Verschlüsselung nur zur Ansicht: Software gesucht

Gast #3713976
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Auf Reisen nehme ich eine SD-Card mit, auf der Texte und Bilder 
verschlüsselt (AxCypt) abgelegt sind. Das Problem ist, dass beim 
Entschlüsseln auf einem fremden Rechner Spuren bleiben, da die 
verschlüsselte Datei auf dem Rechner entpackt wird. Dies möchte ich 
vermeiden.

Gibt es ein Verschlüsselungsprogramm, das eine Datei nur zur Ansicht 
öffnet (Texte [ASCII] und Bilder [Format nicht wichtig])?
Gast #3714152
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Justin schrieb:
> Entschlüsseln auf einem fremden Rechner
> Gibt es ein Verschlüsselungsprogramm, das eine Datei nur zur Ansicht
> öffnet (Texte [ASCII] und Bilder [Format nicht wichtig])?

Solltest du fündig werden, empfehle ich dir, die Methode nur nach 
Rücksprache mit einem vertrauenswürdigen Anwalt zu veröffentlichen - 
MPAA und Konsorten werden dir entweder die Füße küssen oder selbige 
einzementieren.

Ohne vertrauenswürdige (nicht schon wieder) Kombination aus Hard- und 
Software, die vollständig unter deiner Kontrolle steht, funktioniert es 
bislang jedenfalls nicht.

Wenn du nicht gerade Geheimnisträger bist, nimm ein aktuelles Schlaufon, 
da kann man zumindest vermuten, wer mit da alles mitliest. Wo ist der 
Verschwörungstheoriesmilie, wenn man ihn braucht?
Gast #3714556
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Justin schrieb:
> da die
> verschlüsselte Datei auf dem Rechner entpackt wird.

Wenn man Daten benutzen will, müssen sie entpackt/entschlüsselt werden. 
Das ist kein elektronisches Problem, sondern ein logisches. Dass die 
entschlüsselten Daten nur ausschliesslich für das benutzt werden, für 
das sie vorgesehen sind, ist eine Frage der Konvention. Hält sich 
jemand/etwas nicht daran, ist die Verschlüsselung wirkungslos.

M.a.W. Verschlüsselung ist nur dann (möglicherweise) sicher, wenn die 
Daten nur durchgeleitet, aber nicht benutzt werden. Ein Bild anzeigen 
ohne eine entschlüsselte Kopie geht halt nicht.

Georg
#3714602
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Ich vermute, es geht bei der Frage um Hinterlassenschaften in Form von 
Dateiresten auf Disk bzw. im Flash der SD-Karte. Wenn man also Dateien 
erst zu unverschlüsselten Dateien entschlüsselt, dann können Spuren 
davon verbleiben, je nach Arbeitsweise des Programms.

Gute Verschlüsselungsprogramme auf Dateiebene kennen das natürlich und 
überschreiben solche Reste daher selbst. Auf Flash-Medien ist das 
aufgrund deren Arbeitsweise nicht sicher machbar. Der Aufwand, an 
unsichtbare Reste im Flash ran zu kommen, ist allerdings erheblich.

Diskverschlüsselung wie Truecrypt kennt dieses Problem nicht, da Daten 
nirgends dauerhaft entschlüsselt vorliegen. Sofern man das RAM des 
Rechners als nichtpersistent betrachten darf und der Kram nicht im 
Swapfile landet.

Stromverschlüsselung (z.B. HDCP in Videointerfaces wie HDMI) kennt das 
Problem naturgemäss auch nicht.
Gast #3714678
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> nicht im Swapfile landet.

Evtl. könnte eine mitgebrachte VM in viel RAM eine Notlösung sein. Im 
RAM ... bis z.B. ein DAU das Gerät im Energiesparmodus herunterfährt und 
der Rest auf der HD gespeichert wird?
Gast #3714679
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A. K. schrieb:
> Stromverschlüsselung (z.B. HDCP in Videointerfaces wie HDMI) kennt das
> Problem naturgemäss auch nicht.

Das ist aber auch nur eine Konvention - eine, die auf Druck der grossen 
Anbieter eingehalten wird. Technisch hindert niemand etwa den Fernseher 
daran, das entschlüsselte Bild an einem Ausgang zur Verfügung zu 
stellen, und auf dem Bildschirm ist es ja sowieso zu sehen und könnte da 
auch angezapft werden.

Georg
#3714709
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Georg schrieb:
> Das ist aber auch nur eine Konvention

HDCP hatte ich eigentlich nur als Beispiel eines sequentiellen 
Datenstroms gebracht. Klar, jedwede erfolgreiche Entschlüsselung 
liefert an irgendeinem Punkt ein entschlüsseltes Signal, und wenns der 
Sehnerv ist. Er will aber die Bilder am Fremd-PC immerhin anschauen 
können, also muss er sie dort auch unverschlüsselt auf dessen Bildschirm 
kriegen. Ich glaube also nicht, dass er bei seiner Frage auf strikteste 
Prinzipienreiterei aus war. ;-)
Gast #3714891
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A. K. schrieb:
> Ich glaube also nicht, dass er bei seiner Frage auf strikteste
> Prinzipienreiterei aus war. ;-)

Was er wirklich möchte: die Bilder auf dem Bildschirm anschauen können, 
aber wenn man einen Spiegel vor den Bildschirm stellt, darf der das Bild 
nicht wiedergeben...

Von Fotos usw. mal ganz abgesehen, aber das wäre das Prinzip.

Georg
Gast #3714908
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Ein einfacher Key-Logger und ein Programm, das im Hintergrund die Daten 
kopiert und schon die Hose ist unten.

Wie von anderer Seite schon erwähnt: Entweder Du traust dem Fremdrechner 
oder nicht. Eine Kontrolle ist, mit sinnvollem Aufwand, nicht möglich.
Gast #3715057
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Amateur schrieb:
> Dank Tablet- und Netbook-PCs sowie Riesen-Smartphones, sollte es
> heutzutage eigentlich nicht mehr nötig sein die Daten überhaupt aus der
> Hand zu geben.

Stimmt, damit muss man die Daten gar nicht wirklich aus der Hand geben, 
damit andere sie auch sehen können. Das macht das Telefon schon ganz von 
selbst.

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