Morgen zusammen, ich möchte aus verschiedenen Gründen eine neue Sprache lernen, konkret geht es um Spanisch. Kenntnisse in Lesen/Schreiben würden mir erstmal reichen, deshalb denke ich dass ich das gut als Autodidakt hinkriege. Könnt ihr mir dazu Material empfehlen? Also Bücher, Software, Apps? Gibt es da einen empfehlenswerten Verlag, oder eine Veröffentlichung mit der ihr gute Erfahrungen gemacht habt? Vor allem eine App stelle ich mir nützlich vor um Vokablen zu pauken (auch wenn das Wort hier bei einigen Älteren schon Panik auslöst ;-)). Damals, als Unterstützung zum Schul-Englisch, hatte ich einen Vokabeltrainer auf dem PC, noch unter MS-DOS. Der war eigentlich auch schon ganz OK. Hefte mit Übungen sind natürlich auch OK, aber die waren erfahrungsgemäß immer recht teuer. Und Abends auf der Couch lernt sichs papierlos doch angenehmer. Gibt es sonst vielleicht Tipps, wie man sowas am Besten in Angriff nimmt (dass es ohne Üben, Üben, Üben nicht geht ist mir klar, Danke)? Viele Grüße
Das hängt stark vom individuellen Zugang zu anderen Sprachen und Vorkenntnissen ab. Kennst Du denn schon eine andere romanische Sprache?
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Das hängt stark vom individuellen Zugang zu anderen Sprachen und > Vorkenntnissen ab. Kennst Du denn schon eine andere romanische Sprache? Nein, ich kann nur Englisch, dafür relativ gut würde ich sagen. Das Lernen fiel mir in der Schule recht leicht. Und die paar Brocken Spanisch, die man eben so nebenbei mal aufschnappt. Una Cerveza, por favor...
Ich habe vor vielen Jahren mal angefangen, mir Spanisch selbst mit dem damaligen Schulbuch beizubringen. Für Grundkenntnisse hat es genügt (bis 10 zählen kann ich heute noch ;), irgendwann ist es dann mal im Sande verlaufen. Spanisch war dabei meine erste romanische Sprache. Ist eigentlich sehr leicht, vergleichsweise wenig Grammatik, eine ziemlich reguläre Aussprache.
Es kommt wirklich darauf an. Ich habe bei mir festgestellt, dass ich im Gegensatz zu den Kunden von Sprachlehrgängen ein Grammatiktyp bin. D.h. kauf eine (kurz) Grammatik und lerne alle Zeiten/Fälle/Zahlen auswendig. Danach kommen dann Texte und Vokabeln.
http://lp.babbel.com/d/DEU_index.html?l2=SPA habe damit auch mal probiert, sah eigentlich recht ok aus. Ist aber nicht umsonst. Gruß Jürgen
le x. schrieb: > ich möchte aus verschiedenen Gründen eine neue Sprache lernen, konkret > geht es um Spanisch. Diesen Podcast kann ich empfehlen: http://radiolingua.com/shows/spanish/coffee-break-spanish/
le x. schrieb: > Aber eine konkrete Empfehlung habt ihr nicht? Nein, weil auch jeder anders lernt. Bei mir wäre es eine Mischung aus praktischer Anwendung (sprich: Lesen eines Textes) mit gleichzeitiger Nutzung sowohl eines Wörterbuchs als auch einer Grammatik, aber ich kann auch schon etwas rudimentäres Spanisch (weil ich mit Französisch eine andere romanische Sprache kenne, und auch noch etwas Italienisch hinbekomme). Bei der praktischen Anwendung entdecke ich dann Parallelen oder Abweichungen zu bereits vertrautem, was mir hilft, die Sache zu vertiefen. "Vokabeln pauken" musste ich noch nie, da funktioniert mein individueller Lernmechanismus anders. Eine richtige Herausforderung wäre für mich eine Sprache, die von allen vertrauten Konzepten abweicht, weil sie weder indogermanisch noch romanisch ist. Walisisch dürfte ein netter Kandidat sein, da heißt ein Aschenbecher "blwch llwch" (Staubiste), und die Formulierung wird gewählt, weil sie als wohlklingend gilt.
Mir hat einmal ein Sprachlehrer gesagt, man solle sich zuerst mit den Verben "sein" und "haben" intensiv auseinandersetzen (die beiden sind auch als Hilfsverben enorm wichtig). Also: nach und nach alle Zeiten, alle Personen, Fragen, Verneinungen. Dazu das eine oder andere Substantiv und Adjektiv. Dann nach und nach andere Verben und mehr Vokabeln. Und das wichtigste: sprechen, sprechen, sprechen.
Empfand ich sogar bei Chinesisch so, " sein " und "haben " sind wichtig, damit kannst du auch mit schlechter Grammatik und einpaar Wörter, Sätze bilden und dich zumindest verständlich machen.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Walisisch dürfte ein netter Kandidat sein, da heißt ein Aschenbecher > "blwch llwch" (Staubiste), und die Formulierung wird gewählt, weil sie > als wohlklingend gilt. Wie spricht man das denn aus? mfg
le x. schrieb: > Vor allem eine App stelle ich mir nützlich vor um Vokablen zu pauken Zwar keine App sondern ein richtiges Programm: Kwordquiz
Vor Allem muss man doch die Aussprache lernen. Schrift ist oft nur eine mangelhafte Darstellung der Laute eines Worts. dh. man sollte ab einem gewissen Stand auf jeden Fall akustische Unterstützung nutzen, indem man vorgesprochene Texte verwendet oder, noch besser, mit Leuten spricht, die die Sprache beherrschen. In der Schule ists halt meistens der Lehrer. Was hilft es, eine Sprache mit schaurigem Akzent zu sprechen, weil man sie nur aus dem Buch kennt und die "wahre" Aussprache nicht weiß? Noch schlimmer: Man kennt nur die klare Schriftsprache, die kaum jemand spricht und Alle sprechen Dialekt. Oder: man hat ein Gegenüber, das meint, mindestens 10 Silben je Sekunde heraushauen zu müssen.
Frank Xy schrieb: > Wie spricht man das denn aus? bluch ßluch (w wird ausgesprochen wie "u" im Deutschen, "ll" ist ein, äh, "feuchtes" s-l)
Peter R. schrieb: > Vor Allem muss man doch die Aussprache lernen. Schrift ist oft nur eine > mangelhafte Darstellung der Laute eines Worts. Man kann sicherlich eine Sprache zunächst nur schriftlich erlernen, später dann aber doch auch die gesprochene Sprache lernen. Ich wäre aber nicht erstaunt, wenn sich das dann aufgrund etwas unterschiedlicher Lern- und Merkschemata etwas ins Gehege kommt. > Was hilft es, eine Sprache mit schaurigem Akzent zu sprechen, weil man > sie nur aus dem Buch kennt und die "wahre" Aussprache nicht weiß? Es kommt darauf an, auf welche Art der Korrespondenz man abzielt. Es rein schriftlich zu lernen um verbal zu kommunizieren ist natürlich wenig sinnvoll.
http://de.wikipedia.org/wiki/Klingonisch Qapla’! Esperanto ist was für intellektuelle Schwuchteln ;-) http://de.wikipedia.org/wiki/Esperanto
Aus persönlicher Erfahrung im Umfeld: durch die "Schwemme" an Spaniern, die in Dtl. arbeiten gibt es viele spanische Frauen, die mitgekommen sind, aber keinen ob haben. Einige davon bieten eigentlich in allen größeren Städten privaten Sprachunterricht an. Eine Bekannte macht das, sehr gut, und der Laden brummt auch. Sie ist zB auch original Lehrerin, findet hier aber natürlich keinen Job.
Danke euch erstmal. Ich hab nebenbei noch im Internet gesucht nach Material, und bin oft auf die Assimil-Reihe gestoßen. Die wird ja ganz schön gelobt, und ist mit 75€ noch erschwinglich. Hat da jemand Erfahrung damit? Vielleicht auch in einer anderen Sprache? Den Coffee-Break Kurs werd ich mir auch mal näher ansehen :-) Viele Grüße!
le x. schrieb: > Danke euch erstmal. > Aber eine konkrete Empfehlung habt ihr nicht? Es ist sehr teuer, aber ich kann Rosetta Stone empfehlen, es macht wenigstens Spaß. Begleitend dazu würde ich allerdings schon einen Vokabelkasten Grundwortschatz empfehlen. Zoe
heute gibt es im Amazon Android Appshop das PONS Wörterbuch Deutsch-Spanisch umsonst
Naja, mit einem Wörterbuch allein lernt man aber keine Fremdsprache. ;)
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.