Hallo, zu aller erst: Sorry, ich würde nicht mehr schreiben wenn ich durch die Forensuche schlauer geworden wäre. Ich will mir mein erstes Oszi kaufen. Meine Anwendungsbereiche sind: - einfache µC Schaltungen, also PWM I²C CAN und Co - vll. ein wenig HF Technik bzw.Funk Allgemein. Ich erwarte: - insgesamt ein möglichst vielseitiges Einstiegsgerät (EiWoMiSa) oder besser gesagt eine solide Basis, bei den Funktionen ist hier weniger wahrscheinlich mehr. - abhängig von Euren Beiträgen braucht es vll. dann doch nicht das "große" Rigol Ausgehend davon bin ich bei drei Modellen hängen geblieben, - Rigol 1052E, also der Standard - Voltcraft DSO 1062D - Rigol 1074Z Meine Fragen: - Rigol 1052E | Voltcraft : 1. bringen die 200MHz real etwas? 2. ist das kleine Rigol im durchschnitt solider als das Voltcraft? Vielen Dank und ich hoffe der Thread wird anderen die Suche erleichtern.
Rookie schrieb: > Ausgehend davon bin ich bei drei Modellen hängen geblieben, > > - Rigol 1052E, also der Standard > - Voltcraft DSO 1062D > - Rigol 1074Z > > Meine Fragen: > > - Rigol 1052E | Voltcraft : > 1. bringen die 200MHz real etwas? > 2. ist das kleine Rigol im durchschnitt solider als das Voltcraft? Zu 1: Keiner der von dir angegebenen Oszi's kann 200MHz. Nicht mal ansatzweise 1052E 50 MHz (gehackt 100) 1062D 60 MHz (keine Ahnung ob hackbar) 1074z 70 MHz (gehackt 100) Wenn du dir das 1074z leisten kannst, nimm es. Im Vergleich zu den anderen beiden ist des schon fast die Deluxe Version ;-)
> Zu 1: Keiner der von dir angegebenen Oszi's kann 200MHz. Nicht mal > ansatzweise > > 1052E 50 MHz (gehackt 100) > 1062D 60 MHz (keine Ahnung ob hackbar) > 1074z 70 MHz (gehackt 100) Das DSO 1062D ist hackbar und zwar bis auf 200MHz. > Wenn du dir das 1074z leisten kannst, nimm es. Mir geht es eben darum realistisch zu bleiben. Wenn mein Eindruck bereits jetzt ist dass das 1074z für meine Zwecke einen Overkill bedeutet kann ich mir den Aufpreis auch sparen.
Rookie schrieb: > Mir geht es eben darum realistisch zu bleiben. Wenn mein Eindruck > bereits jetzt ist dass das 1074z für meine Zwecke einen Overkill > bedeutet kann ich mir den Aufpreis auch sparen. Rookie schrieb: > - insgesamt ein möglichst vielseitiges Einstiegsgerät (EiWoMiSa) oder > besser gesagt eine solide Basis, bei den Funktionen ist hier weniger > wahrscheinlich mehr. Ein Vergleich gestaltet sich aber schwierig. Das 1074z ist neuer, kann Protokolle dekodieren, hat eine wesentlich höheren Speicher (24Mpts zu 1Mpt), hat 4 Kanäle gegen 2 und kostet das doppelte im Vergleich zum 1052E. Ist der Bildschirm wichtig für dich? 5,7 Zoll mit 320 x 234 Pixel gegen 7 Zoll mit 800 x 480 bei 1074z und 1062D. Für mich käme als EiWoMiSa (geile Abkürzung ;-) ) im Vergleich aller drei Geräte nur das 1074z in Frage. Der Komfort kostet aber, wie schon erwähnt, halt das doppelte.
I²C und CAN stehen unheimlich auf "Nachbrenner" - sprich Geräte die den Datenstrom auch lesen können. Um festzustellen ob Dein I²C den richtigen Pegel hat, reicht ein Schätzeisen. Der richtige Pegel verhindert aber nicht, dass die Gegenstelle nur "Bahnhof" versteht. Gleiches gilt für Can/Can-nicht. HF ist im Grunde genommen ein Gummiband. Um ein 200 MHz-Signal zu analysieren braucht’s schon richtig viel Mess-Megahertz. Übrigens, Mikrokontroller schrecken heute auch von 1 GHz nicht zurück.
Amateur schrieb: > Übrigens, > Mikrokontroller schrecken heute auch von 1 GHz nicht zurück. Gewiss, nicht aber die, die Bastler auf Platinen löten können. So etwas findet sich in BGA-Gehäusen auf irgendwelchen Fertigplatinen à la Raspberry Pi -- und die hohen Frequenzen treten innerhalb des Controllers auf, sind aber nur selten nach "draußen" geführt.
> insgesamt ein möglichst vielseitiges Einstiegsgerät (EiWoMiSa)
Also wenn's wirklich eine EiWoMiSa werden soll benötigst Du wohl kein
DSO sondern ein MSO mit wenigstens 8 Logikkanälen, wobei Dir zur
Fehleranalyse der Stromversorgung... 2 Scope Kanäle ausreichen dürften.
Dabei sollte die Singeleshot Samplefrequenz min. das 10fache der
Oszillatorfrequenz der zu messenden Schaltung nicht unterschreiten.
Warum habe ich schon in anderen Beiträgen zu diesen immer
wiederkehrenden Thema ausführlich dargelegt.
Auch ein Gerät mit 320 x 234 Pixel würde ich mir nicht antun.
Grüße Löti
Lothar S. schrieb: > sondern ein MSO mit wenigstens 8 Logikkanälen Seit kurzem zu bekommen: Die um einen 16-Kanal-LA erweiterten DS1000Z von Rigol, MSO1074Z bzw. MSO1104Z Vier Analog-, 16 Digitalkanäle, 800x480 Pixel Auflösung
Lothar S. schrieb: > Also wenn's wirklich eine EiWoMiSa werden soll benötigst Du wohl kein > DSO sondern ein MSO mit wenigstens 8 Logikkanälen, wobei Dir zur > Fehleranalyse der Stromversorgung... Da habe ich auch kurze Zeit überlegt, allerdings war ich der Ansicht dass bei einem solchen Gerät (hatte da was von Voltcraft beim großen C gesehn) dann meistens die anderen Funktionen, also der Scopeteil hier evtl. drunter leiden. > Auch ein Gerät mit 320 x 234 Pixel würde ich mir nicht antun. Da bin ich nicht wählerisch, großer TFT ist zwar ganz nett, zur Not kann man eine solche Auflösung durch USB auf angenehmere Maße skalieren. (die Tatsache das hierdurch nicht die Skala größer bzw. der Inhalt mehr wird ist mir natürlich klar, geht lediglich um die reine Größe der Anzeige) Das mit I²C und CAN ist vll. etwas ernster rübergekommen als ich mich selbst nehme: Ich bastle bereits seit einigen Jahren mit µCs, habe auch schon einige Eigenbauprojekte hinter mir (viel mit Ethernet, DMX, IR) und habe nun lange gespart um mich etwas zu Erweitern. Audiotechnik wäre auch eine Option, denke aber das wird mit keinem der Geräte ein Problem. Daher dachte ich mir es ist vll. etwas vermessen gleich mit der 500€ Kiste zu starten. Porsche auf dem Feldweg und untalentiertem Fahrer macht bekanntlich auch nicht wirklich Spaß. Deswegen hänge inzwischen eigentlich mehr zwischen dem 1052E und dem VC-1062D. - unabhängig von der Displaygröße und möglicher FW Tweaks: - welches der beiden Geräte ist besser? - Das VC ist ja ein umgelabeltes Hantek Tekway iwas: - wäre Hantek bzw. Tekway höherwertiger in der Gesamtverarbeitung? Nebenbei möchte ich mich schonmal bei Euch bedanken für die Hilfe und die Geduld, habe die letzten Tage intensivst gegrübelt und heute noch einen halben Tag gezögert überhaupt zu diesem Thema eine Frage zu stellen.
> Da bin ich nicht wählerisch, großer TFT ist zwar ganz nett, zur Not kann > man eine solche Auflösung durch USB auf angenehmere Maße skalieren. Noe, das will man nicht. Ich arbeite lieber mit einem Analogoszi als mit 320x240Pixel. Unter 640x480 wuerde ich heute nichts mehr kaufen. Und dann muss man noch genau das jeweilige Geraet anschauen, also wieviel Flaeche geht fuer Menues und Buttons drauf. > I²C und CAN stehen unheimlich auf "Nachbrenner" - sprich Geräte die den > Datenstrom auch lesen können. Es geht selbstverstaendlich auch ohne. Aber wenn man einmal ein Geraet mit Dekodierung und der Moeglichkeit hatte auf bestimmte Datenwörter zu triggern dann will man nicht mehr ohne. Das ist eine riesige Zeitersparnis bei komplexen Schaltungen/Software. Olaf
> Da bin ich nicht wählerisch Solltest Du aber sein! 8Bit 1:1 sind 256 Pixel. Ein 234 Pixel Monitor kann also noch nicht mal einen Kurvenzug in voller Auflösung darstellen, ein 480 auch nur 1 1/2, das ist somit dann das Mindeste. > Deswegen hänge inzwischen eigentlich mehr zwischen dem 1052E und dem > VC-1062D. Du solltest Deine Auswahl nicht nur am Preis orientieren, den zahlt man nur einmal, sondern an den Funktionen der Qualität und Deinen Anforderungen auch bei der Bedienung. Daher würde ich Dir auch raten alle Geräte Deiner engeren Wahl zu bestellen und die Rückgabe-/Rücktrittsfrist zum Test zu nutzen. Auch wenn Du eventuell Rücksendekosten tragen musst. Grüße Und viel Erfolg Löti
Wie schon mehrfach angesprochen, würde ich dir auch zu einem MSO raten, also einem Oszi mit Analogkanälen und Logik-Analysator. Ebenfalls erwähnt wurden auch schon die neuen MSOs von Rigol. Da ich gerade ebenfalls vor der Anschaffung eines Oszis stehe und ebenfalls eine EiWoMiSa möchte, habe ich mich für das MSO1074Z-S entschieden. Das hat 4 Analogkanäle mit 70MHz, 16 LA-Kanäle und zusätzlich noch einen 2 kanaligen Frequenzgenerator. In diesem Thread: Beitrag "Sammelbestellung Oszi" biete ich für das MSO1074Z-S eine Sammelbestellung an, dadurch sparst du dir noch mal ca. 5%, falls du gerne mitbestellen möchtest. Das Gerät kommt dann auf 916,90, also ein Preis für den man auch gut und gerne nur 4 Analgokanäle bekommt oder 2 analoge + 8 LA. Also in Summe finde ich das ziemlich günstig.
Darf ich mich bei der Frage kurz anschließen, da mittlerweile doch neue Oszis vorhanden sind? Ursprünglich hatte ich an ein Rigol DS1052E - einfach, weil es recht günstig zu haben war (~220€) und der Hack auf 100MHz funktioniert. Mittlerweile bin ich mir aber nicht mehr so sicher, ob das eine gute Idee ist. Voltcraft DSO 1062D bzw. das neue Rigol DS1054Z (sofern hackbar) sehen da von den Daten her deutlich besser aus. Welches würdet ihr aktuell empfehlen? Bandbreite (auch gehackt) von 100-200Mhz, Preis <400€ (mit Toleranz nach oben sofern es sich lohnt). MSO ist nice to have, mehr nicht.
das Rigol DS1054Z und das 1074Z sind baugleich wenn mans eh hacken will Stichwort "Riglol" kann man gleich zum DS1054Z greifen und einiges an Geld sparen.
Danke für die Information. Das mit Baugleich hatte ich schon gelesen - ich war mir nur nicht sicher ob Rigol die "Upgrademöglichkeit" bei den neuen Oszis besser geschützt hat. Ich hatte noch kein funktionierendes Upgrade von 50 auf 100MHz nach meiner Recherche gefunden.
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