Hallo, angenommen, ich habe einen High-aktiven Enable-Eingang an beispielsweise einem Bus-Transceiver. Dieser Enable aktiviert den Receiver-Teil des ICs, welchen ich aber nicht nutzen möchte, da ich lediglich Daten senden und somit nur den Driver-Teil benötigen werde werde. Daher lege ich den Enable-Eingang für den Receiver auf GND. Benötige ich hierfür einen Pull-Down? Im Falle des aktivierten Receivers und somit Enable auf VCC verstehe ich ja die Notwendigkeit eines Pull-Ups zur Strombegrenzung im Fehlerfall. Hätte der Pull-Down Widerstand dieselbe Funktion? Ein zusätzlicher Anschluss des Enable an einen Controller-Pin o.Ä. erfolgt nicht. Der Enable wird sein ganzes Leben lang auf GND und der Receiver somit deaktiviert bleiben :) Danke & Gruß Chris
Chris schrieb: > angenommen, ich habe einen High-aktiven Enable-Eingang an beispielsweise > einem Bus-Transceiver. Dieser Enable aktiviert den Receiver-Teil des > ICs, welchen ich aber nicht nutzen möchte, da ich lediglich Daten senden > und somit nur den Driver-Teil benötigen werde werde. Dann ist das vermutlich gar kein Enable Eingang, sondern ein Eingang zur Umschaltung der Datenflußrichtung. Im allgemeinen wird das Verständnis erleichtert, wenn man die korrekten Begriffe benutzt. > Daher lege ich den > Enable-Eingang für den Receiver auf GND. Benötige ich hierfür einen > Pull-Down? Nein. > Im Falle des aktivierten Receivers und somit Enable auf VCC > verstehe ich ja die Notwendigkeit eines Pull-Ups zur Strombegrenzung im > Fehlerfall. Hätte der Pull-Down Widerstand dieselbe Funktion? Nein. Du hast die Funktion von Pullup (und Pulldown) Widerständen nicht verstanden. Wenn du einen Logikeingang fest auf H oder L legen willst, dann kannst du ihn direkt mit Vcc bzw. GND verbinden. Es ist kein Widerstand nötig. [1] Pull(up,down) Widerstände an Eingängen verwendet man, wenn man die Eingänge nicht fest auf H bzw. L legen will, sondern bloß die meiste Zeit. Wenn also noch was weiteres an diesen Eingang angeschlossen ist, wie etwa ein Taster, der Transistor eines Optokopplers etc. Insbesondere wird ein Pull(up,down) Widerstand benötigt, wenn das steuernde Bauelement den Pegel nur in eine Richtung verändern kann. So kann ein Taster zwischen GND und Eingang den Pegel zwar auf L ziehen, wenn er gedrückt wird. Aber der Logikpegel bei unbetätigtem Taster wäre nicht definiert. Ein Pullup-Widerstand würde in diesem Fall benötigt, um den Pegel auf H zu ziehen (das englische Wort pull bedeutet ziehen) [1] vor langer Zeit, als du noch in den Windeln lagst (wenn überhaupt) gab es mal die TTL-Logikfamilie. Bei der das T für "Transistor" steht. Die verlangte unter obskuren Bedingungen, daß man einen Widerstand zwischenschalten mußte, wenn man einen TTL-Eingang fest auf H legen wollte. Allerdings ist Standard-TTL seit bald 20 Jahren obsolet. Schon (L)S TTL hatte diese Einschränkung nicht mehr. XL
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