Hallo Leute,
ich habe da eine kurze Frage.
Ich muss ein 16S Akku (aus 1,1Ah A123-LiFePo4 Zellen) sehr viele Zyklen
Fahren (Belastung liegt deutlich unter 0,5C beim Laden und Entladen).
Da stellt sich mir die Frage, ob das passive Balancen sich irgendwie auf
die anzahl der Zyklen auswirkt, da ja beim Balancen der Akku ggf. wieder
Teilentladen wird.
Grüße von mir aus hier, an alle Leute ;)
Hans
Akkus sind halt Scheißteile ;)
Fließt Strom in ihn rein macht ihn das langsam kaputt
Fließt Strom aus ihm raus macht ihn das langsam kaputt
Lässt man ihn unbenutzt in der Ecke rumliegen macht ihn das langsam
kaputt.
> Hans schrieb:> Da stellt sich mir die Frage, ob das passive Balancen sich irgendwie auf> die anzahl der Zyklen auswirkt, da ja beim Balancen der Akku ggf. wieder> Teilentladen wird.
Hallo,
das Balancieren sollte den Akku nicht belasten.
Im Gegenteil, es gewährleistet, dass die Zyklenzahl hoch bleibt.
Der Akku wird beim passiven Balancieren auch nicht teilentladen.
Die passive Balancierschaltung sorgt ja während des Ladens dafür, dass
der Ladestrom parallel zur Zelle abgeleitet wird, sobald die
Zellenspannung über den eingestellten Grenzwert kommt.
Wenn man nur eine Zelle hätte, dann würde man die Ladung einfach
beenden, also den Ladestrom wegnehmen. Nix anders macht normal die
Balancierschaltung, sie nimmt den Ladestrom von der Zelle weg, während
andere Zellen noch weiter laden können.
Gruß Öletronika
nein, Du entlädst den Akku beim Balancen ja nciht, sondenr die vollen
Zellen werden einfach mit weniger Strom geladen, da der Balancer alles
darüber in Wärme umwandelt
Hallo!
Ich dachte der balancer macht nichts, bis eine "Triggerschwelle"
erreicht wurde (z.B. 3,6V bei LiFePo) und schaltet sich dann parallel
zur Zelle und belastet diese um:
1. ein weiteren Anstieg der Spannung zu verhindern
2. etwas Strom um die Zelle zu Leiten
Dabei sollte doch auch die Zelle belastet werden, oder?
U. M. schrieb:> das Balancieren sollte den Akku nicht belasten.> Im Gegenteil, es gewährleistet, dass die Zyklenzahl hoch bleibt.
Das ist mir bekannt. Mich hätte nur interessiert, ob man mit einer Zelle
im String die selbe Zyklenzahl erreicht als wenn man nur eine einzelne
Zelle benutzt und diese immer genau parameterkonform ladet/entläd.
Hans schrieb:> Ich dachte der balancer macht nichts, bis eine "Triggerschwelle"> erreicht wurde (z.B. 3,6V bei LiFePo) und schaltet sich dann parallel> zur Zelle und belastet diese um:> 1. ein weiteren Anstieg der Spannung zu verhindern> 2. etwas Strom um die Zelle zu Leiten
Dein Problem ist wahrscheinlich das "etwas Strom". In Wirklichkeit ist
es fast der ganze Strom. Das "fast" ist der Strom, den die Zelle zur
Erhaltungsladung braucht.
Deine Formulierung ist eigentlich nicht ganz "sauber". Richtig wäre:
Um einen weiteren Anstieg der Spannung zu verhindern wird der Strom an
der Zelle vorbei geleitet.
Also 2. ist das Mittel um 1. zu erreichen.
> Dabei sollte doch auch die Zelle belastet werden, oder?
Aber nur minimal, eben "Erhaltungsladung".
Gruß Dietrich
> Dietrich L. schrieb:> Aber nur minimal, eben "Erhaltungsladung".
Hallo,
die Balancierung bezieht sich weniger auf Erhaltungsladung, zumal man
diese an LiPo-Akkus eh praktisch nicht nutzt und auch nicht nutzen
sollte.
Aber während des ganz normalen Ladens müssen die Zellen von
Lithium-Akkus balanciert werden, weil es immer kleine Unterschiede
zwischen den Zellkapazitäten gibt, die sich über mehrere Zyklen
aufsummieren würden.
Das Balancieren verhindert, dass beim normalen Vollladen entweder einige
Zellen nie voll werden oder andere überladen werden.
Bei anderen Akkus (NiCdm, NiMH, Blei-Akkus) braucht man das nicht, weil
man volle Zellen einige Zeit Gasen lassen kann.
Diese überlädt man also absichtlich, was bei Lithuim-Zellen tödlich
wäre.
Gruß Öletronika
U. M. schrieb:> die Balancierung bezieht sich weniger auf Erhaltungsladung, zumal man> diese an LiPo-Akkus eh praktisch nicht nutzt und auch nicht nutzen> sollte.
Das hast du nur falsch verstanden :-)
Dietrich meinte mit "Erhaltungsladung" die Zellen, die schon fertig
sind, während die anderen noch laden.
Die fertigen Zellen bekommen immer noch einen kleinen Strom, während der
Großteil vorbeigeleitet wird.