Hi zusammen,
ich bin sehr neu im ganzen Thema und schaue mir gerade das folgende
AND-Gatter an:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c8/ANDGate-2-Diode.svg/220px-ANDGate-2-Diode.svg.png
Ich verstehe: Wenn A und B auf HIGH sind, sind D1 und D2 gesperrt,
wodurch Q high ist.
Ich verstehe nicht: Wenn z.B. A auf LOW gesetzt ist, fließt natürlich
ein Teil des Stroms: VCC -> R1 -> D1 -> A. Nun steht allerdings überall,
dass Q in diesem Fall auf Low (Gnd) gesetzt ist. Weshalb ist das so?
Also: Weshalb fließt der gesamte Strom zu A ab und teilt sich nicht auf
A und Q auf?
Danke und viele Grüße
"Mehr Sinn" ist gut... Reicht das nicht?
Ob Strom in Q fliesst hängt davon ab, wie es bei A,B,Q weiter geht.
Diese Art Gatter ist zudem nicht beliebig kaskadierbar.
A. K. schrieb:> "Mehr Sinn" ist gut... Reicht das nicht?>> Ob Strom in Q fliesst hängt davon ab, wie es bei A,B,Q weiter geht.> Diese Art Gatter ist zudem nicht beliebig kaskadierbar.
Vielen Dank für die Antwort!
Nehmen wir an: A = GND, B = GND, Q = Anode einer LED, die dann zu GND
geht. Wie sieht es dann aus?
Danke und viele Grüße!
Überleg dir mal, wie die Schaltung aussieht, falls A auf GND und B auf
VCC liegt. Die Diode bei B sperrt, deshalb darfst du sie für eine
Näherung einfach weg lassen.
1
VCC
2
___
3
|
4
.-.
5
| |
6
| |
7
'-'
8
|
9
o----Q
10
|
11
---
12
\ /
13
v
14
---
15
|
16
_|_
17
GND
Überleg dir mal, welche Spannung nun an Q anliegt.
Fabian J. schrieb:> Guest schrieb:>>> Überleg dir mal, welche Spannung nun an Q anliegt.>> 12V, wäre mein Bild. Das aber nicht ins Gesamtbild passt ;)>> Edit: weniger R
Das ist genial: 12 V - R = 6,4 KG
Fabian J. schrieb:> 12V, wäre mein Bild. Das aber nicht ins Gesamtbild passt ;)
Wenn man die Stromkreisregeln (Kirchhoff) verwendet, so sollte der
summierte Spannungsabfall an Widerstand und Diode genau der
Versorgungsspannung entsprechen. Wegen der nicht-lineare Kennlinie der
Doide fällte dort auch bei viel Strom nur wenig mehr als die
Durchbruchsspannung ab. Beim Widerstand dagegen mit seinem linearen
Verhalten (und vernünftiger Auslegung) wird bei hohen Strömen auch viel
Spannung abfallen.
Wenn man alles richtig macht (und keinen 0,1Ω-Widerstand nimmt, sondern
eher im kΩ-Bereich), sieht das ganze so aus:
Der Strom durch Diode und Widerstand steigt solange an, bis der
Spannungsabfall am Widerstand Vcc - Spannungsabfall an der Diode (ca.
0,6V) entspricht. Dabei sollten einige wenige Milliampere fließen. Also
ist im Bild die Spannung bei Q ca. 0,5 - 0,7V.
nup schrieb:> Außerdem noch eine Frage zu R1: Hat er mehr Sinn als einen Kurzsschluss> zwischen VCC und GND zu vermeiden?
Es handelt sich nicht um einen "Angstwiderstand". Er begrenzt den Strom
zwischen VCC und GND. das heißt aber auch, gemäß U=R*I fällt über ihn
eine Spannung ab, die proportional zum fließenden Strom ist.
Im Ausgang=Low-Fall ist die abfallende Spannung die gesamte
Versorgungsspannung.
Man könnte also sagen, dass er dafür sorgt, dass der Ausgang nicht immer
an VCC liegt.
> Das ist genial: 12 V - R = 6,4 KG
*pi=E :)
> Der Strom durch Diode und Widerstand steigt solange an, bis der> Spannungsabfall am Widerstand Vcc - Spannungsabfall an der Diode (ca.> 0,6V) entspricht. Dabei sollten einige wenige Milliampere fließen. Also> ist im Bild die Spannung bei Q ca. 0,5 - 0,7V.
D.h. Q ist auch im Beispiel oben nicht gleich Gnd, sondern nahe Gnd,
richtig?
Fabian J. schrieb:> D.h. Q ist auch im Beispiel oben nicht gleich Gnd, sondern nahe Gnd,> richtig?
Genau. Macht aber für digitale Logik fast keinen Unterschied -- sofern
man das nicht übertreibt.
Achim Hensel schrieb:> Fabian J. schrieb:> D.h. Q ist auch im Beispiel oben nicht gleich Gnd, sondern nahe Gnd,> richtig?>> Genau. Macht aber für digitale Logik fast keinen Unterschied -- sofern> man das nicht übertreibt.
Klasse, das hilft mir sehr! Vielen Dank für die Hilfe und Sorry fürs
Noobtum