutz, und ist für
Personenschutz zu stark.
Auf meiner Werkbank bekämen die oberen Reihen je einen 3~ 30mA-FI und 8
Automaten, verbunden mittels einer solchen Stromschiene (Meterware).
Dann ist auf der untersten Reihe Platz für Hauptschalter + Klingeltrafo.
Fuselig schrieb:> 1)> In meinem Sicherungskasten sind ja offensichtlich alle N- und alle> PE-Leiter auf jeweils einer Schiene zusammengeführt, d.h. prinzipiell> wäre es doch wohl möglich, die beiden noch nicht über FI-gesicherten> Phasen durch zwei weitere Schalter nachzurüsten und damit wäre> eigentlich die gesamte Wohnung nach dem Umklemmen kommplett gesichert?> Günstigstenfalls käme ich dann mit zwei weiternen nachgerüsteten und> irgendwie zwischengequetschten FI-Schaltern aus?
Das funktioniert nicht. Da du auch Drehstrom-Stromkreise hast, benötigst
du einen 4poligen RCD. Und wenn die Zuleitung mit mehr als 40A
abgesichert ist, ist es günstiger zwei 40A RCD als einen 63A RCD zu
verwenden.
Fuselig schrieb:> 2)> In meinem FI Schalter sieht es so aus, dass unten links ein N Leiter> abgeht. Unten rechts scheint aber ein N-Leiter und ein schwarzer Leiter> zusammengeschaltet zu liegen...
Da Bild täuscht. Der rechte blaue Draht ist nicht am RCD angeschlossen.
Axel Laufenberg schrieb:> Wenn Du das empfehlen kannst, wie oft ist der Fall bei Dir schon> eingetreten ?
Als ich in diese Gegend zog, mietet ich ein Haus und dort ist das
unzählige Male passiert und gerade nachts.
So hat halt jeder seine Erfahrungen gemacht.
Außerdem muss es ja niemand so machen. Es war eine Anregung, mehr nicht.
Axel Laufenberg schrieb:
> Wenn Du das empfehlen kannst, wie oft ist der Fall bei Dir schon> eingetreten ?
Ich sag nur "Erdschluss".
Kommt gerade in Bühnenscheinwerfern seeeehr gerne mal vor, wenn das
Erdungs- und Fangseil da rumwackelt. Gerade die kleinen PAR36 sind da
heiße Kandidaten, da die Lampen da drin meist offene Schraubklemmen am
Kolben haben.
Wenns dann in nem kleinen Club plötzlich den Strom komplett abstellt,
weil die Spots etwas rauh transportiert wurden ist das sehr "lustig".
Noch lustiger ist dann wenn man den Fehler dann suchen darf.
Noch lustiger sind bei Modernisierungen vergessene, stillgelegte Dosen,
in denen Erde+Null zusammengeklemmt sind, um Klemmen zu sparen. Sowas
hab ich auch mal in erleben dürfen in nem Café. Da wurde beim
Modernisieren geflucht ohne Ende, bis man die komplett überputzte
K***-Dose gefunden hatte.
Immer wenn dort bestimmte Verbrauchen angeschaltet wurden (Last hoch
genug)
hats den FI geworfen. Vor allem gab es da Kabel in Baldachinbdosen (für
Hängelampen), die sich durch drei Drähte in verschiedenen Brauntönen
auszeichneten. Das war aber nicht durch Überlast, das waren Jahre an
verschiedensten Farben, UV-Bleichung und Dreck.
Ansonsten kommen so Erdschlüsse schonmal in Geäten vor. Tollerweise kann
sowas zwischen N und PE über Monate unentdeckt bleiben; erst wenn es die
Bilanz im FI ausreichen groß wird, fliegt der. Dafür reicht die Last
eines anderen Geräts, der Verursacher ist dann zB abgeschaltet.
F. Fo schrieb:> Axel Laufenberg schrieb:>> Wenn Du das empfehlen kannst, wie oft ist der Fall bei Dir schon>> eingetreten ?>> Als ich in diese Gegend zog, mietet ich ein Haus und dort ist das> unzählige Male passiert und gerade nachts.> So hat halt jeder seine Erfahrungen gemacht.>> Außerdem muss es ja niemand so machen. Es war eine Anregung, mehr nicht.
Dann muss man eben die Ursache finden und beheben. Geräte, bei denen der
FI dauernd fliegt, sind potentiell gefährlich, spätestens, wenn der FI
dann defekt ist, sollte man sowas nicht mehr am Netz stecken haben.
Und kann mir mal einer erklären, warum man ausgerechnet Lichtkreise
nicht mit einem FI schützen sollte ? Es ist wesentlich einfacher, eine
Glühbirne rauszudrehen und an die blanken Kontakte zu fassen als an
einer Steckdose, wo man zumindest Werkzeug braucht.
Gruss
Axel
Axel schrabte:
>Es ist wesentlich einfacher, eine>Glühbirne rauszudrehen und an die blanken Kontakte zu fassen als an>einer Steckdose, wo man zumindest Werkzeug braucht.
Es ist unmöglich, etwas idiotensicher zu bauen, weil Idioten so genial
sind.
Apropos: Blick in Sicherungskasten
Das erinnnert mich an meien Armeezeit:
Belobigung: Blick in die Waffenkammer
;-)
MfG Paul
Paul Baumann schrieb:> Apropos: Blick in Sicherungskasten>> Das erinnnert mich an meien Armeezeit:> Belobigung: Blick in die Waffenkammer> ;-)
war das nicht die Belobigung mit
"Blick ins Mündungsfeuer"?
Axel Laufenberg schrieb:> Und kann mir mal einer erklären, warum man ausgerechnet Lichtkreise> nicht mit einem FI schützen sollte ? Es ist wesentlich einfacher, eine> Glühbirne rauszudrehen und an die blanken Kontakte zu fassen als an> einer Steckdose, wo man zumindest Werkzeug braucht.
Lichtkreise sind in der Regel fest installiert.
Lichtkreise sind meistens in einer Höhe wo Kinder und Idioten nicht ohne
weiteres drankommen
An Steckdosen kommen meist Geräte mit einer flexiblen Leitung die leider
allzuoft beschädigt ist.
Steckdosen sind in Kinderhöhe.
Wenn die Lichtinstallation an einem FI hängt, dann ist bei einem Fehler
ganz schnell die ganze Wohnung dunkel. Wenn jetzt die/der 80 jährige
Oma/Opa beim Versuch die Sicherung wieder reinzumachen im Dunkeln stürzt
und sich einen Oberschenkelhalsbruch zuzieht, dann ist das genau so
schnell genauso lebensbedrohlich wie ein Stromschlag.
Verstehe mich richtig, ich sage nicht das ist blödsinn, aber wenn die
ganze Bude im Dunkeln steht wegen einer defekten Kaffeemaschine oder
Waffeleisen, dann ist das ggf. gefährlicher als das Restrisiko, daß
jemand mit dem Finger in einer Lampenfassung puhlt, UND der Schalter
eingeschaltet ist UND die Sicherung des Stromkreises nicht abgeschaltet
wurde.
Also müsste man eigentlich jedes Zimmer mit eigenen FIs ausrüsten am
besten auch noch getrennt nach Steckdosen und Beleuchtung. Zumindest 3
Einzel FIs für die Beleuchtung so daß angrenzende Zimmer/Flure zu
unterschiedlichen FI Kreisen gehören.
Hallo nochmal,
sagt mal, wenn ihr so in den Sicherungskasten blickt und ich mich
entscheide, die fehlenden Phasen nun auch noch über einen FI zu sichern,
dann würde ich dafür doch vermutlich einen 3er-FI Schalter zusätzlich
einbauen müssen.
Frage 1:
Würde dieser den ersten FI-ersetzen, oder wäre es sinnvoller, dann eben
den Bad-Stromkreis mit einem separaten FI geschützt zu haben, also am
Ende ein zusätzliches Bauteil drin zu haben?
Frage 2:
Die Drehstromsicherungen sind ja relativ groß und nicht mehr zeitgemäß.
Sie würden also gegen neuere ersetzt werden.
Nun frage ich mich, ob der Sicherungskasten vom Platz her für eine neue
Installation immernoch genügen würde?
Wieviele "moderne" Sicherungen, Potentialausgleichsschienen, FI-Schalter
und dergleichen haben in diesem Gehäuse Platz --- und wieviele sollten
vorhanden sein?
Die Drehstromsicherungen zu tauschen wird ja vermutlich etwas sparen,
eventuell sollten aber auch weitere neue Sicherungen hinzu kommen...
Ich meine es ist ja sicherlich möglich, Licht Und Steckdosen zu trennen,
erfordert aber eigenständige Sicherungen... oder ist es eventuell
mitlerweile sogar vorgeschrieben, mehrere Sicherungen pro Raum vor zu
sehen? Wieviele Platzeinheiten sollte ein Sicherungskasten für eine
3-Zimmerwohnung aufweisen? Wieiviele Sicherungen sind pro Raum
erforderlich?
Danke und freundliche Grüße,
Fuselig
> Frage 1:
"schön" ist ein extra-FI fürs Bad mit 10mA. Es reicht aber auch ein 3~FI
für alles.
> Frage 2:
Diese Schmelzsicherungen haben eine Breite von 1,5TE (1TE ca. 18mm). Was
in den Kasten reinpaßt, kannst du selbst ausmessen: Automaten sind 1TE
breit, Hauptschalter 3TE, FI's für 3 Phasen 4TE. Auch ausschlaggebend
ist die Breite der Ausbrüche in der Vorderwand. Solche Unterverteiler
haben häufig 12TE pro Zeile, es gab aber auch welche mit 8-9TE. Das mußt
du ausmessen. Mit einer 3x12TE-Unterverteilung (Standard) kommst du in
einer 3-Zimmer-Wohnung gut aus. Vielleicht reicht auch deine vorhandene.
Licht und Strom sollten besser eigene Sicherungen haben. Bei deiner
vorhandenen Verteilung sind häufiger mehrere Leitungen auf einer
Sicherung, vielleicht reicht es, das auf Einzelsicherungen aufzuteilen.
Für eine 3 Zimmerwohnung nimmt man ein Standart von 3x12 TE. TE bedeutet
Teilungseinheiten. Ein Automat hat 1 TE, Ein FI (1polig)2TE, ein FI
(3polig) 4TE. Für das Bad nimmt man 1xFI einpolig für Steckdosen und
Licht. Der Herd geht nichtüber FI. ansonsten 1 B16 für Licht und je nach
Anzahl der Steckdosen 2 bis B16. In Abhängigkeit Des Hauses noch ein
Hauptschalter 3 polig.
Aufteilung Hauptschalter oben oder unten links, Verdrahtung innerhalb
einer Schien erfolgt mit Kammschiene 3 polig für die Anschlüsse.
Damit kann man viel machen
Udo Schmitt schrieb:> Wenn die Lichtinstallation an einem FI hängt, dann ist bei einem Fehler> ganz schnell die ganze Wohnung dunkel. Wenn jetzt die/der 80 jährige> Oma/Opa beim Versuch die Sicherung wieder reinzumachen im Dunkeln stürzt> und sich einen Oberschenkelhalsbruch zuzieht, dann ist das genau so> schnell genauso lebensbedrohlich wie ein Stromschlag.
ich habe auch mal bei einer Bekannten nachts eine Lampe angeschlossen.
Sicherung ausgeschaltet, Stehlampe hingestellt und mit einem
Verlängerungskabel aus dem nächsten Zimmer mit Strom versorgt.
Beim Anschließen haben sich dann mal N und PE berührt und im ganzen Haus
war's dunkel.
Auf dem Weg zum Sicherungskasten bin ich dann natürlich über das
Verlängerungskabel gestolpert und habe die Stehlampe umgeworfen.
Über einen einzigen FI fürs ganze Haus wird man in zwanzig Jahren
genauso den Kopf schütteln, wie heute über drei Sicherungen für eine
ganze Wohnung.
Also hat dieser Sicherungskasten vermutlich 3x8TE... Wird wohl in jedem
Fall eng, bzw. auf Kompromisse hinauslaufen...
3TE für Hauptschalter
4TE für 3~FI
2TE für 1~FI
3TE für Küche mit 3 Phasen (Herd, Wasserkocher, Spülmaschine,
Mikrowelle, Toaster,...)
3TE für Bad (Durchlauferhitzer braucht glaube ich 3 Phasen, wobei das ja
jetzt irgendwie mit dem FI nicht passt... sind vielleicht doch nur eine
Phase trotz Durchlauferhitzer?
4TE Steckdosen, drei Räume + Flur
4TE Licht, drei Räume + Flur
1TE für Keller?
Dort steht die Waschmaschine, weiß nicht, ob die Phase erst in
Obergeschoss hochläuft...
Bis hierhin wären die 24 vorhandenen TE wohl voll...
Was ist mit Überspannungsschutz? Wenn soetwas installiert werden sollte,
müsste der doch sicherlich noch vor dem Hauptschalter liegen und
vermtich ebenfalls 3TE wenn nicht sogar 4TE auffressen... Macht soetwas
Sinn?
Und noch eine generelle Frage:
Im Arbeitszimmer würden wohl 2PCs stehen, dazu Drucker, ggf. Lötstation,
Stereoanlage, zwei Schreibtischlampen und dass mal der Staubsauger oder
das Bügeleisen hier angestöpselt wird, ist ja auch nicht ganz
auszuschließen. Da wären ja fast zwei Phasen für die Steckdosen
sicherer... was meint ihr?
Allein der Herd braucht 3TE.
Er braucht einen eigenen 3poliger 16A Automat. Nicht mit der restlichen
Küche zusammenhängen.
Der Durchlauferhitzer braucht auch 3 Phasen.
Er braucht einen eigenen 3poligen 32A Automat. Derzeit ist er mit 35A
abgesichert.
Achim Seeger schrieb:> Warum versteckst du dich im Netz und provozierst mit deinen Antworten> und Fragen. Vom Gesetz gibt es eindeitige Regeln, Vorschriften und> Gesetze. Wenn du meinst das du über dem Gesetzt stehts, gibt es den> Staatsanwalt und entsprechende Strafen.
Deine so geheiligte VDE ist kein Gesetz. Ggf. können Teile einer Norm
vom Gesetzgeber übernommen werden, aber dann ist ein einsprechender
Einführungserlass nötig. In dem können auch abweichende Regelungen
getroffen werden. Vom Gesetzgeber sind meist nur die "Anerkannten Regeln
der Technik" gefordert, weil das für den Juristen einfacher ist. Was im
zweifel die Anerkannten Regeln der Technik sind muss dann ein Gericht
entscheiden.
Also Merke: Die VDE ist ein Papierwerk, dass Professoren,
Elektrohersteller und einige Andere geschrieben haben und wovon diese
denken, dass es richtig ist. Das befreit werde vom selbst Denken noch
von der Schuld, falls etwas falsch ist. Insgesamt seinen hier viele mit
Normen zu arbeiten, aber haben noch nie einen Normenausschuss von innen
gesehen. Bei einigen kann man einen leichten Extremismus erkennen. (Wer
kein VDE Stempel auf seinen Sicherungsautomaten hat, wird (in der Hölle)
brennen.)
Helge A. besupreme schrieb
> Es reicht aber auch ein 3~FI für alles.
reicht es nicht und ist auch nicht mehr zulässig > Funktionserhalt der
Anlage bzgl. Beleuchtung,
oder willst du die in einem EFH ohne RDC ausführen?
Fuselig schrieb
> Was ist mit Überspannungsschutz?
der ist stufenweise zu dimensionieren, am HAK oder Zähler anfangen, also
am Einspeisepunkt ins Haus Grob- an den UVT > Mittel- und an den
Abnahmestellen Fein-Schutz
Überspannungsschutz-Module fressen 4TE bis 8TE. Am besten das passende
von einem Elektrischen heraussuchen lassen, vermutlich 3~+N.
Eigene Sicherungs-/FI-Kombi für deinen Rechner ist nice to have.
"Kostet" 2TE und ein neues Kabel.
Franz schrieb:> oder willst du die in einem EFH ohne RDC ausführen?
Es geht um eine Etagenwohnung. Klar ist ein eigener FI-Schutz für den
Lichtkreis besser. "Kostet" noch mal 2TE und eine Aufteilung der Kreise
(einige Kabel). Soweit ich das noch im Kopf hab, aber nit zwingend
vorgeschrieben.
Es ist immerwieder zu lesen wie es andere machen.
Klar gibt es Normen, da müsste wie schon geschrieben wurde Licht von
Steckdosenkreisen getrennt werden, passiert in der Praxis wohl eher
selten, am ehesten da, wo Homeautomation im Spiel iet und sowieso mehr
an Leitungen in die UV gehen.
Jedes Zimmer an einen FI/LS, im Prinzip eine tolle Sache, nur leider
sehr teuer, darum geht man nun hin und baut mindestens zwei RCD in die
Anlage, damit wenn einer fällt nicht die ganze Wohnung dunkel ist.
Herd muss nicht an den RCD, da festangeschlossen, da wir aber schon von
Idioten sprachen, kann es kein Fehler sein, wenn der Herd auch mit
geschützt ist.
Für einen Herd einen 3 poligen Automat, da Drehstromkreis, und da der
Laie der meint seinen Herd selbst anschließen zu müssen, in jedem Fall
alle 3 Außenleiter trennt!
Es gibt auf der einen Seite die Normen und auf der anderen Seite den
Kunde, als Elektriker muss man beiden gerecht werden, das ist die größte
Herausforderung denke ich!
Und natürlich, es gibt auch unter den Fachleuten absolute Pfuscher,
allerdings nicht nur bei den Elektrikern, sondern in jeder Berufsgruppe.
Was ich besonders bedenklich finde, das man mittlerweile im Baumarkt
schon NH-Sicherungen + Stulbe bekommt!
Oh je Oh je,
Sven L. schrieb
> Klar gibt es Normen, da müsste wie schon geschrieben wurde Licht von> Steckdosenkreisen getrennt werden,
welche Norm wäre das bitte?
> Herd muss nicht an den RCD, da festangeschlossen, da wir aber schon von> Idioten sprachen, kann es kein Fehler sein, wenn der Herd auch mit> geschützt ist.
wobei dann ein 40A RCD schon über die max. Belastung, mit den anderen
Kreisen zusammen hinausläuft, also doch unnötiger Schwachsinn?
> Es gibt auf der einen Seite die Normen und auf der anderen Seite den> Kunde, als Elektriker muss man beiden gerecht werden, das ist die größte> Herausforderung denke ich!
deine typische Einstellung eines reinen Kaufmannes ohne Fachkenntnisse!
> Und natürlich, es gibt auch unter den Fachleuten absolute Pfuscher, ....
das kommt wohl daher, dass zu viele Quereinsteiger in fachfremden
Bereichen ihr Glück versuchen, und dabei nur an ihr möglichst hohes und
bequemes Einkommen denken!
> Was ich besonders bedenklich finde, das man mittlerweile im Baumarkt> schon NH-Sicherungen + Stulbe bekommt!
Was soll daran bitte bedenklich sein?
Für Pfuscher ist das eh zu teuer, und die wissen damit auch Nichts so
recht anzufangen, v.a. mit dem Schutzhandschuh.
Das hat aber den Vorteil, dass die BM meist länger u.v.a. auch Samstags
offen haben, im Notfall also ganz gut verfügbar wären.
Der EGH hat so unbequme Öffnungszeiten, und liegt meist nicht örtlich
günstig, von den Preisen und Kaufbeschränkungen ganz zu schweigen!
Du solltest vllt. mal vor der Nachtschwärmerei etwas Erholung tanken,
oder ganz vom Posten um die Zeit absehen?
Roland L. schrieb:>> Über einen einzigen FI fürs ganze Haus wird man in zwanzig Jahren> genauso den Kopf schütteln, wie heute über drei Sicherungen für eine> ganze Wohnung.
Bei deinem Beispiel war aber nicht der einzelne FI das Problem, sondern
der schusselige Typ mit den zwei linken Händen...
Udo Schmitt schrieb:> Axel Laufenberg schrieb:> Wenn die Lichtinstallation an einem FI hängt, dann ist bei einem Fehler> ganz schnell die ganze Wohnung dunkel.
Du meinst, es wäre besser, wenn man bei einem Fehler im Lichtkreis, der
ja immer auch sicherheitsrelevant sein könnte (oder gar kein Fehler ist,
sonder eine defekte Isolierung oder ein Opa, der beim Birne wechseln die
Kontakte berührt hat), die ganze Bude unter Strom lässt und ggfls.
abfackeln lässt ?
> Wenn jetzt die/der 80 jährige> Oma/Opa beim Versuch die Sicherung wieder reinzumachen im Dunkeln stürzt> und sich einen Oberschenkelhalsbruch zuzieht, dann ist das genau so> schnell genauso lebensbedrohlich wie ein Stromschlag.
Du meinst also, es ist besser, wenn der Opa auf dem Stuhl steht und beim
Reinschrauben der Birne danebengreift, dass der einen Stromschlag
bekommt, statt dass das Licht ausgeht ?
Übrigens: Was macht der Opa eigentlich bei einem Stromausfall ? Ist bei
mir in den letzten Jahren etwa so häufig gewesen wie ein Auslösen des
FI.
> Verstehe mich richtig, ich sage nicht das ist blödsinn, aber wenn die> ganze Bude im Dunkeln steht wegen einer defekten Kaffeemaschine oder> Waffeleisen, dann ist das ggf. gefährlicher als das Restrisiko, daß> jemand mit dem Finger in einer Lampenfassung puhlt, UND der Schalter> eingeschaltet ist UND die Sicherung des Stromkreises nicht abgeschaltet> wurde.
Das ist eine interessante Theorie. Leider gibt es dazu wie bei vielen
VDE Vorschriften keinerlei Untersuchungen.
>> Also müsste man eigentlich jedes Zimmer mit eigenen FIs ausrüsten am> besten auch noch getrennt nach Steckdosen und Beleuchtung. Zumindest 3> Einzel FIs für die Beleuchtung so daß angrenzende Zimmer/Flure zu> unterschiedlichen FI Kreisen gehören.
Sicher, es gibt immer den Komfortaspekt.
Ü
Ich kann die Anti-Fi Manie nicht verstehen. Wenn der FI auslöst, ist
irgendwas mit der Elektrik im Argen und man sollte die Ursache finden
bevor die Bude abfackelt statt FIs zu verdammen.
Gruss
Axel
Axel Laufenberg schrieb vor Angst zitternd und schweißgebadet:
>Ich kann die Anti-Fi Manie nicht verstehen. Wenn der FI auslöst, ist>irgendwas mit der Elektrik im Argen und man sollte die Ursache finden>bevor die Bude abfackelt statt FIs zu verdammen.
Ja, das war früher wirklich grauenhaft: Die Feuersbrünste, die auf das
Fehlen von FI-Schutzschaltern zurückzuführen waren, die Abertausende
tote alte Männer, die sich todesmutig an Fassungen zu schaffen machten,
ohne vorher den Lichtschalter zu betätigen oder die Sicherung zu
entfernen.
Heute dagegen der Fortschritt: Laien ohne Sinn und Verstand installieren
ihr Gebäude fachgerecht und Lehrberufe sind entbehrlich geworden.
SCNR
Verängstigter Elektriker
Franz schrieb:> Sven L. schrieb>> Klar gibt es Normen, da müsste wie schon geschrieben wurde Licht von>> Steckdosenkreisen getrennt werden,> welche Norm wäre das bitte?
So direkt mit Licht und Steckdosen steht das in keiner Norm. In der
DIN18015 steht, das in jedem Wohnraum min. 2 getrennte Stromkreise
vorhanden sein müssen. Eine sog. Versorgungssicherheit. Also wenn ein
Stromkreis ausfällt muss noch ein anderer Stromkreis in dem Raum zur
Verfügung stehen. Das heißt jetzt nicht, für jeden Raum zwei
Sicherungen, es ist durchaus okay, zwei Sicherungen für mehrere Räume zu
nutzen. Also beide Stromkreise durchs Schlafzimmer, Flur, Kinderzimmer,
Gästezimmer, etc. Sinnvollerweise kann man dann die Steckdosen vom Licht
trennen, muss man aber nicht.
Dennis
Franz schrieb:> Oh je Oh je,> Sven L. schrieb>> Klar gibt es Normen, da müsste wie schon geschrieben wurde Licht von>> Steckdosenkreisen getrennt werden,> welche Norm wäre das bitte?
Ok Dennis hat das glaube ich richtig gestellt
>>> Herd muss nicht an den RCD, da festangeschlossen, da wir aber schon von>> Idioten sprachen, kann es kein Fehler sein, wenn der Herd auch mit>> geschützt ist.> wobei dann ein 40A RCD schon über die max. Belastung, mit den anderen> Kreisen zusammen hinausläuft, also doch unnötiger Schwachsinn?
Bei einer Wohnung mit 3x50A SLS und 2 40A RCD, die eh vorhanden sind,
damit wenn einer fällt nicht alles dunkel ist, wo siehst du da das
Problem.
Hier ein interessanter Artikel zum Thema RCD und Belastung / Absicherung
http://www.elektro.net/wp-content/uploads/sites/13/2012/05/DE_10_12_PP06.pdf>>> Es gibt auf der einen Seite die Normen und auf der anderen Seite den>> Kunde, als Elektriker muss man beiden gerecht werden, das ist die größte>> Herausforderung denke ich!> deine typische Einstellung eines reinen Kaufmannes ohne Fachkenntnisse!
Ich wusste garnicht das ich Elektromaterial verkaufe...
Aber im Ernst, der Kunde will möglichst Billig und der Fachmann soll
seine Normen erfüllen, das war hier gemeint.
>>> Und natürlich, es gibt auch unter den Fachleuten absolute Pfuscher, ....> das kommt wohl daher, dass zu viele Quereinsteiger in fachfremden> Bereichen ihr Glück versuchen, und dabei nur an ihr möglichst hohes und> bequemes Einkommen denken!
Naja es sind nicht immer nur die Quereinsteiger denke ich mal...
Ich habe in einem Formum mal den Satz gelesen "Ich traue manchem gutem
Gesellen mehr zu, als manchem Meister", das trifft es ziemlich gut denke
ich. Ein Titel ist nur ein Titel, der eine ist diesem würdig, der andere
eben nicht.
>>> Was ich besonders bedenklich finde, das man mittlerweile im Baumarkt>> schon NH-Sicherungen + Stulbe bekommt!> Was soll daran bitte bedenklich sein?> Für Pfuscher ist das eh zu teuer, und die wissen damit auch Nichts so> recht anzufangen, v.a. mit dem Schutzhandschuh.> Das hat aber den Vorteil, dass die BM meist länger u.v.a. auch Samstags> offen haben, im Notfall also ganz gut verfügbar wären.> Der EGH hat so unbequme Öffnungszeiten, und liegt meist nicht örtlich> günstig, von den Preisen und Kaufbeschränkungen ganz zu schweigen!
Okay die Öffnungszeiten, das kann ich nachvollziehen.
Aber Kaufbeschränkungen, das musst Du mir mal erklären, was Du damit
meinst.
Ich bin trotzdem der Meinung, das gewisses Material nicht in den
Einzelhandel gehört. material für Erdgas bekommt der Laie auch nicht im
Baumarkt!
>> Du solltest vllt. mal vor der Nachtschwärmerei etwas Erholung tanken,> oder ganz vom Posten um die Zeit absehen?
Naja nur weil wir etwas nicht genauso sehen, wirst Du mir doch nicht das
posten verbieten wollen?
Ihr sprecht immer über die FI Schalter, ob es einer oder zwei sein
sollen, ob es 30mA oder andre seien sollen. Es hat aber noch keiner
gesagt, wie sie sein sollen oder müssen.
In einen 3 ploigen Versorgungskreis zum E-Herd muss bzw darf kein FI
Schalter sein. Der Anschlusswert beträgt dabei ca. 25A max.
In einem E-Herd werden durch Elektroheizkörper unterschiedlicher Bauart
Wärme erzeugt. Dabei hat jeder Heizkörper eine Leistung von ca. min 500W
bis ca. 3KW. Dabei tritt je nach KW ein Leckstrom innerhalb der
Heizungen auf. Dies liegt ca. bei 2 -5 mA.
Wenn ein FI Schalter mit einem Nennwert von 30mA Differenzstrom richtig
funktionieren soll muss er bei einer Abnahme gemessen werden. Dabei muss
der Diferenzstrom / Auslösestrom zwischen 50 und 100% seines Nennwertes
liegen. Bei einem 30mA FI-Schalterliegt liegt dieser Wert also zwischen
15 und 30 mA.
Wenn mein E-Herd bereits eine Diffrenzstrom von (je nach Leistung) von
von 12 bis 20 mA bringt, kann der FI-Schalter bereits zu früh auslösen
oder in Abhängigkeit von Verbrauchern (WM, Mikrowelle usw.) sporadisch
auslösen.
Das zweite ist, in einem Holzhaus müssen 2 FI - Schalter eingebaut
werden. (Vorschrift). Dabei ist der erste 3 polig mit 500 mA und dient
rein zum Branschutz. Falls einige Verfechter von anderen Meinungne
Intresse haben, können Sie ja mal nachrechnen.
Der zweite FI-Schalter (1-polig) dient allein zum Personenschutz an
Steckdosen bzw. Kreisen im Bad und aussenliegenden Steckdosen bzw Küchen
usw.
Und was die bastelen Rentner in der Diskussion betrifft, es gibt 5
Sicherheitsregeln, die den Lehrlingen schon eingebläut werden. Empfehle
hier einigen Leuten diese erst mal zu lesen, bevor sie blöden
Diskussione kommen, Stand der Technik usw. Für mich steht fest, jede
Berührung spannungsführender Leitungen kann zum Tode führen. Für alle
Arbeiten an spannungsführenden Teilen, Anlagen die ich ausgeführt habe
bin ich verantwortlich. Falls jemand meint er braucht das nicht zu
machen, so übernimmt er die alleinige Verantwortung und alle Folgen die
daraus entstehen können, so wie Schadensersatz, fahrlässige Tötung oder
sogar Gefängniss, Wie gesagr, das muss jeder für sich entscheiden ,,
Achim Seeger schrieb:
>Das zweite ist, in einem Holzhaus müssen 2 FI - Schalter eingebaut>werden. (Vorschrift)
Bitte nennen, wo diese Vorschrift eingesehen werden kann, nicht nur
Behauptungen aufstellen.
>Falls jemand meint er braucht das nicht zu>machen, so übernimmt er die alleinige Verantwortung und alle Folgen die>daraus entstehen können, so wie Schadensersatz, fahrlässige Tötung oder>sogar Gefängniss,
Richtig -wenn ein Laie meint, seine Griffel in eine Lampenfassung
stecken
zu müssen, dann -> selbst schuld!
Wie gesagr, das muss jeder für sich entscheiden ,,
Genau so, sind ja schließlich mündige Bürger.
Verängstigter Elektriker
<OT>
NH0-Sicherungen im Baumarkt sehe ich durchaus als Gefahr. Die von außen
gleiche Baugröße statt der durchgebrannten 25A mal schnell mit 63A zu
ersetzen sollte einem Laien nit zu einfach gemacht werden. Die
Unterscheidung: Die bewußte Handlung eine Sicherung umzubauen ist etwas
anderes als der Tausch eines Schmelzeinsatzes gegen einen mechanisch
passenden mit anderer Bemessung. Das kann auch unabsichtlich passieren
im grad stromlosen Keller.
Daß es "gewöhnliches" Elektromaterial im Baumarkt gibt, eröffnet dem
Fachkundigen die Möglichkeit, um den Zwang zur sofortigen vollständigen
Modernisierung herumzukommen und z.B. bei einer Teilrenovierung
schrittweise auf den Stand der Technik zu kommen. Daß dieser Weg dem
hauptberuflichen Elektrischen offiziell nicht offen steht, halte ich für
bedauerlich:
Man stelle sich vor, Otto Jedermann läßt Hausflur, Bad und Küche seines
Hauses renovieren. Da er aber Dachboden, Wohnräume und Keller finanziell
erst in folgenden Jahren wuppen kann, wird sein Haus noch in 20 Jahren
ohne FI, mit klassischer Nullung und mit 3 Schmelzsicherungen im
schwarzen Bakelitkasten dastehen. Man braucht sich also nit wundern, daß
viele elektrische Einrichtungen -manchmal bös- selbstgebastelt sind.
Den Berufsbedenkenträgern sei gesagt, daß ein solches Szenario eher die
Regel als die Ausnahme darstellt. Aber schimpft ruhig ;)
</OT>
@Achim:
Ich kenne die Regel, daß maximal ein 0,3A-FI oder besser ein 0,1A-FI in
Holzhäusern bzw. Leichtbauhäusern als Installations-Brandschutz
eingebaut wird.
Übrigens hier im Haus teilen sich 2x Warmwasser, Waschmaschine und Herd
einen 30mA-FI.
Helge A. schrieb:> erst in folgenden Jahren wuppen kann, wird sein Haus noch in 20 Jahren> ohne FI, mit klassischer Nullung und mit 3 Schmelzsicherungen im> schwarzen Bakelitkasten dastehen. Man braucht sich also nit wundern, daß
Ja und?
Das schaedigt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlickeit nur die,
die erhebliche Mengen Kohle investiert haben, um die Vorschriften zu
verschaerfen und glaubten, das Geld ueber die zwangsweise folgenden
Aufraege wieder hereinzubekommen.
wendelsberg
Achim Seeger schrieb:> In einen 3 ploigen Versorgungskreis zum E-Herd muss bzw darf kein FI> Schalter sein.
Ein E-Herd darf nicht mit einem RCD geschützt werden? Wo steht das
denn?
Achim Seeger schrieb:> Wenn mein E-Herd bereits eine Diffrenzstrom von (je nach Leistung) von> von 12 bis 20 mA bringt,
In dem Fall wird es wohl eher Zeit für einen neuen Herd. Der Grenzwert
liegt laut DIN VDE 0701-0702 bei 10mA.
Ein FI mit Nenn 30 mA. Darf zwischen 15 und 30 mA haben
Ein E-Herd mit max 10 mA.
Diffrenz min 5 mA.
Ist besser als Person FI mit 10 mA. Ist ein toller Fachmann.
Hast du schon mal was Elektronik gehört, so wie Induktionskochfeld. Da
reicht ein "normaler" FI nicht, müsste dann ein Stossstromfester
(Elektronik FI) sein. Hast schon mal nach dem Preis von sowas gefragt?
So ein Unsinn. Ein pulsstromsensitiver RCD (Typ A) ist für ein
Induktionskochfeld ausreichend.
Die Forderung nach einem allstromsensitiven RCD (Typ B/B+) betrifft in
erster Linie Drehstromverbraucher mit elektronischer Eingangsschaltung.
Und nein, ein Induktionskochfeld ist kein Drehstromverbraucher, es lässt
sich auch mit nur einem Außenleiter betreiben.