Hallo, auf meinem Board befindet sich ein Atmel AT32UC3 und wird durch eine eigene Stromquelle versorgt. Der für die Stromversorgung zuständige LDO sollte zusätzlich über die 5V-Leitung vom USB-Anschluss (vBus) versorgt werden können. So, dass das Board auch mit „nur USB Anschluss“ betrieben werden kann. Das ganze habe ich dann mit zwei Dioden gewährleistet (siehe Bild). Nun möchte ich allerdings per Software erkennen können, ob der USB Stecker gesteckt ist. Die Leitung vBus ist zum Atmel geführt. Jedoch ist diese Leitung immer high: - Board nur mit Batterie betrieben: vBus = 4,55V - Board mit Batterie betrieben und USB gesteckt: vBus = 4,93V - Nur USB gesteckt: vBus = 4,9V Um zu vermeiden es durch auslöten der Dioden testen zu müssen (und bei meinem Können die Lötaugen meiner einzigen Platine zu entfernen), meine Frage: Kann es sein, dass die Spannung der Batterie über die Diode „rückwärts“ anliegt/fließt und ich somit immer Mist messen werde? (da das in meinen Augen keinen Sinn machen würde, wüsste ich nicht warum, aber ich habe leider auch keine Ahnung woran es noch liegen könnte)
Da Du uns vorenthälst, wie der Atmel die Spannung "misst", (ob durch H/L Pegel oder ADC) und auch die Pinkonfiguradion Top Secret ist (PullUp ? oder gar Output), kann wohl keiner recht helfen. Ich bin auch der Meinung, man sollte die Leute nicht durch unnötige Details verwirren. ;)
brechbunkt schrieb: > Kann es sein, dass ... ich somit immer Mist messen werde? Es kann, muss aber nicht sein, wenn du einen Pull-Down Widerstand an VUSB hängst. Das könnte Klarheit für deinen µC schaffen.
brechbunkt schrieb: > Kann es sein, dass die Spannung der Batterie über die Diode „rückwärts“ > anliegt/fließt und ich somit immer Mist messen werde? Ja (mal davon abgesehen, dass nur Strom fließt). Das nennt sich im Datenblatt dann Leckstrom. Der ist gerade bei Schottkydioden besonders hoch und kann zusammen mit einem sehr hochohmigen Eingangswiderstand zu solchen Effekten führen. Mach da mal einen 100k Widerstand gegen Masse rein...
Danke für die vielen Antworten :) Ich habe jetzt mal die Verbindung zwischen Diode und vBus getrennt. Und siehe da, eure Vermutung mit dem Leckstrom über die Diode war richtig. 100k waren zu hoch. Selbst bei 6,8k steigt die Spannung über 1V an. Komischer weise hört sie aber gar nicht mehr auf zu steigen. (jetzt nach ca. 5min. liegt sie bei 1,15V) Ich frage mich, ob ich ohne Eingreifen hätte mit Schäden am uC rechnen müssen, da die Versorgungsspannung 12V beträgt. (oder wäre das aufgrund des geringen Stroms egal?) Mal abwarten wo die Spannung in einer Stunde liegt... Wenn dann alles passt, würde ich später einen 1k Einlöten.
brechbunkt schrieb: > 100k waren zu hoch. Selbst bei 6,8k steigt die Spannung über 1V an. > Komischer weise hört sie aber gar nicht mehr auf zu steigen. (jetzt nach > ca. 5min. liegt sie bei 1,15V) Ich bin immernoch der Meinung, das das die Pullups des Atmel eingeschaltet sind. 0.15 mA Reverse Crurrent einer BAT120 bei 4V und 25°C sind ein bisschen viel.
brechbunkt schrieb: > Wenn dann alles passt, würde ich später einen 1k Einlöten. Nimm eine andere Diode... > (jetzt nach ca. 5min. liegt sie bei 1,15V) Mach mal die Diode warm, dann machst du Augen... Detlef Kunz schrieb: > Ich bin immernoch der Meinung, das das die Pullups des Atmel > eingeschaltet sind. Das ist kein normaler Portpin, und man kann an dem VBUS Pin durchaus auch einige Pullups einschalten. Aber ich glaube eher, die Diode ist hier der Grund des Übels: > 0.15 mA Reverse Crurrent einer BAT120 bei 4V und 25°C sind ... viel. Und bei 75°C und 4V kann der immerhin bis auf max. 0,7mA ansteigen...
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