Hallo zusammen,
nach einigen Schaltungen mit LED´s und Tastern am AVR möchte ich nun
etwas aufwändigeres entwickeln.
Bei den Feuerwehren diesen Landes kommt es immer wieder vor, das
Wasserleitungen über sehr lange Wegestrecken gelegt werden müssen.
(Dafür gibt es sogar genormte Fahrzeuge ("SW2000"=2000m
Schlauchleitung)) Jedoch schafft es eine normale Feuerwehrpumpe nicht
800l/min über 2000m weit zu fördern. Daher werden, je nach dem wie
erforderlich, Pumpe zur unterstützung dazwischen betrieben. Um möglichst
effektiv arbeiten zu können gibt es zwei Faustformeln: 1bar
Druckdifferenz auf 10 Höhenmetern und 1 bar Druckdifferenz pro 100m
Schlauch. Die Entfernung lässt sich noch relativ gut über den Fahrzeug
Kilometerzähler ablesen, beim Höhenunterschied beginnt das raten. Öfters
kommt es dazu das man sich in der Höhe verschätzt und wieder zurück muss
um eine Pumpe zwischen zu bauen.
Nun zu meiner Idee: Spannungsversorgung + µC + GPS-Empfänger und über
LED´s und Piepser wird angezeigt wann die nächste Pumpe zu setzten ist.
Kann mir jemand von euch einen günstigen GPS-Empfänger empfehlen bzw.
mir ein C-Programm zeigen worin die Daten des GPS-Empfängers ausgewertet
werden. Ich möchte das Programm komplett selber schreiben und mir nur
mal kleine Anregungen holen.
Danke für eure Hilfe.
Vorsicht, die GPS-Höhenangabe ist nicht gerade genau. Dafür ist das
System nicht gemacht. Das kannst du ja mal mit einem Smartfon in
bekanntem Gelände nachvollziehen. Oder gleich eine App dazu entwickeln.
Na gut, wie misst man Höhe genauer? Über den Luftdruck?
Grüße
die GPS Module haben alle ein identisches Datenformat, genannt NMEA.
Nimm irgend eins. Das format ist String, zu finden unter NMEA, nciht
schwierig.
Auch schon an eine Saugpumpe gedacht ? :-)
Smartphone ist absolut tabu. Jeder FW-Mann/Frau ist angewiesen bzw. wird
empfohlen ihr Handy/Smartphone zu Hause zu lassen. Grund: Die Geräte
sind i.d.R. nicht EX-Geschützt.
Luftdruck wird auch eher ein unding, da bei Gewitter etc.pp. dieser
wieder neu geeicht? werden muss.
Simon schrieb:> Kann mir jemand von euch einen günstigen GPS-Empfänger empfehlen
Du suchst keinen günstigen, sondern einen guten.
Denn +/-10 Höhenmeter sind die normale Toleranz von GPS, d.h. ein
Messwert zeigt 62müNN, der nächste 55müNN, der nächte 44müNN, der
nächste 58müNN, obwohl du die ganze Zeit am selben Ort stehst.
Mein Smartphone, sicher nicht das billigst mit dem billigsten GPS, aber
satte Störungen nebendran, zeigt 88m nach dem Einschalten, korrekt 67m
wenn es alle Satelliten gefunden hat, hebt man es 2m an ändert sich
nichts, senkt man es 2m ab geht es auf 56m, nimmt man es in die Wohnung
werden es bei gleicher Höhe aber indirektem Satellitenempfang 52m.
Meine Theorie ist, daß selbst mit dem besten GPS nicht die erforderliche
Höhengenauigkeit erreichbar ist, nicht unter realen Umständen wie
Bewegung auf dem Auto, Abschattung durch Gebäude.
Simon schrieb:> Luftdruck wird auch eher ein unding, da bei Gewitter etc.pp. dieser> wieder neu geeicht? werden muss.
Nicht wirklich.
Denn dich interessiert ja nicht die absolute Seehöhe. Dich interessiert
nur die Differenz zu einem Punkt an dem du 2 Minuten vorher warst. So
schnell ändert sich (normalerweise) der Luftdruck nicht. Und wenn doch,
dann kann das Gerät immer noch feststellen, dass sich der Luftdruck so
schnell geändert hat, dass du mit dem Fahrzeug im freien Fall unterwegse
gewesen sein müsstest und daher die Werte nicht mehr plausibel sind.
Simon schrieb:> Smartphone ist absolut tabu. Jeder FW-Mann/Frau ist angewiesen bzw. wird> empfohlen ihr Handy/Smartphone zu Hause zu lassen. Grund: Die Geräte> sind i.d.R. nicht EX-Geschützt.
Ah ja, aber deine Frickel-Schaltung? Im Smartphone hast du bereits alles
was nötig ist drin. Ne Luftdrucksensor kann man da dann noch z.B. per
Blueooth-Anschließen.
> Luftdruck wird auch eher ein unding, da bei Gewitter etc.pp. dieser> wieder neu geeicht? werden muss.
Vor allem "geeicht"....
Egal, dir gehts ja um die DIFFERENZ, also Nullpunkt bei Punkt A setzen
und bei Punkt B die Differenz in Metern ablesen. Kein Problem. Selbst
mit billigen Luftdrucksensoren kommt man heute auf 10cm Genauigkeit.
Die "Frickel-Schaltung" sowie du sie so schön beschreibst, bleibt ja im
Fahrzeug. Das Smartphone hat jeder normale Mensch in der Regel in der
Tasche oder ? ;)
Karl Heinz schrieb:> ... dann kann das Gerät immer noch feststellen, dass sich der Luftdruck so> schnell geändert hat, dass du mit dem Fahrzeug im freien Fall unterwegse> gewesen sein müsstest und daher die Werte nicht mehr plausibel sind.
Um Plausibilitätskontrolle kommst du sowieso nicht rum. Auch ein GPS
springt wie wild in einem Umkreis von rund 5 bis 6 Meter rum, obwohl du
ganz ruhig am Strassenrand sitzt.
Wenn du also denkst du brauchst nur die Sensoren anschliessen und kannst
dann 100% den Messwerten vertrauen, dann hast du dich geschnitten.
Ein Strassen-GPS hält seine Anzeige nur deswegen auf der Strasse, weil
es weiß, dass du mit einem Auto normalerweise auf der Strasse fährst und
nicht in der Wiese nebenan. D.h. das projziert die ermittelte Position
auf die nächstliegende Strasse (und noch ein paar Komplikationen mehr)
und deswegen ist der Pfeil in der Anzeige auf der Strasse und nicht weil
das GPS deine Position so genau bestimmen kann.
Simon schrieb:> Die "Frickel-Schaltung" sowie du sie so schön beschreibst, bleibt ja im> Fahrzeug. Das Smartphone hat jeder normale Mensch in der Regel in der> Tasche oder ? ;)
Au Backe. Natürlich. Ein Smartphone kann man nur dauernd in der Tasche
tragen. Die Frickelschaltung kann natürlich im Auto bleiben. Schon klar.
Kopf->Wand. Ich bin raus. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.
Das Smartphone kannman doch auch im Auto lassen, oder?
Na egal, eine Möglichkeit wäre ein GPS-Empfänger für Outdoor-Zwecke.
Also zum Wandern z.B. Viele dieser Geräte haben auch einen
barometrischen Höhenmesser eingebaut. Dann hättest du die
Entfernungsmesung über GPS und die Höhenmessung über den barometrischen
Höhenmesser.
?!? schrieb:> Na egal, eine Möglichkeit wäre ein GPS-Empfänger für Outdoor-Zwecke.> Also zum Wandern z.B. Viele dieser Geräte haben auch einen> barometrischen Höhenmesser eingebaut. Dann hättest du die> Entfernungsmesung über GPS und die Höhenmessung über den barometrischen> Höhenmesser.
.... nicht zu vergessen:
Auch wenn die Teile erst mal relativ teuer aussehen: billiger wird deine
Selbstbaulösung auch nicht.
Nicht wenn du alles rechnest: Du brauchst Kleinkram, Kabel, Gehäuse,
Akku, Ladegerät, etc.
Rechnet man das alles zusammen, kommst du auf einen höheren Preis.
Das einzige was das Teil nicht kann: Bei Überschreiten deiner Paramter
einen Piepser machen, damit alle wissen: anhalten und Pumpe abladen. Da
muss dann eben ein 2-ter Mann das Teil im Auge behalten.
Simon schrieb:> Andere Ideen mit der Entfernungsmessung ?
Kilometerentfernungsmesser vom Auto ?
Das weiss auch, ob du 3km Umweg gefahren bist, um 1km Luftlinie weit zu
kommen.
MaWin schrieb:> Simon schrieb:>> Andere Ideen mit der Entfernungsmessung ?>> Kilometerentfernungsmesser vom Auto ?>> Das weiss auch, ob du 3km Umweg gefahren bist, um 1km Luftlinie weit zu> kommen.
Wird der Schlauch so verlegt, wie mit dem Auto gefahren werden kann,
oder Luftlinie? Wenn das Auto geländegängig ist und keine größeren
Hindernisse (Mauern o.ä.) im Weg sind, wäre es Luftline. Aber wenn ein
Hindernis umfahren werden muß, wird dir der Kilometerzähler vom Auto
nichts bringen.
?!? schrieb:> Simon schrieb:>> Vielen Dank für eure Hilfe, darauf kann ich verzichten !>> Was ist jetzt plötzlich los?
Das kömmt öfter vor, dass ein Fragesteller unwirsch reagiert, wenn das
Forum anfängt das eigentliche Problem in allen Facetten zu durchdenken
und dabei auf Problemkreise stösst an die der Fragesteller noch gar
nicht gedacht hat und er merkt, dass das alles dann doch nicht so
einfach ist, wie er ursprünglich angenommen hat. 'Papier' ist eben
geduldig und hinschreiben was ich haben möchte kann ich schnell. Aber ob
ich das dann auch realisieren kann bzw. ob das dann auch unter möglichst
vielen Bedingungen auch funktioniert, ist eben eine andere Sache. Vor
allen Dingen ersteres ('Kann ich das' im Gegensatz zu 'Ich will, dass
...') stellt sich des Öfteren schon mal als echter Showstopper heraus.
Karl Heinz schrieb:> Das kömmt öfter vor,
Na wer weiß, woran es liegt. Es waren doch (zum größten Teil) ganz
brauchbare Tipps dabei. Naja, wir haben's versucht :-)
FW schrub:
>Falls es noch jemand interessiert, so sieht ein professionelles Gerät>aus.>http://www.rosenbauer.com/fileadmin/sharepoint/pro...
?!? frog:
>Na wer weiß, woran es liegt.
Es wird daran liegen, daß der TO auch festgestellt hat, daß es schon
ein industriell hergestelltes Gerät für diesn Zweck gibt.
Wem ist es nicht schon passiert, daß man sich sagte: "Das wäre eine
feine Sache, ein Gerät zu haben, was xxx kann"
Man zerbricht sich den Kopf, baut sich einen Prototypen und sieht dann
mit Entsetzen, daß es einen solchen Apparat schon seit 2 Jahren gibt.
:-(
MfG Paul
>Grund: Die Geräte sind i.d.R. nicht EX-Geschützt.
Da führt man zu einem Brand, also einer gigantischen Zündquelle und
macht sich dann wegen nicht Ex-geschützter Handys Sorgen....
"Er glaubt es nicht" glaubte nicht:
>Da führt man zu einem Brand, also einer gigantischen Zündquelle und>macht sich dann wegen nicht Ex-geschützter Handys Sorgen...
Da kommt man zu einem Güterzug mit Gaskesselwaggons und die sind noch
nicht explodiert. Gas strömt aus...Man will sie nur mit Wasser kühlen.
Da schlägt ein Drecksgerät Funken.
WUMM!
Glaubst Du das?
SCNR
Paul
>...Man will sie nur mit Wasser kühlen
- Als Feuerwehrmann würde ich mich aus Gaswolke grundsätzlich
fernhalten.
- Warum soll ich den Kesselwagen kühlen, wenn es nicht brennt?
- Was ist mit den heißen Katalysatoren in den Feuerwehrfahrzeugen, der
elektrostatischen Aufladung beim Abrollen der Schläuche, der
Funkenbildung beim Benutzen von Werkzeugen...
- Das Sicherste ist übrigens, das Gas abzufackeln anstatt daß sich die
Schwergaswolke ungehindert und unkontrolliert ausbreitet.
IchGlaubeEsNicht schrieb:>>...Man will sie nur mit Wasser kühlen>> - Als Feuerwehrmann würde ich mich aus Gaswolke grundsätzlich> fernhalten.
...und lieber andere sterben lassen
>> - Warum soll ich den Kesselwagen kühlen, wenn es nicht brennt?
...vielleicht, DAMIT er nicht hochgeht durch die Hitze?
>> - Was ist mit den heißen Katalysatoren in den Feuerwehrfahrzeugen, der> elektrostatischen Aufladung beim Abrollen der Schläuche, der> Funkenbildung beim Benutzen von Werkzeugen...
Freigewordenes Gas entzündet sich nicht an einem Kat. Und die Schläuche
bilden keine statische Ladung. Für solche Fälle (Gas) ist vorgesorgt.
>> - Das Sicherste ist übrigens, das Gas abzufackeln anstatt daß sich die> Schwergaswolke ungehindert und unkontrolliert ausbreitet.
...zum Abfackeln müßtest du aber auch zum Gaskessel hin, das willst du
doch nicht, sagtest du oben? Und außerdem, warum abfackeln, wenn man die
Explosion durch Kühlung verhindern kann?
Versprich mir eins: Werde bitte kein Feuerwehrmann, denn sonst würde ich
das Vertrauen in die Truppe verlieren.
>...und lieber andere sterben lassen
Ich glaube nicht, daß Feuerwehrleute verpflichtet sind, den Heldentod
für andere zu sterben.
>DAMIT er nicht hochgeht durch die Hitze?
Dann erklär doch mal, wo die Hitze herkommt ohne Brand?
>Freigewordenes Gas entzündet sich nicht an einem Kat.
Ach ja?! Du weißt schon, daß der Kat ziemlich heiß wird. Zum Zünden
braucht es keine offenen Flammen, heiße Oberflächen reichen aus.
>Und außerdem, warum abfackeln, wenn man die Explosion durch >Kühlungverhindern
kann
Du bist ja ein wirklich echter Fachmann, die Kühlung soll einen
sogenannten BLEVE verhindern. Solange das Gas nicht brennt gibt es
keinen Energieeintrag und somit ist keine Kühlung nicht erforderlich. Im
übrigen kühlt ein Druckgas bei Expansion üblicherweise ab.
>Werde bitte kein Feuerwehrmann
Wenn du mit deinen rudimentären technischen Kenntnissen der Truppe
ebenfalls fernbleibst.
IchGlaubeEsNicht schrieb:> Dann erklär doch mal, wo die Hitze herkommt ohne Brand?
Vielleicht brennt es ja in der Umgebung und die Explosion der Tanks soll
verhindert werden. Aber auf sowas einfaches kommst du nicht.
Auch wenn beispielsweise ein Haus brennt und die umgebenden Häuser mit
Wasser besprüht werden, damit der Brand nicht übergreift, sagtst du dann
auch: "Wozu das Wasser? Das Haus brennt doch gar nicht!"
Bei so viel Dummheit und Ignoranz spiele ich nicht mehr mit. Ich bin
hier raus.
... schrieb:> Ein Gaskessel, aus dem Gas ausström kühlt sich doch selbst -.-> wieso da überhaupt wasser drauf? :-D
Und wenn es nicht ausströmt, sondern der Wagen inmitten eines Brandes
steht, dann auch? :-)
EX frug:
>Wie soll eigentlich die gewünschte Frickelschaltung EX-sicher gemacht>werden?
Das ist doch völlig gleichgültig, denn der TO ist schon um 13:31 Uhr
abhanden gekommen.
Nichts desto Trotz hast Du ja vielleicht Vorschläge parat, wie man ein
Gerät in einem Handgehäuse Ex-sicher auslegt und kannst sie hier
darlegen.
MfG Paul
Hi,
die Idee sowas zu bauen hatte ich nach meinem Maschinistenlehrgang auch
schonmal. Aber ich hab das dann auch nicht wirklich weiter verfolgt.
Außerdem haben wir garnicht genug Schlauchmaterial, dass sich das Dingen
für uns lohnen würde.
Viel Erfolg
gruß
Netzzwerch
Netzzwerch stellte fest:
>Außerdem haben wir garnicht genug Schlauchmaterial, dass sich das Dingen>für uns lohnen würde.
Da steht ihr aber im Brandfall ziemlich auf dem Schlauch....
;-)
MfG Paul
>Vielleicht brennt es ja in der Umgebung und die Explosion der Tanks soll>verhindert werden. Aber auf sowas einfaches kommst du nicht.
Bist du nur so blöd oder tust du nur so. WENN ES BRENNT, HAST DU BEREITS
DEINE ZÜNDQUELLE, da brauchst du kein popeliges nicht Ex-geschütztes
Handy mehr.
Du hast offenbar mal irgendwo Begriffe aufgeschnappt, die du nicht
wirklich versethst.
>Bei so viel Dummheit und Ignoranz spiele ich nicht mehr mit. Ich bin>hier raus.
Gute Idee, das dürfte das Niveau hier gleich deutlich anheben.
>man ein Gerät in einem Handgehäuse Ex-sicher auslegt und kannst sie hier>darlegen.
Mal unter Explosionschutz - flammendurchschlagsicherung - Spaltenweite
googeln.
Simon schrieb:> Mhmm.....andere Ideen zwecks Höhenmessung ?
Ja, Du brauchst nur eine Internetverbindung zu einem Tourenplaner. Ich
habe sehr gute Erfahrungen mit diese Seite gemacht.
http://www.outdooractive.com/de/
Du erstellst mit der Tour nebenbei ein Höhenprofil. Eigentlich genau das
was Du benötigst.
mfg. klaus.
IchGlaubeEsNicht schrieb:>>Vielleicht brennt es ja in der Umgebung und die Explosion der Tanks soll>>verhindert werden. Aber auf sowas einfaches kommst du nicht.>> Bist du nur so blöd oder tust du nur so. WENN ES BRENNT, HAST DU BEREITS> DEINE ZÜNDQUELLE, da brauchst du kein popeliges nicht Ex-geschütztes> Handy mehr.
Er hat doch nirgends von einem Handy gesprochen, was meinst du hier?