Hallo zusammen. Ich ersinnen gerade eine Schaltung und möchte als Herzstück einen Atmega32u4 verwenden. Beim Aufbau der Spannungsversorgung ist mir eine Frage gekommen welche ich mir selber, als relativ unerfahrene Elektronik Einsteiger, im Datenblatt nicht beantworten konnte. Es ist ein Bereich angegeben in dem die Versorgungsspannung liegen muss. Haben Schwankungen in diesem Bereich Auswirkungen? Vor allen auf die Verbindung über USB? Gerade bei Akkubetrieb ist es ja so das die Batteriespannung mit der Zeit nachlässt und daher habe ich mit einem 3,3V Regler geliebäugelt. Mache ich hier grundsätzlich einen Fehler in meinen Gedanken? Haben Spannungsschwankungen innerhalb der Spezifikation keine Auswirkung? Wenn Regler dann Liner- oder Schaltregler? Macht ein Schaltregler evtl. Probleme? Danke im voraus!
Marcel Schlangen schrieb: > Haben Schwankungen in diesem Bereich Auswirkungen? In erster Linie hat das Einfluss auf die max. mögliche Taktfrequenz. Und dann müssen die Pegel an den Ports passen zu eventuell daran angeschlossener Peripherie. > Macht ein Schaltregler evtl. Probleme? Kann sein bei Analogschaltungen. Der A/D-Wandler wird ja über AVCC versorgt. Da braucht man dann u.U. ein Filter. Gruß Dietrich
Das ist kein Problem. Die Versorgungsspannung beeinflusst den R/C Oszillator. Wenn eine konstakte Taktfrequenz nötig ist, solltest Du einen Spannungsregler oder einen Quarz verwenden. Wenn du Vcc als Referenzspannung für den ADC verwendest, dann ist natürlich auch hier zu berücksichtigen, dass die Spannung nicht stabil ist. Plötzliche Sprünge in der Spannung können Fehlfunktionen auslösen. Langsame Schwankungen jedoch nicht.
Marcel Schlangen schrieb: > Haben > Spannungsschwankungen innerhalb der Spezifikation keine Auswirkung? Dafür gibt es Spezifikationen. Der Hersteller verspricht, dass alles funktioniert, solange du innerhalb dieser Grenzen bleibst. > Wenn > Regler dann Liner- oder Schaltregler? Macht ein Schaltregler evtl. > Probleme? Mit Radio Eriwan gesprochen: Das kommt darauf an. Bei kleinen Strömen und wenn es nicht um die letzte mWs geht, ist ein Linearregler sinnvoll. Schaltregler haben manchmal ihre Tücken, sind aber beherrschbar, wenn man nur das Datenblatt liest und sich danach richtet.
Danke, da hab ich jetzt mal einen Ansatzpunkt um weiter zu machen :-)
Marcel Schlangen schrieb: > Es ist ein Bereich angegeben in dem die Versorgungsspannung liegen muss. > Haben Schwankungen in diesem Bereich Auswirkungen? Natürlich haben sie Auswirkungen. Die Frage ist: welche Parameter sind dir denn wichtig? Z.B. hat die Versorgungsspannung ganz sicher Auswirkung auf den Pegel den ein als Ausgang verwendeter µC-Pin liefert oder bei dem ein als Eingang verwendeter µC-Pin umschaltet. Sie hat Einfluß auf die Frequenz der diversen internen Oszillatoren (nicht nur Systemtakt, auch Watchdog, ADC-Takt etc.) Auch die erreichbare maximale Taktfrequenz hängt von der Versorgungs-spannung ab. Usw. usf. Es ist die Ausgabe des Schaltungsdesigners, dafür zu sorgen daß entweder genug "Luft gelassen" wird bei z.B. der Taktfrequenz, so daß der µC über den gesamten genutzten Versorgungsspannungbereich funktioniert. Oder daß die Versorgungsspannung innerhalb des Bereichs bleibt, in dem die geforderten Parameter garantiert werden. XL
Danke, damit kann ich was anfangen. Denke das grundsätzliche Problem ist damit gelöst.
Georg G. schrieb: > Dafür gibt es Spezifikationen. Der Hersteller verspricht, dass alles > funktioniert, solange du innerhalb dieser Grenzen bleibst. Der Hersteller verspricht, dass alles funktioniert, solange sich die konstante Versorgungsspannung innerhalb dieser Grenzen bewegt. Gerade PLLs reagieren ausgesprochen empfindlich auf Störungen der Versorgungsspannung und könne Jitter produzieren oder gar Aussetzer. Und da bei den meisten Microcontrollern der Takt des USB-Blocks (z.B. 96 MHz bei Full-Speed-Geräten) per PLL erzeugt wird, kann es hierbei zu Problemen kommen. Derartige hochfrequente Störungen werden aber üblicherweise durch kleine Keramikkondensatoren und Ferrite unterdrückt. Ein schwächelnder Akku hat da nur geringen Einfluss, zumindest solange die Versorgungsspannung nicht unterhalb des spezifizierten Bereiches einbricht.
Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass Sprünge in der Versorgungsspannung Fehlfunktionen auslösen können. Aber "langsame" Schwankungen sind Ok.
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