Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Neueinsteiger Hier


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von Sean C. (Firma: Universität Bonn) (seany)


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Hallo Allerseits.

Zuerst möchte ich mich ein wenig vorstellen. Man nennt mich Sean. Ich 
studiere Meteorologie an der Universität Bonn (MSc).

Wärend des Studiums, mir is aufgefallen, dass ich mich auch ein wenig 
mit praktischen Sachen betätigen soll. Ihr wisst (Ich hoffe dass hier 
das Duzen erlaubt ist) sicher was ein Cansat ist (http://www.cansat.de/) 
- ich wollte ein bisschen in diser Richtung fahren (In Deutschland man 
darf, mit Aufstiegsgenehmigung, so ein Cansat per Wetterballon 
starten.). Ich möchte damit wissenschaftlich nutzbare Sondirungen 
führen.

Allerdings, weil ich eher Einsteiger (Newbie) bin, ich weiss nicht wie 
es genau losgehen soll.

Ich habe mir das Cansat-standard auf dem Papier gelesen, und bisschen 
nachgedacht. Ich brauchte, unter anderem, einen *kleinen, 
*preiswertigen, *leicht programierbaren Microcontroller. Die folgende 
könnte ich aus Google aufsammeln :

1. MCHCK : https://mchck.org/.
Sehr nett, aber ich glaub nicht, dass das gerade im Markt ist.

2. Teensy : https://www.pjrc.com/store/teensy31.html
Sieht gut aus, aber wie programmiere ich es denn? Ich könnte keine 
dementsprechende Brennsoftware (um in dem MCU zu schreiben) finden. 
Übrigens, was kostet so ein Stück? Auf Ebay, sind die ca 20€ - aber für 
(fast hobby-) Sondierung vielleicht ist ein wenig zu viel.

3. Olimex : 
https://www.olimex.com/Products/OLinuXino/open-source-hardware
30€ .... aber ich habe gehört, dass von diesem MCU, es auch weniger 
teuere Varianten gibt. Gibt's die Wirklich?

4. Arduino : Da sind aber zu viel - welcher davon ist zu empfehlen?

5. Parallax : einen kleinen USB-board finde ich aber nicht.

5. Infenion : 
http://shop.myavr.de/Aktionen/XMC%202Go.htm?sp=article.sp.php&artID=200128


Guter, Deutscher MCU, 5.59 für einen ganzen Unit!! Gefällt mir. Aber es 
gibt einen sehr schlimmen Haken : die Brennsoftware, Sisy, ist 99€ 
teuer - das bezahle ist nicht. So eine Halsschneiderei!!

Jetzt stelle ich meine Frage:

Könnt Ihr vielleicht mir ein paar Tipps  Rratschläge  etc geben, damit 
ich mich orientieren kann?

NB:

+ Die Programmierungssprache ist wenig wichtig. Unter "einfach 
programmierbar" meinte ich : 1. per USB schnitstelle programmierbar, und 
2. keine teuere Brennsoftware.

+ Kleine From ist mir genau so wichtig als verfügbare Anzahl von I/O 
schnittstellen, und Anzahl von Prozessorkerne, bzw die Größe von 
On-board-Program und Data Memory, bzw RAM.

Ich freu mich auf Eure Antworten.

von Max H. (hartl192)


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PIC18: Kostenlose IDE (MPLAB X IDE), kostenlose "Brennsoftware" (in der 
IDE integriert), kostenloser C-Compiler (XC8), USB-Programmer/Debugger 
ca. 30€ (PICkit3). Meiner Meinung nach relativ einfach zu programmieren, 
keine kritischen Einsteiger-Fallen.
Welche Anforderungen hast du an Peripherie, Speicher und IO-Anzahl?

: Bearbeitet durch User
von Hm. (Gast)


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Max H. schrieb:
> PIC18: Kostenlose IDE (MPLAB X IDE), kostenlose "Brennsoftware" (in der
> IDE integriert), kostenloser C-Compiler (XC8), USB-Programmer/Debugger
> ca. 30€ (PICkit3). Meiner Meinung nach relativ einfach zu programmieren,
> keine kritischen Einsteiger-Fallen.

Das gleiche gilt für Atmel AVR... nur, dass der Programmer 2€ bei eBay 
kostet..
Plus viel mehr Antworten für Anfänger auf häufige Frage in Foren auf 
deutsch verfügbar.

Go for Atmel und lass das mit dem PIC mist.

von Max H. (hartl192)


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PIC18: Kostenlose IDE (MPLAB X IDE), kostenlose "Brennsoftware" (in der 
IDE integriert), kostenloser C-Compiler (XC8), USB-Programmer/Debugger 
ca. 30€ (PICkit3). Abhängig von der gewünschte IO-Zahl auch im 8x8mm² 
großen Gehäuse (35 IOs) erhältlich. Meiner Meinung nach relativ einfach 
zu programmieren, keine kritischen Einsteiger-Fallen.
Welche Anforderungen hast du an Peripherie, Speicher und IO-Anzahl?

Hm. schrieb:
> Das gleiche gilt für Atmel AVR... nur, dass der Programmer 2€ bei eBay
> kostet..
Und der Debugger? Und was ist mit dem kritischen Einsteiger-Fallen wie 
"verfusen"?

Nachtrag zum PIC: Abhängig von der gewünschte IO-Zahl auch im 8x8mm² 
großen Gehäuse (35 IOs) erhältlich. Und sollte man später draufkommen, 
dass die Rechenleistung nicht ausreicht, kann man mit dem PICkit3 auch 
16- und 32bit PICs programmieren und debuggen.

von Jürgen S. (jurs)


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Sean Con schrieb:
> 4. Arduino : Da sind aber zu viel - welcher davon ist zu empfehlen?

Wenn Du etwas Gewicht übrig hast, um auch eine USB-Schnittstelle mit 
hochzuschicken: Arduino Nano

Und wenn es auf jedes Gramm ankommt: Arduino Pro Mini mit einem 
gesonderten USB-TTL Adapter zum Programmieren des Boards.

von matthiassaihttam (Gast)


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Ich würde auch den PIC 18 nehmen.

von max mustermann (Gast)


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Ich würde ein STM32 Board nehmen wie dieses hier.
http://www.voelkner.de/products/657829/Entwicklungsboard-Nucleo-STM32F401XD-XE-fuer-die-STM32-Serie-STMicroelectronics-NUCLEO-L152RE.html

Es muss wahrscheinlich kein F4 sein aber das must du wissen.
Programmieren kann man es unter anderem mit der coocox IDE (kostenlos) 
in c/c++ über USB.

von Max H. (hartl192)


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max mustermann schrieb:
http://www.voelkner.de/products/657829/Entwicklungsboard-Nucleo-STM32F401XD-XE-fuer-die-STM32-Serie-STMicroelectronics-NUCLEO-L152RE.html

Ich finde zwar nichts zu den Abmessungen des Board, aus dem Foto würde 
ich aber schließen, dass das Teil in einem Getränkedosen großen 
"Satellit" nicht Platz hat.

@max: Doppelpost...

: Bearbeitet durch User
von Sean C. (Firma: Universität Bonn) (seany)


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Max H. schrieb:

> Welche Anforderungen hast du an Peripherie, Speicher und IO-Anzahl?

Gute Frage : Ich will, zum Ersteinsatz, im besten Fall, die Temperatur 
(ich plane einen NTC Thermistor zu nutzen. Die haben eine Schnelle 
Reaktionszeit, ca. 0,6 Sek.) und die Strahlungsintensität in Sichtbaren 
und in IR Banden abmessen. Die "sampling" soll von einem externen Timer 
gesteuert werden.

Somit habe ich 3 sensoren (Zum ersten Start werde ich sie alle auf der 
Seite montieren - also Side-Looking-Configuration) + externer Timer 
(auch wenn es on Chip einen internen Timer gibt, ich will einen 
Externen, leicht manipulierbaren, separaten Timer) = 4 I/O. Dazu möchte 
ich auch ein paar Status-Indicator-LED oder Pfeifer anlöten. ca 10/16 
I/O ports könnte ich gut brauchen.


Hm. schrieb:

> Das gleiche gilt für Atmel AVR... nur, dass der Programmer 2€ bei eBay
> kostet..


Heisst das Stichwort bei Ebay "AVR programmer" ?

von max (Gast)


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Das meinte ich eher als Beispiel.
Die gibt es auch in klein:
http://www.mikroe.com/mini/stm32/

Und bestimmt auch günstiger als dieses. War jetzt nur schnell ergoogelt.

von Sean C. (Firma: Universität Bonn) (seany)


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Jürgen S. schrieb:
> Sean Con schrieb:
>> 4. Arduino : Da sind aber zu viel - welcher davon ist zu empfehlen?
>
> Wenn Du etwas Gewicht übrig hast, um auch eine USB-Schnittstelle mit
> hochzuschicken: Arduino Nano

AUF JEDEN FALL - nach der Montierung, es würde nötig, das ganze nochmal 
zu cheken - und eine USB-Schnittstelle muss, deshalb, auf dem Cansat 
geben.

von Max H. (hartl192)


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Sean Con schrieb:
> Die "sampling" soll von einem externen Timer
> gesteuert werden.
Was stellst du dir unter einem "externen Timer" vor?

von Sean C. (Firma: Universität Bonn) (seany)


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max schrieb:
> Das meinte ich eher als Beispiel.
> Die gibt es auch in klein:
> http://www.mikroe.com/mini/stm32/
>
> Und bestimmt auch günstiger als dieses. War jetzt nur schnell ergoogelt.

Ist das nicht etwa der Stellaris Board?

von Sean C. (Firma: Universität Bonn) (seany)


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Max H. schrieb:
> Sean Con schrieb:
>> Die "sampling" soll von einem externen Timer
>> gesteuert werden.
> Was stellst du dir unter einem "externen Timer" vor?

Eine externe Plattine, vielleicht von einem 555 gesteuert, die 
regelmäßig einen Interrupt zu dem Controller sendet?

: Bearbeitet durch User
von Max H. (hartl192)


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Regelmäßig ein Interrupt kann man auch dem im µC eingebauten Timer 
generieren. Spart Hardware und ist, wenn der µC einen Quarz hat, genauer 
als jeder NE555.

: Bearbeitet durch User
von Sean C. (Firma: Universität Bonn) (seany)


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Ich möchte trotzdem (es sei denn dass es unmöglich ist) einen 
"dedicated" Timer, dann gesteuert von einem mit Quartz ausgerüsteten µC.

(Übrigens, wie heisst das auf Deutsch? In Englischen Literatur, heisst 
er "Deidcated" - den begriff "Dediziert" habe ich niemals gesehen.)

: Bearbeitet durch User
von Hm. (Gast)


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Sean Con schrieb:
>> Das gleiche gilt für Atmel AVR... nur, dass der Programmer 2€ bei eBay
>> kostet..
>
> Heisst das Stichwort bei Ebay "AVR programmer" ?

Ebay-Artikel Nr. 141304256310

Dann würde ich dir noch den Arduino mini empfehlen (ist quasi ein 
AtMega328p Dev Board):

Ebay-Artikel Nr. 360955791927

von Jürgen S. (jurs)


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Sean Con schrieb:
> AUF JEDEN FALL - nach der Montierung, es würde nötig, das ganze nochmal
> zu cheken - und eine USB-Schnittstelle muss, deshalb, auf dem Cansat
> geben.

Wenn die USB-Schnittstelle im Flug nicht benötigt wird, könnte man es 
sich trotzdem sparen, die USB-Schnittstelle mitzunehmen.

Dann könnte es möglicherweise ja auch ausreichen, den USB-TTL-Adapter an 
das Board zu stöpseln, die Vorstart-Checks mit Funkttionstest der 
angeschlossneen Module zu erledigen, z.B. mit einem angeschlossenen 
Laptop, und dann den USB-TTL Adapter genau so am Boden zu lassen wie den 
Laptop.

Ein nacktes Arduino Pro Mini Board wiegt ohne Pin-Header nur 2 Gramm.

Und ein Arduino Nano mit USB-Anschluss 17 Gramm.

von Sean C. (Firma: Universität Bonn) (seany)


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Jürgen S. schrieb:

> Wenn die USB-Schnittstelle im Flug nicht benötigt wird, könnte man es
> sich trotzdem sparen, die USB-Schnittstelle mitzunehmen.
>
> Dann könnte es möglicherweise ja auch ausreichen, den USB-TTL-Adapter an
> das Board zu stöpseln, die Vorstart-Checks mit Funkttionstest der
> angeschlossneen Module zu erledigen, z.B. mit einem angeschlossenen
> Laptop, und dann den USB-TTL Adapter genau so am Boden zu lassen wie den
> Laptop.
>
> Ein nacktes Arduino Pro Mini Board wiegt ohne Pin-Header nur 2 Gramm.
>
> Und ein Arduino Nano mit USB-Anschluss 17 Gramm.

Achso. Ic. Danke sehr!!

von Sean C. (Firma: Universität Bonn) (seany)


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Hm. schrieb:
> Sean Con schrieb:
>>> Das gleiche gilt für Atmel AVR... nur, dass der Programmer 2€ bei eBay
>>> kostet..
>>
>> Heisst das Stichwort bei Ebay "AVR programmer" ?
>
> 
Ebay-Artikel Nr. 141304256310
>
> Dann würde ich dir noch den Arduino mini empfehlen (ist quasi ein
> AtMega328p Dev Board):
>
> 
Ebay-Artikel Nr. 360955791927

Nice. Aber jetzt stellt sich die Frage, wie kann ich auch Sachen die in 
China liegen, in der Suchergebnis-Seite zeigen lassen?

Der AVR Programmer Adapter kommt mit einem 10-poligen Kabel. Wofür ist 
er nutzlich? Um die Sensorik einzuschlißen?

Unter "Spezifikation" steht:

On-board ATMega8

"51 serials:
AT89S51 、 AT89S52 、、 AT89S53 、 AT89S8252
AVR serials:
... <viele weitere µC-s>"

Was heißt das? Vom bild würde ich eher schließen dass nur ein µC zur 
Verfügung steht? Oder verirre ich mich?

Über den Arduino-kompatibel Borad :
( Ebay-Artikel Nr. 360955791927 )

Wie schließe ich den zu einer USB-Schnittstelle ein? Und wo schließe ich 
den Arduino auf dem Board ein?

von Jürgen S. (jurs)


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Sean Con schrieb:
> Nice. Aber jetzt stellt sich die Frage, wie kann ich auch Sachen die in
> China liegen, in der Suchergebnis-Seite zeigen lassen?

Indem Du bei den Suchoptionen "Artikelstandort weltweit" anhakst.

Übrigens: Die Lieferung von Artikeln aus China nach Deutschland kann 20 
bis 40 Tage dauern.

Und: Falls Du Dich für ein Arduino-kompatibles Board und die 
Arduino-Software als Plattform zur Programmierung entscheidest, brauchst 
Du gar keinen ISP-Programmer.

Arduino-Boards haben einen Bootloader auf dem Controller.
Der Bootloader frißt zwar 0,5KB von den 32KB Flash-Programmspeicher des 
Boards weg, aber dafür kannst Du das Board über USB-Serial mit einem 
Programm befüllen.

Falls Du für Dein Programm bei einem Atmega328 also nur weniger als 31,5 
KB Programmgröße benötigst, kannst Du das Programm per Bootloader und 
USB-Serial hochladen.

Einen Programmer benötigst Du für Arduino-Boards also nicht unbedingt.
Und ehrlich gesagt: Diese 2-Euro Atmega-Programmer machen oft auch große 
Probleme, viele bekommen nicht mal die Treiber auf ihrem Betriebssystem 
dafür vernünftig installiert.

Was Du allerdings benötigst, wenn Du das ProMini Board ohne USB 
verwenden möchtest, wäre ein USB-TTL Serial-Adapter.

Wobei der Trend auch bei Anfängern zum Zweit-Board geht: Auch wenn Du 
als Hardware final ein ProMini mit ggf. zeitweise angeschlossenem 
USB-TTL Serial Adapter verwenden möchtest, könnte man die Software 
vorher auf einem Arduino UNO R3 oder einem Nano Board entwickeln und 
testen.

von Hm. (Gast)


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Jürgen S. schrieb:
> Einen Programmer benötigst Du für Arduino-Boards also nicht unbedingt.
> Und ehrlich gesagt: Diese 2-Euro Atmega-Programmer machen oft auch große
> Probleme, viele bekommen nicht mal die Treiber auf ihrem Betriebssystem
> dafür vernünftig installiert.

Noch nie Probleme mit gehabt. Und hier liegen 3 Stück...

von Sean C. (Firma: Universität Bonn) (seany)


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Jürgen S. schrieb:

> Indem Du bei den Suchoptionen "Artikelstandort weltweit" anhakst.


O_O

von Hm. (Gast)


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Sean Con schrieb:
> Jürgen S. schrieb:
>
>> Indem Du bei den Suchoptionen "Artikelstandort weltweit" anhakst.
>
> O_O

Da macht er große Augen :D Würde den ganzen Kram, den du für den Anfang 
brauchst in China kaufen. Liegen preislich Welten zwischen China und 
Europa. Qualität ist die gleiche; Händler sind freundlicher als hier. 
Dauert halt 30-40 Tage (manchmal auch mit Glück nur 20).

von GB (Gast)


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Sean Con schrieb:
> 5. Infenion :
> http://shop.myavr.de/Aktionen/XMC%202Go.htm?sp=article.sp.php&artID=200128
>
> Guter, Deutscher MCU, 5.59 für einen ganzen Unit!! Gefällt mir. Aber es
> gibt einen sehr schlimmen Haken : die Brennsoftware, Sisy, ist 99€
> teuer - das bezahle ist nicht. So eine Halsschneiderei!!

Das hast Du falsch verstanden. Der Shop myAVR empfiehlt dieses Produkt 
(ist wohl ihr eigenes), Du brauchst es nicht.
Du kannst auch einfach DAVE von Infineon benutzen, eine freie 
Entwicklungsumgebung mit Bibliotheken und Beispielanwendungen, die Du 
einfach bei Infineon herunterladen kannst.

von Dirk K. (dekoepi)


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Dennoch ist Arduino für Sean die Lösung der Wahl: Unzählige 
Beispielprogramme, wie genau diese von ihm beschriebenen Sensoren 
ausgelesen werden. Ausreichend IO (sogar zu viel dafür), platz- und 
stromsparend, einfach, gut verfügbar, billig ... Das Studentenherz muss 
bei dem Angebot an 2€-Arduino-Pro-Minis doch höher schlagen.

Und wenn doch 20g kein Problem sind, geht sogar ein Arduino Nano-Clone 
mit CH340-USB-Chip (hier muss man halt selber Treiber suchen) für 3,03€ 
über den Tisch (und Teich): Ebay-Artikel Nr. 360954055339

Treiber installieren, anstöpseln, Arduino-IDE starten, loslegen. So 
einfach ist das mit den anderen Kandidaten nun mal nicht. Zum Einstieg 
finde ich den Arduino daher eine gute Wahl.

von Karl H. (kbuchegg) (Moderator)


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Sean Con schrieb:
> Ich möchte trotzdem (es sei denn dass es unmöglich ist) einen
> "dedicated" Timer, dann gesteuert von einem mit Quartz ausgerüsteten µC.

unmöglich ist es nicht.
Es ist nur völlig sinnlos und lediglich wieder eine Komponente mehr, die 
ausfallen kann.


> (Übrigens, wie heisst das auf Deutsch? In Englischen Literatur, heisst
> er "Deidcated" - den begriff "Dediziert" habe ich niemals gesehen.)

Ein deutsches Wort dafür wäre wohl "dezidiert". Ich habs aber schon eher 
länger nicht mehr gehört. "freistehend" könnte man auch noch sagen. Oder 
aber ganz einfach: Ich möchte aber gerne einen eigenen Baustein dafür 
benutzen. Oder: Ich möchte einen unabhängigen Baustein benutzen.

: Bearbeitet durch Moderator
von c-hater (Gast)


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Karl Heinz schrieb:

> Sean Con schrieb:
>> Ich möchte trotzdem (es sei denn dass es unmöglich ist) einen
>> "dedicated" Timer, dann gesteuert von einem mit Quartz ausgerüsteten µC.
>
> unmöglich ist es nicht.
> Es ist nur völlig sinnlos und lediglich wieder eine Komponente mehr, die
> ausfallen kann.

So ist es.

>> (Übrigens, wie heisst das auf Deutsch? In Englischen Literatur, heisst
>> er "Deidcated" - den begriff "Dediziert" habe ich niemals gesehen.)
>
> Ein deutsches Wort dafür wäre wohl "dezidiert".

Naja, normalerweise wird im Fach-Denglish tatsächlich "dedicated" als 
Attribut verwendet und jeder weiß, was gemeint ist. Nämlich etwas, was 
ausschließlich einem bestimmten speziellen Zweck gewidmet ist.

Obwohl ich sinnloses Denglish auch nicht so sehr liebe, benutze auch ich 
doch dieses Attribut. Es faßt in einem Wort zusammen, was im Deutschen 
ein länglicher Nebensatz wird.

Die Vokabel "dezidiert" ist mir zwar auch schon manchmal über den Weg 
gelaufen, aber abgesehen davon, daß man erstmal nachdenken muß, was sie 
eigentlich bedeutet, ist sie auch keine deutsche Vokabel, sondern ein 
Lehnwort aus dem Latein. Und die Bedeutung ist in der Quellsprache 
keinesfalls so klar und eindeutig, wie die Bedeutung von "dedicated" im 
Englischen.

Ein klarer Mißgriff, wie er nur den grenzdebilen Vollidioten von der 
reindeutschen Sprachfront passieren kann, die eigentlich wohl vor allem 
Hasser anglophiler Einflüsse auf die deutsche Sprache sind, gegen 
sonstige Lehnwörter aber erstaunlich wenig einzuwenden haben. Möge der 
"blitzkrieg" sie alle in den "kindergarten" fegen, wo sie hingehören...

von Rüdiger (Gast)


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Sean Con schrieb:
> Über den Arduino ...

Ich würde Dir raten, lass das mit dem Arduino- Quatsch.
Design dein eigenes kleines Board, auf welches Du nur das drauf packst, 
was Du oben wirklich brauchst.
So kannst Du das Ganze so klein und leicht wie möglich gestalten.
Bei Arduino und Co. wirst Du immer in einem vorgegebenen Rahmen 
gezwängt, und das ist nach meinem Dafürhalten, für eine solches Projekt, 
eher suboptimal.
Kauf Dir einen Brenner für den Controller deiner Wahl (PIC, ATMEL, TI 
...), und los gehts.

L.G.

Rüdiger

von Konrad S. (maybee)


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Karl Heinz schrieb:
> Ein deutsches Wort dafür wäre wohl "dezidiert".

Damit es nicht zu einfach wird:
http://www.duden.de/rechtschreibung/dedizieren
http://www.duden.de/rechtschreibung/dezidieren

von bianchifan (Gast)


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Auf der Suche nach Informationen über die neumodische Arduino Klone mit 
CH340 bin hierüber gestolpert..

Zu PIC kann ich nicht viel sagen, wegen des Aufwandes ünd des seinerzeit 
recht kostspieligen Umfeldes habe ich da immre einen Bogen drum gemacht, 
ich habe einig und allein Atmel, sprich ATTiny genutzt, programmieren 
ließ der sich mittels Drahtverhau.

Seid Frühjahr diesen Jahres beschäftige ich mich wieder mit 
Microkontrollern, ausgelöst durch eine Flugroboterthematik momentan 
zwecks 3D-Druck.

Sean Con schrieb:
> Unter "einfach
> programmierbar" meinte ich : 1. per USB schnitstelle programmierbar, und
> 2. keine teuere Brennsoftware.
>
> + Kleine From ist mir genau so wichtig als verfügbare Anzahl von I/O
> schnittstellen, und Anzahl von Prozessorkerne, bzw die Größe von
> On-board-Program und Data Memory, bzw RAM.

Davon ausgehend kann ich nur einen Arduino empfehlen, als kleinste 
Variante den pro mini, mit USB onboard den pro micro, alternativ Nano.

Der pro micro wird über USB programmiert, benötigt dafür aber einen 
zusätzlichen Adapter, USBASP reicht, für Anfänger besser geeignet ist 
ein FTDI, es geht aber auch mit jedem andern, auch ein zweiter Arduino 
mit USB und auf masse geletem Reset ist möglich, z.B. ein Nano.
Etwas raumgreifender ist der pro micro, dafür bietet der u4 ein paar 
Möglichkeiten mehr als ein 328, z.B. besseres PWM.

Bei allen genannten handelt es sich um 8-Bit Kontroller mit 16 MHz 
Taktung.,
Zum reinen Datensammeln sollte das reichen.
Vorteil der Arduinos ist deren Vertreitung und damit die rel. einfache 
Einbindung von Sensoren, Stichwort MultiWii.

Werden hohe Datenmengen unterschiedlicher Art benötigt, wird wohl ein 
ARM benötigt. Ich abe 2 STM-Bords hier rumliegen, die sind exakt 66 mm 
breit, kompakt ist anders. Verglichen mit Arduino ist die Cummunity sehr 
überschaubar, die Flugrobitik hat sie aber auch entdeckt (Taulabs).

Mehrkerner, da fällt mir UDOO Quad ein, da ist aber nix mehr mit 20 EUR, 
da kann man getrost verzehnfachen, da lohnt es sich, über ein 
LInuxprojekt mit Mobiltelefonen nachzudenken.
Dazwischen gibt es noch Beaglebone oder den inzwischen veralteten 
Raspberry Pi.

Teemsy ist ein Alternativprojekt zum Arduino, gleicher MC, ARM ähnlich, 
letztlich eine Geschmacks- und Glaubensfrage.

von Franz (Gast)


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Jürgen S. schrieb:
> Arduino Nano

Jürgen S. schrieb:
> Arduino Pro Mini

Hm. schrieb:
> Arduino mini empfehlen

Jürgen S. schrieb:
> Arduino Pro Mini Board

Jürgen S. schrieb:
> Arduino Nano

Jürgen S. schrieb:
> Arduino-kompatibles Board

Jürgen S. schrieb:
> Arduino-Boards

Jürgen S. schrieb:
> für Arduino-Boards

Dirk K. schrieb:
> Dennoch ist Arduino

Dirk K. schrieb:
> Arduino Nano-Clone

Dirk K. schrieb:
> Arduino-IDE

Dirk K. schrieb:
> Arduino daher

Rüdiger schrieb:
> Arduino

bianchifan schrieb:
> Arduino Klone

bianchifan schrieb:
> Arduino empfehlen

Mann, ich kanns nicht mehr hören!!!
Als gäbs nichts anderes mehr auf der Welt, als dieses Arduino- Zeug!!!
Sobald ein Anfänger hier im Forum fragt, welches µC- Board er denn 
nehmen soll, wird er fortlaufend dazu gedrängt, sich eines von diesen 
Arduino- Dingern an zu schaffen!
Einfach nur furchtbar!

Grüße.
Franz

von Jürgen S. (jurs)


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Franz schrieb:
> Mann, ich kanns nicht mehr hören!!!
> Als gäbs nichts anderes mehr auf der Welt, als dieses Arduino- Zeug!!!
> Sobald ein Anfänger hier im Forum fragt, welches µC- Board er denn
> nehmen soll, wird er fortlaufend dazu gedrängt, sich eines von diesen
> Arduino- Dingern an zu schaffen!
> Einfach nur furchtbar!

Ein Forum ist kein Wunschkonzert!

Du kannst empfehlen, was Du meinst.
Ich kann empfehlen, was ich meine.

Im übrigen: Wenn die Arduino-Plattform sogar von der Europäischen 
Weltraumagentur ESA für den CanSat-Wettbewerb propagiert wird:
http://www.esa.int/Education/New_CanSat_Competition_Announced
http://www.cansat.de/wettbewerb.html
http://www.t-minus.nl/products/cansat-kit/
Und diese CanSats dann mit echten Raketen bis in die Stratosphäre 
geschossen werden, dann kannst Du der Arduino-Plattform eine Eignung für 
den vorgesehenen Zweck kaum abstreiten.

Im übrigen schreibt der TO, dass er Meteorologie studiert, und nix mit 
Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Microcontrollern oder Informatik.

Da möchte er wohl nicht lernen, einen µC in allen Details zu verstehen 
und das letzte Registerbit im Schlaf zu programmieren, sondern er möchte 
bei seiner Messaufgabe zu schnellen Ergebnissen kommen. Und das kann er 
bei einer standardisierten Plattform mit massenhaft fix und fertig 
einsetzbaren Libraries für unterschiedliche Sensoren und 
Standardaufgaben.

von F. F. (foldi)


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Nachdem ich alles hier gelesen und teilweise nur noch überflogen habe, 
möchte ich doch erstmal einige grundsätzliche Empfehlungen geben, aber 
dazu bedarf es zunächst einiger Fragen:

@Sean Con

Wie viel Ahnung hast du von Elektronik?
Wie viel kennst du von Messtechnik?
Wo liegen deine Kenntnisse im Bereich der Mikrocontroller?
In welchen Sprachen kannst du programmieren, wenn überhaupt?

Nun die aller wichtigste Frage: Wie viel Zeit hast du für alles 
veranschlagt?

Erst nach diesen Erkenntnissen kann man eine sinnvolle Empfehlung geben.

Kennt er sich mit Busprotokollen aus und hat er damit gearbeitet, so 
kann er andere Sensoren nehmen (DS18B20 z.B. zur Temperaturmessung) oder 
er muss übern ADC messen und wenn er das nicht kennt, muss er sich da 
einarbeiten.

Grundsätzlich sind die Arduinos als Hardware doch ganz gut.

Hatte mir mal die Grundaufgabe angelesen. Da soll in der primären 
Mission Luftdruck und Temperatur gemessen werden. Als sekundäre Mission 
soll er noch was machen, was aber auch nur eine Berechnung sein kann.

Im minimalsten Fall reicht da z.B. ein ATTiny 10.

Also Sean, dann antworte mal auf all die Fragen.

von Sean C. (Firma: Universität Bonn) (seany)


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Hallo

> Wie viel Ahnung hast du von Elektronik?

Wie gesagt, ich bin Meteorologe. Ich kann die frage erst schlecht 
beantworten, denn ich weiß nicht welche die maßstaben sind, aber versuch 
es :

1. Radarphysik : Sehr gut.
2. Analog LRC : Gut
3. Binär (und auch Multivalued) Logik: Sehr gut
4. Umgehen mit AND/OR/NAND oder solche Bausteine : Kann damit arbeiten
5. Gängige, von Fabrik gefertigte Bausteine : das problem ist, die 
kommen mit sehr vielen Fachlich bezogenen Informationen, was ich erst 
nachgucken muss. Zum beispie, ich weiß was GPIO ist, was Built-in-ADC 
und Kalman-Filter ist, aber wenn zB "SPI Flash Memory" erwähnt würde, 
muss ich wohl nachlgucken. Dann, in vielen Fälle muss ich erst einen Tag 
lang überlegen, wie ich bestimmte Signalform erzeuge, oder ob dafür 
schon welche Lösung gibt.

Es gibt bestimmte Differenzeialgleichungen, wenn ich die sehe, weiß ich 
sofort was ich tun soll, aber so ist das nicht mit der Elektonik halt.

> Wie viel kennst du von Messtechnik?

Nicht ganz, ich lerne noch HF Messtechnik - um mit Radargeräten 
umzugehen.

> Wo liegen deine Kenntnisse im Bereich der Mikrocontroller?

Ich kann, unter anderen:

1. von einem µC-Schaltplan (zB das hier: 
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/msp430f123.pdf, auf seit 2) die 
Gründidee verstehen, daß , zB die 22 pins auf einem 8 Bit Data Bus 
montiert (? ich weiß nicht ob das der richtige Begriff ist) sind. Das 
soll heissen, daß auf einem Instruction, der Prozessor kann maximal 8 
bit ablessen. Ich seh auch daß die interrupt enabled sind, worunter ich 
verstehe, daß der Prozessor innerhalb von einem bestimmeten Zeitinterval 
auf einem Input auf so einem Pin reaggieren muss (oder versteh ich das 
falsch?)

2. Parallax Propeller in PropellerBasic programmieren

3. kenne die Theorie der Computation und Binäroperationen sehr gut - und 
habe ausreichende Kenntnisse in der Umsetzung davon, zB in der Theorie 
von Data Bits und Instruction Bits, MSB, LSB, und so weiter.

4. Schaltpläne und Schaltungen bauen, um über einem, zB 10-poligen 
Stecker mit einem anderen µC kommunizieren, über 10 GPIO


> In welchen Sprachen kannst du programmieren, wenn überhaupt?

C, C++, Fortan, Basic, TI basic, Parallax Propeller Basic, .......
8086 Assembler hab ich mir angeschaut - aber, aber ungerne. Damit zu 
arbeiten dauert zu lang.
Java - ich glaub nicht Java hierauf laufen wird.

Und natürlich Brainf*ck, und alles High-Level was Ihr denken könnt.


> Nun die aller wichtigste Frage: Wie viel Zeit hast du für alles
> veranschlagt?

3 Std am Tag.


> Hatte mir mal die Grundaufgabe angelesen. Da soll in der primären
> Mission Luftdruck und Temperatur gemessen werden. Als sekundäre Mission
> soll er noch was machen, was aber auch nur eine Berechnung sein kann.

Das will ich tun :
die Temperatur (ich plane einen NTC Thermistor zu nutzen. Die haben eine 
Schnelle Reaktionszeit, ca. 0,6 Sek.) und die Strahlungsintensität in 
Sichtbaren und in IR Banden abmessen.

Das ist eine Modelvalidierung.

Allerdings, wäre mir wirklich lieber, wenn ich das ganze nicht auf 
8086 Assembler programmieren muss, denn ich will ja was anders. Aber 
wenn es eine gute Idee ist, mit 8086 zu arbeiten, tue ich halt so, und 
lerne was ich noch lernen muss. No Problema.

von al3ko (Gast)


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Meine Meinung (bin aber kein Spezialist):

Kauf dir für wenig Geld ein Steckbrett, einen einfachen uC (PIC oder 
AVR) mit ein wenig Kleinzeug (Taster, LCD, Transistoren, Kondensatoren 
etc.) und gewinne ein Gefühl von uC Programmieren - sehr klein anfangen:
- Bringe eine LED zum Blinken, damit du verstehst, wie man mit den 
Registern arbeitet, sie setzt und wieder löscht
- Arbeite mit Timern
- Arbeite mit Interrupts
- Lerne PWM
- Arbeite mit dem ADC

Das sind m.E. grundlegende (einfache) Sachen in der uC Programmierung, 
die deine uC Kenntnisse sowohl in der Elektronik als auch in der 
Programmierung festigen.
Wenn du diese Sachen beherrscht, solltest du m.E. die nötigen 
Grundkenntnisse besitzen, um die ersten Schritte in deinem Projekt zu 
gehen.

Was mir persönlich die größten Probleme bereitet hat, war weniger das 
Programmieren an sich oder die Elektronik, sondern eher das Lesen und 
Verstehen des Datenblatts; das gezielte Denken in 0 und 1 und 
entsprechend die Register zu finden und sie zu setzen/löschen.

von F. F. (foldi)


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Das hört sich alles doch gut an.
Mit C / C++ kannst du im Grunde jeden neueren µC programmieren. Es gibt 
Pic die nur in Assembler programmiert werden können.

Im Grunde steht dir die Welt offen.
Wenn du sogar alles selbst zusammen löten kannst, dann suche dir einen 
Controller raus, der deine Bedürfnisse befriedigt.
Wie rechenintensiv deine Aufgaben sind, das weiß ich nicht, aber mit nem 
ATTiny (wahlweise den 10) kannst du, denke ich, schon alles was du 
messen willst machen.
Ich würde dir raten einen möglichst kleinen µC zu nehmen. Nicht der 
Größe wegen, ich meine einen kleinen vom Umfang her. Was nutzt dir ein 
µC dessen Datenblatt 1000 Seiten umfasst?
Die kleinen Tinys sind mit unter 200 Seiten dabei.
Bleib auch zunächst bei einer Familie, wie die AVR's, denn dann kannst 
du einfacher auf einen anderen µC umsteigen und sogar ohne große 
Umstände deinen Code übernehmen.
Willst du es einfach und nicht erst löten, dann nimm einen Arduino Nano 
oder Mini. Den Nano kriegst du schon für um die 6 Euro. Programmiere in 
C. Dann hast du schon mal eine gute Basis.
Wenn du dir einen Programmer kaufen willst, nimm einen von Atmel. Das 
erspart ne Menge Kopfschmerzen.
Mit nem Bootloader brauchst du nicht mal einen Programmer für den Nano.

Denke, wenn du schon so viel kennst, dann kannst du innerhalb von 
wenigen Tagen die ersten Probemessungen machen.

Viel Erfolg!

von Sean C. (Firma: Universität Bonn) (seany)


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F. Fo schrieb:

> Wenn du sogar alles selbst zusammen löten kannst, dann suche dir einen
> Controller raus, der deine Bedürfnisse befriedigt.

Löten kann ich selber natürlich aber ich weiß nicht ob ich mit einem 
winzig kleinen Gehäuse, und dementsprchenden ganz nebeneinanderliegenden 
Pins auf einem µC umgehen kann.

> Wie rechenintensiv deine Aufgaben sind, das weiß ich nicht, aber mit nem
> ATTiny (wahlweise den 10) kannst du, denke ich, schon alles was du
> messen willst machen.

Rechenintensiv sind die nicht ganz, außer die TimerPlatinne. Es kann 
sein, dass nicht-reguläre Sampling nötig ist, und sie soll diese, 
basiert auf einem funktionellen Model in der Form von S_i(t) = 
F(S_(i-1), t), (d.h. jede neue Sampling erfolgt nach einem Zeitinterval 
welche eine Funktion von Zeit und letzter Samplingpunkt ist) auslösen 
können

> Ich würde dir raten einen möglichst kleinen µC zu nehmen. Nicht der
> Größe wegen, ich meine einen kleinen vom Umfang her. Was nutzt dir ein
> µC dessen Datenblatt 1000 Seiten umfasst?
> Die kleinen Tinys sind mit unter 200 Seiten dabei.

ATTiny?

Das sieht auch für mich lötbar aus : 
Ebay-Artikel Nr. 290450307829

> Bleib auch zunächst bei einer Familie, wie die AVR's, denn dann kannst
> du einfacher auf einen anderen µC umsteigen und sogar ohne große
> Umstände deinen Code übernehmen.

Okey. Wie viel kostet ein programmer? Bei Conrad 40€ : 
http://www.conrad.de/ce/de/product/191268/mySmartUSB-MK3-USB-Programmer 
- das ist eine Menge Geld - übrigens, programmierung erfolgt über ISP. 
Das soll ich auch können, wie es hier erwähnt wurde: 
Beitrag "Attiny 84 ISP?!"

Und gibt's auch für Linux eine Brennsoftware?

> Denke, wenn du schon so viel kennst, dann kannst du innerhalb von
> wenigen Tagen die ersten Probemessungen machen.
>
> Viel Erfolg!

Danke! wenn ich alle Sachen nicht aus China importieren muss, dann soll 
es auch klappen. Ich habe einen Bus gedesignd (schon wieder Dinglish) - 
er ist modulär. Mal sehen!

: Bearbeitet durch User
von Sean C. (Firma: Universität Bonn) (seany)


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Rüdiger schrieb:
> Sean Con schrieb:
>> Über den Arduino ...
>
> Ich würde Dir raten, lass das mit dem Arduino- Quatsch.
> Design dein eigenes kleines Board, auf welches Du nur das drauf packst,
> was Du oben wirklich brauchst.

Das schaffe ich nicht in einem monat! Ich planne, in Juli schon zu 
fliegen.

von F. F. (foldi)


Angehängte Dateien:

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Sean Con schrieb:
>außer die TimerPlatinne.
Nimm doch zunächst einmal den Timer vom µC, wenn dir das dann noch nicht 
passt, dann kannst du immer noch was anderes dran bauen.

>> Die kleinen Tinys sind mit unter 200 Seiten dabei.
>
> ATTiny?
https://guloshop.de/shop/Mikrocontroller/ATtiny10::84.html?XTCsid=1asc6gkd96bbgpmu1c4vcp3025
Den zum Beispiel. Da kannst du auch günstig einkaufen und Markus Weber 
ist auch hier vertreten.
>


> Okey. Wie viel kostet ein programmer?
Den hier:
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=45040&PROVID=2257&wt_mc=amc136152448016369&ref=adwords_pla&&gclid=COu-xLes_74CFQXnwgod4ZIAKA

> Und gibt's auch für Linux eine Brennsoftware?
Bestimmt, aber ich nehme das Atmel Studio für Windows.
Man kann auch mit einem make file arbeiten. Aber das ist mir zu 
kryptisch. Wenn man mit verschiedenen Controllern arbeiten will, muss 
man für jeden ein entsprechendes make file machen.

In dem Bild siehst du auf der linken Platine wie klein (daneben ein 
blauer Jumper) der Tiny10 ist. Die rechte Platine ist ein  von mit 
gebauter universeller Programmieradapter für die Tiny10.
Der Tiny10 kann aber nur über TPI programmiert werden. Dieses Protokoll 
unterstützt nicht jeder Programmer.

Wenn man die Schnittstelle sparen will und außerhalb den µC 
programmieren will, braucht man noch so einen Sockel, wie auf der 
fertigen Platine.
Mit diesem Adapter kannst du auch den auf disable gesetzten Rest Pin 
wieder aktivieren.

: Bearbeitet durch User
von Michael R. (elektr-hobbyist)


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Hallo Sean Con,

falls Du einen PIC nehmen möchtest, den Brenner PICkit 3 gibt es für um 
die 30 €. Und der Unterstützt auch Debugging.
Dazu die IDE "MPLAB X" von Microchip. Die ist kostenlos.
MPLAB X ist cross-platform, läuft also unter Windows, Mac UND Linux.

L.G.

Micha

von John Doe (Gast)


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Sean Con schrieb:
> Das schaffe ich nicht in einem monat! Ich planne, in Juli schon zu
> fliegen.

Bei dem Zeitplan drängt sich, und das sage ich ungern, ein Arduino auf.

Wie schon oft genug erwähnt:
- Arduino Nano (z.B.) kaufen
- Arduino IDE installieren
- Anstöpseln
- Programmieren

Für standard Anwendungen sind die Bibliotheken zu den verschiedenen 
Sensoren völlig ausreichend.

Sollte dann nach dem ersten Start lust auf mehr kommen, kann man auch im 
AVR Studio (ebenfalls kostenlos) in C programmieren und mit dem 
Arduino-Bootloader flashen.

-----
Aber wer den umgang mit Mikrocontrollern lernen will, sollte auf jeden 
fall mit dem Steckboard und einem "rohen" Controller (beliebiger 
Hersteller) anfangen.

von F. F. (foldi)


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John Doe schrieb:
> Sollte dann nach dem ersten Start lust auf mehr kommen, kann man auch im
> AVR Studio (ebenfalls kostenlos) in C programmieren und mit dem
> Arduino-Bootloader flashen.

Auch über die Arduino IDE kann er in C oder C++ programmieren.

von GB (Gast)


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Wenn Du den Propeller kennst, warum benutzt Du ihn nicht?

von Sean C. (Firma: Universität Bonn) (seany)


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GB schrieb:
> Wenn Du den Propeller kennst, warum benutzt Du ihn nicht?

Finde keinen gunstigen Programmer/Brenner, und der Chip selber ist auch 
4€ teuer. Ihc brauch sachen die ich über die Schulter werfen könnte.

von Michael R. (elektr-hobbyist)


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Hallo Sean Con,

ist jetzt nicht böse gemeint, aber Du lässt Dich jetzt schon seit fast 
einer Woche hier beraten. :-)
Du könntest schon halb fertig sein. :-)
Es kann hier sicher jeder nachvollziehen, dass Du nicht ins Klo greifen 
möchtest. Aber ich denke, Du hast mittlerweile einen ganz guten 
Überblick über die Möglichkeiten bekommen.
Das ganze Thema kann man noch unendlich weiter aus walzen.
Leg los, sonst rennt Dir die Zeit davon!

L.G.

Micha.

von Ga R. (garath)


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Ich möchte dir noch einen anderen Weg vorschlagen. Offensichtlich liegt 
dein Interesse ja nicht am basteln selbst sondern daran möglichst 
"leichte Intelligenz" gen Orbit zu schicken. Programmieren würdest du 
gerne in einer Hochsprache. Da Empfehle ich dir Linux, Ich würde Debian 
nehmen, vielleicht magst du lieber Ubuntu? Gewichts-mäßig und vom 
Stromverbrauch her ist das kein Thema mehr. Atmel hat da einen schönen 
Arm9 Prozessor gebastelt, der das hergibt.  Das Board das ich hier habe 
saugt ca 80mA bei 5 Volt an meinem USB-Anschluss, und es gibt es fix und 
fertig für 24 Euro zu kaufen.  Das kannst du also locker mit einem 
kleinen Akku befeuern. Java kannst du dann auch weiternutzen, oder auch 
Brainf**k. Ich habe das Board mit Emdebian, Debian und Buildroot 
getestet. Funktionierte für mich wunderbar.
Also als kleinste Lösung die Arietta                     20 Euro
wenns mehr GPIOs und Ethernet sein sollen das AriaG25   24 Euro
http://www.acmesystems.it/arietta
Es gibt auch einen Clon mit Flash an Board, nur möchte ich dir den nicht 
wirklich empfehlen. Ich wünschte mir das Aria mit Flash für den 
industriellen Einsatz. Mit SD-Card geht es bei dir aber eh einfacher.

von Dirk K. (dekoepi)


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Das Arietta klingt sehr interessant. Wie würden denn die nicht 
empfehlenswerten Clones davon heißen? :)

von Ga R. (garath)


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Die Clone sind vom AriaG25 Board
http://www.cnx-software.com/2013/12/13/30-corewind-tech-core9g25-som-features-atmel-sam9g25-arm9-processor/

Die Italiener liefern prompt, die China-Boards dürften durch das Porto 
eh etwas zu teuer werden. Kostet imho 30$ Porto+ das Board selbst.

Das Arietta-Board sieht echt schnuckelig aus, ich brauche jedoch immer 
Ethernet, daher nichts für mich.

von Dirk K. (dekoepi)


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Naja, preislich nehmen die sich nicht viel, da dann lieber die originale 
EU-Version. Alleine Versand sind aus China noch mal 30 US-$, während bei 
der Arietta 7,xy€ Steuern und 14 € Versand kommen. Da ist jeder RasPi 
interessanter (und der juckt mich tatsächlich gar nicht - keine 
Herausforderung dabei). Danke für die Aufklärung! :)

: Bearbeitet durch User
von Ga R. (garath)


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Klar kann man den Raspi nehmen, wenn einem das Gewicht und der 
Stromverbrauch nichts ausmacht. Mit den Italienern bist bei beiden um 
Welten kleiner und sparsamer, auf dem Weg zum Mond ;-)

von Dirk K. (dekoepi)


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Würde der Preis der Größe und dem Gewicht gerecht, hätte ich da 
wesentlich mehr Interesse dran. >40 Euro für einen gemächlichen 
Atmel-ARM ist einfach zuviel, auch, wenn da ein kleiner RAM und 
SD-Kartenhalter dabei ist. Einige der Einschränkungen machen Arietta 
spannend - nur via Konsole drauf zu arbeiten (wobei, war doch früher 
normal), für Linux schon schmale Speicherausstattung - dafür 
einigermaßen IO vorhanden. Aber der Preis ...

von Ga R. (garath)


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Tja, das Porto ist schon sehr unangenehm, wenn man nur ein Board 
bestellt. Ich arbeite auf solchen Boards und auch auf dem Raspi nur per 
Remote-Shell, am liebsten per Putty 2-3 Screen-Sessions. Dann hat man 
auch eine Art Mehrfenster-Betriebssystem. Wenn die Größe und der 
Stromverbrauch unkritisch sind, kann man natürlich alles nehmen was 
günstig ist, und da ist der Raspi zur Zeit das Maß der Dinge. Nur wird 
Sean auf dem Mond den HDMI und Soundanschluss nicht benötigen, 
mitschleppen müsste er ihn dennoch. Ich kenne momentan kein leichteres, 
kleineres und sparsameres Linux-Board mit 128 oder 256MB Ram. Falls 
jemand ein sieht, wäre ich dankbar für einen Link.

: Bearbeitet durch User
von Felix L. (flex)


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Hallo,

schau mal bei https://www.tigal.com unter Embedded Linux. Dort gibt es 
auch das Board.

Gruß
Felix

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