Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Video Signal mit optokoppler schalten


von Niclas W. (Firma: XxX) (technikfreaky)


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Hallo,
Kann mir von euch einer sagen ob man ein Video Signal (die mit den 
gelben Steckern) mit einem optokoppler schalten kann.
Wenn ja , welcher?
Danke im Voraus.

MfG Niclas

von Helge A. (besupreme)


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Nö.

Nur mit Bausteinen, die vom Optokoppler angetseuert werden.

von Niclas W. (Firma: XxX) (technikfreaky)


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Welche Bausteine sind das??
Danke

von Max D. (max_d)


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Es gibt optomosfets
Wenn du da den richtigen nimmst kannst du evtl. direkt das Signal 
schalten (wie sher die Qualität leidet ist ein andres ding). Ein 
normaler Kopller braucht aber auf jeden Fall noch zusätzliche Bauteile.

von Niclas W. (Firma: XxX) (technikfreaky)


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Danke max
Kannst du mir sagen welche Bausteine man benötigt?

Könnte man hier irgendwas mit einem optokoppler was unterbrechen?
http://www.knollep.de/Hobbyelektronik/projekte/22/sch.gif

von Niclas W. (Firma: XxX) (technikfreaky)


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Kann ich auch analogschalter verwenden?? Weiß jemand wie schnell die 
schalten??

von René B. (reneb)


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Geht nicht auch ein Relais oder Reed-Relais ?

von Max D. (max_d)


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Deine Schaltung erscheint mir etwas seltsam. Normalerweise will man ja 
nur einen Impedanzwandler haben (Verstärkung von 1), hier ist aber eine 
Verstärkung von 2 eingestellt. Vlt. erzählst du schnell was du vorhast, 
evtl. gibt es ja eine bessere Lösung.

von Niclas W. (Firma: XxX) (technikfreaky)


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Ich wollte ein Video schneide Pult bauen für den Live Schnitt und mit 
knöpfen sollen dann optokoppler o.a. Das Video signal zum Ausgang 
durchlassen oder nicht.

Hoffe ihr habt's verstanden.

von npn (Gast)


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Niclas Weber schrieb:
> Ich wollte ein Video schneide Pult bauen für den Live Schnitt und
> mit
> knöpfen sollen dann optokoppler o.a. Das Video signal zum Ausgang
> durchlassen oder nicht.
>
> Hoffe ihr habt's verstanden.

In diesem Falle finde ich das eine ganz schlechte Idee.
Bei einem Schnittpult will man nicht nur "hart" ein- und ausschalten, 
sondern auch von einem zum anderen Signal überblenden. Und da muß man 
schon ein wenig mehr machen als das Videosignal im Ganzen anzufassen. 
Die Synchron- und Austastimpulse müssen beispielsweise immer gleich groß 
bleiben, nur der eigentliche Bildinhalt darf sich in der Größe ändern. 
Und wenn du mehrere Quellen hast, dann sollten die auch synchron sein, 
sonst passt der Bildinhalt nicht zu den Frames und du hast versetzte 
Bilder.

Selbst wenn du wirklich nur hart umschalten willst, kriegst du Probleme 
mit der Synchronität. Angenommen du hast zwei Videosignale, beim einen 
bist du gerade am Bildanfang (oben) und dann schaltest du um. Das zweite 
Signal ist in dem Moment irgendwo weiter unten im Bild, dann hast du im 
Umschaltmoment ein deutliches "Springen", weil sich das Umschalt-Ziel, 
z.B. ein Monitor, erst wieder auf das Videosignal synchronisieren muß. 
Und das kann bis zu zwei Halbbildern dauern.

von Niclas W. (Firma: XxX) (technikfreaky)


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Würde es denn mit Fasern besser funktionieren also mit einem crossfader 
langsam überlappen??

von Niclas W. (Firma: XxX) (technikfreaky)


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Sorry fader und nicht faser

von npn (Gast)


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Niclas Weber schrieb:
> Würde es denn mit Fasern besser funktionieren also mit einem
> crossfader
> langsam überlappen??

Dann hättest du immer noch das Problem, daß die Synchronimpulse beider 
Videosignale nicht übereinstimmen. Wenn du dann einfach das gesamte 
Videosignal überblendest, hast du eine Weile beide Videosignale mit 
verringerter Amplitude (auch der Synchronsignale) auf den Ausgang 
gegeben. Damit würdest du die Synchronsignale des einen Bildes innerhalb 
des anderen Bildes sehen. Wenn dein Monitor während der Überblendzeit 
überhaupt synchronisiert. Vermutlich wird nur das Bild durchlaufen, oder 
er macht ganz zu (z.B. blaues Bild).

Ein Videosignal kann man nur überblenden, indem man lediglich den 
Bildinhalt in der Amplitude verändert. Dafür muß man aber die 
Synchronsignale abtrennen und dann erst dem fertigen Ausgangssignal 
wieder zufügen. Einfach ein Poti oder Fader reicht nicht. Notfalls noch 
für Audio (wie bei einem Mischpult), aber auf keinen Fall für Video.

von Niclas W. (Firma: XxX) (technikfreaky)


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Aber wie mache ich das dann am besten.


Danke npn
MfG Niclas

von Niclas W. (Firma: XxX) (technikfreaky)


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Hast du einen Schaltplan zum rausfiltern der syncronsignale.

von npn (Gast)


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Schau dir mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bildmischer
den Abschnitt "Aufbau und Verkabelung" (ganz unten) an.

Glaube mir, den Aufwand willst du bestimmt nicht treiben.

Du hast prinzipiell zwei Möglichkeiten:

1. Du sorgst dafür, daß alle Zuspieler (Kameras oder ähnliches) synchron 
laufen, dafür brauchst du teure Profi-Kameras, die sich vom Schnittpult 
aus synchronisieren lassen.

2. Du mußt mit Hilfe von Verzögerungsschaltungen die beiden (nicht 
synchronen) Videosignale zeitlich so versetzen, daß sie synchron laufen.

Erst dann kann man den Bildinhalt, den du vorher von den 
Synchronsignalen abgetrennt hast, von einem zum anderen überblenden.

Und am Schluß machst du aus deinem überblendeten Signal und den 
aufbereiteten Synchronsignalen wieder ein normgerechtes Videosignal.

von npn (Gast)


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Niclas Weber schrieb:
> Hast du einen Schaltplan zum rausfiltern der syncronsignale.

Das rausfiltern alleine nützt dir nichts. Du mußt am Schluß die 
Synchronsignale wieder mit dem Bildinhalt auf µs genau in zeitliche 
Übereinstimmung bringen.

von DomeG (Gast)


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von Jürgen D. (poster)


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Das Syncronisieren von Videoquellen ist nicht so einfach, ich hatte mit 
vor etwa 20 Jahren mal einen "Titelgenarator" gebastelt, da war es noch 
recht einfach, die Text und Grafikquelle war ein Atari ST, der hatte die 
Möglichkeit die Hsinc und Vsinc Generierung abzuschalten und sich auf 
externe Quellen zu syncroniesieren. Gemischt wurde auf RGB Basis.
Es gab damals einen Bausatz von ELV der konnte FBAS in RGB und zurück 
wandeln.

Heute würde ich wohl lieber die Videosignale in einen PC digitalisieren 
und dort schneiden.
So eine alte Haupauge Tunerkarte mit VideoIn müsste doch günstig 
gebraucht aufzutreiben sein.

von Kai S. (zigzeg)


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Jürgen D. schrieb:

> Heute würde ich wohl lieber die Videosignale in einen PC digitalisieren
> und dort schneiden.

Ich glaube Du hast uebersehen, dass der OP Live Schnitt machen will, das 
geht zwar moeglicherweise auch ueber PC, aber nicht so einfach.

von Jürgen D. (poster)


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Ups, stimmt.

von Harald W. (wilhelms)


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René B. schrieb:
> Geht nicht auch ein Relais oder Reed-Relais ?

Normalerweise eher ein Koaxrelais.

von Martin (Gast)


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Wahrscheinlich  wäre das Einfachste:

Video  1 in  Framebuffer 1  ausdekodieren ( 2 Frame Buffer)
Video 2  in Framebuffer 2 ausdekodieren

Dann :
       loop: frame_out = x*frame1_old + (1-x)*frame2
             receive frame1;  parallel abarbeiten
             frame1_old = frame1
             send  frame_out
       loopend

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Um 2 voneinander unabhängige Videoquellen zu mischen benötigst du eine 
im Profibereich unter 'Zeitbasiskorrektur' (engl. TBC = Time Base 
Corrector) bekannte Baugruppe. So etwas selber zu bauen kriegst du nicht 
hin, aber da der Amateur Videomarkt so gut wie tot ist, gibt es sowas 
billig in Auktionen.

Die Panasonic Pulte der WJ-AVE Serie z.B. können so etwas:
http://www.ebay.de/itm/Panasonic-Video-Mixer-Mischer-WJ-AVE-7-Live-AV-VJ-gepflegt-Funktion-gepruft-/291187354906?pt=Equalizers

Ich selber habe das WJ-AVE5, damit geht so etwas problemlos. Die Pulte 
haben nicht nur Crossfade, sondern auch einige andere Schnittarten.

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