Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 4x4mm LFCSP löten


von Thomas (Gast)


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Hallo =)

Möchte gerne einen 4x4 mm IC im LFCSP Gehäuse löten, da leider keine 
andere Gehäuseform verfügbar ist.

Habe mir deshalb folgende Adapterplatinen bestellt:

http://www.amazon.de/Adapterplatine-QFN20-LFCSP20-Adapter-Raster/dp/B00IU72V7K/ref=sr_1_1?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1404680259&sr=1-1&keywords=LFCSP+adapter

Die Anschlüsse/Pins sind schon verzinnt.
Verhanden ist Lötkolben, Löthonig,.. aber keine Reflow Ausrüstung oder 
etwas professionelles.


Meine Idee wäre etwas Löthonig auf die Pads aufzutragen, den IC darauf 
auszurichten und in den Backofen damit, da leider auch keine 
Heißluftpistole vorhanden ist.

Könnte das grundsätzlich (auch wenns sicher nicht ideal ist) 
funktionieren?
und habt ihr Tips zur Temperatur (250°?)?


Möchte eigentlich kein Geld investieren, da ich den IC nur aus Interesse 
ausprobieren möchte und sonst eigentlich solche kleinen Bauformen nicht 
verwende.

von Gerd E. (robberknight)


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Thomas schrieb:
> und in den Backofen damit

Sollen danach auch wieder Lebensmittel in dem Backofen zubereitet 
werden? Wenn ja, dann ist das keine gute Idee. Die Flussmitteldämpfe und 
deren Ablagerungen sind nicht unbedingt gesundheitsförderlich.

, da leider auch keine
> Heißluftpistole vorhanden ist.

Ne kleine, einfache Heissluft-Lötstation kostet nur so 70-80 EUR rum. 
Das ist auch zum Entlöten von ICs sehr sehr hilfreich und kann ich daher 
und wegen des überschaubaren Preises für jede Hobby-Elektronik-Werkbank 
nur empfehlen.

Damit würde ich dann folgende Methode vorschlagen:
http://www.youtube.com/watch?v=c_Qt5CtUlqY

von Tom P. (booner)


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Hei,

wenn die Pads lange genug sind, kannst Du die auch von der Seite mit dem 
Lötkolben verlöten.
Eine andere praktizierte Möglichkeit ist, das Bauteil durch die Platine 
zu verlöten. Dabei wird die Platine mit Bauteil auf eine Herdplatte 
gelegt.
Das geht besonders gut bei einem Ceranfeld, denn am Ende sollte man die 
Platine ohne zu wackeln von der Hitzequelle entfernen, damit diese nicht 
so lange einwirken kann. Das würde ich auch als Hauptproblem im Backofen 
sehen...


Grüße,

Tom

von Markus W. (dl8mby)


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Hallo Thomas,

in der letzten Elektorausgabe, gab es eine Bauanleitung für
eine Temperaturregelung für einen kleinen Pizza-Ofen.

Da diese Geräte sehr preiswert sind, könnte es für Dich auch eine
Möglichkeit darstellen, vor allem, wenn Du solche Lötarbeiten
öfter machen willst.

Aber der Vorschlag mit der Herdplatte, könnte auch hinreichend
gut klappen, wobei vorweg einige Versuche erforderlich sein werden,
bis Du die richtige Einstellung zum erforderlichen Temperaturverlauf
findest.

Viel Erfolg!

Gruß
Markus
DL8MBY

von hdf (Gast)


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Ein Trick wies auch funktioniert ist, den IC auf der Platine ausrichten 
ggf. mit Löthonig und dann die Platine samt IC auf ein vorgeheiztes 
Bügeleisen legen, welches du zuvor in einen Schraubstock einspannst. 
wichtig ist jedoch, dass du den richtigen Zeitpunkt fürs runternehmen 
nicht verpasst.

von Schimanski (Gast)


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Ich habe es auf einer Elektro-Camping-Platte getestet. geht auch ganz 
gut. Ich hatte aber noch ein 4mm Alublech zwischen. Das haben wir dann 
hoch gehoben, als es fertig war und zum abkühlen beseite gelegt. 
Vorsichtig sein!

von Schimanski (Gast)


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ich - wir - alle eben, die dabei waren :)

von Thomas (Gast)


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Danke für eure Hilfe =)
Werde mal ein paar Ratschläge ausprobieren!

von Cyblord -. (cyblord)


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4x4 ist ja noch sehr komfortabel. Habe letztens einen 2x2 (MMA8653 im 
10-DFN mit 0,4 Pitch)  eingelötet und regelmäßig 3x3 (10-DFN mit 0,5mm 
Pitch).

Kleine Heißluftstation ist für sowas absolut zu empfehlen. Die 60-80 
Euro Chinabomber tun es vollkommen.

Für so kleine Footprints sollte man mit ner dünnen Spitze die Pads 
verzinnen und überschüssiges Lot mit der Spitze vorsichtig runternehmen. 
IC drauf setzen, mit Pinzette festhalten und mit Heißluft (ich nehme 255 
Grad) drauf gehen. Nach ein paar Sekunden hält der IC von selbst. Konnte 
bei diesen Gehäusen allerdings keine "Selbstausrichtung" mehr 
feststellen. LGAs wie z.B. der BMP180 richten sich schön in Position und 
schnappen beim antippen zurück. Aber diese Gehäuse tun das bei mir 
nicht.

gruß cyblord

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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man kann das IC auch auf dem Rücken liegend freihand verdrahten. Ein 
Beispielfoto hier:
http://wwwhome.cs.utwente.nl/~ptdeboer/ham/sdr/#nov2008
unten kurz vor Ende der Seite

von Thosch (Gast)


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altbewährte Methode:
Bügeleisen mit Handtuch um den Griff im Schraubstock einspannen,
Sohle exakt waagerecht ausrichten.
Thermostat passend einstellen (Vollgas = "Leinen") und Aufheizen 
abwarten.

Platine bestücken und auf einem Japanspachtel zum "Reflow-Eisen" tragen.

Spachtel auf die Bügeleisen-Sohle auflegen und mit einem 
Platinenstreifen
die Platine vorsichtig aufs Eisen schieben.

Warten, bis das Zinn an allen Lötstellen schön geflossen ist.

Spachtel seitwärts an der Sohle anstoßen, einen Hauch unterhalb des 
Sohlen-Niveaus und mit dem Platinenstreifen die gelötete Platine 
vorsichtig auf den Spachtel rüberschieben.

Spachtel mit Platine drauf zum Auskühlen beiseitelegen.

Hab mit der Methode schon erfolgreich QFN8 im 0,5mm Raster gelötet.

von Thosch (Gast)


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achja: Nach getaner Arbeit das noch lauwarme Bügeleisen mit 'nem 
Isopropanol-getränkten Papiertuch abwischen, um eventuelle 
Flußmittelreste zu beseitigen.

Das nächste Hemd wird's danken. ;-)

von stefanus (Gast)


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Kann man sowas eigentlich mit einem kleinen Gasbrenner löten? Einge 
Gas-Lötkolben werden mit entsprechenden Düsen geliefert.

von Cyblord -. (cyblord)


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stefanus schrieb:
> Kann man sowas eigentlich mit einem kleinen Gasbrenner löten? Einge
> Gas-Lötkolben werden mit entsprechenden Düsen geliefert.

Die sind zum schrumpfen o.ä. An ICs würd ich damit nicht rangehen. Auch 
Ofen oder Bügeleisen sind angesichts der spottbilligen Heißluftstationen 
heute wirklich nicht mehr anzuraten.

von Thomas (Gast)


Angehängte Dateien:

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Der IC wurde nun gelötet =)

Kleines Blech auf Bügeleisen, darauf die Adapterplatine.
Etwas Löthonig mit Zahnstocher auf die Pins aufgetragen und als der 
Löthonig zu "bruzzeln" begann den IC mit Pinzette darauf ausgerichtet.
Danach noch ein wenig gewartet und dann runter vom Bügeleisen.

Der IC sitzt ganz gut und er bewegt sich nicht mehr,.. müsste also 
halbwegs geklappt haben?!

Bin gespannt ob alles geklappt hat wenn ich den IC teste ;)

von Mehmet K. (mkmk)


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@Thosch
Die Bügeleisen-Methode benutze ich auch hin und wieder.
Aber so, wie Du es beschrieben hast, haette ich Bedenken, dass der 
Temperaturschock doch zu happig waere.
Ich lege die Platine immer auf das kalte Eisen und schalte es erst dann 
ein. Ab etwa 120 Grad unterstütze ich den Prozess mit Heissluft.

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