Hallo zusammen,
eigentlich wollte ich mir mit einem fertigen LED-Array eine Lampe bauen.
Das Array soll mit 350mA bestromt werden. Dabei liegt eine Flusspannung
von etwa 12,2V an.
Jetzt habe ich gesehen, dass das Array wiefolgt geschaltet ist:
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__ ___ __
\ / \ / \ /
V V V
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__ ___ __
\ / \ / \ /
V V V
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Eigentlich würde ich da jetzt ungern eine 350mA KSQ anschließen, aber so
ist es laut Hersteller vorgesehen.
Aufgrund unterschiedlicher Flussspannungen der jeweiligen Stränge würde
ich an einer KSQ niemals LED's parallel schalten.
Wie seht ihr das?
Schönen Gruß,
Till
Till schrieb:> Wie seht ihr das?
Der Hersteller hat hoffentlich die LEDs auf gleiche Flussspannung bei
gleicher Temperatur selektiert.
Es sind aber auch genügend Chinas-LED-Lampen bekannt, die nach sehr
kurzer Zeit ausgefallen sind, wohl weil nicht selektiert wurde.
Auch dieses Array hat das Problem, so bald 1 LED in einem Strang
ausföllt gehen in den anderen Strängen schnell die LEDs kaputt, denn
350mA werden ja nach wie vor durchgejagt - dann eben über 2 Stränge.
Till schrieb:> Wie seht ihr das?
was gibt es dann für alternativen?
Auch ein Vorwiderstand ist dafür ungeeignet, dann man das gleiche
Problem wie bei einer KSQ.
Die LEDs werden schon ausreichend selektiert sein, damit man so
betreiben kann. Es gibt auch genug LEDs wo intern mehr LEDs in Reihe und
Parallel und diese werden auch mit einer KSQ betrieben.
Danke für die schnellen Antworten!
MaWin schrieb:> Der Hersteller hat hoffentlich die LEDs auf gleiche Flussspannung bei> gleicher Temperatur selektiert.
Es ist ein großer und namhafter Markenhersteller. Daher will ich mal
hoffen das er dies getan hat.
MaWin schrieb:> Auch dieses Array hat das Problem, so bald 1 LED in einem Strang> ausföllt gehen in den anderen Strängen schnell die LEDs kaputt, denn> 350mA werden ja nach wie vor durchgejagt - dann eben über 2 Stränge.
Diese Befürchtung hatte ich auch. Deswegen war ich auch sekeptisch.
Allerdings halten die LED's einen Strom von 200mA aus. Dann werden aus
116,667 mA gerade mal 175mA, also noch im Rahmen. Das sollte aber
hoffentlich bei guter Selektion und Qualtät längere Zeit nicht
geschehen.
Peter II schrieb:> Die LEDs werden schon ausreichend selektiert sein, damit man so> betreiben kann. Es gibt auch genug LEDs wo intern mehr LEDs in Reihe und> Parallel und diese werden auch mit einer KSQ betrieben.
Stimmt! Daran hatte ich garnicht mehr gedacht.
Dann nochmal danke für eure Antworten. Zusammenfassend kann man also
sagen, dass wenn es sich um gute Qualität handelt, man eigentlich auf
eine solche Verschaltung (zusammen mit einer KSQ) vertrauen kann.
Ich werde mal weiter an der Lampe planen :)
Schönen Gruß,
Till
Abgesehen vom Schaltplan lauern da noch ganz andere Tücken.
Beispielsweise kann der tatsächliche Aufbau zu einer ungleichmäßigen
Temperaturverteilung im Diodenarray führen. So kann eine
angeschraubte/angelötete Metallhalterung lokal für kühlere Bereiche
sorgen. Die wärmeren LEDs "ziehen" dann mehr Strom aufgrund ihrer
temperaturabhängigen Kennlinie (bei gegebenem Strom sinkt die
Flußspannung wenn die Temperatur steigt). Dadurch erhitzen sie sich
stärker. Der Effekt verstärkt sich also selbst. Wenn das noch nicht
reicht, so altern die LEDs nicht alle gleichmäßig, besonders bei
unterschiedlichen Betriebstemperaturen und Belastungen.
Solch eine Bauweise ist nicht eigensicher sondern empfindlich/anfällig.
Ein vorzeitiges Ableben der Komponeten wird durch solch eine Bauweise
begünstigt. Dem kann nicht vollständig durch Vorselektion, guter
thermischer Kopplung etc. entgegengewirkt werden. Wie gravierend dies
Problem letztendlich ist, hängt vom konkreten Einzelfall und der
Bauweise ab. Robust und leicht universell handhabbar/einsetztbar ist
etwas Anderes.
Oder in jeden der drei Stränge zuzätzlich einen Widerstand einbauen,
dann sind die Kennlinien der einzelnen LEDs nicht mehr so kritisch.
Am Storm durch die LEDs ändert der Widerstand nichts, weil Gleichstrom.
Die KSQ muss dann aber gegebenenfalls mit etwas mehr Spannung betrieben
werden.
Den Gedanken hatte ich auch, aber ich bin mir nicht sicher. Bei
parallelen Strängen ginge das.
Für mich sieht das so aus, als ob es sein könnte, daß die LEDs in jeder
Ebene parallel liegen, also ein Strang mit jeweils parallel geschalteten
LEDs pro Ebene und nicht drei getrennte Stränge ohne Vorwiderstand
parallel geschaltet.
Till schrieb:> Aufgrund unterschiedlicher Flussspannungen der jeweiligen Stränge würde> ich an einer KSQ niemals LED's parallel schalten.
Als Hobbybastler solltest Du sowas nie tun.
Als Firma mit guten Beziehungen zu einem LED-Hersteller kann man nach
Flußspannung selektierte LED-Chips kaufen. Die lassen sich im Array
schalten, wobei der Strangstrom über Lebensdauer und Temperatur nicht
mehr als 10% streut. So macht das eigentlich jeder
Scheinwerfer-Hersteller.
Ich glaube das Schlüsselwort ist hier Strangstrom.
Schaltet man LED "ebenenweise" parallel, so machen sich die tolleranzen
innrhealtb einer "Ebene" vol bemerkbar. Man muß also sehr seher ähnliche
LEDs haben.
Schaltet man Stränge parallel, so geht es um die Mittelwerte die für den
Strang gelten. In Einzelfälen können sich die eizelabweihungen Addieren
und man hat die gleiche Situation. Das ist aber die Ausnahme. Im
allgemeinen, und mit zunehmender Stranglänge zunehmend, gleichen sich
die Mittelwerte der Parameter, also die Werte der Stränge als ganzes,
bei (selektierten) LEDs zunehmend an. Das entschärft das Problem etwas.