Gast
#3684514
Hallo zusammen, ich habe neulich einen kleinen Versuch zum Thema "Einstellen von Temperatursensoren" gesehen, den ich nicht ganz begriffen habe. Es ging darum eine LED über einen Differenzverstärker leuchten zu lassen, wenn ein NTC-Widerstand seinen Widerstandswert bei 95°C erreicht. Zunächst wurde der Widerstand erwärmt und der Widerstandswert bei 95°C gemessen. Dann wurde mit einem Multimeter versucht diesen Widerstandswert so exakt wie möglich auf einem Poti/Trimmer nachzubilden. Anschließend wurde der eingestellte Poti in eine Brückenschaltung gesetzt, wo bereits ein zweiter baugleicher Poti vorhanden war. Dort wurde nun ein Abgleich durchgeführt bis keine Diagonalspannung mehr messbar war. Anschließend wurde der erste eingestellte Poti entfernt und dafür der NTC-Widerstand eingesetzt. Jetzt konnte erneut eine Erwärmung gestartet werden und geschaut werden, ob die LED tatsächlich bei ungefähr 95°C aufleuchtet. Meine Frage: Warum braucht man hier zwei Potis bzw. warum wurde nicht einfach sofort der erste eingestellte Poti für die Schaltung genommen? Ein Abgleich der beiden Potis, der eine Diagonalspannung von 0V zur Folge hat, müsste bei dem zweiten Poti doch den gleichen Wert wie beim ersten hervorrufen?! Hängt das mit den Bauteiltoleranzen zusammen? Messfehler? Das ganze Verfahren mit dem Schraubendreher ist vermutlich nicht sehr präzise. Auf Rückfrage wurde mir gesagt, dass das unbedingt so gemacht werden muss, aber ohne richtige Erklärung. Ich hoffe, hier kann jemand etwas Licht ins Dunkel bringen. Gruß