Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik µC: Variablen über zwei Leitungen nach "draußen" bringen


von Volker (Gast)


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Hallo,

hin und wieder ist es beim Programmieren ja sinnvoll, wenn man mittels 
eines Displays überprüfen kann, welche Werte bestimmte Variablen im 
Programmverlauf annehmen.

Worst Case:

Der Controller hat nur noch zwei Portpins frei und läuft mit einem 
internen Oszillator, der einer relativ großen Temperaturdrift 
unterliegt.

Wie würdet Ihr in diesem Fall eine Variable anzeigen lassen?

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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-Software I2C
-UART (wandernde Baudrate kannst du auf der Empfängerseite nachführen)
-Peter Daneggers one-wire-Bus, hier irgendwo verfügbar. Funktioniert 
super, gerade bei instabiler Oszillatorfrequenz.

von Max H. (hartl192)


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Volker schrieb:
> Wie würdet Ihr in diesem Fall eine Variable anzeigen lassen?
Mit einem Debugger

von stefanus (Gast)


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Die meisten Mikrocontroller enthalten einen seriellen Ausgang.
Falls nicht, einfach per Software implementieren. Dazu brauchts nur 
wenige Zeilen Code.
Ich kombiniere das gerne mit einer Betriebs-LED. Normalerweise zeigt sie 
den Betriebzustand an. Beim Debuggen ist es ein serieller Ausgang -> 
verbunden mit meinen Laptop, auf dem Hammer Terminal läuft.

Man kann auch beides kombinieren, als an das USB-UART Kabel einen 
Fototransitor löten, den man vor die LED hält.

von Volker (Gast)


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Danke für die schnellen Antworten!

H.Joachim Seifert schrieb:
> -Peter Daneggers one-wire-Bus, hier irgendwo verfügbar. Funktioniert
> super, gerade bei instabiler Oszillatorfrequenz.

Das würde mich näher interessieren.

In der Forensuche habe ich leider noch nichts konkretes gefunden.

Gibt es irgendwo ein fertiges Projekt dazu?

von Volker (Gast)


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stefanus schrieb:
> Ich kombiniere das gerne mit einer Betriebs-LED. Normalerweise zeigt sie
> den Betriebzustand an. Beim Debuggen ist es ein serieller Ausgang ->
> verbunden mit meinen Laptop, auf dem Hammer Terminal läuft.
>
> Man kann auch beides kombinieren, als an das USB-UART Kabel einen
> Fototransitor löten, den man vor die LED hält.

Genial!

von Max H. (hartl192)


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Man könnte die Daten auch ähnlich wie SPI (Clk und Data) in ein 
Schieberegister ohne Output-Latches schieben.

von Volker (Gast)


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H.Joachim Seifert schrieb:
> -Software I2C

Werde das mal versuchen.

Habe ein USB to I2C IIC SPI UART TTL Converter Module, damit müsste es 
eigentlich gehen.

Damit es übersichtlich bleibt, habe ich hier einen neuen Beitrag dazu 
eröffnet:
Beitrag "Mikrocontroller über USB an WinRechner - mit USB-Modul"


Peter Daneggers one-wire-Bus würde mich nach wie vor interessieren...

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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@stefanus:
Dein LED-nach-Photosensor-Interface finde ich echt interessant.
Darf man fragen, was für Empfangssensoren Du verwendest? Ich finde im 
sichtbaren Bereich nur recht teure Bausteine >5€ (was für einzelne 
Laboraufbauten natürlich auch kein Beinbruch wäre).

Meine Standardschaltung ist VCC-Vorwiderstand-LED-GND, damit bei 
unprogrammiertem Controller zumindest schonmal die Versorgungsspannung 
angezeigt wird. Aber bis jetzt löte ich immer noch ein Drähtchen an...

Danke,
 Marcus

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