Schutzschicht für verdrahtete Schaltungen

Gast #3705946
Lesenswert?

Hallo!

Ich würde gerne mal eure Tipps und Meinungen zu folgendem Thema hören:

Es geht darum, dass ich mir mehrere Adapter bzw Schaltungen auf 
Lochraster gelötet habe. Teilweise habe ich dabei den sehr filigranen 
Fädeldraht verwendet. Und aus genau diesem Grund würde ich gerne die 
Lötseite vor mechanischen Beschädigungen schützen.

Epoxid oder Polyurethan möchte ich nur ungern verwenden. Einerseits 
brauche ich die relativ großen Gebinde, die ich bis jetzt gefunden 
haben, nie auf - wird ja auch nicht ewig halten. Andererseits gibt es 
vielleicht einfachere, billigere Methoden.

Kann man beispielsweise irgendwelche Kleber (bestimmtes UHU, Pattex oder 
sonstige) oder Sanitärsilikon verwenden? Die evtl. vorhandenen 
Lösemittel könnten doch evtl. die Isolierung des Fädeldrahts auflösen 
und so zu zig Kurzschlüssen führen... Oder die Materialien sind evtl. 
Leitfähig...

Ich möchte betonen, dass es hier nicht um Professionalität ankommt. Ist 
einzig für mich als Hobbyanwender.

Vielen Dank schon mal für eure Meinungen!
#3705961
Lesenswert?

Mike schrieb:
> Abstandsbolzen und Plexiglasplatte drunter.
>
> Vorteil - man kommt später noch mal wieder dran.
> Und es sieht auch noch schick aus ;-)

Wenn es ein "Ausstellungsstück" werden soll, sicher, aber wenn es 
irgendwo unsichtbar verschwindet, Heißkleber. Schnell, billig und man 
kann es auch gleich da ankleben, wo es eingebaut sein soll.
Persönliche Seite #3705987
Lesenswert?

Harald Nagy schrieb:
> oder Sanitärsilikon verwenden

Keine gute Idee. Das Zeug setzt beim Vernetzen Essigsäure frei, von der 
Dein Aufbau garantiert nicht besser wird.

Nimm essigfrei vernetzendes Silikon.

Oder pack' Deine Schaltung einfach in ein Gehäuse, dann kannst Du sie 
auch noch reparieren; eine zugepampte Fädelplatine kann man nur noch 
wegwerfen, wenn sie nicht mehr will.
#3705995
Lesenswert?

Rufus Τ. Firefly schrieb:
> eine zugepampte Fädelplatine kann man nur noch
> wegwerfen, wenn sie nicht mehr will.

Ich denke "WAS WIR BAUEN" geht nicht kaputt. ;-)

Manchmal baue ich was aus dem Kopf, ohne Schaltplan. Da mach ich das 
lieber neu, als mich durch meinen Mist zu kämpfen und wenn es kaputt 
ging, dann ist da sicher noch etwas zu verbessern (bei mir auf jeden 
Fall).
Aber ich nehme auch immer mehr Gehäuse dafür. Das lohnt sich schon für 
Version 1.1, 2.0 usw.
#3705997
Lesenswert?

Ich sprüh nach dem Löten nochmal Lötlack auf die fertige Platine.
Das erledigt gleich mehrere Dinge:
- Man kann "durchlöten" wenn man korrigieren muss
- Messspitzen pieksen durch und funktionieren gut
- ein/zwei Tropfen (Kondens-)Wasser geben keinen Kurzen
- Das ganze sieht auch in paar Jahren noch glänzend aus
- Fusselige Drähte werden vom Lack etwas gehalten und wackeln sich nicht 
kaputt


Wenn man das im Ofen bei 60-80° aushärtet dann ist der Lack auch 
nichtmehr so komisch klebrig.
Gast #3705999
Lesenswert?

Das waren ja schon mal einige Anregungen und Alternativen! Danke!

Für die Schaltungen ist sicher ein Gehäuse sinnvoll. Aber gerade die 
Adapterplatinen verwende ich hauptsächlich für Breadboard-Aufbauten mit 
Jumperkabeln - sollte da einer mal den Geist aufgeben, wandert er 
sowieso in den Müll. Insofern finde ich die Heißklebermethode ziemlich 
attraktiv. Essigsäurefreies Silikon gibts auch im Baumarkt?
#3706029
Lesenswert?

Silikon dauert aber, bis der richtig hart ist. Genau für solche Platinen 
habe ich auch die Heißklebemethode. Die Adapter für den Dragon habe ich 
so gemacht. Wollte immer mal die Adapter von Spess53 machen, aber bis 
jetzt ist es bei dem Vorsatz geblieben. Liegt vielleicht auch daran, 
dass ich jetzt mehr mit dem Tiny10 mache und der Dragon kein TPI kann.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren