Hallo! Ich würde gerne mal eure Tipps und Meinungen zu folgendem Thema hören: Es geht darum, dass ich mir mehrere Adapter bzw Schaltungen auf Lochraster gelötet habe. Teilweise habe ich dabei den sehr filigranen Fädeldraht verwendet. Und aus genau diesem Grund würde ich gerne die Lötseite vor mechanischen Beschädigungen schützen. Epoxid oder Polyurethan möchte ich nur ungern verwenden. Einerseits brauche ich die relativ großen Gebinde, die ich bis jetzt gefunden haben, nie auf - wird ja auch nicht ewig halten. Andererseits gibt es vielleicht einfachere, billigere Methoden. Kann man beispielsweise irgendwelche Kleber (bestimmtes UHU, Pattex oder sonstige) oder Sanitärsilikon verwenden? Die evtl. vorhandenen Lösemittel könnten doch evtl. die Isolierung des Fädeldrahts auflösen und so zu zig Kurzschlüssen führen... Oder die Materialien sind evtl. Leitfähig... Ich möchte betonen, dass es hier nicht um Professionalität ankommt. Ist einzig für mich als Hobbyanwender. Vielen Dank schon mal für eure Meinungen!
Für kleine Sachen benutze ich auf Lochraster die Heißklebepistole. Mit normalem Lochraster und Fädeldraht habe ich auch angefangen, heute nehme ich meistens Streifenlochraster.
Harald Nagy schrieb: > Andererseits gibt es vielleicht einfachere, billigere Methoden. Abstandsbolzen und Plexiglasplatte drunter. Vorteil - man kommt später noch mal wieder dran. Und es sieht auch noch schick aus ;-)
Mike schrieb: > Abstandsbolzen und Plexiglasplatte drunter. > > Vorteil - man kommt später noch mal wieder dran. > Und es sieht auch noch schick aus ;-) Wenn es ein "Ausstellungsstück" werden soll, sicher, aber wenn es irgendwo unsichtbar verschwindet, Heißkleber. Schnell, billig und man kann es auch gleich da ankleben, wo es eingebaut sein soll.
Harald Nagy schrieb: > oder Sanitärsilikon verwenden Keine gute Idee. Das Zeug setzt beim Vernetzen Essigsäure frei, von der Dein Aufbau garantiert nicht besser wird. Nimm essigfrei vernetzendes Silikon. Oder pack' Deine Schaltung einfach in ein Gehäuse, dann kannst Du sie auch noch reparieren; eine zugepampte Fädelplatine kann man nur noch wegwerfen, wenn sie nicht mehr will.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > eine zugepampte Fädelplatine kann man nur noch > wegwerfen, wenn sie nicht mehr will. Ich denke "WAS WIR BAUEN" geht nicht kaputt. ;-) Manchmal baue ich was aus dem Kopf, ohne Schaltplan. Da mach ich das lieber neu, als mich durch meinen Mist zu kämpfen und wenn es kaputt ging, dann ist da sicher noch etwas zu verbessern (bei mir auf jeden Fall). Aber ich nehme auch immer mehr Gehäuse dafür. Das lohnt sich schon für Version 1.1, 2.0 usw.
Ich sprüh nach dem Löten nochmal Lötlack auf die fertige Platine. Das erledigt gleich mehrere Dinge: - Man kann "durchlöten" wenn man korrigieren muss - Messspitzen pieksen durch und funktionieren gut - ein/zwei Tropfen (Kondens-)Wasser geben keinen Kurzen - Das ganze sieht auch in paar Jahren noch glänzend aus - Fusselige Drähte werden vom Lack etwas gehalten und wackeln sich nicht kaputt Wenn man das im Ofen bei 60-80° aushärtet dann ist der Lack auch nichtmehr so komisch klebrig.
Das waren ja schon mal einige Anregungen und Alternativen! Danke! Für die Schaltungen ist sicher ein Gehäuse sinnvoll. Aber gerade die Adapterplatinen verwende ich hauptsächlich für Breadboard-Aufbauten mit Jumperkabeln - sollte da einer mal den Geist aufgeben, wandert er sowieso in den Müll. Insofern finde ich die Heißklebermethode ziemlich attraktiv. Essigsäurefreies Silikon gibts auch im Baumarkt?
Silikon dauert aber, bis der richtig hart ist. Genau für solche Platinen habe ich auch die Heißklebemethode. Die Adapter für den Dragon habe ich so gemacht. Wollte immer mal die Adapter von Spess53 machen, aber bis jetzt ist es bei dem Vorsatz geblieben. Liegt vielleicht auch daran, dass ich jetzt mehr mit dem Tiny10 mache und der Dragon kein TPI kann.
Ich schätze ich werds mal probieren. Klingt jedenfalls unkompliziert sympathisch!
Nimm Plastik spray von Kontakt Chemie. Macht mechanisch und als Isolator Sinn.
Alchemist schrieb: > Nimm Plastik spray von Kontakt Chemie. > Macht mechanisch und als Isolator Sinn. ... und ist auch noch richtig teuer.
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