Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Wiederstand 7-Segment-Anzeige


von Frank (Gast)


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Hallo,
habe mir folgende 7-Segment Anzeige besorgt
http://www.conrad.de/ce/de/product/160199/7-Segmet-LED-Anzeige-Kingbright-SC03-12GWA-Zifferhoehe-7-mm-Gruen-18-mcd?ref=list
Jetzt möchte/muss ich vor jedem Eingang einen Widerstand hinsetzen, habe 
aber gerade Probleme, wie ich so etwas berechnen kann. Eigentlich ist es 
ja nur
R=U/I, also hier 2,2V/20mA = 110OHM. Das Problem habe ich gerade aber 
beim verständnis. Ich steuere die Anzeige durch meinen Controller 
(ATTINY) an, welcher 5V herausgibt. Aber was ist, wenn ich z.B. mit 10V 
arbeiten würde? dann würde der Widerstand doch zu gering sein oder? Oder 
habe ich da gerade ein Schwarzes Brett vorm Kopf?
Frank

von Max H. (hartl192)


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Frank schrieb:
> Wiederstand 7-Segment-Anzeige
*Widerstand

> wie ich so etwas berechnen kann
Siehe --> LED <--

von Frank (Gast)


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Ahhh!
danke für die Hinweise. (besonders für den ersten).
Aber ja genau, so wurde es berechnet.

danke

von Max H. (hartl192)


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Frank schrieb:
> Aber ja genau, so wurde es berechnet.

Wie kommst du dann auf 110Ω? Ich komme auf 140Ω:
Ich würde dann 150Ω aus der E12-Reihe verwenden.

von Frank (Gast)


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Ja, jetzt habe ich auch 140OHM heraus.
hatte vorher nur 2,2V/20mA berechnet. Deswegen war ich auch ein bisschen 
verwirrt.
Aber trotzdem nochmal danke

von Gerald S. (geralds)


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ganz sooo einfach ist's doch nicht. -
ok, Pi-Daumen für Zimmerspielchen.

Schau mal ins Datenblatt:
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/150000-174999/160199-da-01-en-7_SEGMENTANZEIGE_7MM_K.pdf

Da gibt's auch noch 2,5V_Uf
Dann gibt's auch noch max 25mA (bei 25°C TA);
was machst, wenn wider Erwarten die Temp_TA über 40 °C gerät?
nachrechnen bitte.

Dann hast doch oben "was ist mit 10V?" angegeben; jetzt rechnest mit 5V.
Ähm, der R_Led ist lediglich ein I_Begrenzer, kein I_Stabilisierer.
Wenn also die U schwankt, dann schwankt auch der I durch R und LED,
weil sich die Spannungsabfälle neu aufteilen (U_Led bleibt dabei 
stabiler, als U_R, wird höher); was den gesamt_I erhöht.

und.... und ..... also, einige Vorkehrungen musst einbauen.
Die Einfachste - die LED nicht gleich mit Voll_I belasten, sondern,
etwas darunter, damit die Gerätefunktionalität erhalten bleibt.
(zB: 0°C bis + 50°C, oder - 20°C bis + 85°C; oder ähnlich).
Und auch die U stabilisieren, damit ein I_Stabilisieren einfacher wird.
Sonst müsstest einen I_Stabilisator vorschalten.

Weil der nächste Sommer kommt bestimmt.

Grüße
Gerald
---

von Ralph S. (jjflash)


Angehängte Dateien:

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Die Kennlinie aus dem Datenblatt besagt:

Ein Segment leuchtet "relativ" gut mit einem Strom von 10mA. (25mA sind 
das absolute Maximum was fließen darf !!!).

Hierbei hätte es eine Flussspannung von 2.0V (typisch). Vielleicht hat 
es infolge von Produktionsstreuungen auch 2.1V, aber eigentlich ist das 
"relativ" egal.

Jetzt müsste man, um es wirklich "exakt" zu machen hergehen und wissen, 
welchen Pegel ein Ausgangspin des Controllers hat, wenn ihm 10mA 
entnommen werden und wie groß der Pegel noch ist, wenn ihm auf 
7-Portbits 10mA entnommen werden.

(Die 7 Segmentanzeige MUSS gegen Masse geschaltet werden, weil sie eine 
gemeinsame Kathode besitzt)

Praxiswerte (OHNE jetzt das Datenblatt des Controllers zu kontaktieren) 
waren niemals mehr als 4.5V !!!

Daraus wuerde sich ergeben:

2.0V an einer Segment entsprechen 2.5V am Reihenwiderstand (bei 10mA).

Macht nach Mr. Ohm : R = U / I  ==> 2.5V / 10mA = 250 Ohm.

Dumm gelaufen, weil genau das jetzt kein Widerstandswert der E12 Reihe 
ist.

Soll es ein bisschen heller sein: 220 Ohm nehmen.
Kann es ein bisschen dunkler sein: 270 Ohm nehmen (wäre meine Wahl).

von Ralph S. (jjflash)


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PS:

Frank schrieb:
> Aber was ist, wenn ich z.B. mit 10V
> arbeiten würde?

Dann wäre höchstwahrscheinlich der ATtiny tot, weil er die 10V definitiv 
nicht überlebt !

von Gerald S. (geralds)


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5V für den Controller darfst schon geben. - <6V

Seit wann nimmt man noch E12 Reihen?
Mindestens E24 nehmen, heutig gleich E96,
weil kostet das selbe Geld wie E12, oder E24.
E48 ist nicht wirklich von Bedeutung,
war früher mal, solange es E96 noch nicht gab.

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/1109071.htm

Ja, die LED muss man nicht mit Nennstrom quälen.
Die Exemplarstreuung bedingt ein Vorabmessen
der Flußspannung. Dann kann man bequem den R bestimmen.
Im gestuften Mittel unter Berücksichtigung der genannten
Bedingungen wählt man dann die I_Begrenzung.

Jo, - K auf GND - mit High ansteuern.
Das kann der Tiny, reicht völlig; 5V.

Will er >= 10V für die LEDs nehmen, dann muss er Treiberstufen
dazwischen schalten, geht nicht anders.
Diese muss dann zweistufig! sein. - NPN zu PNP.
Mit High vom Tiny geht's zum NPN, der macht das LOW für den PNP,
der dann die LED treibt.
Damit ist der Tiny (mit 5V versorgt) von den >= 10V abgekoppelt.
Damit wird aber der Aufbau aufwändiger.

Das Beste wäre, wenn der ein Display mit gemeinsamer Anode verwendet.
Dann spart er sich die zwei_Transi-Spielerei und nimmt statt dessen
einfach ein ULN28xx Treiber_IC.

Grüße
Gerald
---

von Uwe (de0508)


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Hallo,

ich setzte in die Gleichungen auch noch den Ri = 40Ω bei Schalten nach 
Masse ein.

von Gerald S. (geralds)


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:-))

Noch ein Häschen aus dem Zylinderhut gezaubert!

Wennst den R im Transi und dessen U_Abfall meinst,
na ok,,, ist aber schon wieder fast wurst.

Gerald
---

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