ADC-Verfahren

Gast #3682248
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Hi!

Ich hab ne Frage zum sog. "Flash-Converter". Uref gibt imm die max. 
Eingangsspannung Ux an.

Und Uref/2^n ergibt halt die Stufenbreite der Quantisierungskennlinie, 
wobei n die anzahl der Bits ist.

Und dadurch, dass man unten 0,5*R macht und oben 1,5R schiebt man die 
Quantisierungskennlinie nach links, sodass der Quantisierungsfehler nur 
mehr +-deltaU/2 bzw. +-Ulsb/2 ist.(siehe Bild links)

Funktion des Flash-Converters: Wenn am Plus-Eingang des Komperators eine 
größere Spannung wie am Minus-Eingang anliegt, dann wird ein HIGH 
ausgegeben.

Am Plus-Eingang wird das Eingangssignal angelegt und am Minuseingang 
liegen die einzelnen Referenzspannungen an, also im Prinzip immer die 
Spannung am Ende einer Quantisierungsstufe. (0V bis 0,625V -> 0,625V bis 
1,875V etc.)

Bsp dazu:
Wenn die Eingangsspannung Ux kleiner als 0,625V ist, dann gibt K1 ein 
LOW aus und somit auch alle anderen Komperatoren.
Wenn aber Ux zwischen 0,625V und 1,874V(nicht 1,875!) ist, dann gibt nur 
K1 HIGH aus, der Rest LOW.
Wenn nun Ux zwischen 1,875V und 2,4V(nicht 2,5V) ist dann geben K1, K2 
HIGH aus und der Rest ein LOW.
Und das geht immer so nach oben weiter, wenn Ux=10V, dann sind alle 
Komperatoren HIGH.

Habe ich das bisher so richtig verstanden? Bitte verbessert meine 
falschen Aussagen!

Nun zu meiner Frage: Ich verstehe das Prinzip dahinter nicht. Die 
Ausgabe hinter den Komperatoren ist doch keine Dualzahl. Was 
repräsentiert diese Zahle genau dann? Ich verstehe das Prinzip nicht so 
ganz. Kann mir das jemand erklären bitte?

mfg

adc_newbie
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Gast #3682273
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Danke dir!

Andere Frage:
Wenn Ux=1,875V beim K2 anliegt, dann ist K2=LOW, richtig? Also Ux muss 
GRÖßer sein als die zugehörige Refernzspannung, dass der Komparator HIGH 
ausgeben kann, richtig?

Teilfrage: Also gehört 0.625V, 1.875V, 2.5V usw. immer zur untersten 
Stufe?

Christian L. schrieb:
> Das ist keine Zahl, sondern nur Zustände. Erst die Kodierlogik wandelt
> diese Zustände in binäre Zahlen um.

Hmm und was genau repräsentieren dann diese Zustände? Für mich haben sie 
keine Aussagekraft.

Oder ist folgendermaßen gemeint?:
Angenommen Ux=2V

1234567 (--> repräsentiert die Komparatoren)
1100000 (--> repräsentiert die Zustände HIGH/LOW)

Also muss ich für jeden Spannungsbereich(von 0V bis 0.625V, von 0.625V 
bis 1.875V) eine bestimmte Gatterkombination machen.

Also die Dekodierlogik schaut sich die Zustände an(in unseren Bsp: 
1100000) und gibt dann die zugehörige Digitalzahl(in unserem Bsp wäre 
das b010) an.

Hab ich das Prinzip richtig verstanden?

> P.S.: Es heißt Komparator - ohne e.
Ahh, danke^^.
Gast #3682331
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Danke.

Kann man einem SAR-ADC auch den Quantisierungsfehler auf +-Ulsb/2 
reduzieren?
Ich sehe nämlich im angehangten Bild keine Möglichkeit.

Folgende Fragen auch noch beantworten bitte(bezogen auf Flash-Converter)
adc_newbie schrieb:
> Andere Frage:
> Wenn Ux=1,875V beim K2 anliegt, dann ist K2=LOW, richtig? Also Ux muss
> GRÖßer sein als die zugehörige Refernzspannung, dass der Komparator HIGH
> ausgeben kann, richtig?
>
> Teilfrage: Also gehört 0.625V, 1.875V, 2.5V usw. immer zur untersten
> Stufe?
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Gast #3682347
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Mike schrieb:
> Warum nicht? Was passiert, wenn man bei Eingangsspannung oder DA-Ausgang
> einen Offset von 1/2 LSB hinzufügt.
> Das macht man bei jeder normalen Rundung zur Abbildung von Reellen
> Zahlen auf Ganzzahlen.

Hm. Wie soll das funktionieren? Angenommen Uref = 10V --> deltaU = 
10V/2^3 = 1,25V Stufenbreite.

U_lsb = 1,25V Und Ulsb/2 wäre ja 0,625V. Wenn unser Ux=0V ist und da 
willst du 0,625V dazu addieren?

Welche Auswirkung hat das?
Gast #3682416
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Also die im Anhang befindliche Kurve mit den Y-Achsen-Beschriftungen um 
U_lsb/2 nach unten verschieben?

Sodass statt 0V 0,625V da steht und die andere Beschriftung passt dann 
eh(auf der Y-Achse), richtig?
Gast #3682567
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Warum? Schau auf das Schieberegister.

Ein takt für das setzten des FlipFlops und der nächste Takt für das 
Resetten(falls man muss) und der nächste Takt setzt dann das nächste 
FlipFlop usw.

Aber mir gehts um dieses Ulsb/2. habe ich das richtig verstanden?
Gast #3682677
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ahh ok danke dir.

Mike schrieb:
> Das die Stufenkanten vom Nennwert der Bitstufen auf die Mitte zwischen
> zwei Bitstufen rutschen. Mal dir das einfach mal auf und dann verschiebe
> die Wandlerkurve um 1/2 U_lsb


adc_newbie schrieb:
> Also die im Anhang befindliche Kurve mit den Y-Achsen-Beschriftungen um
> U_lsb/2 nach unten verschieben?
>
> Sodass statt 0V 0,625V da steht und die andere Beschriftung passt dann
> eh(auf der Y-Achse), richtig?

Kann mir wer bitte sagen, ob das stimmt?
Gast #3682842
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Der Quantisierungsfehler hat mit dem Wandlerverfahren nichts zu tun und 
beträgt bei jedem Analog-Digital-Umsetzer (ADU) 1 LSB.

Was den Quantisierungsfehler beeinflußt ist somit die Auflösung bzw. 
Bittiefe des Wandlers. Ein 16 Bit Wandler hat einen kleineren 
Quantisierungsfehler als ein 12 Bit Wandler, weil das kleinste Bit eben 
eine kleinere Spannung betrifft. Das zweite was den absoluten, aber 
nicht relativen Quantisierungsfehler beeinflußt ist der Spannungshub des 
Wandlers.
Gast #3682996
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Hmm bei einem Offsetfehler ist doch auch die Quantisierungskennlinie 
verschoben und man addiert/subtrahiert hier einen Wert, sodass sich das 
aufhebt.

Wir wollen ja die Quantisierungskennlinie um 0,625V nach links 
verschieben. Muss ich da bei Ux + 0,625V rechnen oder - 0,625V?

Ich versteh es nicht der Bereich für b000 soll von 0V bis 0,625V sein. 
Der bereich für b001 soll von 0,625V sein bis 1,875V. Der Bereich für 
b010 soll von 1,875V bis 2,5V sein etc., dann hat man ja QF=+-U_lsb/2

--> Wenn man 0,625V immer bei Ux subtrahiert, dann hat man b000 zwischen 
-0,625V und +0,625V und dann b001 bei 0,625V bis 1,875V.

Habe ich recht, mike?
#3683145
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Mike schrieb:
> Das ist etwas übertrieben.
>
> Der Quantisierungsfehler liegt immer im Intervall
> -1/2 LSB < error_Q <=  +1/2 LSB
> http://de.wikipedia.org/wiki/Quantisierungsfehler

Dann bitte zitiere aber auch korrekt:
>Bei einer gleichförmigen Quantisierungskennlinie mit Intervallbreite Delta liegt 
>der Quantisierungsfehler mit Runden auf die nächstgelegene Quantisierungsstufe 
>immer zwischen

Bei einer nichtgleichförmigen Kennlinie kann der Fehler auch 1 LSB groß 
sein. Das wäre z.B. der Fall, wenn der untere Widerstand des ADCs aus 
dem Eingangspost genauso groß wäre, wie die anderen Widerstände. Und bei 
logarithmischen Kennlinien ergeben sich sogar ganz andere 
Größenordnungen.

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