Hallo, Ich möchte einen Raspberry Pi mit einem Motor dran und ein bisschen Mechanik verkaufen. Daher muss ich überprüfen lassen ob ich die ganzen Standards, von CE angefangen über alles mögliche erfülle. Davon habe ich keine Arnung und ich will auch nicht beginnen mich stümperhaft da irgendwo einzulesen. Wie teuer ist es, wenn ich bei einem so einfachen Projekt, einen Dienstleister wie take e way beauftrage alle notwendigen Messungen durchzuführen um die rechtlichen Dinge abzuarbeiten?
Wenn der Dienstleister eine Dienstleistung verkaufen will, sollte er in der Lage sein, genau diese Frage zu beantworten.
> Wie teuer ist es, wenn ich bei einem so einfachen Projekt, einen > Dienstleister wie take e way beauftrage alle notwendigen Messungen > durchzuführen um die rechtlichen Dinge abzuarbeiten? Wäre es nicht am einfachsten, dort anzufragen?
Könnte es nicht sein, daß irgendeiner der hier Herumspringenden einen solchen Auftrag an die o.g. Firma gegeben hat und dem TO eine ungefähre Größenordnung für die Kosten nennen kann? Ist das wirklich nicht vorstellbar? *Staun!* MfG Paul
Ist es nicht vorstellbar, das jemand die o.g. Firma ins Gesprech bringen will Zwecks "Generierung größerer Aufmerksamkeit" :)
Detlef vermutete: >Ist es nicht vorstellbar, das jemand die o.g. Firma ins Gesprech bringen >will Zwecks "Generierung größerer Aufmerksamkeit" :) Guck an! PFEIF Auf diese Idee bin ich nicht gekommen, aber die Welt besteht doch (noch) nicht nur aus Spitzbuben. MfG Paul
Mark schrieb: > Ich möchte einen Raspberry Pi mit einem Motor dran und ein bisschen > Mechanik verkaufen. > Daher muss ich überprüfen lassen ob ich die ganzen Standards, von CE > angefangen über alles mögliche erfülle. Raspberry Pi + EMV = Nicht bestanden. Weder eingestrahlt, noch abgestrahlt noch kabelgebunden. Nimm was industrietaugliches und keinen Bastelkram.
Quatsch. Hättest du google benutzt wüsstest du dass das Raspberry Pi die Prüungen rund um CE und EMV bestanden hat.
Mark schrieb: > die Prüungen rund um CE und EMV bestanden hat. Das ist schon arg allgemein, nicht wahr? Welche Prüfungen mit welchen Grenzwerten unter welchen Bedingungen wurden da "bestanden". Denn zumindest bei Einkopplung unter Industriegrenzen macht der USB garantiert schlapp...
CE Test.. man pappt einfach ESD Sensitiv auf das Gerät und durch ist es. Senden tut der Raspberry PI ja nichts über eine Antenne (jedenfalls nicht stark bzw. explizit genug). CE ist eine ziemliche Lachnummer dafür... habe einmal eine CE Überprüfung gemacht und dort wäre das Gerät sogar mit ESD Problemen durchgegangen. Seit dem mach ich nur noch Copy & Paste von der ersten CE Überprüfung (da die Richtlinien der Tests für alle weiteren Geräte auch passen). Es sei auch erwähnt das Raspberry PI wirklich nur ein gehyptes System ist, zuverlässig ist was anderes.
Mark schrieb: > Hallo, > > Ich möchte einen Raspberry Pi mit einem Motor dran und ein bisschen > Mechanik verkaufen. > Daher muss ich überprüfen lassen ob ich die ganzen Standards, von CE > angefangen über alles mögliche erfülle. Davon habe ich keine Arnung und > ich will auch nicht beginnen mich stümperhaft da irgendwo einzulesen. > > Wie teuer ist es, wenn ich bei einem so einfachen Projekt, einen > Dienstleister wie take e way beauftrage alle notwendigen Messungen > durchzuführen um die rechtlichen Dinge abzuarbeiten? Um einfach mal eine Hausnummer zu nennen - mit 5-15 Kiloeuro kannst Du rechnen, je nachdem welche Richtlinien für das zu testende Gerät in Frage kommen, und das hängt wiederum vom Einsatzgebiet und Verwendungszweck ab. Bei sensiblen Bereichen wie Medizintechnik, Transportation (KFZ/Bahn/Luft) etc kann das auch noch ein oder mehrere Zehnerpotenzen mehr werden. Aber das trifft auf Dich ohnehin nicht zu - Du hättest dann keinen Pi verwendet. fchk
Reine Neugier:was ist die industrietaugliche Alternative zum PI?
dumdi dum schrieb: > Reine Neugier:was ist die industrietaugliche Alternative zum PI? sowas zB: http://ipc2u.de/news/FX-5202.html Kostet aber auch das 10-20fache (Preis nach oben offen).
Lothar Miller schrieb: > Mark schrieb: >> die Prüungen rund um CE und EMV bestanden hat. > Das ist schon arg allgemein, nicht wahr? Welche Prüfungen mit welchen > Grenzwerten unter welchen Bedingungen wurden da "bestanden". Denn > zumindest bei Einkopplung unter Industriegrenzen macht der USB > garantiert schlapp... Das ist das Problem. Die testen vermutlich ohne Netzwerk und USB. Bei diesem Layout kann ich mir nicht vorstellen dass die mit 100mbit durch EMV kommen. USB haben sie wahrscheinlich nur ein hid Keyboard dran und einmal HDMI für nen Monitor. Eingestrahlt ist sicher auch nicht gemessen. Genaue EMV Protokolle wären mal interessant.
Also meinem Raspi lag so ein Zettel bei: http://docs-europe.electrocomponents.com/webdocs/109e/0900766b8109e8f8.pdf Da wird deutlich vor möglichen gegenseitigen Beeinträchtigungen gewarnt.
EMV istso eine Sache. Ineinem geschlossenen Getallgehaeuse, ohne Verbindung zur Aussenwelt erfuellt alles die EMV. Nacher wird'smuehsam
>Davon habe ich keine Ahnung und ich will auch nicht beginnen mich stümperhaft da
irgendwo einzulesen.
Das ist leider der voellig falsche Ansatz, und wird wenig bis nichts
bringen.
Denn bevor (!) man irgend ein Projekt anfasst, muss (!) man sich mit
genau diesen Dingen auseiandersetzen. Sonst gibt's eben das
standardmaessige Schwarze Loch. Und, nochmal ein Durchgang beim
Testlabor, schwups, nochmals ein paar Tausender weg.
Also, ich muss ich den anderen Postern recht geben: Die EMV muss man berücksichtigen, bevor man eine Schaltung macht - in der Konzeptphase. Schließlich muss man das gesamte Gerät darauf auslegen. Davon hängt ein guter Teil der Schaltung ab. Nimm als Beispiel den SURGE: Der Raspberry PI hält keine 1000V Versorgung aus, auch nicht für 20µs. In dem Fall würdest du ein Filter/Netzteil einfügen müssen, dass dir den SURGE herausfiltert. Ob du das brauchst oder nicht, musst du vorher wissen, beim Prüfen ist es zu spät. Der Prüfer schaltet ein, der Rauch steigt auf, xk€+Gerät+y Wochen sind weg.
Verstehe ich nicht. Wenn doch der Raspberry Pi und der Motor die Entsprechenden Prüfungen bestanden haben um als Konsumprodukt verkauft zu werden, warum sollte dann beides zusammen durch die Prüfung Fallen? So Tipps wie 'nimm was industrietaugliches' sind ja nun quatsch wenn sowas gleich fünfmal so viel kostet und dreimal so groß ist.
Mark schrieb: > Wenn doch der Raspberry Pi und der Motor die > Entsprechenden Prüfungen bestanden haben um als Konsumprodukt verkauft > zu werden, warum sollte dann beides zusammen durch die Prüfung Fallen? Weil sich beides zusammen eben anders verhalten kann. Jedes Metallstück/Kabel was Du anbaust kann wenns ungünstig läuft als Antenne fungieren. Nimmst Du ein anderes Metallteil und schließt es anders an, verhält es sich wieder anders (oder auch nicht, kommt halt drauf an was man damit wie genau macht). Die Wege des Herrn... ääähh der HF sind oft unergründlich (oder zumindest zu aufwändig zu simulieren) ;-)
Solange das Gerät keinen Netzanschluss hat, sind die entsprechenden Vorgaben recht einfach einzuhalten. Sobald an dem Produkt ein Netzstecker ist, gelten da ganz andere Voraussetzungen. Viele Hersteller mogeln sich heute auch bei Konsumelektronik mit dem Einsatz einer "Wandwarze" als Netzteil aus der Verantwortung (2 Geräte == 2 CE Papperl und Konformitätserklärungen). Für das Zusammenspiel ist dann der Kunde verantwortlich. Auch sollte man sich vorher Gedanken machen. für welchen Einsatzbereich das Produkt gedacht ist. Gerade bei Industrieller Anwendung gelten da wesentlich höhere Anforderungen als bei Home und Office Use. Bei einem Raspberry als Teil eines Gerätes mit Netzanschluss dürfte da einiges an Zusatzaufwand nötig werden.
Ein Controllerboard auf dem Tisch, die Applikation ein paar Led, die Speisung aus dem Steckernetzteil : trivial. Nun noch eine Serielle Verbindung und dann wirkt das Kabel als Antenne, ich muss Sicherheitsueberlegungen anstellen.was geschieht, wenn die Kommunikation abbricht. Das Kabel kann uebrigens abstrahlen, sowinauch Einkoppeln. Wenn beim Einkoppeln das Ding abstuertzt war's das. Nicht bestanden. Deswegen ist die Aussage , das Controllerboard sei durch den Test gekommen, triviales Blendwerk.
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