Funktionsgenerator - Endstufe schwingt

OP #3724387
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Ich habe einen 50MHz-Funktionsgenerator Model 51 von Wavetek, Datron, 
Fluke - baugleich mit Tabor 8551. Das Gerät geht ordentlich wenn ich es 
direkt mit BNC am Oszi anschließe und 50 Ohm drücke.

Wenn ich die Frequenz genauer sehen will muss noch ein Zähler dran. 
Daher habe ich ein T-Stück verwendet und das direkt am Generatorausgang 
angesteckt. Das eine 50 Ohm Kabel geht dann zum Oszi mit dem 50 
Ohm-Abschluss und das andere 50 Ohm-Kabel zum Zähler - ohne 50 Ohm.

Leider fängt der Generator so an zu schwingen. Ist das normal oder 
sollte das nicht so sein?

Kennt jemand eine Abhilfe?
Angehängte Dateien:
#3724428
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Matthias W. schrieb:
> Daher habe ich ein T-Stück verwendet und das direkt am Generatorausgang
> angesteckt. Das eine 50 Ohm Kabel geht dann zum Oszi mit dem 50
> Ohm-Abschluss und das andere 50 Ohm-Kabel zum Zähler - ohne 50 Ohm.

Das ist die falsche Leitungs-Topologie: So baust Du zum Zähler eine 
offene Stichleitung (Stub) ein, die Probleme macht, weil die Wellen am 
offenen Ende reflektiert werden.

Korrekt wäre: Vom Generator per 50-Ohm-Kabel zum T-Stück, das direkt auf 
dem Zähler-Eingang steckt, vom T-Stück mit einem weiteren 50-Ohm-Kabel 
zum Scope-Eingang mit aktiviertem 50-Ohm Abschluß.

Damit reduziert sich die Länge der Stichleitung auf den T-Stück-Abgang 
und den Zählereingang. Das klappt so natürlich nur, wenn der 
Zählereingang hochohmig ist.

Ansonsten gäbs noch die Möglichkeit mit einem resistiven Splitter zu 
arbeiten, der das Signal unter 6dB Pegelverlust, aber unter Einhaltung 
des 50-Ohm Wellenwiderstands auf zwei mit 50 Ohm abgeschlossene Lasten 
verteilt.

Kann man sich selbst bauen: 3 BNC-Buchsen, Massen zusammenschließen und 
die Innenleiter der 3 Buchsen über jeweils einen 16,7 Ohm Widerstand an 
einem Sternpunkt zuscmmenschalten. Als 16,7 Ohm Widerstand nimmt man 
jeweils 3 parallelgeschaltete 50-Ohm-Widerstände, die für brauchbare 
HF-Tauglichkeit Induktivitätsarm sein müssen.
OP #3724552
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Thorsten S. schrieb:
> Das ist die falsche Leitungs-Topologie: So baust Du zum Zähler eine
> offene Stichleitung (Stub) ein, die Probleme macht, weil die Wellen am
> offenen Ende reflektiert werden.

Danke Thorsten. Das ist also ein sehr starker Effekt - den ich bei 10 
MHz-Signalen so noch nicht vermutet hätte.

> Korrekt wäre: Vom Generator per 50-Ohm-Kabel zum T-Stück, das direkt auf
> dem Zähler-Eingang steckt, vom T-Stück mit einem weiteren 50-Ohm-Kabel
> zum Scope-Eingang mit aktiviertem 50-Ohm Abschluß.

habe ich gemacht. Geht so viel besser. Das Rechteck ist so nur noch 
leicht verbogen. Wenn ich das BNC direkt zwischen Generator und Oszi 
hänge - ohne das T-Stück und den Zähler wird es noch besser. Vielleicht 
ist das die Eingangskapazität des Zählers.

Wahrscheinlicher liegt es an der Option 60 des Zählers (siehe Bild). 
Dabei sind im Innern des Geräts parallel zu den Frontbuchsen 
angeschlossen Kabel zu Buchsen an der Rückwand verlegt. Dies ist somit 
eine nicht abgeschlossene Leitung. Möglicherweise reduziert sich diese 
leichte Störung wenn ich diese Leitungen entferne.

Danke Thorsten !
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