Grendel schrieb:
> Ich hab schon einige wissenschaftliche Paper gesehen wo ein dickes
> Virtex-4/5/6 mit ca. 100 - 400k LUTs verwendet wurde und dann hübsche
> Tabelle zum Schluss wo alle benötigten Ressourcen so bei um die 5% herum
> lagen also wahrscheinlich auch ein mittlerer Spartan-3 gereicht hätte
> ;-)
Naja, FPGAs setzt man in der Regel da ein, wo man vorher noch nicht
genau weiß, was alles rein muss. Und solche großen FPGAs kommen
hauptsächlich dann zum Einsatz, wenn man die speziellen Features wie
viel BRAM, DSP Slices, Transceiver, SERDES usw. benötigt. Sowas haben
die kleinen FPGAs nicht oder nur sehr wenig. Der XO da hat extrem wenig
BRAM, klar wenn man nur bissl spielen will, oder einfache Logik-Sachen
macht, reicht das sicherlich.
Auf Arbeit verwenden wir momentan den Artix 7 200T, da haben wir auch
nur ca. 20% Auslastung der Slices, aber wir brauchen den MGT, die
schnellen ISERDES, nahezu alle BRAMs, um die 100 DSP48 und ein paar von
den MMCMs.
Das wertvollste an FPGAs ist eigentlich immer der BRAM, denn wo kriegt
man sonst schnell angebundenen und feingranularen Speicher. Ein FIFO mit
500MHz extern anklemmen ist nicht machbar.
Außerdem ist dir Routingzeit exponentiell vom Füllgrad abhängig. Bei
Xilinx kann man kaum über 70% Füllgrad gehen, ohne dass der sich zu Tode
routet. Und dann kriegt man schnell übles Timing, wennn man ein Detail
ändert, geht plötzlich an 5 anderen Stellen nix mehr usw. Da nimmt man
dann lieber einen Nummer größer.