Hohner Marlin HML25R - Transformator defekt.

Gast #3708067
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Hallo,
ich habe hier einen defekten Hohner Marlin HLM25R Gitarrenverstärker.
Er lies sich nichtmehr Einschalten und ich stellte fest, dass der 
verbaute Transformator defekt ist. (keine Spannung an den Ausgängen).
Nun brauche ich Ersatz, weiß aber nicht, welche Spannung und Leistung 
benötigt wird.
Die Siebe Elkos scheinen für max. 25V zu sein, also wird die Spannung 
wohl zumindest darunter liegen.
Testweise habe ich einen Trafo mit 2x 6V angeschlossen, damit lief der 
Amp ohne Probleme.
Ich habe mal einige Bilder angehängt, vielleicht kennt ja jemand die 
Schaltung / Das Gerät und weiß, was ich brauche.
Das letzte Bild ist von dem defekten Trafo.
Wäre über jede Hilfe dankbar.
MfG
#3708078
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Du kannst ja mit der bekannten Wurzel-2 Methode zurückrechnen und ca. 5V 
als Reserve einplanen. Sprich, 20VDC an den Elkos.

20VDC, Vdc = Vac * SQRT(2) = Vac * 1,414. 20VDC / 1,414 = 14,14VAC.

Ich würde einen 2x 15VAC Trafo versuchen.

Sicher gibt es weitere Meinungen...

Edit
Über die Leistung hast du nix verloren, somit ist diese hier unbestimmt.
Gast #3708174
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abcba schrieb:
> Wäre über jede Hilfe dankbar.

2*15v sind ok


gleichstromleistung des trafos
geg.
+/-20v
rl : 4 ohm (?)
re : 0,33 ohm (?)

ges. p

p max = ub²/(6,28*rl+re)

1600/27,2 = 58,8w
daumenpeilung für die gesamt gleichstromleistung ist
geg.
p : 58,8w
wirkungsgrad dr endstufe: 0,7

pa/0,7 = 84w

ich würde da nen 2*15v/100va trafo einbauen.
mfg
Gast #3708225
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abcba schrieb:
> Es war tatsächlich die Thermosicherung... überbrückt und läuft.
> Am Trafo liegen ohne Last 2x 19V an...

Da die Thermosicherung selten ohne Grund auslöst, würde ich trotzdem zu 
baldigem Ersatz des Trafos raten.

(2*16V (oder 2*15V s. dolf), um die 50W)
Gast #3713852
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Hi,
ich habe das Gerät jetzt nochmal ausführlich getestet und gereinigt... 
und dabei auch das Problem gefunden.

Die Drähte am Lautsprecher zwischen Membran und Anschlussterminal 
kratzen an beiden Seiten am Korb des Lautsprechers. Dreht man lauter, so 
funkt es hier sogar ordentlich --> Kurzschluss
Das wird dann wohl auch zur Überlastung geführt haben... Nur ein Wunder, 
dass die Endstufe selbst dabei keine Schaden genommen hat :)
Gruß
#3713900
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abcba schrieb:
> Nur ein Wunder,
> dass die Endstufe selbst dabei keine Schaden genommen hat :)

Solch ein Wunder ist das garnicht, sondern eine häufige Auslegung bei 
NF-Leitungsverstärkern, also eigentlich zu erwarten:

Meistens sind die Endstufen für eine Spitzenleistung ausgelegt, die aber 
nur für kurze Zeit gefordert ist.
Würde der Trafo auch für die Spitzenleistung ausgelegt, käme das zu 
teuer.

Jetzt entstand eben eine Leistung, die die Endstufe noch kann, 
schließlich dürfte sie Strombegrenzung und Kurzschlussstromschutz haben.

Was aber Schund ist, ist der alleinige Schutz des Trafo durch eine 
Thermosicherung, die nicht rückstellbar ist.

Hochwertige Geräte haben im Trafo einen Thermofühler, der bei 
Überlastung des Trafo den Verstärker ausschaltet. Und ihn nach Abkühlung 
wieder freigibt.

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