Eine neue Fremdsprache lernen

OP #3710913
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Morgen zusammen,

ich möchte aus verschiedenen Gründen eine neue Sprache lernen, konkret 
geht es um Spanisch.
Kenntnisse in Lesen/Schreiben würden mir erstmal reichen, deshalb denke 
ich dass ich das gut als Autodidakt hinkriege.

Könnt ihr mir dazu Material empfehlen?
Also Bücher, Software, Apps? Gibt es da einen empfehlenswerten Verlag, 
oder eine Veröffentlichung mit der ihr gute Erfahrungen gemacht habt?
Vor allem eine App stelle ich mir nützlich vor um Vokablen zu pauken 
(auch wenn das Wort hier bei einigen Älteren schon Panik auslöst ;-)). 
Damals, als Unterstützung zum Schul-Englisch, hatte ich einen 
Vokabeltrainer auf dem PC, noch unter MS-DOS. Der war eigentlich auch 
schon ganz OK.
Hefte mit Übungen sind natürlich auch OK, aber die waren erfahrungsgemäß 
immer recht teuer. Und Abends auf der Couch lernt sichs papierlos doch 
angenehmer.

Gibt es sonst vielleicht Tipps, wie man sowas am Besten in Angriff nimmt 
(dass es ohne Üben, Üben, Üben nicht geht ist mir klar, Danke)?

Viele Grüße
OP #3710926
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Das hängt stark vom individuellen Zugang zu anderen Sprachen und
> Vorkenntnissen ab. Kennst Du denn schon eine andere romanische Sprache?

Nein, ich kann nur Englisch, dafür relativ gut würde ich sagen. Das 
Lernen fiel mir in der Schule recht leicht.
Und die paar Brocken Spanisch, die man eben so nebenbei mal aufschnappt.
Una Cerveza, por favor...
Moderator Persönliche Seite #3710929
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Ich habe vor vielen Jahren mal angefangen, mir Spanisch selbst mit
dem damaligen Schulbuch beizubringen.  Für Grundkenntnisse hat es
genügt (bis 10 zählen kann ich heute noch ;), irgendwann ist es dann
mal im Sande verlaufen.

Spanisch war dabei meine erste romanische Sprache.  Ist eigentlich
sehr leicht, vergleichsweise wenig Grammatik, eine ziemlich reguläre
Aussprache.
Persönliche Seite #3711040
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le x. schrieb:
> Aber eine konkrete Empfehlung habt ihr nicht?

Nein, weil auch jeder anders lernt. Bei mir wäre es eine Mischung aus 
praktischer Anwendung (sprich: Lesen eines Textes) mit gleichzeitiger 
Nutzung sowohl eines Wörterbuchs als auch einer Grammatik, aber ich kann 
auch schon etwas rudimentäres Spanisch (weil ich mit Französisch eine 
andere romanische Sprache kenne, und auch noch etwas Italienisch 
hinbekomme).

Bei der praktischen Anwendung entdecke ich dann Parallelen oder 
Abweichungen zu bereits vertrautem, was mir hilft, die Sache zu 
vertiefen.

"Vokabeln pauken" musste ich noch nie, da funktioniert mein 
individueller Lernmechanismus anders.

Eine richtige Herausforderung wäre für mich eine Sprache, die von allen 
vertrauten Konzepten abweicht, weil sie weder indogermanisch noch 
romanisch ist.

Walisisch dürfte ein netter Kandidat sein, da heißt ein Aschenbecher 
"blwch llwch" (Staubiste), und die Formulierung wird gewählt, weil sie 
als wohlklingend gilt.
#3711054
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Mir hat einmal ein Sprachlehrer gesagt, man solle sich zuerst mit den 
Verben "sein" und "haben" intensiv auseinandersetzen (die beiden sind 
auch als Hilfsverben enorm wichtig). Also: nach und nach alle Zeiten, 
alle Personen, Fragen, Verneinungen. Dazu das eine oder andere 
Substantiv und Adjektiv. Dann nach und nach andere Verben und mehr 
Vokabeln. Und das wichtigste: sprechen, sprechen, sprechen.
#3711843
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Vor Allem muss man doch die Aussprache lernen. Schrift ist oft nur eine 
mangelhafte Darstellung der Laute eines Worts.

dh. man sollte ab einem gewissen Stand auf jeden Fall akustische 
Unterstützung nutzen, indem man vorgesprochene Texte verwendet oder, 
noch besser, mit Leuten spricht, die die Sprache beherrschen.

In der Schule ists halt meistens der Lehrer.

Was hilft es, eine Sprache mit schaurigem Akzent zu sprechen, weil man 
sie nur aus dem Buch kennt und die "wahre" Aussprache nicht weiß?

Noch schlimmer: Man kennt nur die klare Schriftsprache, die kaum jemand 
spricht und Alle sprechen Dialekt. Oder: man hat ein Gegenüber, das 
meint, mindestens 10 Silben je Sekunde heraushauen zu müssen.
#3711904
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Peter R. schrieb:
> Vor Allem muss man doch die Aussprache lernen. Schrift ist oft nur eine
> mangelhafte Darstellung der Laute eines Worts.

Man kann sicherlich eine Sprache zunächst nur schriftlich erlernen, 
später dann aber doch auch die gesprochene Sprache lernen. Ich wäre aber 
nicht erstaunt, wenn sich das dann aufgrund etwas unterschiedlicher 
Lern- und Merkschemata etwas ins Gehege kommt.

> Was hilft es, eine Sprache mit schaurigem Akzent zu sprechen, weil man
> sie nur aus dem Buch kennt und die "wahre" Aussprache nicht weiß?

Es kommt darauf an, auf welche Art der Korrespondenz man abzielt. Es 
rein schriftlich zu lernen um verbal zu kommunizieren ist natürlich 
wenig sinnvoll.
#3712057
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Aus persönlicher Erfahrung im Umfeld: durch die "Schwemme" an Spaniern, 
die in Dtl. arbeiten gibt es viele spanische Frauen, die mitgekommen 
sind, aber keinen ob haben. Einige davon bieten eigentlich in allen 
größeren Städten privaten Sprachunterricht an. Eine Bekannte macht das, 
sehr gut, und der Laden brummt auch. Sie ist zB auch original Lehrerin, 
findet hier aber natürlich keinen Job.
OP #3712159
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Danke euch erstmal.

Ich hab nebenbei noch im Internet gesucht nach Material, und bin oft auf 
die Assimil-Reihe gestoßen. Die wird ja ganz schön gelobt, und ist mit 
75€ noch erschwinglich.
Hat da jemand Erfahrung damit? Vielleicht auch in einer anderen Sprache?

Den Coffee-Break Kurs werd ich mir auch mal näher ansehen :-)

Viele Grüße!

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