Hallo werte Kollegen, ich habe gerade einen Sensorvorverstärker auf den Tisch bekommen. Dort ist ein Traco TEN 8-2411WI verbaut (isolierter Schaltwandler, 5 V Ausgang). Die Masse der Primärseite geht auf MINUS des speisenden Netzteiles. Die Masse der Sekundärseite ist die Masse für den Sensorvorverstärker. Zwischen beiden Massen ist ein großer Kerko verbaut (das kenne ich schon), parallel dazu jedoch ein 1 MOhm Widerstand in Bauform 1812. Wozu könnte dieser dienen? In meinen Traco Unterlagen finde ich dazu leider nichts. Grüße, Wolfgang
Vielleicht damit keine zu hohe Potentialdifferenz entsteht? Wird wohl nichts zur Störungs-Unterdrückung beitragen.
Hm, geht denn dadurch nicht die sicherlich beabsichtigte galvanische Trennung flöten?
Ist der Kerko Klasse 1 oder Klasse 2? Falls es ein Klasse 2 Kerko ist, kann ich mir vorstellen, dass die Reduzierung der Potentialdifferenz dazu dient die Spannung über den Kerko gering zu halten und den Kapazitätsverlust vorzubeugen. Also eventuell hat der Widerstand doch irgendwelche Vorteile in Bezug auf Störunterdrückung. Da es sich ja bei der Primärseite wohl nicht um ein gefährliches Potential halten wird ist die galvanische Trennung wohl auch nicht als Schutz gedacht. Problematisch wird es, wenn du damit irgendwas speisen solltest, was wieder rum gegenüber der primär-seitigen Masse auf einem definierten Potential liegt, da dann über den 1 MOhm ein Querstrom weg fließen kann.
Ich habe hier ein System, welches ein angeblich potentialgetrenntes Multimeter enthält. Dort gibt es öfters Probleme, wenn man dieses Multimeter nutzt um Spannungen zu messen, welche gegenüber der System-Masse auf einem erhöhten Potential liegen. Das liegt auch daran, dass es eben nicht 100% potentialgetrennt ist und hochohmig mit der Systemmasse verbunden ist.
Wolfgang Peters schrieb: > Hm, geht denn dadurch nicht die sicherlich beabsichtigte galvanische > Trennung flöten? Hängt davon ab, ab was für einem R Du das als galvanisch getrennt bezeichnest. Irgendeinen R wirst Du immer zwischen den beiden Seiten haben, und seien es Giga- oder Teraohm über die Oberfläche der Leiterplatte oder durch die Luft. Schau mal für was für eine maximale Potentialdifferenz zu Erde Dein Gerät ausgelegt ist. Bei vielen Messgeräten ist da z.B. was von um die 40V üblich. Und jetzt rechne mal aus was da bei 40V und 1MOhm maximal für nen Strom fließen kann: das spielt meist keine Rolle.
Das ist definitiv ein X7R-Kerko. Primärseitig werden 12 V über einen Sicherheitstrafo eingespiesen. Der von der Sekundärseite versorgte Vorvestärker ist für den Anschluss eines Durchflusssensors vorgesehen, dessen Masse für Erdung vorgesehen ist. Aber so richtig schlau werde ich daraus immer noch nicht.
Das ist eine Maßnahme zu Störungsverminderung. Diese kleinen DC/DC Wandler sind bisweilen die reinsten EM-Dreckschleudern, besonders was Gleichtaktstörungen angeht. Mit dem Kondensator bringt man einen niederohmigen HF-Pfad vom Ausgang zum Eingang, damit die Gleichtaktstörungen nicht so starkt in Richtung Ausgangsspannung abfließen. Noch besser wäre noch eine Gleichtaktdrossel. Der 1M Widerstand ist eher akademisch und soll ein Hochlaufen des Potentials am Ausgang verhindern (ESD, starke E-Felder).
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