Hallo, Angenommen ich habe eine Produktidee, die aus mehreren Teilen, also z.B. Einer Kamera, einem Speicher, einem GPS Sensor, einer USB-Schnittstelle und einem programmierbaren Chip, der das alles steuert, bestehen soll. Als Laie stelle ich mir vor, dass man diese Module, die es ja schon fertig gibt, einfach alle miteinander, platzsparend verbinden muss, und dann Programmierer den Chip programmieren müssen. Ist das wirklich so einfach? Wer kann sowas? Was gibt es zu beachten? Was kostet so eine Hardwareentwicklung bis zum Prototypen?
Martin schrieb: > Ist das wirklich so einfach? Wer kann sowas? Was gibt es zu beachten? > Was kostet so eine Hardwareentwicklung bis zum Prototypen? Ohne genauere Angaben wird dir diese Fragen keiner beantworten können. Schliesslich ist die Entwicklung eines Trinkglases auch nicht mit dem einer Supercomputers gleichzustellen. Martin schrieb: > Als Laie stelle ich mir vor, dass man diese Module, die es ja schon > fertig gibt, einfach alle miteinander, platzsparend verbinden muss, und > dann Programmierer den Chip programmieren müssen. Ja nachdem was du vor hast, ja. Wird dann aber nicht ganz einfach so ein Produkt zu vermakrten, welches aus fertigteilen von anderen besteht... wegen dem Gesetz, undso.
Martin schrieb: > Ist das wirklich so einfach? Ja, wenn man so ein Teil besitzt und es anzuwenden weiß: http://www.maskworld.com/german/products/kostueme/kostuem-komponenten-teile--250/zauberstaebe--6508/harry-potter-zauberstab-ron-weasley--116645?gclid=CPeDhb66774CFSEewwodqxkA-g
Naja. zusammenstellen ist eine Sache. Dann kommt das Programmieren des Controllers. Dann die moeglichen Benutzereingaben. Die sind nicht nur das was man sich vorstellt. Irgendwan tut auch die software. Dann muss man die Hardware auch einbauen, als Gehaeuse suchen, Dann Normen beachten und nachpruefen, dann fertigen, dann bewerben, und verkaufen.
Ich möchte ein Auto bauen. Dazu nehme ich einen Campingstuhl, 4 Reifen, einen Rasenmähermotor und noch irgendwie eine Lenkung. Ach ja und ein paar Armaturen werden auch noch an einen Bordcomputer angeschlossen, der auch noch programmiert werden muss. Frage: ist das wirklich so einfach ein Auto zu bauen und warum kostet das bei Mercedes ein paar Millionen ein neues Auto zu entwickeln? Im Prinzip gibt es ja die Einzelteile alle schon.
Als ob der Kunde sagt, "Mach mal schnell und günstig" - ohne dass diese Aussage vom Threaderöffner gemacht wurde, aber irgendwie lese ich das zwischen den Zeilen
Einfach ist immer relativ. Der Teufel steckt im Detail. Weil Einzelkomponenten funktionieren müssen sie das im Verbund nicht unbedingt auch. Und ob der Verbund die Erwartungen erfüllt ist auch noch offen. Du hast in Deiner Aufzählung die Stromversorgung unterschlagen, was wenn nun das Ding in 1 minute die Batterie leer saugt?
Martin schrieb: > und einem programmierbaren Chip, der das alles steuert Genau den gibt es in genau der benötigten Ausführung sicher nicht... Und spätestens dann stellt sich heraus: mit dem Zusammenbasteln der verfügbaren Bauteile ist das Produkt zu 90% fertig. Für die restlichen 10% bis zur Fertigstellung werden die restlichen 90% der Ressourcen "Zeit" und "Geld" benötigt.
Auch kann es Probleme geben, wenn das Gehäuse erst rückwirkend eingearbeitet wird, würde ich so nicht (mehr) machen. Ist genial, ne laufende Schaltung wieder zu kippen weil keine Befestigung möglich ist oder das Ding nicht ins Wunschgehäuse vom Kunden passt. Dann geht der Tanz von Vorne los und die Mehrkosten will keiner Übernehmen.
Naja einen PC kannst du auch aus Einzelteilen zusammenstecken, mach ich dir in ner halben Stunde. Danach mußt du nur noch die Software schreiben. Die Sachen zusammenstecken kann jeder (wen er sich traut)
Lothar Miller schrieb: > Martin schrieb: >> und einem programmierbaren Chip, der das alles steuert > Genau den gibt es in genau der benötigten Ausführung sicher nicht... > Und spätestens dann stellt sich heraus: mit dem Zusammenbasteln der > verfügbaren Bauteile ist das Produkt zu 90% fertig. Für die restlichen > 10% bis zur Fertigstellung werden die restlichen 90% der Ressourcen > "Zeit" und "Geld" benötigt. Ich nenn das mal das NASA-Syndrom. Die hatten auch gedacht, sobald Raytheon die Apollo-Bordcomputer fertig gebaut hat, ist das nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen, bis das MIT die Software dafür fertig hat. Aus der ursprünglichen Schätzung ("kann nicht so wild sein") wurden dann doch 7 Jahre.
Uwe schrieb: > Naja einen PC kannst du auch aus Einzelteilen zusammenstecken, mach ich > dir in ner halben Stunde. Danach mußt du nur noch die Software > schreiben. > Die Sachen zusammenstecken kann jeder (wen er sich traut) Und genau da scheint auch eines der 'Probleme' zu liegen. Viele Leute denken mitlerweile, genau so funktioniert die Entwicklung von Elektronik: man kauft vrogefertigte Komponenten, steckt die in einen vorgefertiges Bussystem und wie durch Zauberhand funktioniert dann alles. Das das nur funktioniert, weil es sich eben um vogefertigte Teile handelt, die extra dafür designed wurden, dass es funktioniert, nehmen sie nicht mehr wahr. Und da PC-Komponenten in rauhen Massen produziert werden, sind die auch noch billig, so dass dieses Extra für PC-Verwendung Design keine nennenswerten Mehrkosten verursacht.
Martin schrieb: > Ist das wirklich so einfach? Ja, das ist heutzutage alles so einfach, das man gar keine Elektronik- entwickler mehr braucht, sondern ein bis zwei Fragen im Forum reichen. :-) Gruss Harald
Harald Wilhelms schrieb: > Ja, das ist heutzutage alles so einfach, das man gar keine Elektronik- > entwickler mehr braucht, sondern ein bis zwei Fragen im Forum reichen. Ja, die 2 Fragen sind: Was soll ich entwickeln? Wie entwickle ich das jetzt? Und schon gibt es ein Inovatives neues Produckt auf dem Markt. Selbst entwickelt, alles ganz einfach. Foren sind der Inovationsmotor schlechthin :) Da hat wohl der Erfinder der Foren ein super Forum gehabt das ihn bei der Entwicklung ungemein geholfen hat....äh...Moment...
Martin schrieb: > Was kostet so eine Hardwareentwicklung bis zum Prototypen? Funktionsprototyp oder Produktionsprototyp? Wenn alles keine Problem ist, die Aufgabe eigentlich einfach und man das Gefühl hat, das geht ja alles an einem Nachmittag :-), dann Funktionsprototy ab 10TEur und Produktionsprototyp (für große Stückzahlen) eine Null dranhängen.
Frank schrieb: > Da hat wohl der Erfinder > der Foren ein super Forum gehabt das ihn bei der Entwicklung ungemein > geholfen hat....äh...Moment... Ja hatte er sicher - Newsgroups (oder generell E-Mail mit CC an ganz viele andere) ;-) Zum Thread Thema: Ich war gerade kurz zum Lachen draussen vor der Tür... war mir bei der Hitze dann aber doch zu anstrengend also bin ich unverrichteter Dinge wieder hinein gegangen...
Ein billiges Smartphone erfüllt eigentlich alle Hardwareanforderungen... Muss man "nur" noch eine App schreiben.
Grendel schrieb: > Ich war gerade kurz zum Lachen draussen vor der Tür... Die meistengehen zum achen in den Keller. Da ist es kühler...
Martin schrieb: > Ist das wirklich so einfach? Das hängt von den genauen Anforderungen ab. Es gibt Produkte, die man (üblicherweise in Kleinststückzahlen) so aufbauen kann. Das ist allerdings eher die Ausnahme denn die Regel. > Wer kann sowas? Wenn man selbst nicht das entsprechende Know-How hat, kann man sich an auf solche Gebiete spezialisierte Ingenieurbüros wenden, z.B. mein Unternehmen. Allerdings sind die Kosten nicht wirklich gering. > Was gibt es zu beachten? Vieles. ;-) Im Rahmen einer Anforderungsanalyse wird man nicht nur die technischen Rahmenbedingungen, sondern auch viele andere Gebiete (Zielmärkte, Kundengruppen, usw.) abklopfen. Dann macht man sich auch noch Gedanken zur Herstellung des Produktes und den rechtlichen Rahmenbedingungen. > Was kostet so eine Hardwareentwicklung bis zum Prototypen? Für ein Kleinstprojekt, bei dem ein sehr sachkundiger Kunde genau formuliert, was er haben möchte, und den ganzen fertigungstechnischen und logistischen Teil selbst übernimmt, kann man durchaus noch unter 10.000 EUR liegen. Das trifft auf Dich aber vermutlich nicht zu, insbesondere weil es hier offenbar auch um Bildverarbeitungsfunktionen geht. Diese sind verhältnismäßig schwierig zu implementieren und zu testen. Wir arbeiten in einigen Projekten mit einem Partnerunternehmen zusammen, das sich auf solche Funktionen spezialisiert hat.
Harald Wilhelms schrieb: > Grendel schrieb: > >> Ich war gerade kurz zum Lachen draussen vor der Tür... > > Die meistengehen zum achen in den Keller. > Da ist es kühler... Isch abe gar keine Keller ;-)
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