Stromstärke Batterie beim Step-Up

OP #3717632
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Hallo Leute,

ich bin neu hier und hoffe, dass ich hier richtig gelandet bin.

Ich arbeite zur Zeit an einem Nachtsichtgerät mit einer 
Bildwandlerröhre. Für diese Röhren benötigt man ja eine Hochspannung von 
mindestens 15kV. Nach dem Kontakt mit einem Verkäufer meinte dieser, 
dass er mir noch eine Hochspannungspatrone liefern könnte, die mit 12V 
DC betrieben wird. Jedoch macht mich jetzt nun das Internet stutzig, da 
hier auf vielen Seiten vor der Hochspannung gewarnt wird. Meine Frage 
jetzt: Die Stromstärke ist doch nach Ohm und somit nach dem 
Batterieinnenwiderstand und dem Eingangswiderstand der 
Hochspannungspatrone begrenzt. Verhält sich die Stromstärke jetzt wie 
die eines Transformators? Also das diese dann soweit heruntergeregelt 
wird, dass diese ungefährlich ist?

P.S: bleibe trotzdem vorsichtig!


Mit freundlichen Grüßen,

Dieter
#3717729
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Dieter Eris schrieb:

> Da hier auf vielen Seiten vor der Hochspannung gewarnt wird.

Warnungen vor Hochspannung haben durchaus ihre Berechtigung,
auch wenn diese "Hochspannungspatrone" vermutlich nicht genug
Leistung hat, um grössere Schäden hervorzurufen. Unter ungün-
stigen Umständen könnte es aber doch zu einem Herzstillstand
kommen; deshalb sollte man einen gehörigen Respekt vor solchen
Hochspannungsquellen haben und eine entsprechende Isolierung
vorsehen.
Gruss
Harald
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3717896
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Dieter Eris schrieb:
> Verhält sich die Stromstärke jetzt wie die eines Transformators? Also
> das diese dann soweit heruntergeregelt wird, dass diese ungefährlich
> ist?
Prinzipiell schon:
Ausgangsleitung < Eingangsleistung
Wenn am Eingang also 12V*1A reingehen, kommen am Ausgang maximal 
12kV*1mA heraus (oder eben ca. 15kV*0.8mA).
Wenn aber ein ausreichend großer Kondensator am Ausgnag hängt, dann kann 
der trotzdem genügend Energie für ein unliebsames Erlebnis speichern...

> P.S: bleibe trotzdem vorsichtig!
Tu das.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #3717912
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Der Dauerstrom, den diese Hochspannungspatrone liefern könnte, wäre 
vermutlich viel zu gering, um gesundheitsgefährdend zu wirken, d.h. eher 
nur wenige Milliampere.

Das, was jedoch problematisch werden könnte, ist die elektrische 
Energie, die in einem internen Kondensator gespeichert wird. Da können 
bei Spannungen im kV-Bereich auch schon Kapaziäten im Nanofaradbereich 
unangenehm werden.

Der zulässige Grenzwert laut VDE liegt bei 500mJ gespeicherter Energie. 
Defibrillatoren mit externen Elektroden geben hingegen ca. 100-360J bei 
ca. 4kV ab. Zwischen Grenzwert und therapeutischer Dosis liegen also 
mehrere Größenordnungen.

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