Verständnisfrage Eingangswiderstand eines Audioverstärkers

Gast #3697188
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Hi,

ich hoffe ihr könnt mir helfen. Ich verzweifle aktuell am Verständnis 
des Eingangswiderstandes einer Endstufe.

Es geht dabei um Hifi/Home Equipment und Line Pegel.

Genauer genommen um einen AD Wandler des Typs PCM1803a von TI. Dieser 
wird im Datenblatt mit einem Eingangswiderstand von 40k angegeben. Dies 
hab ich zur Veranschaulichung mit eingezeichnet.

Frage: Wie groß ist nun mein Eingangswiderstand? Aus Sicht der Quelle 
wird die Leitung doch mit 4k7 belastet, oder? Die 40k hinter dem 
Koppelkondensator spielen doch gar keine Rolle oder täusch ich mich da?

Außerdem hab ich schon sehr oft gesehen dass der Eingangswiderstand in 
Reihe zum Kondensator geschaltet wird. Was ist nun richtig? 
Eingangswiderstand nach GND oder in Reihe zum Signal?

Wenn nach GND richtig wäre dann würde man ja mit einem ganz normalen 
POTI nicht die Lautstärke verändern sondern die Impedanz der 
Eingangsschaltung verändern?

Für mich ist das grad alles etwas Wirr und keine der Infos im Netz 
konnte mich auf den richtigen Pfad bringen. Ich hoffe hier gibt es 
jemanden der mir das einfach erklären kann. Vielen Dank :)

Gruß Matthias
Angehängte Dateien:
Gast #3697208
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Bei Wechselstrom ist der Eingangswiderstand häufig ein komplexer 
Widerstand, der auch induktive und kapazitive Anteile enthält. Komplexe 
Widerstände nennt man Impedanz.
Deswegen ist diene Impedanz weniger als 4,7k weil da noch ein 40k 
resistor parallel dazu steht.Für Wechselstrom ist der Kondensator 
durchlässig.Er blockiert nur den Gleistrom.
Gast #3697216
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Fachmann schrieb:
> Deswegen ist diene Impedanz weniger als 4,7k weil da noch ein 40k
> resistor parallel dazu steht.

Ok, sprich die zwei Bauteile bestimmen wieviel Strom über die 
Signalleitung fließt (und somit der Quelle entnommen wird)? Das wären in 
diesem Fall etwa 4,2k Eingangswiderstand. Üblich sind ja etwa 22k, 
sprich ich belaste in diesem Fall die Quelle zu stark?

> Für Wechselstrom ist der Kondensator
> durchlässig.Er blockiert nur den Gleistrom.

Ok, kann also erstmal ignoriert werden?


> Ein Eingangswiderstand von (4206-8.84j)Ω @20Hz

Was bedeutet das j? Auch die obere Formel verstehe ich nicht so recht. 
jwC bedeutet?
#3697220
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Matthis M. schrieb:
> Was bedeutet das j? Auch die obere Formel verstehe ich nicht so recht.
> jwC bedeutet?
Für die imaginäre Einheit verwendet man in der Elektrotechnik den 
Buchstaben j (mit j^2=-1), um Verwechslungen mit dem Buchstaben i, der 
für den (zeitabhängigen) Strom verwendet wird, zu vermeiden.

j siehe oben
w (eigentlich omega): Kreisfrequenz 2*PI*f
C Kapazität
Gast #3697227
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Max H. schrieb:
> Für die imaginäre Einheit verwendet man in der Elektrotechnik den
> Buchstaben j (mit j^2=-1), um Verwechslungen mit dem Buchstaben i, der
> für den (zeitabhängigen) Strom verwendet wird, zu vermeiden.
>
> j siehe oben
> w (eigentlich omega): Kreisfrequenz 2*PI*f
> C Kapazität

Ui danke :) wieder was gelernt :)

Also bin ich richtig der Annahme dass der Eingangswiderstand nicht der 
Widerstand in Reihe zum Signal sondern der Widerstand gegen GND 
darstellt?

Somit stimmt es also dass man mit einem Poti am Eingang des Amps dessen 
Eingangswiderstand kontinuierlich verändert? Hat das nicht Einfluss auf 
den Frequenzverlauf?
Gast #3697251
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Das ist einfacher zu verstehen wenn du dir vorstellst , dass der 
Wiederstand zu GND ein stück Draht ist, also hat überhaupt kein 
Wiederstand.Was wird dann passieren? Dann ist es ein Kurzschluss und 
überhaupt kein Strom wird zum Empfänger fliessen.Alles wird in den GND 
abgeleitet.Also wird da ein Widerstand plaziert und dann fleisst nicht 
der ganze Strom weg sondern nur ein Teil und der andere Teil wird weiter 
geleitet.
Gast #3697257
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Klaus De lisson schrieb:
> Wir haben seinerzeit als Denon Techniker unser privates Equipment immer
> so umgebaut, das der Preamp einen Ausgangswiderstand um die 100 Ohm
> hatte und die Endstufe einen Eingangswiderstand um 1kOhm. Da gabs auch
> keine Probleme mer bei langen Leitungen.
>

Das muss aber ein sehr starker Preamp sein.Normalerweise kann ein IC 
Preamp so um die 600 Ohm treiben.
Gast #3697284
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Matthis M. schrieb:
> Frage: Wie groß ist nun mein Eingangswiderstand? Aus Sicht der Quelle
> wird die Leitung doch mit 4k7 belastet, oder? Die 40k hinter dem
> Koppelkondensator spielen doch gar keine Rolle oder täusch ich mich da?

Wo hast du eigentlich die Werte her?
So falsch sind die nicht. Wenn dein Wandler 40K hat, dann sollte der 
Quellwiderstand zehnmal niedriger liegen, mindestens. Hier sind es dann 
die 4,7K.
Wenn das für deine Line-Anschlüsse zu niedrig ist, brauchst du dann eine 
Zwischenstufe.

>         Fachmann (Gast)
Bitte, bitte Wiederstand  ---> Widerstand !
Gast #3698045
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From Wikipedia:

Generally in audio and hi-fi systems, amplifiers have an input impedance 
several orders of magnitude higher than the output impedance of the 
source device connected to that input. This concept is also called 
voltage bridging or impedance bridging.
The input impedance of the driven stage (load) is much larger than the 
output impedance of the driver stage (source).
In general, this configuration will be more resistant to noise 
(particularly mains hum). Also the loading effects on the driving 
amplifier stage are reduced. In certain circuits a voltage follower 
stage is used to match the source and load impedance, which results in 
maximum power transfer.
Gast #3699353
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General purpose Audio Eingänge müssen den einschlägigen Normen zufolge 
einen Eingangswiderstand >22kOhm (Scart >10kOhm) haben. Ausgänge einen 
Quellwiderstand <2,2kOhm (Scart <1kOhm). Praktisch haben Ausgänge aber 
meist einige wenige 100 Ohm. Je niederohmiger desto besser 
(störunempfindlicher und geringere Dämpfung der Höhen bei 
langen/schlechten Kabeln).

Ein offener Eingang ohne Widerstand würde jede Störung in der Umgebung 
auffangen, auch welche vom selben Gerät intern. Koppel-Kondensatoren wie 
im Bild welche nicht auf definiertem Potenzial gehalten würden, können 
sich aufladen (oder wie im Bild bei fehlendem 4k7 eben nicht). Das kann 
dann sehr schöne Knackser beim Anstecken geben und eine unschöne 
Entladung die in manchen Fällen sogar was zerstören könnte (heftiger als 
jeder ESD Test :-) ).

Line Pegel sind mit 500mV definiert (auch wenn sich selbst namhafte 
Hersteller nicht immer daran halten). Und 500mV sind bei Audio als 
Effektivwert zu verstehen. Also 1,41Vpp. Max. sollen Eingänge 2Veff 
vertragen.
#3701004
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Passt doch alles was so geschrieben wurde.

Fachmann schrieb:
> Generally in audio and hi-fi systems, amplifiers have an input impedance
> several orders of magnitude higher than the output impedance of the
> source device connected to that input.

Das passt ja auch wenn man nur mal an einen belasteten Spannungsteiler 
denkt.
Interessanterweise muss man auch oft an untere Grenzfrequenz denken.

Aber irgendwie passt das alles schon was gesagt wurde.


Gruss Klaus

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