auf allgemeine Empfehlung hin will ich eine einfache ADC_Kalibrierung beim Tiny24 durchführen: Ich belege AREF mit VCC, lege genau 3V an und messe die interne Referenz. Wenn sie zufällig genau 1.1V hätte, müsste ich einen Wert von 375 messen, richtig? Nun messe ich aber einen tatsächlichen Wert von 392, den lege ich im Eprom ab, weil ich weiß, dass bei "392" 3V anliegen. Nun steigt die Betriebsspannung - und ich messe demzufolge einen kleineren Wert für die interne Referenz - richtig? Sagen wir, ich messe 327. Wie rechne ich jetzt aus 3V, 392 und 327 mit dem kürzesten Rechenweg die Betriebsspannung aus? 293*3v/327? Ist das nicht falsch? Ich hab irgendwie einen Knoten im Kopf.. :-)
blitz schrieb: > Nun messe ich aber einen tatsächlichen Wert von 392, den lege ich im > Eprom ab, weil ich weiß, dass bei "392" 3V anliegen. Ja. Die 392 sagen dir, wie groß die interen 'Referenzspannung' wirklich ist. Die hat ja nicht 1.1V. Die interne Referen ist hauptsächlich eines: sie hat konstant immer denselben Wert. Aber dieser WErt ist nicht 1.1V sondern bewegt sich im Rahmen dessen, was Atmel in der Doku als Exemplar-Streubereich angibt > > Nun steigt die Betriebsspannung - und ich messe demzufolge einen > kleineren Wert für die interne Referenz - richtig? richtig > Sagen wir, ich messe > 327. > > Wie rechne ich jetzt aus 3V, 392 und 327 mit dem kürzesten Rechenweg die > Betriebsspannung aus? 293*3v/327? Ist das nicht falsch? Im Prinzip ist das nichts anderes als eine Prozentrechnung. Nur mit anderen Zahlen als mit 100 Mit deiner ersten Messung hast du festgestellt, wieviele Prozent von 3.0V deine interne Referenzspannung hat. Du du weißt, das 100% den 3.0V entsprechen würden, weißt du auch dass 100*392/1024 = 38.2% von diesen 3.0V, oder anders ausgedrückt 0.382 * 3.0 = 1.146V der tatsächliche Wert deiner internen Referenzspannung sind. Und jetzt hast du einen Prozentwert, der eine Aussage darüber macht, wie groß die jetzige Spannung tatsächlich ist, wenn die (vorher als Zahlenwert festgestellte interne Referenzspannung) ein gewisser Prozentsatz davon ist. Wenn deine Referenzspannung 1.146V gross ist und diese 1.146V einem Prozentanteil von 100*327/1024 = 31.9% der Versorungsspannung entsprechen, wie groß ist dann die Versorgungsspannung? Schrei dir das alles mal ausführlich in Formelform so hin, dass für dich der Rechenweg nachvollziehbar ist. Danach beginnst du Formeln ineinander einzusetzen und setzt den Rotstift in Form von 'Kürzen von Brüchen' an. Dann bleibt dir deine Endformel übrig, die du implementierst.
Karl Heinz schrieb: > Schrei dir das alles mal ausführlich in Formelform so hin, dass für dich > der Rechenweg nachvollziehbar ist. > Danach beginnst du Formeln ineinander einzusetzen und setzt den Rotstift > in Form von 'Kürzen von Brüchen' an. Dann bleibt dir deine Endformel > übrig, die du implementierst. D.h. sofern dich der Spannungswert in Zahlenform überhaupt interessiert. Solange es nur darum geht, bei absinkender Versorgungsspannung eine Akku-leer Warn-LED einzuschalten, braucht kein Mensch den tatsächlichen Wert in Zahlenform auszurechnen. Alles was man braucht ist einfach nur die Schwelle im ADC Wert, über dem die LED einzuschalten ist. Dazu braucht man nicht viel rechnen, wenn man dem µC ganz einfach zb. mit einem als Spannungsteiler geschalteten Poti die Spannung einstellt (mit Voltmeter kontrollieren) und ihm mitteilt, dass er bei diesem Messergebnis die LED einzuschalten hat. Der µC macht eine Messung, merkt sich genau diesen ADC Wert und der ist fortan sein Schwellwert. Dazu muss man die Höhe der internen Referemnzspannung noch nicht einmal kennen. Es reicht völlig, wenn die (da sie als 'Referenz' fungiert, gegen die gemessen wird) ihren Wert nicht groß im Laufe der Zeit ändert. Und das ist ja die Zusage, die Atmel macht.
Karl Heinz schrieb: > D.h. sofern dich der Spannungswert in Zahlenform überhaupt interessiert. Ja, der interessiert mich schon. Ich rechne gerade Deinen Weg nach...
ok, also bis auf einen Tippfehler ganz oben stimmt wohl mein Rechenweg, die Prozente hab ich weggelassen: (392/1024)*3V = Vref (aus Kalibrierungsmessung) (327/1024)*Vcc = Vref (aus echter Messung) gleichgesetzt und auf beiden Seiten mal 2014 genommen gibt 392*3V = 327*Vcc bzw. 392*3V/327 = Vcc oder allgemeiner 392*3V/ADC-Wert = Vcc so wird es klappen - danke :-)
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